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Sportkardiologie

Junge Sportler haben ein erhöhtes Risiko, einen plötzlichen Herztod zu erleiden. Das haben italienische Forscher herausgefunden. Die Ergebnisse ihrer 20-jährigen Studie haben Domenico Corrado und seine Kollegen von der Universität Padua vorgestellt.
Die Studie vergleicht zum ersten Mal die Sterberaten von sportlich aktiven und passiven jungen Menschen über einen längeren Zeitraum. Zwischen 1979 und 1999 haben die Forscher Todesfälle der 12- bis 35-Jährigen in der italienischen Region Veneto ermittelt. Insgesamt war das Risiko, einem plötzlichen Tod zu erleiden, sehr gering, etwa 1 zu 100.000. Bei den Athleten war die Sterberate mit 2.3 zu 100.000 rund zweieinhalb mal höher als bei ihren unsportlichen Altersgenossen (0.9 zu 100.000).

 

Abbildung: Annual Incidence Rates of Sudden Cardiac Death Among Screened Competitive Athletes and Unscreened Nonathletes in the Veneto Region of Italy From 1979 to 2004 (Modified from Corrado et al. 2006)


Das ehemals deutlich erhöhte Risiko für einen Sportler, einen plötzlichen Herztod zu erleiden, wurde dank verpflichtender jährlicher sportmedizinischer Untersuchung durch speziell ausgebildete Sportmediziner unter das Niveau der Normalbevölkerung gesenkt!

Sportliche Aktivität könne einige der erblich bedingten oder entwicklungsmäßigen Probleme auslösen, beispielsweise Erkrankungen des Herzmuskels, jedoch betonen die Autoren auch, dass diese Ergebnisse junge Menschen nicht entmutigen sollen einen Sport auszuüben, sondern vielmehr erfordere es besserer Untersuchungen und Eignungstests für Sportler.

 


 

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