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Brustzentrum Uniklinikum Salzburg
Brustzentrum Uniklinikum Salzburg

Brustzentrum Uniklinikum Salzburg

Zusammenarbeit für Brustkrebspatientinnen

Die Diagnose Brustkrebs ist für die Betroffenen lebensbedrohlich und erfordert ein enges Zusammenspiel aller medizinischen Experten in einem "Onkologischen Zentrum". Das einzige Onkologische Zentrum in Salzburg befindet sich im Landeskrankenhaus Universitätsklinikum.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau. In Salzburg erkrankten im vergangenen Jahr 452 Frauen neu an Brustkrebs. Um in dieser lebensbedrohlichen Situation die bestmögliche Behandlung sicherzustellen schreiben Bund, Länder und Sozialversicherungen im Österreichischen Strukturplan Gesundheit verpflichtend vor, dass die Behandlung von Brustkrebs ausschließlich in Krankenanstalten erfolgen muss, die ein Onkologisches Zentrum oder einen onkologischen Schwerpunkt haben. Im Bundesland Salzburg ist das Universitätsklinikum Landeskrankenhaus Salzburg das einzige Onkologische Zentrum, das diese Vorgaben erfüllt. Der Ärztliche Direktor des Landeskrankenhauses , Univ.-Prof. Dr. Heinrich Magometschnigg betont: „Ich kann jeder an Brustkrebs erkrankten Frau nur dringend empfehlen, auf eine interdisziplinäre Behandlung in einer Klinik mit einem Onkologischen Zentrum zu bestehen. Dies kann im Bundesland Salzburg nur das Universitätsklinikum Landeskrankenhaus bieten!“.

Kernpartner im Uniklinikum-Brustzentrum
Interdisziplinarität ist der Schlüssel in der Tumorbehandlung. Das Interdisziplinäre Brustzentrum am Salzburger Universitätsklinikum ist eine Einrichtung in der die Kernpartner die Behandlung nach dem Prinzip der jeweils besten Kräfte für jeden Behandlungsschritt vornehmen. Die Kernpartner des Brustzentrums sind die Uniklinik für Spezielle Gynäkologie, die Uniklinik für Innere Medizin III/Onkologie, die Uniklinik für Radioonkologie/Strahlentherapie und die Uniklinik für Radiologie. Hinzugezogen werden dann noch die Mediziner aller anderen für die Behandlung notwendigen Kliniken am Universitätsklinikum und die Plastischen Chirurgen des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder (siehe Grafik).

Tumorkonferenzen für mehr Sicherheit
Patientinnen, bei denen erstmals ein Knoten in der Brust durch die Patientin selbst, den Arzt oder bei einer Vorsorgeuntersuchung festgestellt wird, werden zuerst der Uniklinik für Spezielle Gynäkologie zugewiesen. Hier finden unter Einbindung der Uniklinik für Radiologie die Untersuchungen zur Erstabklärung statt. Die Patientinnen werden bereits bei der Erstabklärung allen Behandlungspartnern persönlich vorgestellt, bevor alle Befunde in einer gemeinsamen Tumorkonferenz besprochen werden. Diese Transparenz gibt den Patientinnen in ihrer schwierigen Situation ein großes Maß an Sicherheit während des Therapieverlaufs.

Von Patientinnen geschätzt
Moderne Therapiekonzepte für Brustkrebspatientinnen bestehen zu einem überwiegenden Teil aus einer engen zeitlichen Abfolge von Operation, medikamentöser Krebstherapie und Radiotherapie. Bereits am Beginn der Behandlung sichert man somit ein Optimum an Qualität durch Berücksichtigung aller möglichen Auswirkungen. Die Patientinnen erfahren bereits nach der Diagnose, wie das Therapiekonzept aussieht. Diese Art der Kooperation wird von den Patientinnen seit vielen Jahren sehr geschätzt.

Behandlungsqualität im Interdisziplinären Brustzentrum
Die Voraussetzungen für ein „Brustzentrum“ sind im Österreichischen Strukturplan Gesundheit verbindlich vorgegeben und werden in Salzburg nur vom Interdisziplinären Brustzentrum am Landeskrankenhaus Universitätsklinikum erfüllt. Als „Onkologisches Zentrum“ werden im Österreichischen Strukturplan Gesundheit ausschließlich Kliniken bezeichnet, in denen die Spezialisten eines Klinikums in Tumorkonferenzen bei der Behandlung einer Erkrankung ihre jeweiligen Stärken und Expertisen koordiniert einbringen. Im Interdisziplinären Brustzentrum am Universitätsklinikum Salzburg wird durch diese Zusammenarbeit nachweislich ein deutlich verbessertes Ergebnis der Behandlung erzielt. Diese Arbeitsteiligkeit der Experten ist nicht nur ein wichtiges Kriterium für die Behandlungsqualität sondern eine zentrale Auflage bei Zertifizierungsprozessen.

Spezielle Gynäkologie: Portalklinik im Interdisziplinären Brustzentrum
Univ.-Doz. Dr. Roland Reitsamer ist Leiter der Universitätsklinik für Spezielle Gynäkologie. Die Uniklinik für Spezielle Gynäkologie ist unverändert Portalklinik und somit gynäkologischer Kernpartner des virtuellen Interdisziplinären Brustzentrums und in dieser Funktion zuständig für die Diagnostik, operative Therapie und die gynäkologische Nachsorge von Erkrankungen des Mammakarzinoms. Mit einer Brusterhaltungsrate von 80 Prozent ist die Uniklinik der Speziellen Gynäkologie in Österreich führend. Im Hinblick auf die Heilungsaussichten bei Brustkrebs spielen Information und Vorsorge eine bedeutende Rolle. Es ist erwiesen, dass die Aussicht auf erfolgreiche Behandlung einer an Brustkrebs erkrankten Frau stark vom Stadium des Krebses abhängt und die Früherkennung mittels regelmäßiger Mammographie und Selbstuntersuchung eine entscheidende Rolle spielt.

Radioonkologie: Intraoperative Strahlentherapie (IORT)
Primar Univ.-Prof. Dr. Felix Sedlmayer ist Vorstand der Universitätsklinik für Radioonkologie/Strahlentherapie. Bestrahlungen vor, nach oder auch während der Operation erfolgen durch die Uniklinik für Radioonkologie/Strahlentherapie. Dort verfügt man weltweit (!) über die meiste Erfahrung mit Intraoperativer Radiotherapie/Strahlentherapie (kurz: IORT). Die IORT-Therapie wird bei Brust erhaltenden Operationen eingesetzt. Noch während der Operation durch den Gynäkologen wird das freiliegende Tumorbett mit einer Hochdosisbestrahlung, dem sogenannten Boost bestrahlt. Im Tumorbett besteht die größte Wahrscheinlichkeit, dass mikroskopisch kleine Tumorzellnester verbleiben, die durch die IORT mit höchster Präzision und Effektivität behandelt werden. Damit wird die weitere Strahlungstherapie deutlich verkürzt. Eine internationale Studie bestätigt den weltweiten Erfolg der IORT-Therapie in Salzburg.

Onkologie: Medikamentöse Therapie
Primar Univ.-Prof. Dr. Richard Greil ist Vorstand der Universitätsklinik für Innere Medizin III/Onkologie. Die medikamentösen Therapien werden an der Uniklinik Innere Medizin III/Onkologie durchgeführt. In diesem Bereich werden durch intensive Forschung laufend Therapiefortschritte erzielt. Die III. Medizin/Onkologie ist international für ihre Vorreiterrolle in der Entwicklung neuester medikamentöser Verfahren zu Chemotherapien, molekularen, immunologischen und antihormonellen Behandlungen in allen Krankheitssituationen sowie der Erforschung von Krankheitsursachen höchst anerkannt. Hier erfolgt auch die gesamte onkologische Nachbehandlung gemeinsam mit Angeboten zu Lebensstiländerungen für Krebspatientinnen. Der Österreichische Forschungsförderungsfond hat der Klinik internationale Erstklassigkeit, hervorragende Führung und Kompetenz bescheinigt.

Radiodiagnostik: Klarheit durch Bilder
Dr. Christian Weismann ist Leiter der Abteilung für Mammadiagnostik und Mammaintervention am Universitätsinstitut für Radiodiagnostik. Neben einem multidimensionalen Brustultraschall kommt am Salzburger Universitätsklinikum ein voll digitalisiertes Mammographiegerät neuester Technologie zum Einsatz. Dieses Gerät bietet die Möglichkeit der digitalen Stereotaxie – wobei mit Hilfe von Aufnahmen aus verschiedenen Winkeln Gewebsentnahmen punktgenau gesteuert werden können. Damit ist eine weitere, noch gezieltere Möglichkeit der Früherkennung und des Nachweises von Brustkrebs gegeben. Die Magnetresonanztomographie der Brust (MRT) ist eine zunehmend bedeutungsvolle bildgebende Zusatzmethode, die am Salzburger Universitätsklinikum nicht nur zum Nachweis oder Ausschluss eines Brustkrebswachstums zum Einsatz kommt, sondern auch zur Steuerung von Nadeln für Brustpunktionen Verwendung findet.

Kontakt:
Universitätsklinikum Salzburg - Landeskrankenhaus
SALK –Salzburger Landeskliniken
Müllner-Hauptstraße 48
A-5020 Salzburg
brustzentrum@salk.at

Rückfragen an:
Mag. Mick Weinberger
Leiterin Public Relations und Klinikmarketing,
SALK Pressesprecherin

SALK - Gemeinnützige Salzburger
Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH

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