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Tumore des Gehirns und seiner Umgebung sowie des Rückenmarks und seiner Umgebung

In unserer Klinik werden pro Jahr etwa 170 bis 200 Patienten mit Hirntumoren und Rückenmarkstumoren operiert. Hierzu zählen sowohl Tumore, die vom Hirn- bzw. Rückenmarksgewebe ausgehen (z. B. Astrozytome, Glioblastome, Ependymome, Plexustumore u.a.) sowie auch solche, die sich von angrenzenden Strukturen entwickeln (z. B. Meningeome, Ästhesioneuroblastome u. a.). Auch Absiedelungen aus anderen Organen (z. B. Carzinommetastasen oder Lymphome u. a.) sind hier zu nennen.

Je nach Lokalisation und Größe der Tumore, aber auch entsprechend ihrer Wachstumsgeschwindigkeit kommt es bei den Betroffenen früher oder später zu unterschiedlichen Beschwerden bzw. Funktionsausfällen, wie z. B. Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen, epileptischen Anfällen, Lähmungen bestimmter Muskelgruppen, Störungen der Hautempfindung, Sprachstörungen oder Sehstörungen. Zur Abklärung dieser Symptome wird in der Regel bereits vom Hausarzt, dem behandelnden Facharzt oder einer Krankenhausabteilung ein Computertomogramm (CT) oder eine Kernspintomographie (MR) veranlasst. Bei Nachweis eines Tumors erfolgt zunächst eine Zuweisung an unsere Tumorambulanz (Donnerstag, 09.00 bis 11.00 Uhr), in dringenden Fällen auch die direkte stationäre Aufnahme an der Klinik.



Hirntumor im MR

Vor einer eventuell durchzuführenden Operation werden je nach Bedarf und Dringlichkeit zusätzliche diagnostische Maßnahmen, wie z. B. eine Angiographie (Gefäßdarstellung), eine Messung der Gehirndurchblutung (SPECT) oder Darstellung von Gehirnstoffwechselfunktionen (PET) vorgenommen. Für bestimmte Anwendungen (z. B.  Neuronavigation) kann es sein, dass die Magnetresonanzuntersuchung wiederholt werden muss, um dabei die Funktion bestimmter Areale der Gehirnoberfläche oder der tiefen Hirnfasern sichtbar zu machen.


Darstellung von Fasersystemen im Gehirn im MR


Je nach Art, Lage und Größe des vorliegenden Tumors, aber auch nach einer Vielzahl weiterer Faktoren, können Tumore von Gehirn oder Rückenmark entweder zur Gänze oder nur zum Teil entfernt werden. Ist dies bei höchster Schonung des Gewebes nicht möglich, so stehen verschiedene Biopsieverfahren (Entnahme kleinster Gewebemengen für eine neuropathologische Untersuchung) zur Verfügung. Bei bestimmten Gehirntumoren wird durch orale Gabe einer Substanz vor der Operation ein Anfärben des Tumors unter dem Operationsmikroskop bewirkt, was das Ausmaß der Entfernung des Tumors begünstigt (5-ALA-unterstützte Tumorchirurgie). Andere, in der Chirurgie von Tumoren des Gehirns und Rückenmarks eingesetzte unterstützende Verfahren sind die Stereotaxie , intraoperativer Ultraschall, Neuromonitoring .

Unmittelbar postoperativ werden die meisten Tumorpatienten zunächst auf unserer Überwachungsstation oder Intensivstation betreut, bis sie (in der Regel am darauf folgenden Tag) an die neurochirurgische Bettenstation zurückkehren können.

Bei der Tumornachsorge arbeiten wir eng mit den Kliniken für Strahlentherapie, Neurologie, der III. Medizinischen Klinik und der Kinderonkologie zusammen. Es finden regelmäßige interdisziplinäre Besprechungen zur Optimierung der weiteren Versorgung unserer Tumorpatienten statt. Die längerfristigen Nachkontrollen übernimmt unsere Tumorambulanz in Zusammenarbeit mit der neuroonkologischen Ambulanz der Neurologischen Klinik. Nicht zuletzt ist uns auch die Zusammenarbeit mit den Hausärzten der Patienten, wie auch den Wohnort-nahen Rehabilitationskliniken ein Anliegen.

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