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Röntgenaufnahmen

Funktionsprinzip: Röntgenstrahlen werden in einer Röntgenröhre erzeugt. In einem luftleeren Glaskolben werden die von einer Glühkathode freigesetzten Elektronen durch elektrische Hochspannung mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Anode beschleunigt. Beim Aufprall auf der Anode entsteht überwiegend Wärme und zum geringen Teil Röntgenstrahlung.

Wegen ihrer hohen Strahlungsenergie können Röntgenstrahlen den Körper durchdringen. Die Strahlung wird von den verschiedenen Gewebestrukturen (Luft in der Lunge, Oberbauchorgane, Knochen) unterschiedlich geschwächt und erzeugt so ein Graustufenbild auf dem Röntgenfilm bzw. auf dem Monitor.




Drehanodenröhre. (Bei diesem Röhrentyp wird durch die Drehung des Anodentellers die entstehende Wärme auf einer Kreisbahn verteilt und damit die Haltbarkeit der Anode erhöht)


Typische Röntgenaufnahmen in der Neuroradiologie sind das Schädel-Röntgen und Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule.
Schädelröntgen macht man zum Nachwies von Gefäßclips und anderen strahlendichten Fremdkörpern sowie zur Kontrolle von verstellbaren Hydrocephalus-Ventilen (z. B. Medos, Codman).

Zum Ausschluss von Frakturen nach einem Trauma  sind Röntgenaufnahmen des Schädels nicht mehr indiziert. Auch zur Beurteilung von Sekret in den Nasen-Nebenhöhlen wird heute eine  Niedrig-Dosis-CT dem Nativröntgen vorgezogen.


Programmierbares Medos-Hakim-Ventil zur Steuerung des Liquorabflusses bei Hydrozephalus


Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule werden mindestens in zwei Projektionen (anterior-posterior = a.-p. und seitlich) durchgeführt. Wichtige Ergänzungen sind sogenannte Funktionsaufnahmen der Halswirbelsäule (HWS) und der Lendenwirbelsäule (LWS) zur Beurteilung des Wirbelgleitens und Schrägaufnahmen der HWS zur Darstellung von knöchern eingeengten Zwischenwirbellöcher.

 
Wirbelgleiten bei L4/L5 (Pseudospondylolisthesis)

             
Links: Spondylolisthesis bei L5/S1 mit Spalt im Wirbelbogen. Rechts: Seitliche Krümmung und Drehung (Skoliose) der Brustwirbelsäule (BWS)  und der LWS

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