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Mehr Girls in die Technik und mehr Boys in die Pflege!
Mehr Girls in die Technik und mehr Boys in die Pflege!

Girls´Day und Boys´Day 2010 - Mehr Girls in die Technik und mehr Boys in die Pflege!

Auch in diesem Jahr sind alle in der EuRegio Zone Salzburg, Berchtesgadener Land und Traunstein eingeladen am Girls- und Boys´Day 2010 mitzumachen. Mädchen wie Buben können an diesem Tag ihre Fähigkeiten erforschen, Berufe kennen lernen und wichtige Kontakte knüpfen. Der Mädchen Zukunftstag soll deutliche Impulse für Gleichberechtigung bei der Berufswahl junger Frauen ebenso wie bei Karriere- und Verdienstchancen geben. Mädchen werden vor allem Technische Berufe näher gebracht und Buben wird die Möglichkeit geboten im Gesundheitswesen und in pädagogischen Berufen zu schnuppern.

In Kooperation u.a. mit Akzente Salzburg, dem Frauenbüro der Stadt Salzburg, der Stabsstelle für Frauenfragen des Landes Salzburg, der Agentur für Arbeit in Traunstein, der Wirtschaftskammer, der Industriellenvereinigung Salzburg, den SALK-Salzburger Landeskliniken, dem Sozialministerium, den Männerwelten Salzburg und dem Salzburger Männerbüro wird dieser Aktionstag am 22. April zum 7. Mal stattfinden.

Berufswahl und Lebensplanung bei Mädchen und Burschen

Die Gender Beauftragte des Landesschulrat Salzburg, Susanne Neuwirth bringt es auf den Punkt: „Die Berufswahl wird durch die unterschiedlichsten soziale Faktoren bestimmt und führt bei Mädchen und Burschen im weiteren Lebensweg zu Unterschieden, die dem Prinzip der Chancengleichheit widersprechen.“

Nach wie vor entscheiden sich mehr als 50% der Mädchen auf Lehrstellensuche für einen der 5 traditionellen Berufe wie Einzelhandelskauffrau, Friseurin, Bürokauffrau, Restaurantfachfrau oder Köchin. In diesen Berufsfeldern glauben sie eine optimale Vereinbarkeit von Beruf und Familie vorzufinden. Der Anteil von Mädchen in den technischen Schulen und Studienzweigen ist erschreckend gering. Burschen wählen aus mehr als 10 Berufen, wobei sie ihr Leben nach wie vor als vollzeiterwerbstätige Männer planen. Einen möglichst hoch dotierten Job zu haben, ist der Kernpunkt männlicher Identität: ich bin, was ich arbeite.

Männer in pädagogischen Berufen beispielsweise in der Pflichtschule gibt es kaum. Bei Männern wird die Familie nabhängig von der beruflichen Entwicklung gesehen. Berufsorientierung ist auch Aufgabe der Schule. Deshalb werden die Aktivitäten des Girls´ Days und Boys´Day auch heuer wieder massiv vom Landesschulrat Salzburg unterstützt – um Mädchen und Burschen einen Tag im Jahr die Chance zu geben, sich alternative, andere Berufe anzusehen und somit mehr Perspektiven für ihre Lebensplanung zu erhalten.

Girls von 10-16 Jahren
Am Girls´Day, dem Mädchenzukunftstag, gestalten teilnehmende Firmen einen Arbeitstag für Mädchen zwischen 10 und 16 Jahren. An der Werkbank, in der Fertigungshalle, im Labor oder im Studio können sie spielerisch ihre Fähigkeiten entdecken und bekommen so Einblick in „mädchenuntypische“ Berufe.

Boys ab 13 Jahren
Um einmal die Möglichkeit zu haben, eine neue, andere Erfahrung zu machen, haben Burschen ab 13 Jahren am Boys´Day die Möglichkeit, in verschiedenen Einrichtungen, wie Kindergärten, Krankenhäusern, Altenheimen und Gesundheitseinrichtungen zu schnuppern und mit Vertretern der Erziehungs- und Pflegeberufe über deren beruflichen Alltag und ihre Erfahrungen zu sprechen.

Bestimme deine Rolle selbst! – eine wichtige
Botschaft des Girls’ Day

Girls´Day Projektkoordinatorin Elisabeth Ramp von Akzente Salzburg erklärt: „Als Projektleiterin ist es mir wichtig Mädchen und junge Frauen zu ermutigen althergebrachte Rollenklischees hinter sich zu lassen und ihnen mit dem Girls’ Day zu vermitteln, dass Mädchen und Frauen jeden Beruf ergreifen können.“

Mädchen und Frauen sind für alle Branchen am Arbeitsmarkt, nicht nur für die traditionellen Frauenberufe, eine wichtige Zielgruppe. Die Girls’ Day Partnerbetriebe haben als zukunftsorientierte Unternehmen schon jetzt das zielstrebige und kreative Potential von Mädchen als qualifizierte Fachkräfte von morgen erkannt. Durch ihr Engagement beim EuRegio Girls’ Day gelingt es die Fülle von Chancen aufzuzeigen, die die Berufswelt bietet.

Mädchen in die Technik beim Girls’ Day!
Berufsorientierung direkt vor Ort und so technische, industrielle und handwerkliche Berufsfelder aus Mädchensicht neu entdecken, das ist der Sinn vom Girls’ Day – der grenzüberschreitende Aspekt mit den Partnern Traunstein und Berchtesgadener Land soll die Teilnehmerinnen anregen, ihre beruflichen Ziele auch in räumlicher Hinsicht nicht zu kurz zu stecken.
 
Zukunft gestalten – neue Erfahrungen machen
Der Koordinator des Boys´Day in Salzburg, Mag. Peter Ruhmannseder von den Männerwelten Salzburg erklärt: „Wenn Burschen immer wieder die Erfahrung machen, dass es fast nur Kindergärtnerinnen, Volksschullehrerinnen und ’Krankenschwestern’ gibt, aber kaum ein Mann in diesen Berufen tätig ist, fällt es ihnen schwer, sich für einen solchen Beruf zu interessieren. Denn das ist unmännlich – und wer will das schon sein?“
Das Team vom Männerbüro Salzburg sehen Bubenarbeit als sehr wichtiges Element der Männerarbeit. Es kann gar nicht früh genug mit Reflexionsarbeit über die eigenen Rollenbilder begonnen werden. Die Themen sind dabei vielfältig: So beschäftigt m(M)ann sich in den Workshops mit Sexualität, Gewalt, Beziehungen zu den Mädchen, Homophobie und eben auch der Berufswahl.
Mag. Eberhard Siegl vom Salzburger Männerbüro erklärt dazu: „Bubenarbeit ist auch im Innergebirge ein Thema, deswegen konzentrieren wir uns heuer mit unserer Arbeit auf den Pongau. Konkret werden wir im KH Schwarzach unseren Schwerpunkttag abhalten, mit dem Ziel, in der Region die alternativen Berufsmöglichkeiten für Burschen aufzuzeigen.“ Weitere Informationen unter +43 (0)676 / 8746-7553 oder maennerbuero@salzburg.co.at

Rollenklischees durchbrechen
Sozialminister Rudolf Hundstorfer sieht den Boys´Day auch als Chance für die Buben zu einer beruflichen Horizonterweiterung in einem immer flexibler werdenden Arbeitsmarkt: „Verharren in Rollenklischees und traditionellen Berufsbildern hindert Buben oft daran, ihre Möglichkeiten und Talente in Hinblick auf die Berufswahl richtig einzusetzen und auszuschöpfen. Der Boys´Day soll dabei Anregungen und Möglichkeiten bieten, um Mut zu einer etwas anderen Berufsentscheidung zu haben“, informiert Hundstorfer.

Schnupperplätze finden
Die Homepage www.boysday.at informiert über Berufsmöglichkeiten für junge Männer abseits der üblichen Berufsvorstellungen wie Mechaniker, Techniker oder PC-Fachmann.
Burschen, die Interesse haben, in einen dieser Berufe „hineinzuschnuppern“, können sich unter +43 (0)650 / 32 100 43 oder boysday@maennerwelten.at melden.
Schnell und unbürokratisch wird dann ein Schnupperplatz in einem Kindergarten, im Krankenhaus, Altenheim oder anderen Gesundheitseinrichtungen in der Umgebung vermittelt. Es gibt noch verfügbare Plätze in vielen Gemeinden Salzburgs!

Boys´Day in den SALK
Das Gesundheitswesen ist eine stark wachsende Beschäftigungsbranche und bietet Burschen und Männern herausfordernde, interessante und zukunftssichere Ausbildungen und Arbeitsplätze. SALK Bildungszentrumsleiter Johannes Lugstein betont: „Alle Prognosen zeigen uns, dass der Bedarf an Experten in den Berufsfeldern Gesundheit und Medizin stark steigend ist. Die größte Nachfrage haben wir derzeit im gehobenen Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege.“
Die Salzburger Landeskliniken bieten jährlich 150 Ausbildungsplätze für die 3-jährigen Ausbildungen in Allgemeiner, Psychiatrischer und Kinder- und Jugendlichen Krankenpflege an. „Derzeit können die attraktiven Ausbildungsplätze nicht oder nur schwer gefüllt werden. Wir wollen die männeruntypischen Berufe der Gesundheits- und Krankenpflege ins Licht rücken“, betont Johannes Lugstein.

Wachstumsbranche Gesundheit
Im Gesundheitswesen sind junge Menschen gefragt, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen in Diagnostik, Planung, Organisation. Die in der Gesundheitsförderung tätig sein wollen, gut kommunizieren und im Team mit ÄrztInnen und andere Experten arbeiten wollen. Wer vielfache Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten schätzt und in Krankenhäusern, in Reha-Einrichtungen, in Seniorenheimen, in der Pflegeforschung, in der Industrie für Medizinprodukte oder als Selbstständige arbeiten wollen ist in diesem Beruf richtig.

Girls’ Day 2009
„1.380 Mädchen aus Traunstein, Berchtesgaden und Salzburg meldeten sich im Jahr 2009 über unsere Homepage www.girlsday.info an – das sind über 300 Teilnehmerinnen mehr als 2008“, weiß Projektkoordinatorin Elisabeth Ramp über die hohe Teilnehmerzahl zu berichten. „Davon begleiteten 880 Mädchen ihre Eltern, Verwandte und Bekannte zu ihren Arbeitsplätzen. Zusätzlich öffneten 130 Betriebe & Politiker ihre Türen, um 500 technikinteressierte Mädchen schnuppern zu lassen – für uns ein Riesenerfolg“, zieht die Mitarbeiterin von Akzente Salzburg Bilanz.

„Es freut mich, dass 2009 so viele technik-interessierte Mädchen beim Girls’ Day mit dabei waren, Betriebe besuchten und so Berufsorientierung hautnah erlebten. Dieser Erfolg bestätigt die Bedeutung des Mädchenzukunftstages. Für den 22. April 2010 erwarten wir wieder viele wissbegierige Mädchen und engagierte Betriebe in der Region Salzburg – Berchtesgadener Land und Traunstein.“ so die Projektkoordinatorin abschließend.
 
Bild: Boys in die Pflege: (v.l.n.r.)
Krankenpflegeschüler Alex Teufl und Michael Ott mit HNO-Patient Are Armans. Die Salzburger Landeskliniken bieten jährlich 150 Ausbildungsplätze für die 3-jährigen Ausbildungen in Allgemeiner, Psychiatrischer und Kinder- und Jugendlichen Krankenpflege an. „Derzeit können die attraktiven Ausbildungsplätze nicht oder nur schwer gefüllt werden. Wir wollen die männeruntypischen Berufe der Gesundheits- und Krankenpflege ins Licht rücken“, betont Johannes Lugstein.
 
Bild: Girls in die IT
Die Aktivitäten des Girls´ Days und Boys´Day auch heuer wieder massiv vom Landesschulrat Salzburg unterstützt – um Mädchen und Burschen einen Tag im Jahr die Chance zu geben, sich alternative, andere Berufe anzusehen und somit mehr Perspektiven für ihre Lebensplanung zu erhalten. Roswitha Monz hat einen frauenuntypischen Beruf gewählt und als IT-Systemadministratorin in den SALK Karriere gemacht, hier im Bild mit Elisabeth Ramp (Akzente Salzburg), Susanne Neuwirth (Gender Beauftragte des Landesschulrat Salzburg ) und SALK BIZ-Leiter Johannes Lugstein.
 
Bild: Team Girls und BoysDay v.l.n.r.:
Mag. Johannes Lugstein, Leiter SALK-Bildungszentrum; Mag. Elisabeth Ramp, Akzente Salzburg (Girls Day Koordinatorin Salzburg); Mag. Susanne Neuwirth, Gender Beauftragte des Landesschulrat Salzburg; DSA Mag. Peter Ruhmannseder, Männerwelten Salzburg (Boysday - Koordinator Salzburg - Nord&West); Mag. Eberhard Siegl, Männerbüro Salzburg, (Boysday - Koordinator Salzburg - Süd);

Bildrechte SALK/Wild&Team
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Rückfragen an:

Mag. Mick Weinberger
Leiterin Public Relations und Klinikmarketing, SALK Pressesprecherin
 
SALK - Gemeinnützige Salzburger
Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH
Müllner Hauptstraße 48
5020 Salzburg
Tel: +43 (0)5 7255-20012
Mobil: +43/0664 604141 1007

m.weinberger@salk.at
presse@salk.at

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Bilder

Peter Ruhmannseder Susanne Neuwirth Mag. Johannes Lugstein, Leiter SALK-Bildungszentrum; Mag. Elisabeth Ramp, Akzente Salzburg; Mag. Susanne Neuwirth, Gender Beauftragte des Landesschulrat Salzburg; DSA Mag. Peter Ruhmannseder, Männerwelten Salzburg; Mag. Eberhard Siegl, Männerbüro Salzburg Boys in die Pflege: (v.l.n.r.) Krankenpflegeschüler Alex Teufl und Michael Ott mit HNO-Patient Are Armans. Boys in die Pflege: (v.l.n.r.): Krankenpflegeschüler Alex Teufl, Eberhard Siegl, Susanne Neuwirth, Peter Ruhmannseder, Johannes Lugstein mit HNO-Patient Are Armans. Eberhard Siegl v.l.n.r.: Elisabeth Ramp und Susanne Neuwirth Roswitha Monz, Elisabeth Ramp (Akzente Salzburg), Susanne Neuwirth (Gender Beauftragte des Landesschulrat Salzburg ) und SALK BIZ-Leiter Johannes Lugstein SALK BIZ-Leiter Johannes Lugstein
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