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SuperDimension (Elektromagnetische Navigationsbronchoskopie)

Das superDimension/Bronchus-System ermöglicht den minimal-invasiven Zugang zu peripheren Lungenbereichen. Jedes Jahr werden weltweit mehr als 3.000.000 Bronchoskopien durchgeführt, wobei die Mehrzahl der Ziel-Lungenläsionen im peripheren Drittel der Lunge und damit außerhalb des direkt einsehbaren Bereiches liegen. Als Folge davon sind die Erfolgsraten niedrig und falsch negative Befunde häufig. In der Vergangenheit mussten sich Patienten wiederholten Bronchoskopien oder alternativ dazu risikoreicheren invasiven Eingriffen unterziehen.

Durch das superDimension/Bronchus-System können solche Grenzen der traditionellen Bronchoskopie überwunden werden. Es ermöglicht "live" eine genaue und minimal-invasive Navigation mit Hilfe einer dreidimensionalen CT-"Wegekarte", wodurch sowohl die Erfolgsrate und die Anwendbarkeit der diagnostischen Bronchoskopie verbessert werden. SuperDimension/Bronchus ist kompatibel mit jedem Standard-Bronchoskop und bronchoskopischem Werkzeug.

Die CT-Daten des Patienten werden im Vorfeld der Bronchoskopie zur Planung der Untersuchung und zu deren Simulation verwendet. Dazu werden ein oder mehrere Zielpunkt(e) markiert. Während der Bronchoskopie führt das SuperDimension System den Untersucher und das Bronchoskop dann zu den vorher festgelegten Zielpunkten. Dabei erhält der Untersucher eine laufende 3-dimensionale Lokalisationsdarstellung und eine Entfernungsangabe zum Zielpunkt.


Virtuelle Bronchoskopie in der Planungs-und Vorbereitungsphase der Navigationsbronchoskopie



Dreidimensionale Lokalisationsdarstellung im Rahmen der Navigationsbronchoskopie


Diese GPS-ähnliche Navigation ermöglicht es, auch in der Peripherie der Lunge, Zielläsionen mit hoher Genauigkeit zu erreichen. Die Salzburger Universitätsklinik für Pneumologie gehört (mit den Kliniken in Pamplona, Lund und Heidelberg) zu den vier europäischen Einrichtungen mit der höchsten Expertise in der Navigationsbronchoskopie und dient diesbezüglich als Referenz- und Ausbildungszentrum. Die Trefferquote für kleine pulmonale Rundherde liegt mit dieser Methode in Salzburg bei 84%.

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