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Salzburger Spitäler vertiefen Kooperation bei Psychiatrie
Salzburger Spitäler vertiefen Kooperation bei Psychiatrie

Salzburger Spitäler vertiefen Kooperation bei Psychiatrie

SCHWARZACH/ST.VEIT. Immer mehr Menschen leiden unter seelischen Krankheiten – auch im Bundesland Salzburg. Dieser Tatsache tragen die beiden Pongauer Krankenhäuser in Schwarzach und St. Veit Rechnung, indem sie im psychiatrischen Bereich strategisch geplant zusammenarbeiten und ihre Leistungen erweitern ohne Doppelstrukturen aufzubauen. Nach Adaptierungsarbeiten in der Landesklinik St. Veit konnte nun das Kardinal Schwarzenberg'sche Krankenhaus dort eine Station mit 20 Betten inklusive Tagesklinik anmieten. „Wir liegen beim dezentralen Aufbau der Psychiatrie im Bundesland Salzburg weiter gut im Plan“, sagt Erika Scharer, Landesrätin für Gesundheit und Soziales. „Durch eine gelungene Kooperation zwischen dem Kardinal Schwarzenberg’schen Krankenhaus Schwarzach, der Landesklinik St. Veit und der Salzburger Gebietskrankenkasse konnte der Grundstock für ein komplexes Angebot für die Versorgungsregion Süd bereits gesetzt werden. Dennoch ist ein weiterer Ausbau um 23 Psychiatriebetten und 11 Betten für Psychosomatik dringend notwendig.“, betont die Landesrätin und bezieht sich dabei auf den Österreichischen Strukturplan Gesundheit. Gleichzeitig müssen auch die außerstationären Strukturen weiter verbessert werden.

Vernetzung der Ressourcen für psychiatrische Patienten
Akut psychotisch oder schwer depressiv Erkrankte sowie Menschen in suizidalen Lebenskrisen müssen rasch wohnortnahe behandelt werden können. In der Akutpsychiatrie ist die Abstimmung mit den niedergelassenen Ärzten und Therapeuten und der stationären Akutpsychiatrie entscheidend. Seit Jahren wird die Zusammenarbeit durch ein gemeinsam erarbeitetes systemisches Therapiekonzept gestärkt. „Sehr erfreulich ist die Zusammenarbeit mit der Salzburger Gebietskrankenkasse, die es ermöglicht, sozial Schwächeren eine ambulante psychotherapeutische Versorgung anzubieten. Ein weiteres Ziel dieser Ambulanz ist eine vermehrte Niederlassung von Psychotherapeuten im Pongau, so Landesrätin Scharer. Zusätzliche Facharztstellen für Psychiatrie und Psychotherapie müssen folgen, so Primar Keglevic. Dies bestätigt auch die Bedarfsplanung der ambulanten Ärztlichen Versorgung, die gemeinsam mit Ärztekammer, Land und der SGKK erstellt wurde.

Psychiatrische Reha in der Landesklinik St. Veit – weiterer Ausbau zur Verkürzung der Wartenzeiten
Der Betrieb der Psychiatrischen Reha erfolgt seit 2008 aus einer eigenständigen Gesellschaft bestehend aus Pro Mente Reha Österreich und SALK / LK St. Veit. Finanziert wird diese Einrichtung aus Mitteln der Pensionsversicherungsanstalt. Die lange Wartezeit auf einen Rehaplatz von nahezu einem Jahr zeigt den großen Bedarf und die Notwendigkeit des weiteren Ausbaues. Dieser erfolgt nun mit einem Neubau im Jahr 2010. Somit werden die Rehaplätze auf 30 aufgestockt.

Psychiatrische Sonderpflege – Spezialisierung auf demenzerkrankte Patienten
Die Psychiatrische Sonderpflege ist eine hoch spezialisierte Einrichtung zur Betreuung von schwer psychisch Erkrankten, die eine längere intensive Pflege benötigen. 20 der 40 vorhandenen Betten sind für die Behandlung von Patienten mit Demenz vorgesehen. Die Station arbeitet nach einem speziell entwickelten Pflegekonzept (Integriertes Pflegekonzept nach Maria Riedl). Träger dieser Einrichtung ist die LK St. Veit. „Das Ziel dieser Abteilung ist eine Reintegration der Betroffenen in ihre gewohnte Umgebung oder zumindest in eine weniger betreute Einrichtung“, erklärt Keglevic.

Kooperation trotz unterschiedlicher Träger
„Die gut funktionierende Kooperation unserer beiden Häuser ist auch in betriebs- und volkswirtschaftlicher Hinsicht sinnvoll", sagt Karl Obermaier, Geschäftsführer im Krankenhaus Schwarzach. Nach der Adaptierung der Abteilung in der Landesklinik St. Veit konnte nun das Kardinal Schwarzenberg'sche Krankenhaus dort eine Station mit 20 weiteren Betten inklusive Tagesklinik anmieten. „Damit stehen uns insgesamt mehr als 50 akutpsychiatrische Betten zur Verfügung", freut sich Obermaier. „So können wir die extrem hohe Auslastung deutlich besser bewältigen. Mit der Neuschaffung der räumlichen Kapazitäten in St. Veit setzen wir zudem den vom Land Salzburg gefassten regionalen Strukturplan für Gesundheit weiter sukzessive um, so Geschäftsführer Karl Obermaier. Für die Zukunft betont Keglevic, die Wichtigkeit des Aufbaus im stationären Bereich und gleichzeitig auch im außerstationären Bereich. Gemeint sind hier zusätzliche Facharzt- und Psychotherapeutenkassenstellen, aber auch Tagestätten, betreute Wohnheime und Beschäftigungsprojekte. „Nur so kann eine flächendeckende, vernetzte Versorgung der Region gewährleistet werden“, sagt der Mediziner. „Die organisatorische und personelle Weichenstellung für die bessere Verbindung zwischen dem Gesundheits- und dem Sozialbereich ist eine wichtige Aufgabe für die Politik, die es noch zu lösen gilt, so Landesrätin Erika Scharer“.


Prok. Mag. Karl Söllhammer
Leiter Personal und PR
Kardinal Schwarzenberg'sches Krankenhaus
Kardinal Schwarzenbergstraße 2-6
AT-5620  Schwarzach
Telefon: 06415/7101-2225
karl.soellhammer@kh-schwarzach.at

Mag. Mick Weinberger
Leiterin Public Relations und Marketing,
SALK Pressesprecherin

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Fotos

Erika Scharer Landesrätin für Gesundheit Erika Scharer Landesrätin für Gesundheit v.l.n.r.: Primar Dr. Marc Keglevic und Landesrätin Erika Scharer, Geschäftsführerin KH Schwarzach Sr. Katharina Laner, Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor KH Schwarzach Karl Obermaier Primar Dr. Marc Keglevic und Landesrätin Erika Scharer Primar Dr. Marc Keglevic im Patientengespräch Therpie in St. Veit/PsyReha Therpie in St. Veit/PsyReha Therpie in St. Veit/PsyReha Primar Dr. Marc Keglevic Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor KH Schwarzach

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