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Baufortschritt nach Plan
Baufortschritt nach Plan

Baufortschritt nach Plan

Heute, am 19. Mai 2011, feierte die Landesklinik St. Veit ihre Gleichenfeier für das neue Gebäude der Psychiatrischen Rehabilitation. Zu den 15 Betten im Bestand sollen bis Jänner 2012 noch 21 neue Patientenbetten hinzukommen. Die Kosten dafür werden 4, 42 Millionen Euro betragen. Besonders erfreulich: Die Bauarbeiten verlaufen nach Plan.

Das Angebot der Psychiatrischen Reha richtet sich an Frauen und Männer aus ganz Österreich, die durch eine psychiatrische Erkrankung bei der Ausübung ihres Berufes beeinträchtigt sind. Zur Behandlung kommen Patienten mit affektiven Störungen, neurotischen, Belastungs- und somatoformen Störungen, Persönlichkeitsstörungen und Patienten mit Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt sechs Wochen. In dieser Zeit wird die psychosoziale Gesundheit intensiv gefördert, um die Arbeits- und Lebensqualität wieder zu verbessern.  Für die Psychiatrische Reha St. Veit wurde eine eigene Gesellschaft „Psych.-Reha GmbH“ gegründet, die zu je 50 Prozent von den SALK und der pro mente Reha Österreich GmbH betrieben wird.

Rund 10.000 Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen werden jährlich in Salz-burgs Spitälern behandelt. Bei den Invalitätspensionen nehmen psychische Krank-heiten als Grund für die Erwerbsunfähigkeit eklatant zu und liegen bei Frauen bereits an erster Stelle. „Mit der Errichtung der psychiatrischen Rehabilitation an der Landesklinik St. Veit wird ein Angebot für das gesamte Bundesland Salzburg und die angrenzenden Bundesländer geschaffen“, betont Erika Scharer, Landesrätin für Gesundheit und Soziales, „mit dem Ziel den Gesundheitszustand von psychisch erkrankten Menschen so weit zu verbessern, dass sie wieder am sozialen und beruflichen Leben teilnehmen können.“
Die Erstellung des Gesamtkonzeptes der Psychiatrischen Rehabilitation geht auf eine Initiative von Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller zurück und ist fester Be-standteil des Salzburger Strukturplan Gesundheit.
Die psychiatrische Rehabilitation stellt einen gesundheitspolitischen Schwerpunkt des Landes Salzburg dar, mit dem ebenfalls verstärkt dezentralen Angebote in den Regionen geschaffen werden.

„Wir alle wissen, dass moderne Reha-Einrichtungen in Zukunft gefragter sein werden denn je. Die Qualität und der Ruf eines Gesundheits-Standorts werden künftig ganz wesentlich auch davon abhängen, wie gut das Reha-Angebot in einer Region ist.
Deshalb messen wir hier im Land Salzburg diesem Bereich auch eine ganz besondere Bedeutung bei. Und genau deshalb ist die Psychiatrische Reha St. Veit nicht nur eines von vielen Ausbau-Vorhaben, sondern ein Schlüsselprojekt. Ebenso wie Kinder-Reha am Dürrnberg oder die geplante Onkologischen Reha-Einrichtung, ebenfalls in St. Veit.
Zusammen mit unserem 50-Prozent-Mitgesellschafter, der pro mente Reha GmbH, schaffen wir mit der Psychiatrische Reha einen vielfachen Mehrwert: Denn das Pro-jekt ist zweifellos ein Gewinn für den gesamten Gesundheitsstandort Salzburg. Daneben bringt die Psychiatrische Reha auch einen erheblichen Impuls für die Region und die Wirtschaft. Immerhin reden wir hier von über 4,4, Millionen Euro Projektvolumen. Und das Projekt ist gut für den Arbeitsmarkt, weil sich damit sichere und qualifizierte Berufs-Perspektiven eröffnen. Last but not least ist diese neue Einrichtung natürlich vor allem aber auch ein Gewinn für unsere Patientinnen und Patienten, weil hier für sie eine top-moderne Reha-Einrichtung entsteht", so Finanzreferent LH-Stv. David Brenner.

„Der moderne, zukunftsorientierte Weg in der Rehabilitation heißt Dezentralisierung. Die stationäre Akutbehandlung wird auf diese Weise durch wohnortnahe Rehabilitationsangebote hervorragend im Sinne der Salzburgerinnen und Salzburger ergänzt“, so Scharer. Mit der Standortwahl in St. Veit werden Synergien geschaffen: Alle Einrichtungen des Krankenhauses können von den Patienten mit genutzt werden.

Hochwertiges Angebot
„Es ist wichtig, dass auch in den Salzburger Gauen das Angebot an medizinischer Betreuung komplex und vielfältig ist, und sich nicht alles auf den Zentralraum kon-zentriert“, betont Landtagspräsident Simon Illmer. Die Landesklinik St. Veit sei nicht nur ein verlässlicher Arbeitgeber, sondern auch Garant für hochwertige medizinische Versorgung. „Dieser Standort ist durch seine sonnige Lage und das herrschende Heilklima geradezu dafür geschaffen, Körper und Geist zu heilen.“

Regionale Zusammenarbeit
 „Mit dem Neubau der Psychiatrischen Reha nähert sich die Landesklinik St. Veit nicht nur einer optimalen Betriebsgröße. Der Bereich Rehabilitation nimmt in der künftigen Versorgung einen immer größeren Stellenwert ein. Daher werden seitens der SALK Angebote entwickelt, um so einen weiteren Schritt in Richtung Gesund-heitsunternehmen zu gehen“, sagt SALK-Geschäftsführer Burkhard van der Vorst.
Möglich ist dieses komplexe Behandlungsangebot nur durch die enge Zusammenarbeit der verschiedenen psychiatrischen Einheiten in der Region. Die Pro Mente Reha Österreich ist der größte gemeinnützige Anbieter der psychiatrischen Rehabilitation in Österreich und dadurch ein wichtiger überregionaler Partner in der Gesellschaft. Neben diesen institutionellen Kooperationen stellt die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten, anderen psychiatrischen Abteilungen  und Psychotherapeuten eine große Herausforderung dar, so van der Vorst weiter.

„Der Ausbau der Psychiatrischen Reha in St. Veit ist ein wichtiger Schritt in der ab-gestuften Versorgung für das Bundesland Salzburg“, sagt Univ.-Prof. Dr. Karl Dantendorfer, Geschäftsführer der Psychiatrischen Reha, „ dadurch wird eine Lücke zwischen Akutbehandlung und Wiedereinstieg ins Leben geschlossen.“ Die Einrichtung habe darüber hinaus eine wichtige Funktion um Menschen mit einer psychischen Erkrankung nicht in die Frühpension zu treiben, sondern in den Alltag zurückzuführen. „Als gebürtiger Salzburger freut mich diese erfolgreiche bundesländerübergreifende Kooperation zwischen pro mente und den SALK ganz besonders“, so  Univ.-Prof. Dr. Karl Dantendorfer.


Sechswöchiges Behandlungskonzept
„Der Vorteil der Psychiatrischen REHA St. Veit liegt in der Behandlungskontinuität von der Psychiatrischen Akutbehandlung im Krankenhaus Schwarzach und einer möglichst direkt anschließenden Rehabilitation in der selben Region. Ziel ist die Arbeitsrehabilitation und die Steigerung der sozialen Kompetenzen. Basis hierfür ist ein sechswöchiges Behandlungskonzept, das auf Einzel- und Gruppentherapie, Ergotherapie, Kunst- und Musiktherapie, Physiotherapie, Diätberatung und Schulungen aufbaut“, so Primar Dr. Marc Keglevic, ärztlicher Leiter der Psychiatrischen Reha. Die Steigerung des Wissens um Erkrankungsbilder und mögliche Therapieoptionen bildet einen weiteren Schwerpunkt im Konzept der Psychiatrischen Rehabilitation.

Krankenhaus mit Hotelcharakter
„Die neue Bettenstation soll als ‚Krankenhaus light’ mit dem Standard eines 4-Sterne-Hotels errichtet werden“, berichtet Projektleiter DI Michael Schwarz vom Team Masterplan I SALK 2020. So werden die Einzelzimmer nicht mit den üblichen Krankenhaus-Betten ausgestattet, sondern mit  Hotelbetten. Darüber hinaus sorgen bequeme Sitzmöbel und Holzfußböden dafür, dass sich die PatientInnen in optimaler Atmosphäre  erholen können. „Die Zimmer sind trotzdem mit einem Schwesternnotruf ausgestattet, und die Struktur des Gebäudes wurde so angelegt, dass es jederzeit in ein Krankenhaus umgewandelt werden kann.“  Neben den 34 Einzelzimmern, die ab Jänner  2012  zur Verfügung stehen werden, sind auch 2 Doppelzimmer geplant, die speziell für gehandicapte Menschen und eine Begleitperson zur Verfügung stehen werden.


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Landtagspräsident Simon Illmer, Lhstv. David Brenner und SALK- Geschäftsführer Burkhard van der Vorst (v.li.)
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