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Überregionales Traumazentrum der Maximalversorgung
Überregionales Traumazentrum der Maximalversorgung

Überregionales Traumazentrum der Maximalversorgung

SALZBURG. Entsprechend den räumlichen, personellen und apparativen Ausstattungsmerkmalen der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. werden Behandlungseinrichtungen zur Versorgung von Schwer- und Mehrfachverletzten (Polytrauma) in drei Versorgungsstufen eingeteilt. Unter Berücksichtigung der österreichischen Gegebenheiten, wurde der Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie im Salzburger Universitätsklinikum der höchsten Versorgungsstatus zuerkannt. Sie gilt ab sofort als „Überregionales Traumazentrum der Maximalversorgung“ im Traumanetzwerk München-Oberbayern-Süd. An der Universitätsklinik für Unfallchirurgie Salzburg gibt es eine 24-Stunden-Präsenz von Fachärzten der Unfallchirurgie, der Anästhesie, der Neurochirurgie, der Kinderchirurgie und der Radiologie. Auch die unmittelbare Verfügbarkeit von Thorax-, Abdominal- und Herzchirurgie ist hervorgehoben worden. Dieses Register gibt Auskunft über die Qualität der Versorgung von schwerverletzten Patienten im Vergleich zu anderen teilnehmenden Traumazentren in Deutschland, der Schweiz, Belgien und den Niederlanden.

Salzburg war immer unter den Besten

Bei den Verantwortlichen herrscht natürlich große Freude, dass alle Anforderungen zur Behandlung von Schwerverletzten nach den Kriterien des Weißbuches der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V und den Kriterien TraumaNetzwerkD DGU erfüllt werden konnten. Die Überprüfung vor Ort (Audit) wurde von der Firma Diocert GmbH im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V durchgeführt.„Wir haben in allen Kategorien durch die Bank sehr gut abgeschnitten“, betont Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch, Vorstand der Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie Salzburg. Besonders hervorgehoben wurde die hohe Qualität der Patientenversorgung durch die Teilnahme am deutschen Traumaregister seit 2002. Dieses Register gibt Auskunft über die Qualität der Versorgung von schwerverletzten Patienten im Vergleich zu anderen teilnehmenden Traumazentren in Deutschland, der Schweiz, Belgien und den Niederlanden. „Von Anfang an sind wir immer unter den Besten gelegen“, sagt Resch, für den die Auszeichnung eine Bestätigung des guten Weges ist, auf dem sich die Universitätsklinik für Unfallchirurgie Salzburg befindet.

Wichtige Anerkennung

„Als überregionales Traumazentrum im Traumanetzwerk unseres großen Einzugsgebietes ist es notwendig, die geleistete Qualität nachweisbar darzustellen und dafür die Anerkennung der Fachwelt zu erhalten“, betont auch Univ.-Doz. Dr. Doris Mack, Stabsstellenleiterin der Geschäftsführung für Qualitäts-und Riskmanagement. Durch eine unabhängige Stelle konnte nun nachgewiesen werden, dass die Leistungen der Universitätsklinik für Unfallchirurgie der geforderten Qualität entsprechen. „Der große Nutzen ist, und aus meiner Sicht das Wichtigste, dass hier der Weg das Ziel ist. Mit anderen Worten: alle Kriterien, die bei der Überprüfung relevant sind, werden in verschiedenen Klinikteams noch einmal durchleuchtet, diskutiert, auf Sicherheit und Machbarkeit überprüft und gegebenenfalls auch neu angelegt“, so Mack.

Schockraum-Management

Dass fast alle Unfallchirurgen der Universitätsklinik Salzburg eine überaus intensiven Spezialschulung über Schockraum-Management absolviert haben, wurde von der Auditorin der Firma Diocert besonders positiv vermerkt. „Uns wurde mitgeteilt, dass diese Dichte kaum anderswo anzutreffen sei“, so Resch. Darüber hinaus wurde die interdisziplinäre Nachbesprechung von schwerverletzten Patienten mit kritischer Analyse als ständige innere Qualitätsüberprüfung betrachtet und ebenfalls als hervorragend beurteilt.

Fachärztliche Besetzung rund um die Uhr

Eine wesentliche Voraussetzung für die Zuerkennung der angestrebten Einstufung „Überregionales Traumazentrum der Maximalversorgung“ war die personelle Ausstattung. An der Universitätsklinik für Unfallchirurgie Salzburg gibt es eine 24-Stunden-Präsenz von Fachärzten der Unfallchirurgie, der Anästhesie, der Neurochirurgie, der Kinderchirurgie und der Radiologie. Auch die unmittelbare Verfügbarkeit von Thorax-, Abdominal- und Herzchirurgie ist hervorgehoben worden. Sehr genau wurde auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit bei den Behandlungsabläufen angeschaut. Ergebnis: Durch die  strukturierte und klar abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Unfallchirurgen und Anästhesisten wird eine hohe Qualität bei der Patientensicherheit und der medizinischen Versorgung sichergestellt.

Vorbildliches Notarztsystem

Als geradezu vorbildlich bewertete die Firma Diocert das Notarztsystem mit Versorgung der Patienten am Unfallort und dem anschließenden Transport per Hubschrauber oder Notarztwagen in das Krankenhaus. „Großes Lob erfuhr auch das systemisierte Benachrichtigungs- und Informationsverfahren der im Krankenhaus tätigen Ärzte über den ankommenden Patienten“, betont Resch. Die dabei angestrebte Dauer vom Unfallzeitpunkt bis zum Eintreffen im Schockraum sollte eine halbe Stunde nicht überschreiten. „Wenn man bedenkt, dass Verunfallte oft erst von der Feuerwehr befreit werden müssen, ist dieser Zeitrahmen sensationell  kurz“, ergänzt der Leiter der Notfallmedizin an der Universitätsklinik für Anästhesie und Intensivmedizin, Oberarzt Dr. Siegfried Seidl.

Top geschultes Team

Möglich macht diese qualitativ hochwertige und rasche Versorgung der Patienten,  ein topgeschultes medizinisches Notfallteam, welches sich aus zehn erfahrenen hauptberuflichen Notfallsanitätern des Roten Kreuzes und 25 außerordentlich routinierten NotärztInnen zusammensetzt. „Besonders hervorzuheben ist auch, dass wir durch mehrere Intensivstationen immer Aufnahmemöglichkeiten für Schwerverletzte haben“, sagt Dr. Karl Allerberger, Oberarzt an der Universitätsklinik für Anästhesie und Intensivmedizin. Auch spezielle Problemfälle, wie zum Beispiel schwerverletzte Kleinkinder oder Lawinenopfer können abgedeckt werden. „Durch die Dienststruktur im Haus sind immer genügend Anästhesisten und Intensivmediziner im Dienst. So können auch zwei Schwerverletzte in hoher Qualität parallel versorgt werden“, so Allerberger. Last but not least wurden die hervorragenden räumlichen Gegebenheiten in der Chirurgie West mit direkter Anbindung des Hubschrauberlandeplatzes an den Schockraum sowie die dortige exzellente apparative Ausstattung. Im Schockraum steht mit dem Multislice 128 Zeiler ein Computertomograf der neuesten Generation zur Verfügung.

Teil des Traumanetzwerkes München-Oberbayern-Süd

Drei Gründe waren für die Qualitätsüberprüfung ausschlaggebend. Zum einen hat die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie ein Weißbuch (Allgemeindefinition: eine Sammlung mit Vorschlägen zum Vorgehen in einem bestimmten Bereich) für die Versorgung von schwerverletzten Patienten erstellt. Dazu war es notwendig, einzelne Kategorien von Versorgungseinrichtungen zu definieren und diese in einem Netzwerk zusammenzufassen. Das Ziel dabei ist es, eine rasche und effiziente Versorgung der Patienten in einer Einrichtung mit entsprechendem Leistungsspektrum zu gewährleisten. Der für die höchste Kategorie notwendige hohe Standard war für die Universitätsklinik für Unfallchirurgie Salzburg Anlass, sich einer freiwilligen Evaluierung zu unterziehen. „Dies entspricht dem heute geforderten Qualitätsdenken in der Medizin“, sagt Resch. Zum zweiten waren wesentliche Vorarbeiten für das Audit – wie die langjährige Teilnahme am Traumaregister oder die interdisziplinären Schockraumzirkel – bereits in der Vergangenheit durchgeführt worden.Drittens entspricht es einer langen Tradition, dass die Universitätsklinik für Unfallchirurgie Salzburg durch die geografische Nähe zu Deutschland schon immer schwerverletzte Patienten aus der Nachbarregion mitversorgt hat. „Somit war es naheliegend, sich einer solchen Evaluierung zu unterziehen und Teil des Traumanetzwerkes TNW München-Oberbayern-Süd zu werden“, erklärt Professor Resch abschließend.




Bildrechte SALK/Wild & Team
Abdruck honorarfrei

4-er Bild:
Anästhesie Oberarzt Dr. Karl Allerberger, Unfallchirurg Oberarzt Dr. Andreas Hartmann, Unfallchirurgie Primar Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch und Leiterin der Stabsstelle für Qualitätsmanagement und Riskmanagement Univ.-Doz. Dr. Doris Mack.

 

Fragen an:
Mag. Mick Weinberger
Leiterin PR und Kommunikationsmanagement
Pressesprecherin
Gemeinnützige Salzburger
Landesklinik Betriebsgesellschaft mbH
Tel: +43 (0)5 7255-20012
m.weinberger@salk.at; presse@salk.at

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Fotos

Überregionales Traumazentrum der Maximalversorgung OA Dr Andreas Hartmann OA Dr Karl Allerberger OA Dr. Siegfried Seidl Univ. Prof. Dr. Heinrich Magometschnigg Untersuchung mit fünf Personen arbeiten mit Ris/Pacs Univ. Doz. Dr. Doris Mack, MSc Univ. Prof. Dr. Herbert Resch Univ. Prof. Dr. Günther Schimpl Schockraum Anästhesie Oberarzt Dr. Karl Allerberger, Unfallchirurg Oberarzt Dr. Andreas Hartmann, Unfallchirurgie Primar Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch und Leiterin der Stabsstelle für Qualitätsmanagement und Riskmanagement Univ.-Doz. Dr. Doris Mack
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