Kampf dem Brustkrebs - Neuestes Mammographiegerät in Salzburg im Einsatz

Kampf dem Brustkrebs - Neuestes Mammographiegerät in Salzburg im Einsatz

Neuestes Diagnosegerät ab Mai im Einsatz: Kampf dem Brustkrebs

1,2 Mio. erkranken jährlich weltweit an Brustkrebs
Salzburg. Die Zahlen sprechen eine eindeutige, warnende Sprache: Etwa jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs – weltweit gesehen sind es 1,2 Mio. Menschen pro Jahr (inkl. Männer). In den Salzburger Universitätskliniken diagnostizieren und behandeln die Experten jährlich etwa 300 Neuerkrankungen – betroffen sind vor allem Frauen zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr, der Männeranteil liegt bei ca. 1%. Mittlerweile rangiert Brustkrebs bereits an zweiter Stelle der krebsbedingten Todesursachen. Dabei hätten etwa 95 % der Betroffenen eine Überlebenschance von mindestens fünf Jahren, wenn der Tumor frühzeitig erkannt worden wäre. Die Salzburger Universitätskliniken nehmen am 10. Mai 2006 ein neues, voll digitalisiertes Mammographiegerät in Betrieb, wodurch Krebs aufgrund erweiterter Funktionen noch exakter diagnostiziert und auch therapiert werden kann. Darüber hinaus zeichnet sich das Salzburger Brustzentrum durch eine besonders niedrige Komplikations- und Lokalrückfallsquote von ca. 1% aus. Zum Vergleich: International spricht man von einer durchschnittlichen Quote zwischen 6 und 7%!



Neuestes Mammographiegerät ab sofort in Salzburg im Einsatz
Senographe DS nennt sich das neue Mammographiesystem, das ab 10. Mai 2006 im Mamma-Zentrum der Salzburger Universitätskliniken zum Einsatz kommt. Dr. Christian Weismann, Leiter der Abteilung für Mammadiagnostik und Mammaintervention am Universitätsinstitut für Radiodiagnostik im St.-Johanns-Spital, ist von dem derzeit modernsten Produkt vollends überzeugt: „Wir bieten unseren Patientinnen ein Mammographiesystem an, das alle klinischen Anforderungen vom Screening über die Diagnose bis hin zu interventionellen Verfahren in einem Gerät vereint. Da sowohl bei der Mammographie als auch bei der Biopsie derselbe Detektor verwendet wird, erhöht sich die Darstellbarkeit und damit die Diagnosesicherheit um ein Vielfaches.“

Vorreiterrolle
Das sei eine wesentliche Verbesserung für die Patientinnen, sagt Landeshauptfrau und Gesundheitsreferentin Mag. Gabi Burgstaller. "Dr. Weismann und sein Team können Brustkrebs mit dem neuen Gerät noch besser bekämpfen – und das mit geringerer Strahlenbelastung. So bekommt die Mammografie und damit auch das erst kürzlich präsentierte Tumorzentrum die bestmögliche Apparateausstattung. Das heißt: High End Technik und eine qualitativ noch nicht dagewesene fächerübergreifende Kooperation der Disziplinen für die Salzburgerinnen. Wir können stolz sein auf die Vorreiterrolle, die die SALK damit einnimmt."

Niedrige Strahlendosis und die extreme Genauigkeit der Darstellung erleichtert Frühdiagnosen
Der Flachdetektor erzeugt hervorragende Bilder bei einer sehr niedrigen und für die Patienten ungefährlichen Strahlendosis. Das Gerät arbeitet besonders rasch – die Bilder stehen nach der Aufnahme nahezu in Echtzeit zur Begutachtung und Befundung zur Verfügung. Aufgrund der hohen Präzision und Exaktheit, mit der das Gerät arbeitet, kann Brustkrebs bereits in einem sehr frühen Stadium erkannt und diagnostiziert werden. Die kurze Untersuchungszeit erhöht darüber hinaus auch den Komfort für die Patienten.

Verschiedene Einstellungsoptionen ermöglichen optimalen Zugang zum Brustgewebe
Für Dr. Weismann ist das Gerät nicht zuletzt auch aufgrund seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten eine echte Innovation: „Das neue Mammographiegerät verfügt nicht nur über vertikale, sondern auch über horizontale Einstellungsoptionen, wodurch wir einen optimalen Zugang zur krankhaften Veränderung im Brustgewebe erhalten. Mit Hilfe von Aufnahmen aus verschiedenen Winkeln kann Gewebe also punktgenau aus der Brust entnommen werden, wodurch wir in Salzburg eine weitere, gezielte Möglichkeit zum Nachweis von Brustkrebs anbieten können.“

Weissmann: Entscheidend mitgewirkt an der Entwicklung des Brustultraschalls
„Diese ausgezeichneten Ergebnisse können nur durch gemeinsamen Einsatz hoch entwickelter 2D, 3D und 4- dimendionaler Sonographie, zusammen mit der mammographischen Information als Basis, erzielt werden“, schließt Dr. Weismann, der ganz entscheidend bei der technischen Entwicklung des modernsten und ebenfalls zur
Verfügung stehenden Brustultraschallgerätes mitgewirkt hat.

Eine der erfolgreichsten Einrichtungen Europas
Die Salzburger Unikliniken sind eine der erfolgreichsten Einrichtungen Europas im Kampf gegen den Brustkrebs. Die Experten werteten im Jahr 2005 insgesamt 5.137
Mammographieuntersuchungen aus und führten 5.075 Mammasonographien (Brustultraschall) durch.

Referenzzentrum für gutund bösartige Brusterkrankungen
„Unser Erfolg begründet sich nicht zuletzt auf der engen Zusammenarbeit mit den verschiedensten Fachdisziplinen unserer Kliniken. Je mehr Experten mit hohem Fachwissen aus unterschiedlichen medizinischen Bereichen sich mit dem jeweiligen Patienten auseinander setzen, umso höher sind ihre Chancen auf eine exakte Diagnose und optimale Therapie“, zeigt Univ.-Prof. Dr. Christian Menzel, Vorstand der Universitätsklinik für Spezielle Gynäkologie – Brustzentrum, die Vorteile hoch spezialisierten Teams auf. Darüber hinaus zeichnet sich das Salzburger Brustzentrum durch eine besonders niedrige Komplikations- und Lokalrückfallsquote von ca. 1% aus. Zum Vergleich: International spricht mach von einer durchschnittlichen Quoten zwischen 6 und 7%!

€ 400.000,- für eine noch exaktere Diagnose und Therapie
Rund 400.000 Euro kostete das neue Mammographiegerät – eine Investition, die mithelfen soll, Brustkrebs noch früher zu diagnostizieren. „Wir sind besonders stolz darauf, dass dieses Hightech-Gerät in Salzburg zum Einsatz kommt“, betont SALKGeschäftsführer Dr. Max Laimböck und ergänzt, „Auch das ist wieder ein Beispiel dafür, dass Sparprogramme im nichtmedizinischen Bereich direkt dem Patienten zugute kommen. Durch Umschichtung der Kosten in Richtung Spitzenmedizin ist es uns gemeinsam gelungen, die Qualität und das Ausmaß der Versorgung im Universitätsklinikum Salzburg deutlich zu erhöhen.“

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Mag. Mick Weinberger
Leiterin Public Relations und Klinikmarketing, Pressesprecherin
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Brust  Dr. Christian Weismann  Dr. Christian Weismann und LHF Gabi Burgstaller  Dr. Christian Weismann und Maria Reislhuber RT Radiologie
Letzte Änderung am 01.10.2009 Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft (SALK)Impressum | AGB