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ONGKG Kongress fördert Gesundheit
ONGKG Kongress fördert Gesundheit

Bewegung, Rauchfreiheit und seelische Gesundheit

Bewegung, Rauchfreiheit und seelische Gesundheit

Von 9. bis 10. November findet der 16. Österreichische Kongress Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen im Salzburger Universitätsklinikum statt.

Das Salzburger Universitätsklinikum (SALK) betreibt zahlreiche gesundheitsfördernde Projekte: Das fängt beispielsweise bei einer Wanderstudie für SuizidpatientInnen und Rauchpräventions- und Entwöhnungsprogrammen an und geht hin bis zu Angebote der Elternschule, Anleitungen zur rückenschonenden Arbeitsweise, QiGong und Shiatsu Angebote, kostenlose Angebote zu Themen wie Alkohol- und Suchtberatung, Selbstführung und Burnoutprävention, "Jet Lag" in Gesundheitsberufen - Umgang mit Belastungen im Schichtdienst u.v.m. Gastgeber der diesjährigen 16. ONGKG Konferenz, SALK Geschäftsführer Burkhard van der Vorst erklärt dazu: „Gesundheitsförderung von Anfang an ist unser Ziel - nun überarbeiten wir beispielweise auch das Profil der Gesundheits- und Krankenpflegeschule hinsichtlich Gesundheitsförderung und Prävention. Betriebliche Gesundheitsförderung ist für uns ein selbstverständlicher Beitrag für MitarbeiterInnen und PatientInnen.“

An der Jahreskonferenz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen nehmen Entscheidungsträger österreichischer Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen teil und fördern damit den Austausch von Erfahrungen zu gesundheitsfördernden Projekten. 2011 werden vor diesem Hintergrund Konzepte, Instrumente und Praxisbeispiele zu Bewegungsförderung, Rauchfreiheit und Seelische Gesundheitsförderung diskutiert. Veranstalter der zweitägigen Konferenz 2011 in Salzburg sind das Österreichische Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser (ONGKG), das Salzburger Universitätsklinikum (SALK) als Gastgeber und der Fonds Gesundes Österreich.


Das ONGKG
Das Österreichische Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen (ONGKG) wurde 1996 auf Initiative des BMG gegründet und ist eines von derzeit 38 weltweiten nationalen und regionalen Netzwerken des von der WHO initiierten „International Network of Health Promoting Hospitals and Health Services (HPH)“ (nähere Informationen dazu siehe www.healthpromotinghospitals.org bzw. in Österreich: www.ongkg.at). Dieses Netzwerk arbeitet an der Neuorientierung von Gesundheitseinrichtungen mit dem Ziel, den Gesundheitsgewinn von PatientInnen, MitarbeiterInnen und der Bevölkerung im Einzugsgebiet zu verbessern. Zur Zielerreichung werden unterschiedliche Strategien wie Patienteninformation und -schulungen, betriebliches Gesundheitsmanagement, regionale Partnerschaften und Umweltmanagement eingesetzt.

Die ONGKG-Konferenz
Die ONGKG-Konferenz ist das jährliche Zentralereignis des Netzwerks mit etwa 150 TeilnehmerInnen vor allem aus Österreich, aber auch aus Deutschland, der Schweiz und Südtirol. Das Publikum der ONGKG-Konferenzen setzt sich üblicherweise aus Entscheidungsträgern aus Gesundheitseinrichtungen (v.a. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen), Gesundheitsverwaltung und Gesundheitspolitik, VertreterInnen aller Gesundheitsberufe (mit Schwerpunkt auf ÄrztInnen, Pflegepersonen), GesundheitsberaterInnen und -wissenschaftlerInnen zusammen.

Die 16. ONGKG-Konferenz in Salzburg, 9. bis 10. November 2011
Der große Einfluss von Lebensstilen auf die Gesundheit ist unbestritten. Die Unterstützung gesunder Lebensstile bei PatientInnen und MitarbeiterInnen und - soweit möglich - bei der regionalen Bevölkerung im Einzugsgebiet gehört daher zu den empfohlenen Zielen Gesundheitsfördernder Gesundheitseinrichtungen. Maßnahmen zur Zielerreichung umfassen sowohl verhaltensorientierte Ansätze wie Gesundheitsberatung, -information und
-schulungen als auch verhältnisorientierte Ansätze wie die Schaffung unterstützender Rahmenbedingungen in Gesundheitseinrichtungen.

Die ONGKG-Konferenz 2011 wird einen Fokus auf Konzepte, Instrumente, Beispiele guter Praxis und Evidenz für die Beeinflussung zweier besonders zentraler Lebensstile - Bewegung und Rauchen - legen. Ernährung, der Fokus des Vorjahres, wird in einem Workshop weitergeführt werden. Als neues Hauptthema widmet sich die Konferenz dem großen Bereich der seelischen Gesundheit.

Bewegung
Bewegung kann nicht nur Fitness und Wohlbefinden, sondern auch Therapieerfolge verbessern. Bei MitarbeiterInnen können Gesundheit und Arbeitsfähigkeit erhalten werden.
Bewegung trägt wesentlich zur Prävention vieler Erkrankungen bei. Wie können Gesundheitseinrichtungen die Bewegungsgewohnheiten ihrer PatientInnen erfassen und jenen mit Bewegungsmangel entsprechende weiterführende Informationen und Schulungen anbieten? Wie kann Bewegung zum Erhalt von Fitness und Lebensqualität von PatientInnen und BewohnerInnen in der Langzeitbetreuung beitragen? Wie können Gesundheitsfördernde Gesundheitseinrichtungen ihre MitarbeiterInnen in der Prävention von Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparats unterstützen?

Rauchen
Das Konzept „Rauchfreies Gesundheitseinrichtung“ unterstützt interessierte Häuser darin, geeignete Maßnahmen zum Nichtraucherschutz und zum Rauchstopp zu treffen. Wie können Gesundheitseinrichtungen die 10 Standards des "Global Network for Tobacco Free Health Care Services" implementieren und dadurch zur Förderung rauchfreier Einrichtungen und zur Unterstützung von Personen bei der Rauchentwöhnung beitragen?

Seelische Gesundheit
Seelische Erkrankungen sind auf dem Vormarsch - nach Schätzungen der WHO werden Depressionen im Jahr 2020 bereits die zweithäufigste Krankheit sein. Gesundheitseinrichtungen sind gefordert, zur Prävention von Burnout und anderen psychischen Problemen bei MitarbeiterInnen beizutragen und die Lebensqualität ihrer PatientInnen auch durch Förderung der seelischen Gesundheit zu unterstützen.

Ernährung
Ernährung war das Hauptthema der ONGKG-Konferenz 2010 und wird 2011 vor allem über einen Workshop zu Baby-Friendly Hospitals anlässlich der Gründung der ONGKG-Sektion zu diesem Thema fortgeführt: Wie können Gesundheitseinrichtungen mit Geburtenabteilungen das Stillen anhand der UNICEF-Standards für Baby-Friendly Hospitals umfassend fördern?

Re-Launch Baby-friendly Hospitals Initiative (BFHI) in Österreich
Ein weiterer wichtiger Lebensstil, die Ernährung, beginnt bereits im Säuglingsalter: Stillen ist der beste Start ins Leben. Daher haben WHO und UNICEF in den 1990er Jahren die Baby-friendly Hospitals Initiative zur Stillförderung ins Leben gerufen. Auch hierzulande gibt es seither dazu Aktivitäten. Um dieses wichtige Gesundheitsförderungsthema in Zukunft in Österreich noch besser unterstützen zu können, wurde auf Anregung des Bundesministeriums für Gesundheit die ONGKG-Sektion „Baby-friendly Hospitals“ gegründet.
In den Jahren 2011-2013 wird ein aus Vorsorgemitteln des Bundes gefördertes Roll-Out Projekt zu BFHI stattfinden, um möglichst viele österreichische Krankenhäuser in ihrem Engagement für Mütter und Babys zu unterstützen. Die Konferenz stellt den formalen Projektstart dar.
 
Gesundheitsförderung im Salzburger Universitätsklinikum
Univ.-Doz. Dr. Doris Mack erklärt dazu: „Spätestens wenn der Mensch krank geworden ist und vielleicht sogar in ein Krankenhaus muss, ist er auch bereit, sich mit dem Thema Gesundheitsförderung oder Prävention auseinanderzusetzen. So ist nebst dem klassischen Versorgungsauftrag eines Krankenhauses Gesundheitsförderung sehr wohl auch Krankenhausthema. Als Zuständige für Qualitäts- und Riskmanagement ist für mich Gesundheitsförderung auch ein Thema von Qualität - einerseits für MitarbeiterInnen und andererseits für PatientInnen.“ Die Salzburger Gesundheitslandsrätin Mag. Cornelia Schmidjell erklärt dazu: "Für mich ist Gesundheitsförderung ein entscheidender Ansatzpunkt dafür, dass unser Gesundheitssystem mit bedarfsgerechten Leistungen höchster Qualität auch mittel- und langfristig für alle gleich zugänglich erhalten werden kann. Daher braucht es einen Paradigmenwechsel, in dem wir uns stärker an der Erhaltung der Gesundheit orientieren. Krankenhausanstalten und Langzeitpflegeeinrichtungen können dazu einen wesentlichen Beitrag leisten, wenn sie PatientInnen, Angehörigen und den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglichen, Bewegung, gesunde Ernährung und auch psychisches Wohlbefinden aktiv aufzugreifen.“

Die SALK haben zahlreiche gesundheitsfördernde Projekte teils abgeschlossen, teils noch laufen. Nun wird auch das Profil der Gesundheits- und Krankenpflegeschule hinsichtlich Gesundheitsförderung und Prävention überarbeitet.

Das Salzburger Universitätsklinikum hat verschiedenste Projekte der Gesundheitsförderung für PatientInnen und MitarbeiterInnen initiiert – hier ein paar konkrete Beispiele:

  • Lehrtätigkeit: Konzeptionierung und Implementierung des Uni-Lehrganges für Gesundheitsbildung an der NAWI Salzburg in Zusammenarbeit SALK (insgesamt 4 Jahrgänge a`4 Semester) durchgeführt, pausiert derzeit wird überarbeitet. Ergebnis: Die AbsolventInnen (akad. GesundheitsbildnerInnen) unterrichten Gesundheitsförderung an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule der SALK.
  • Raucherberatung: Raucherambulanz / UK f. Pneumologie von Univ.-Prof. Dr. Michael  Studnicka . Aus Drittmittel finanzierte Beratungsstelle für Einzel und Gruppenberatung und Entwöhnung.
  • Hypertonieberatung (Bluthochdruck): An der UK f. Medizin II/Kardiologie werden alle 14 Tage Gruppenschulungen (ca. 4-8 Personen) zum Thema Lebensstil und Medikamente bei Bluthochdruck, durchgeführt. Wird sehr gut angenommen.
  • Pflegeprävention:
    1. Pflegeberatung für stationäre und ambulante Patienten
    2. Seniorentraining "Selbstbestimmt und kreativ im Alter" (Gedächtnistraining, Psychomotorik-Training, Kompetenztraining) durchgeführt in Kombination mit SchülerInnen der Gesundheits- und Krankenpflegeschule. Läuft bereits seit 8 Jahren sehr erfolgreich.
  • Lebensstil Gesundheitsförderung in Pflichtschulen und Selbsthilfegruppen: Lebensstil und Lebensordnungsprogramm "WERTVOLL" (nach einem Konzept d. Österr. Liga Leben u. Gesundheit) - wird nur auf Anfrage durchgeführt. Kommt sehr gut an!
  • „Altern in guter Gesellschaft“: Gemeinschaftsprojekt von Gemeindeentwicklung (Salzburger Bildungswerk) und SALK. Ziel ist es, dass Altern in einer Ortsgemeinde in hoher Lebensqualität möglich wird. Maßnahmen sind z.B. Gesundheitsvorträge, entsprechende Infrastrukturen, Barrierefreiheit, soziale Strukturen, Anlaufstellen...u.v.m.
    - hat ich bereits sehr gut bewährt!
  • Jung trifft Alt“ – Patenschaft für Senioren: Kooperationspartner sind wieder Gemeindeentwicklung, Oberstufengymnasien und die SALK. SchülerInnen werden von Fachleuten (CDK, LKH, Klinik Clowns, PflegeexpertInnen, PsychologInnen und TheologInnen eine Woche lang auf die Begegnung mit alten Menschen im Seniorenheim vorbereitet und übernehmen ein Jahr lang eine Patenschaft für einen betagten Menschen. Hat sich sehr gut bewährt!
  • Elternschule seit 2005 (Programm siehe Anhang)
  • Muttermilch von Anfang an:
    Elke Sams ist Still- und Laktationsberaterin IBCLC und Stillbeauftragte im Salzburger Universitätsklinikum
  • SALK Mobilitätskonzept – mit dem Fahrrad zur Arbeit (auch Unterstützung durch z.B. Installierung komfortabler Radständer, e-bikes…)
  • „Altersgerechtes Arbeiten“ – Projekt 44+ ist speziell für PflegemitarbeiterInnen, welche bereits 25 Jahre und länger im Beruf tätig sind. Diese Berufsgruppe sollten Rahmenbedingungen vorfinden, die es ihnen ermöglichen, möglichst gesund und mit Freude ihren Beruf weiterhin ausüben zu können. Beispielsweise werden durch Arbeitsbewältigungscoachings der Bedarf erhoben und im Zuge eines Auswertungsworkshops werden 1-2 Maßnahmen abgeleitet und in Kooperation mit dem Bildungszentrum (Fort- und Weiterbildungsakademie) umgesetzt.
  • Psychologische Betreuung und körperliche Aktivität zur Verbesserung der Lebensqualität bei Frauen mit Mammakarzinom
  • Wanderstudie bei SuizidpatientInnen (Prof. Fartacek CDK)
  • Zahlreiche Fortbildungen zu "Psychischer und seelischer Balance": z.B. rückenschonenden Arbeitsweisen, QiGong- und Shiatsu-Angebote bis zu kostenlosen Beratungsangeboten zu Themen wie Alkohol- und Suchtberatung, Selbstführung und Burnoutprävention, "Jet Lag" in Gesundheitsberufen - Umgang mit Belastungen im Schichtdienst u.v.m.
  • Pilotprojekt Küche: Hier vor allem Arbeitsbewältigungscoachings/ -gespräche. Hier werden Faktoren, die die Arbeitsbewältigung beeinflussen in Beziehung gestellt. z.B. Gesundheit (physisch, psychisch), Kompetenz (persönliche Fähigkeiten/berufliches Erfahrungswissen), Werte/Einstellungen (Motivation, Arbeitsunzufriedenheit, Verbundenheit mit der Arbeit) und Arbeitsbedingungen (physische, psychische, soziale Anforderungen, Arbeitsgestaltung und Führungsverhalten).
  • Betriebsvereinbarung nach § 97 Abs. 1 Z. 1 ArbVG: Die Betriebsvereinbarung zum Thema Suchtprävention wurde 2006 erstellt. Es wurden Vorgehensweisen entworfen, wie sich Führungskräfte und MitarbeiterInnen im Falle des Missbrauchs von Suchmitteln verhalten sollten. Begleitend dazu werden von Dienstgeberseite Schulungen, insbesondere für Führungskräfte, aber auch für MitarbeiterInnen zur Erläuterung und Einübung des Verfahrens angeboten. Findet seit 2006 zweimal jährlich statt.

Bildrechte SALK/Wild&Team; Abdruck honorarfrei

Als Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:

  • BM Alois Stöger   Bundesminister für Gesundheit Mag.
  • Christa Peinhaupt   Geschäftsführerin, Fonds Gesundes Österreich
  • Prim. Dr. Ulrike Sommeregger  Vorstandsvorsitzende des ONGKG
  • Dr. Gudrun Berger   Geschäftsführerin, Unicef Österreich
  • Burkhard van der Vorst  Geschäftsführer SALK | Universitätsklinikum Salzburg
  • Univ.-Doz. Dr. Doris Mack  SALK Stabsstelle für Qualitäts- und Riskmanagement

Rückfragen an:
Mag. Mick Weinberger
Leiterin SALK Unternehmenskommunikation & Marketing
SALK Pressesprecherin

SALK - Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH
Tel: +43 (0)5 7255-20012
Mobil: +43/0676 89972 1007
m.weinberger@salk.at
presse@salk.at


 

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