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Wissenschaft/Projekte

Forschungsbereiche

Wachkoma
Bei Patienten mit schweren Bewusstseinsstörungen werden im Rahmen eines Forschungsprojektes Untersuchungen durchgeführt, um zum einen die diagnostische Zuordnung des Zustandsbildes zu verbessern, und zum anderen auch eine bessere Prognoseabschätzung des weiteren Krankheitsverlaufes zu ermöglichen. Diese Untersuchungen beinhalten neben ausführlichen und wiederholten neuropsychologischen Tests, evozierten Potenzialen  und EEG-Untersuchungen insbesondere auch  die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT).  Dabei wird die Hirnfunktion unter speziellen Reizparadigmen  (emotional gefärbte Worte, Vorstellung motorischer Aufgaben) untersucht, um eine differentielle Hirnaktivität zu erfassen, die möglicherweise auf erhaltene komplexe Hirnleistungen wie  Empfindungen oder Sprache schließen lässt.


Querschnittslähmung
Ein weiteres Projekt aus dem Bereich der neurologischen Rehabilitation beschäftigt sich mit traumatischen Querschnittspatienten. Lähmungen nach Verletzungen des Rückenmarks können aufgrund der sog. „neuronalen Plastizität“ zu Veränderungen der Hirnrinde führen, wobei diese für den weiteren Verlauf auch ungünstig sein können. Diese kortikalen Veränderungen sollen mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) und transkranieller Magnetstimulation (TMS) untersucht werden. Weiters wird untersucht, inwieweit sich solche Änderungen durch repetitive transkranielle Magnetstimulation beeinflussen lassen, um evtl. einen günstigeren Rehabilitationsverlauf zu erreichen.


Kopfschmerz
Im Bereich der Schmerzforschung beschäftigen wir uns u.a. mit Migränekopfschmerzen und möglichen zugrundeliegenden Mechanismen. In Kooperation mit Frau Prof. Kofler von der Universitätsklinik für Kinder- & Jugendheilkunde werden verschiedene Neuropeptide, insbesondere Galanin, und deren Rezeptoren bei Migränepatienten untersucht. Diese Neuropeptide spielen vermutlich eine wichtige Rolle in der Entstehung der Migräne, indem sie eine Gefäßerweiterung und auch eine Sensibilisierung von Schmerzrezeptoren bewirken. Daneben gibt es auch Hinweise für eine Beteiligung von Neuropeptiden an der sog. „Cortical Spreading Depression“, d.h. einer sich langsam ausbreitenden Depolarisation der Hirnrinde, welche für die Migräneaura verantwortlich ist.

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