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Einheit für operative Dermatologie

Leitung: OA Dr.Josef Koller, geschäftsführender Oberarzt der Klinik, Sondervereinbarung

In den vergangenen 3 Jahren wurden  33.352 (24.943 ambulante und 8.409 stationäre) PatientInnen in der „OP – Einheit“ behandelt. Neben der Versorgung der operativen PatientInnen wird auch die Melanomambulanz für HochrisikopatientInnen in den Behandlungs- und Besprechungsräumen der Einheit durchgeführt. Das operative Spektrum in der Dermatologie ist sehr breit gefächert: Die Tumorchirurgie stellt etwa zwei Drittel der operativen Eingriffe dar. Darüber hinaus werden Haut- und Weichteilinfektionen, akute und chronische Wunden, Narben und funktionelle Hauterkrankungen (z.B. axilläre Hyperhidrose) chirurgisch behandelt. Tiefreichende zweit- und drittgradige Verbrennungen und Verätzungen werden im Schwerverbrennungsbad im septischen OP der Hautklinik gereinigt, antiseptisch verbunden und gegebenenfalls chirurgisch mit tangentialer Exzision und Spalthauttransplantation versorgt. Bei mitteltief zweitgradigen Verbrennungen wird eine Erbium-Laserablation vor allem im Gesicht und an den Händen durchgeführt.
Die dermatochirurgische Einheit verfügt  über insgesamt vier Laser. Im Jahr 2011 wurde ein CO2-Fraxel-Laser neu angeschafft, mit dem Narben behandelt werden, aber auch kosmetische Eingriffe an der alternden Haut möglich wurden (Faltenstraffung).
In der Operationseinheit der Dermatologie sind derzeit neben dem Leiter drei Fachärztinnen beschäftigt, dazu in sechsmonatlichem Wechsel ein Ausbildungsassistent für das Fach Dermatovenerologie.

Zukunftsperspektive:
Aus den Entwicklungen an deutschen Hautkliniken weiß man, dass dermatochirurgische PatientInnen etwa die Hälfte des Gesamtbelags einer Hautklinik darstellen. Dies trifft auch für die Hautklinik in Salzburg zu. Neben der Erweiterung des operativen Spektrums (z.B. erfolgen auch radikale Lymphadenektomien bei uns) beruht dies auch auf einer erheblichen Zunahme von Hauttumoren bei einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung. Aus diesem Grund wird neben der operativen Therapie maligner Hauttumoren auch die chirurgische Wundbehandlung (in allen Phasen der Wundheilung von der Nekrosektomie bis zur Spalthauttransplantation) weiter zunehmen und dann die langen Behandlungszeiten bei ausschließlich konservativer Wundbehandlung deutlich reduzieren. Mit der Anschaffung eines Fraxel-CO2-Lasers wird auch die geplante Erweiterung des dermatochirurgischen Spektrums im Bereich der Behandlung alternder Haut greifen können. Die Gesamtoperationszahl wird  allerdings aufgrund des enorm gestiegenen Dokumentationsaufwandes (siehe MONA) stagnieren und eine Verschiebung zu eher aufwendigeren chirurgischen und Lasertechniken stattfinden.
In der Hochrisiko-Tumorambulanz werden PatientInnen mit fortgeschrittenen Melanomen, Plattenepithelkarzinomen und Merkelzellkarzinomen betreut. Darüber hinaus werden von hier aus zahlreiche onkologische Studien vor allem bei metastasierenden Melanomen durchgeführt.
Aktuell laufen je eine europaweite Studie mit Vemurafenib und Ipilimumab,  neuen bahnbrechenden Substanzen für die Behandlung fortgeschrittener Melanome.
Internationale Studien mit CTL4 Antikörper und intermittierend Interferon α wurden kürzlich beendet, das Ergebnis der intermittierend Interferon α Hochdosistherapie wurde soeben auf dem wichtigsten und größten internationalen Tumorkongress (ASCO) in Chicago präsentiert.

   2012  2013
Gesamtzahl   11.976  13.086
Ambulante PatientInnen     8.992    9.831
Stationäre PatientInnen     2.984    3.255

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