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EU-weiter Architektenwettbewerb: Juryentscheidung Ambulanz-Kopf-Zentrum im LKH
EU-weiter Architektenwettbewerb: Juryentscheidung Ambulanz-Kopf-Zentrum im LKH

EU-weiter Architektenwettbewerb: Juryentscheidung Ambulanz-Kopf-Zentrum im LKH

Mit dem EU-weiten, offenen, zweistufigen Architekten-Wettbewerb zur Planung des neuen Ambulanz-Kopf-Schwerpunktes (AKS) geht ein wesentliches Element des Masterplans 2020 für das Salzburger Landeskrankenhaus in eine erste entscheidende Phase der Umsetzung. Insgesamt haben 22 Architekturbüros aus Österreich, Deutschland und Spanien an dem Wettbewerb teilgenommen.

Am 9. und 10. Dezember 2010 tagte das Preisgericht unter Vorsitz von Architekt Hermann Eisenköck aus Graz, um aus den 8 Projekten, die in die 2. Wettbewerbsstufe nominiert wurden, die Siegerprojekte zu ermitteln. Im Preisgericht waren sowohl Fachleute aus dem Krankenhauswesen als auch Vertreter des Landes und der Stadt Salzburg, der Gestaltungsbeirat der Stadt und die Architektenkammer vertreten.
Die ersten Ränge wurden einstimmig wie folgt vergeben:
Rang 1: 71 Punkte, Plov Ziviltechniker GmbH; Leitzner/Gruber (Wien)
Rang 2: 68 Punkte, Architekt Thomas Pucher (Graz)
Rang 3: 64 Punkte, Laudon/Habeler (Wien)

Mit Rang 1 wurde der mit insgesamt 71 Punkten bewertete Entwurf der Wiener Ziviltechniker GmbH Plov prämiert. Die Jury überzeugte hier vor allem die herausragende baukünstlerische Gestaltung, dafür aber funktional verbesserungswürdig ist. Die Ränge zwei und drei überzeugten vor allem durch hohe Funktionalität.

Bester Planungsvorschlag wird Generalplaner
Die SALK wird alle 3 Gewinner des Wettbewerbes zur Teilnahme an einem Verhandlungsverfahren über die Generalplanerleistungen der ersten Bauetappe einladen. In dieser Phase sollen die Gewinner ihre preisgekrönten Projekte weiter bearbeiten und unter Berücksichtigung der Zuschlagskriterien die erste Bauetappe weiter führen – etwa bis zur Planungstiefe eines integrierten Vorentwurfes.
Dieser Planungsstand wird sodann von einer Bewertungskommission, der auch Vertreter der Stadt und der Architektenkammer angehören werden, beurteilt.
Bei dieser Beurteilung werden folgende die Zuschlagskriterien in gleicher Gewichtung herangezogen:
· Architektur und Städtebau,
· medizinische Funktionalität und
· Wirtschaftlichkeit der Baulösung.
Dem Büro mit dem besten Planungsvorschlag wird der Auftrag über die Generalplanerleistungen erteilt.

27.000m2 Nutzerfläche und 1400 PKW-Stellplätze
Die Planungsaufgabe des AKS umfasst in drei Bauetappen ein Laborgebäude mit einer Blutspendezentrale und Forschungsflächen sowie ein Ambulanzzentrum mit Behandlungs-, Pflege- und Diagnoseeinrichtungen sowie OP-Einheiten im Ausmaß von ca. 27.000m2. Die Realisierung des AKS schafft im Nordwesten des LKH-Krankhauscampus einen neuen Haupteingangsbereich, der ideal an die Bahnstation an der Rudolf-Biebl-Straße angebunden ist. Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr wird durch ein Garagenprojekt ergänzt, das in drei Bauetappen den Gesamtbedarf im Ausmaß von ca. 1400 Stellplätzen abdecken wird. Die Müllner Hauptstraße bleibt als Hauptwegeachse des LKH-Areals erhalten, soll aber im Zuge des Masterplans 2020 weitgehend verkehrsfrei als Boulevard für Fußgänger und Radfahrer gestaltet werden.
Die Baumaßnahmen der kommenden Jahre verfolgen das Ziel, das Landeskrankenhaus für zukünftige Anforderungen einer zeitgemäßen Gesundheitsversorgung auszurichten und im Zuge einer effizienten Modernisierung des Betriebes für Patienten, Besucher und Mitarbeiter ein attraktives Umfeld zu schaffen. Die Bedarfsentwicklung der nächsten Jahrzehnte - Stichwort „Pflege“ - wie auch die Beherrschung der Kosten im Krankenhauswesen erfordern entsprechende Strukturanpassungen, auf die der Masterplan 2020 mit der Ausbildung von inhaltlich und betriebsorganisatorisch abgestimmten Zentren und Schwerpunkten reagiert.

Medizinische Strukturen
In mehreren Bauetappen werden die folgenden Fächer in den modernen Krankenhausbau übersiedeln: Alle Laborbereiche, Radiologie, Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie, Gefäßchirurgie, HNO und Augenheilkunde sowie in einer weiteren Bauetappe Teile der Neurochirurgie und Neurologie einschließlich der Stroke Unit aus der CDK in das AKS übersiedeln. Ergänzt wird das Leistungsangebot durch einen interdisziplinären Ambulanzbereich sowie eine gut ausgestatte Tagesklinik. Dadurch ist im LKH eine umfassende Versorgung im Land Salzburg mit Spezialisten aller Fachrichtungen gegeben. Die Zentrale Notaufnahme selbst wird derzeit in der Chirurgie West ausgebaut und ist Hauptanlaufstelle für Akutpatienten.
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit wird durch die räumliche Nähe der medizinischen Einheiten erleichtert z.B. bei der Traumaversorgung. Ident ausgestattete Stationen ermöglichen eine flexible Bettenbelegung. Ein OP-Zentrum mit 7 OP-Sälen, Intensivstation, werden nach neuesten Standards errichtet und interdisziplinär genützt.
Die Wartezeiten in den gut erreichbaren Ambulanzen werden durch Terminvergabe minimiert. Eine modern ausgestattete Tagesklinik steht den Patienten für ambulante Operationen zur Verfügung. Geschäfte und Cafes schaffen Wohlfühlambiente im Eingangsbereich.

Bildrechte: SALK/Wild&Team
Abdruck honorarfrei

Bildtext: v.l.n.r.: Die Jurymitglieder des EU-weiten Architektenwettbewerb für das Ambulanz-Kopf-Zentrum im LKH: Landeshauptmann Stv. Mag. David Brenner, Preisgericht-Vorsitzender Architekt Hermann Eisenköck aus Graz, Stadtrat Johann Padutsch, SALK Geschäftsführer Burkhard van der Vorst und der Ärztliche Direktor des Landeskrankenhauses, Univ.-Prof. Dr. Heinrich Magometschnigg.

Rückfragen an:
 
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Mag. Mick Weinberger
Leiterin Public Relations und Klinikmarketing,
SALK Pressesprecherin
 
SALK - Gemeinnützige Salzburger
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5020 Salzburg
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Masterplan | SALK 2020

Bilder

v.l.n.r. Mag. David Brenner, Hermann Eisenköck, Johann Padutsch, Burkhard van der Vorst, Univ.-Prof. Dr. Heinrich Magometschnigg

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