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Eröffnung des Laura-Bassi-Zentrums
Eröffnung des Laura-Bassi-Zentrums

Mehr Frauen für Spitzenpositionen in Forschung und Technologie

Eröffnung des Laura-Bassi-Zentrums in der
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde:

Salzburg. "Nach wie vor sind Spitzenpositionen in Forschung und Technologie nicht nur in Österreich,  sondern in ganz Europa kaum mit Frauen besetzt. Ein  Hauptgrund dafür sind unflexible Rahmenbedingungen in der Forschung, die auf die spezifischen Erfordernisse von Frauen in der Arbeitswelt zur wenig Rücksicht nehmen.

 Dieses Manko soll durch so genannte Laura-Bassi-Zentren - eine Art Christian-Doppler-Labor nur für Frauen – beseitigt werden, indem die Voraussetzungen geschaffen werden, dass mehr Frauen Spitzenpositionen in Forschung und Technologie bekleiden". Dies betonte gestern, Dienstag, 19. Oktober, Wissenschaftsreferentin Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller bei der Eröffnung des Laura-Bassi-Zentrums an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der Salzburger Landeskliniken.

Vielseitigkeit sei eine Grundvoraussetzung für Innovation, Wissenschaft und Forschung. Durch die Ausgrenzung von Frauen gehen jedoch für Innovation und Entwicklung wesentliche Potenziale verloren. "Das Impulsprogramm "Laura Bassi Centres of Expertise" will an dieser Schwachstelle ansetzen und Frauen in Spitzenpositionen sichtbar machen. Mit diesem völlig neuen Förderansatz soll gezeigt werden, dass unter geeigneten Rahmenbedingungen hochqualifizierte Expertinnen in einer ihnen entsprechenden Forschungskultur exzellente Forschungsleistungen und Innovationen vollbringen", sagte Landeshauptfrau Burgstaller.

Die Leitung des Laura-Bassi-Zentrums in Salzburg liegt in den Händen der Biochemikerin Univ.-Doz. Dr. Barbara Kofler, die auch das Labor der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde leitet. Das Zentrum beschäftigt sich mit Behandlungsmethoden von Entzündungskrankheiten. Das Ziel von Univ.-Doz. Kofler ist, in den kommenden zehn Jahren eine sanfte Alternative zum Cortison zu entwickeln. Untersucht und erforscht wird vor allem, wie kleine Eiweißhormone in der Entzündungsreaktion in unserem Körper eine Rolle spielen, welche Funktionen sie haben und damit aber auch Möglichkeiten für neuartige Therapieformen schaffen. Da Medikamente wie Cortison auch unerwünschte Nebenwirkungen haben, sucht man nach anderen, neuen Optionen, um so diese Nebenwirkungen zu minimieren. "Das neue Laura-Bassi-Zentrum in Salzburg ist eine tolle Verstärkung der medizinisch biowissenschaftlichen Forschung in Salzburg", sagte  die Landeshauptfrau.

Insgesamt sind für Österreich acht Laura-Bassi-Zentren geplant. Ähnlich wie bei den Christian-Doppler-Labors gibt es auch bei den Laura-Bassi-Zentren Kooperationen mit der Industrie. Kooperationspartner für das Salzburger Laura-Bassi-Zentrum ist die Pharmafirma Novartis. Für die Finanzierung des Zentrums bringen Bund und Industrie in den kommenden vier Jahren 1,7 Millionen Euro auf, wobei die maximale Förderung durch den Bund 320.000 Euro pro Jahr beträgt. Der Rest wird von den Wirtschaftspartnern aufgebracht.

Namensgeberin für die Zentren ist die italienische Physikerin Laura Bassi, die im 18. Jahrhundert als erste Professorin an eine europäische Universität, an die Universität von Bologna,  berufen wurde. Die Laura-Bassi-Zentren sind an der Schnittstelle zur Industrie angesiedelt und betreiben angewandte Grundlagenforschung in Naturwissenschaften, Technik und Technologie. Die wissenschaftliche Leitung des Zentrums liegt bei einer Frau und der gesamte Frauenanteil der Forschungsstelle soll bei mehr als 50 Prozent liegen. 

Bildrechte: SALK/Weinberger
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Bild v.l.n.r:
Primar Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Sperl (UK f. Kinder- u. Jugendheilkunde), Univ.-Doz. Dr. Barbara Kofler, Wissenschaftsreferentin Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller, Univ.-Prof. Dr. Christoph Stuppäck, Univ.-Prof. Dr. Johann Bauer.

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Bild v.l.n.r: Primar Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Sperl (UK f. Kinder- u. Jugendheilkunde), Univ.-Doz. Dr. Barbara Kofler, Wissenschaftsreferentin Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller, Univ.-Prof. Dr. Christoph Stuppäck, Univ.-Prof. Dr. Johann Bauer.

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