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Spatenstichfeier Psychiatrische Reha in St. Veit
Spatenstichfeier Psychiatrische Reha in St. Veit

Spatenstichfeier Psychiatrische Reha in St. Veit: Erweiterung auf 36 Betten

Heute, am 19. November 2010, erfolgte in der Landesklinik St. Veit der Spatenstich für das neue Gebäude der Psychiatrischen Rehabilitation. Zu den bestehenden 15 Betten sollen bis Dezember 2011 noch 21 neue Betten hinzukommen. Die Kosten dafür werden 4,42  Millionen Euro betragen. Das Angebot richtet sich an Frauen und Männer aus ganz Österreich, die durch eine psychiatrische Erkrankung bei der Ausübung ihres Berufes beeinträchtigt sind. Zur Behandlung kommen Patienten mit affektiven Störungen, neurotischen, Belastungs- und somatoformen Störungen, Persönlichkeitsstörungen und Patienten mit Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt sechs Wochen. In dieser Zeit wird die psychosoziale Gesundheit intensiv gefördert, um die Arbeits- und Lebensqualität wieder zu verbessern.  Für die Psychiatrische Reha St. Veit wurde eine eigene Gesellschaft „Psych.-Reha GmbH“ gegründet, die zu je 50 Prozent von den SALK und der pro mente Reha Österreich GmbH betrieben wird.

Rund 10.000 Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen werden jährlich in Salzburgs Spitälern behandelt. Bei den Invaliditätspensionen nehmen psychische Krankheiten als Grund für die Erwerbsunfähigkeit eklatant zu und liegen bei Frauen bereits an erster Stelle.
„Wir müssen das Land Salzburg als modernern Gesundheits-Standort sichern, stärken und weiter ausbauen. Das ist die wichtigste gesundheitspolitische Aufgabe der nächsten Jahre. Reha-Einrichtungen spielen hierbei eine ganz zentrale Rolle. Und ganz wesentlich für die Reha-Infrastruktur im Land Salzburg ist natürlich die Psychiatrische Reha St. Veit,“ sagt Finanzreferent LHstv. Davis Brenner. Gerade die letzten Jahre hätten gezeigt, wie groß der Bedarf für eine solche Einrichtung ist. Deshalb gehe man jetzt den nächsten Schritt: Mit einem Neubau, der in Sachen Ausstattung und Atmosphäre absolut ‚State of the Art’ sein wird. Ebenso überzeugend wie die Konzeption und Ausstattung des neuen Gebäudekomplexes ist auch seine Finanzierung: Denn die Baukosten in Höhe von rund 4,4 Millionen Euro werden über die Betreuungs-Tarife (Tagsätze) wieder hereingebracht. „Das sind sehr gute Nachrichten für die Steuerzahler. Und der heutige Startschuss für den Neubau ist natürlich auch ein wichtiger Impuls für unsere Wirtschaft“, so Brenner.

Scharer: Psychiatrische Reha ist gesundheitspolitischer Schwerpunkt

 „Mit der Errichtung der psychiatrischen Rehabilitation an der Landesklinik St. Veit wird ein Angebot für Salzburg und die angrenzenden Bundesländer geschaffen“, betont Erika Scharer, Landesrätin für Gesundheit und Soziales, „mit dem Ziel den Gesundheitszustand von psychisch erkrankten Menschen so weit zu verbessern, dass sie wieder am sozialen und beruflichen Leben teilnehmen können.“
Die Erstellung des Gesamtkonzeptes der Psychiatrischen Rehabilitation geht auf eine Initiative von Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller zurück und ist fester Bestandteil des Salzburger Strukturplan Gesundheit.
Die psychiatrische Rehabilitation stellt einen gesundheitspolitischen Schwerpunkt des Landes Salzburg dar, mit dem ebenfalls verstärkt dezentralen Angebote in den Regionen geschaffen werden.
„Der moderne, zukunftsorientierte Weg in der Rehabilitation heißt Dezentralisierung. Die stationäre Akutbehandlung wird auf diese Weise durch wohnortnahe Rehabilitationsangebote hervorragend im Sinne der Salzburgerinnen und Salzburger ergänzt“, so Scharer. Mit der Standortwahl in St. Veit werden Synergien geschaffen: Alle Einrichtungen des Krankenhauses können von den Patienten mitgenutzt werden.
„Es ergibt sich also eine klare Win-Win-Situation, einerseits durch die Verbesserung der psychiatrischen Versorgung und andererseits durch die bessere Nutzung der Einrichtungen und der verfügbaren Kapazitäten des Krankenhauses“, so Gesundheitslandesrätin Erika Scharer.
„Die neue Einrichtung für psychiatrische Rehabilitation in St. Veit ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zum Ausbau der Rehabilitationsangebote und damit zur Modernisierung der Gesundheitsversorgung in Salzburg“, so Landesrätin Erika Scharer.
„Und mit dem starken Partner pro mente, der auch in anderen Bundesländern bereits ähnliche Angebote geschaffen hat, nutzt Salzburg die hohe Kompetenz in diesem Versorgungsbereich.“

Überregionale und regionale Zusammenarbeit

„Mit dem Neubau der Psychiatrischen Reha nähert sich die Landesklinik St. Veit nicht nur einer optimalen Betriebsgröße. Der Bereich Rehabilitation nimmt in der künftigen Versorgung einen immer größeren Stellenwert ein. Daher werden seitens der SALK Angebote entwickelt, um so einen weiteren Schritt in Richtung Gesundheitsunternehmen zu gehen“, sagt SALK-Geschäftsführer Burkhard van der Vorst.
Möglich ist dieses komplexe Behandlungsangebot nur durch die enge Zusammenarbeit der verschiedenen psychiatrischen Einheiten in der Region. Die Pro Mente Reha Österreich ist der größte gemeinnützige Anbieter der psychiatrischen Rehabilitation in Österreich und dadurch ein wichtiger überregionaler Partner in der Gesellschaft. Neben diesen institutionellen Kooperationen stellt die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten, anderen psychiatrischen Abteilungen  und Psychotherapeuten eine große Herausforderung dar, so van der Vorst weiter.

„Der Ausbau der Psychiatrischen Reha in St. Veit ist ein wichtiger Schritt in der abgestuften Versorgung für das Bundesland Salzburg“, sagt Univ.-Prof. Dr. Karl Dantendorfer, Geschäftsführer der Psychiatrischen Reha, „dadurch wird eine Lücke zwischen Akutbehandlung und Wiedereinstieg ins Leben geschlossen.“ Die Einrichtung habe darüber hinaus eine wichtige Funktion um Menschen mit einer psychischen Erkrankung nicht in die Frühpension zu treiben, sondern in den Alltag zurückzuführen. „Als gebürtiger Salzburger freut mich diese erfolgreiche bundesländerübergreifende Kooperation zwischen pro mente und den SALK ganz besonders“, so  Univ.-Prof. Dr. Karl Dantendorfer.

Sechswöchiges Behandlungskonzept

„Der Vorteil der Psychiatrischen REHA St. Veit liegt in der Behandlungskontinuität von der Psychiatrischen Akutbehandlung im Krankenhaus Schwarzach und einer möglichst direkt anschließenden Rehabilitation in der selben Region. Ziel ist die Arbeitsrehabilitation und die Steigerung der sozialen Kompetenzen. Basis hierfür ist ein sechswöchiges Behandlungskonzept, das auf Einzel- und Gruppentherapie, Ergotherapie, Kunst- und Musiktherapie, Physiotherapie, Diätberatung und Schulungen aufbaut“, so Primar Dr. Marc Keglevic, ärztlicher Leiter der Psychiatrischen Reha. Die Steigerung des Wissens um Erkrankungsbilder und mögliche Therapieoptionen bildet einen weiteren Schwerpunkt im Konzept der Psychiatrischen Rehabilitation.

Krankenhaus mit Hotelcharakter

„Die neue Bettenstation soll als ‚Krankenhaus light’ mit dem Standard eines 4-Sterne-Hotels errichtet werden“, berichtet Projektleiter DI Michael Schwarz vom Team Masterplan | SALK 2020. So werden die Einzelzimmer nicht mit den üblichen Krankenhaus-Betten ausgestattet, sondern mit  Hotelbetten. Darüber hinaus sorgen bequeme Sitzmöbel und Holzfußböden dafür, dass sich die PatientInnen in optimaler Atmosphäre  erholen können. „Die Zimmer sind trotzdem mit einem Schwesternnotruf ausgestattet, und die Struktur des Gebäudes wurde so angelegt, dass es jederzeit in ein Krankenhaus umgewandelt werden kann.“  Neben den 34 Einzelzimmer, die ab Dezember 2011 zur Verfügung stehen werden, sind auch 2 Doppelzimmer geplant, die speziell für gehandicapte Menschen und eine Begleitperson zur Verfügung stehen werden.


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