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Österreichisch-schweizerische Kooperation
Österreichisch-schweizerische Kooperation

Österreichisch-schweizerische Kooperation

SALZBURG, SCHWEIZ. Die Psychiatrischen Dienste Thurgau (PDT) der Spital Thurgau AG in der Schweiz werden künftig wissenschaftlich und klinisch verstärkt mit der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie II, Christian-Doppler-Klinik, Universitätsklinikum Salzburg zusammenarbeiten.  Gemeinsame Kooperationen werden in der klinischen Forschung, im fachlichen Austausch,  in Lehre und Forschung, in der grenzüberschreitenden Behandlung von PatientInnen sowie im Bereich Aus- und Weiterbildung entstehen. Der aktuelle thematische Schwerpunkt liegt hierbei in zwei zukunftsweisenden Gegenständen der Suchtforschung – der Suchtproblematik im Alter sowie der Erforschung neuer Nachweismöglichkeiten von Alkohol. Die künftig verstärkte Zusammenarbeit zwischen den beiden Kliniken ermöglicht so neue Wege in Forschung und klinischem Know-How über die Grenzen der EU hinaus – zum Wohle der PatientInnen in Österreich und der Schweiz.


Neue Wege in Forschung und klinischem Know-How
Die Kooperation der Psychiatrischen Dienste Thurgau AG mit der UK für Psychiatrie und Psychotherapie II unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Friedrich Martin Wurst, Vorstand der UK für Psychiatrie und Psychotherapie II und Dr. Gerhard Damman, Direktor der Klinik Münsterlingen, der Psychiatrischen Dienste Thurgau und Vorstandsmitglied der Spital Thurgau AG (STAG) stellt einen bedeutenden Schritt für die zukünftige psychiatrische Forschung dar. Die zeitgleiche Vereinbarung mit der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität eröffnet nicht nur klinisch sondern auch wissenschaftlich neue Wege und Chancen für beide Kliniken und deren PatientInnen. Forschung und spitzenmedizinische Versorgung ist nun auch über die Grenzen der EU hinaus möglich.

Wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der PMU
Mit Beginn der Kooperation entsteht eine offizielle Zusammenarbeit zwischen den Psychiatrischen Diensten Thurgau (PDT) und der PMU Salzburg. Die Psychiatrischen Dienste Thurgau, die auch mit Schweizer Universitäten zusammenarbeiten, werden akademisches Lehrkrankenhaus der Paracelsus  Medizinischen Privatuniversität Salzburg.
„Sie beteiligen sich mit dieser Ernennung aktiv im Bereich des klinischen Praktikums in Psychiatrie im 5. Studienjahr der Medizinstudenten. Wir freuen uns, wenn sich daraus künftig weitere Kooperationen entwickeln würden.“ betont Forschungsdekan der PMU, Univ.-Prof. Dr. Christoph Stuppäck.
Im Gegenzug unterstützt die PMU Salzburg mit akademischem Know-How und den entsprechenden Voraussetzungen bei Promotions- und Habilitationsarbeiten oder der Teilnahme an Forschungsaufenthalten in Salzburg.

Vorzüge für beide Kliniken
Die Zusammenarbeit der Salzburger UK für Psychiatrie und Psychotherapie II und den schweizerischen Psychiatrischen Diensten Thurgau als Krankenhaus mit Versorgungsauftrag und ambulanten Diensten beinhaltet viele Vorteile für beide Partner.
Die Universitätsklinik in Salzburg erhält durch die Kooperation den Forschungszugang zu weiteren Patientengruppen der Grundversorgung sowie den Zugang zu größeren Patientengruppen. Darüber hinaus profitieren beide Partner durch die multinationale Forschungsvernetzung, die besonders im Hinblick auf Fördergelder der EU von Bedeutung sind.
Besonderer Stellenwert wird ebenso dem fachlichen Austausch in Lehre und Forschung, der grenzüberschreitenden Behandlung von PatientInnen sowie dem Bereich Aus- und Weiterbildung zugeschrieben. So wird es unter anderem die Möglichkeit von wechselseitigem Austausch für Ärzte und Pflegepersonal sowie für Medizinstudenten im Rahmen von Praktika geben.
„Die breite Thematik der neurologischen und psychiatrischen Krankheiten ist an der PMU einer von fünf Forschungsschwerpunkten. Die Psychiatrischen Dienste Thurgau bringen mit Ihrem regionalen Versorgungsauftrag in der Schweiz viel Know How in die Zusammenarbeit ein.“ zeigt sich Prof. Wurst erfreut. „Im Hinblick auf eine umfassende Zusammenarbeit ist es besonders wichtig, dass unsere österreichisch-schweizerische Kooperation die Bereiche Wissenschaft, Lehre und Krankenversorgung umfassen und schrittweise ausgebaut werden können.“ ist Ärztlicher Direktor HR Univ.-Prof. Gunther Ladurner überzeugt. „Die Kooperation mit der Psychiatrischen Dienste Thurgau AG ermöglicht uns nicht nur den Gewinn neuer Forschungserkenntnisse außerhalb des EU Raumes, sondern bietet uns die Chance zukünftige Privatpatienten zu gewinnen und zur Behandlung zu uns nach Salzburg zu holen.“ ergänzt Prof. Ladurner weiter.

Forschungsschwerpunkt Alkoholabhängigkeit

Der Schwerpunkt der österreichisch-schweizerischen Zusammenarbeit wird in einer ersten Phase im Bereich der Alkoholforschung liegen.
Entsprechend dieses Themenbereiches werden künftig zunächst zwei Aspekte wissenschaftlich näher untersucht. Dies sind zum Einen die Relevanz von Biomarkern des Alkoholkonsums und zum Anderen Alkoholerkrankungen im Alter. „Am Beginn unserer Zusammenarbeit liegt unser Fokus in der Alkoholforschung. In der kaum thematisierten Suchtproblematik bei älteren Menschen möchten wir neue Therapien entwickeln.“ erläutert Prof. Wurst. „Auch die von meinem Kollegen Prof. Wurst erforschten neueren Nachweismöglichkeiten von Alkohol im Körper sollen bei den PatientInnen in Thurgau angewendet werden.“ ergänzt  Dr. Gerhard Dammann, Klinikdirektor Psychiatrische Dienste Thurgau, Münsterlingen. „Prof. Wurst hat einen der international wenigen Lehrstühle für Suchtmedizin inne. Dies war neben der Kooperation mit der PMU für unsere Entscheidung ausschlaggebend.“ so Dr. Dammann weiter.

Stukturelle Aspekte der Kooperation
Die Kooperationsleitung wird für die Psychiatrischen Dienste Thurgau vom Ärztlichen Direktor Dr. Gerhard Dammann übernommen.
Für die Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg übernimmt diese Funktion Univ.-Prof. Dr. med. Friedrich Wurst, Vorstand der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie II.
„Die Bereitstellung der für die Zusammenarbeit notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen erfolgt von beiden Kooperationsleitern jeweils in Absprache mit dem CEO der Spital Thurgau AG, der Wirtschaftsdirektorin der Christian-Doppler-Klinik sowie dem Verwaltungsdirektor der Psychiatrischen Dienste Thurgau. Gemeinsam fällt auch die Entscheidung, nach welcher Finanzierungsmodalität Forschungsprojekte mit kalkulierten Kosten durchgeführt werden sollen“ erläutert Prof. Wurst.

Vorteile in der Versorgung suchtkranker PatientInnen
Weiter ist vorgesehen, dass ausreichend versicherte PatientInnen mit Abhängigkeitserkrankungen aus dem Raum Salzburg in Kooperation mit den Ärzten der UK für Psychiatrie und Psychotherapie II in der Klinik Münsterlingen behandelt werden können. „PatientInnen, die in der Öffentlichkeit stehen oder aus dem medizinischen Bereich kommen, profitieren von einer größeren Anonymität. Diese Tatsache kann gerade bei Suchterkrankungen für den Behandlungsverlauf sehr hilfreich sein.“ betont Prof. Wurst die Vorteile der  zukünftigen klinischen Zusammenarbeit in diesem Segment.

Weitere Perspektiven der Zusammenarbeit
Neben dem Schwerpunkt Suchtforschung sind künftig auch weitere Kooperationen zwischen den SALK und der Spital Thurgau AG in Planung. 
So werden beispielsweise auch andere psychiatrische und somatische Störungsbilder in das Zentrum der gemeinsamen Zusammenarbeit rücken.

Psychiatrischen Dienste Thurgau - Krankenhaus der Spital Thurgau AG
Die Betriebsaktiengesellschaft Spital Thurgau AG umfasst seit 1999 vier vormals unselbstständig öffentlich-rechtliche Krankenhäuser - die Kantonsspitäler Frauenfeld und Münsterlingen, die Psychiatrischen Dienste Thurgau und die Thurgauer Klinik St. Katharinental.
Die Psychiatrischen Dienste Thurgau bieten eine qualitativ hochwertige, multiprofessionelle psychiatrisch-psychotherapeutische Grundversorgung für die gesamte Bevölkerung des Kantons Thurgau an. Die Klinik behandelt so sämtliche psychiatrische Störungsbilder bei PatientInnen aller Altersstufen. Neben der biologischen, psychopharmakologischen Psychiatrie sowie der versorgungsorientierten Sozialpsychiatrie, bildet die beziehungsorientierte und psychotherapeutisch fundierte Psychiatrie den Schwerpunkt der Psychiatrischen Dienste.

Bildtext:
Bild Alle PK Kooperation.jpg: (v.l.n.r.): Freuen sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit: Univ.-Prof. Dr. Christoph Stuppäck (Forschungsdekan der PMU, Vorstand UK für Psychiatrie und Psychotherapie I), Dr. Dipl. Psych. Günther Dammann, MBA (Klinikdirektor Psychiatrische Dienste Thurgau, Münsterlingen), Univ.-Prof. Dr. Friedrich Martin Wurst (Vorstand UK für Psychiatrie und Psychotherapie II), Univ.-Prof. Dr. Gunther Ladurner (Ärztlicher Direktor Christian-Doppler-Klinik)


Allgemeine Rückfragen:
Mag. Dr. Margit Greisberger
PR und Klinikmarketing
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