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Endobronchialer Ultraschall (Endobronchial Ultrasound , EBUS)

Diese bronchoskopische Untersuchungstechnik bietet die Möglichkeit der transbronchialen Punktion (EBUS-TBNA) von Strukturen die außerhalb der Atemwege liegen. Insbesondere eignet sich EBUS daher für die Punktion mediastinaler Lymphknoten, oder zentraler, den Atemwegen anliegenden Tumoren. An der Spitze des Bronchoskopes ist zusätzlich zur üblichen Optik ein Ultraschallkopf eingebaut,´

 
EBUS-Bronchoskop mit integriertem Ultraschallkopf, EBUS-Bronchoskop mit ausgefahrener Hohlnadel


so dass parallel zur Einsicht der Atemwege auch die sonographische Darstellung von Strukturen, die außerhalb der Atemwege liegen, möglich ist.


Schematische Darstellung einer EBUS-geführten Lymphknotenbiopsie


Unter sonographischer Kontrolle kann eine gezielte transbronchiale Punktion (EBUS-TBNA) durchgeführt werden bei der die spezielle Ultraschall-Aspirationsnadel in Echtzeit auf dem Ultraschallbild zu sehen ist. Im Vergleich zur konventionellen („blinden“) transbronchialen Biopsie bietet EBUS mit Unterstützung durch Farbdoppler ein hohes Maß an Sicherheit (z. Bsp. Vermeidung der Punktion vaskulärer Strukturen). Die Abklärung einer mediastinalen Lymphadenopathie spielt bei Verdacht auf Sarkoidose ebenso eine Rolle wie beim exakten Staging von Tumorerkankungen.
Die EBUS-Bronchoskopie ist ein sehr komplikationsarmes und für den Patienten kaum belastendes Verfahren. An erfahrenen Zentren liegen Sensitivität und Spezifität von EBUS bei 75% bzw. 100%. Aus diesem Grunde sollte vor einer Mediastinoskopie, die Möglichkeit und Sinnhaftigkeit einer EBUS-Bronchoskopie jedenfalls evaluiert werden.
Die am Standort Salzburg erfolgreich praktizierte Kooperation zwischen Thoraxchirurgie und Pneumologie erfüllt damit jedenfalls exakt jene kombinierte Staging-Strategie, die vor wenigen Monaten in einer „Landmark“-Arbeit (Annema et. al. JAMA 2010) als überlegen dargestellt werden konnte.

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