Um € 3,8 Mio. entstand in Salzburg eine neurologische Intensivstation, wie sie in Österreich nur noch in Linz, Innsbruck und Wien vorzufinden ist. Untergebracht ist die neue Station im dritten Stock des Haupthauses der Universitätsklinik für Neurologie, wo in ein bis zwei Monaten auch die neurologische Sonderklasse neu eröffnen wird. „Insgesamt sind auf der neuen Station 26 MitarbeiterInnen beschäftigt, die sich rund um die Uhr um unsere PatientInnen kümmern“, zeigt Dr. Laimböck auf.
Betreuung von besonders schweren Fällen.
Auf der Intensivstation der Abteilung für Neurologie werden akuteste, invasivste (= in ein Organ eingreifende) und letztlich auch innovativste Therapien des Fachbereiches Neurologie durchgeführt. Menschen aller Altersstufen aus dem gesamten Bundesland Salzburg mit schwersten Erkrankungen wie z. B. akuten Gehirnhautentzündungen, akuten aufsteigenden Nervenerkrankungen, Hirnblutungen, Schlaganfällen und häufigen epileptischen Anfällen werden auf der Station betreut. „Das Leben dieser Menschen hängt oft an einem seidenen Faden, das heißt, sie benötigen eine besonders umfassende medizinische und pflegerische Betreuung. Dies setzt voraus, dass unsere MitarbeiterInnen bestens geschult sind, um in Akutsituationen rasch und richtig handeln zu können. Eine fundierte und lang dauernde Zusatzausbildung für das Sonderfach Neurointensivmedizin qualifiziert unsere Pflegemitarbeiterinnen für diese höchst anspruchsvolle Aufgabe“, erklärt Prim. Univ.-Prof. Dr. Gunther Ladurner, Ärztlicher Direktor der Christian-Doppler-Klinik. Da die drei ÄrztInnen und 23 Pflegefachkräfte aber nicht nur auf der neurologischen Intensivstation tätig sind, kommt dieses besondere Wissen auch PatientInnen anderer Akutabteilungen, wie z. B. der Schlaganfallstation, zu Gute.
Seit dem Neubau der Intensivstation ist es in Salzburg erstmals möglich, infektiöse PatientInnen (z. B. Pocken, Ebola Virus) in einem gesonderten Raum zu behandeln. Dank einer speziellen Klimaanlage können diese schwer kranken Menschen auf der Station aufgenommen und dort isoliert betreut werden.
Helle und freundliche Räume sorgen für ein harmonisches Ambiente auf der Intensivstation.
„Unsere MitarbeiterInnen fühlen sich auf der neuen Station bereits sehr wohl. Ein erfreulicher, aber auch sehr wichtiger Faktor, denn die Arbeit mit IntensivpatientInnen ist ohnehin besonders fordernd. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen und unsere ÄrztInnen und Pflegefachkräfte mit Freude zur Arbeit gehen, wirkt sich das natürlich auch auf die Qualität der PatientInnenbehandlung aus“ so Prof. Ladurner. Ein freundliches Ambiente unterstützt zusammen mit modernster Technik die MitarbeiterInnen sowohl emotional als auch bei ihren Handlungsabläufen und bilden somit einen ganz wesentlichen Baustein in der adäquaten Versorgung schwer kranker PatientInnen.
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