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Bildgeführte Radiotherapie (IGRT) Der Schritt in die vierte Dimension

Bei der herkömmlichen Bestrahlung gibt es vor allem ein Problem: viele Organe und auch Tumore sind beweglich, sie verschieben sich beispielsweise mit der Atmung oder verändern sich bei verschiedenen Füllungszuständen des Magen-Darm-Traktes. Bei zu knapp gewählten Bestrahlungsgrenzen kann so die Zielregion verfehlt werden, bei zu großzügigen Grenzen ist mit erhöhten Nebenwirkungen zu rechnen. Einen Ausweg liefert die sogenannte „bildgeführte Radiotherapie“ (IGRT). Vor der täglichen Strahlenbehandlung wird die aktuelle Lage des Tumors z.B. durch das Einbringen von Goldclip-Markern mittels einer zusätzlichen Ausstattung des Linearbeschleunigers mit speziellen Röntgenvorrichtungen sichtbar gemacht und eine Feinjustierung vorgenommen. In Salzburg ist seit 2005 das damals erste Gerät dieser Bauart in Österreich (und eines der ersten in Europa) in täglichem klinischen Einsatz, im Jahr 2009 wurde das zweite derartige System in Betrieb genommen. Schwerpunkte sind die IGRT des clipmarkierten Prostatakarzinomes sowie von HNO- und Lungentumoren. Durch die eigene Entwicklung sogenannter autoadaptiver Techniken, bei denen sich der Behandlungsstrahl auf das Zielgebiet automatisch nachjustiert, sind ultrapräzise Bestrahlungen möglich geworden.

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