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Qualifizierte Schmerztherapie am SALK Kinderzentrum
Qualifizierte Schmerztherapie am SALK Kinderzentrum

Qualifizierte Schmerztherapie am SALK Kinderzentrum

Das Kinderzentrum am Salzburger Universitätsklinikum hat die Certkom-Zertifizierung durch painCert, der Gesellschaft für schmerztherapeutische Zertifizierung in Bochum erfolgreich bestanden. Als erstes Kinderzentrum in Österreich erfüllt das interdisziplinäre Schmerzmanagement am SALK Kinderzentrum mit der UK für Kinder- und Jugendheilkunde inklusive dem Sonderauftrag für Neonatologie, der UK für Kinder- und Jugendchirurgie, sowie die im Kinderzentrum tätigen Mitarbeiter der UK für physikalische Medizin und der UK für Anästhesiologie, perioperative Medizin und allgemeine Intensivmedizin des „Certkom – Qualifizierte Schmerztherapie“-Programmes. Eine gute Schmerztherapie steigert nicht nur den Komfort des Patienten. Sie trägt auch dazu bei Komplikationen zu reduzieren, die Rekonvaleszenz zu beschleunigen, das Risiko der Entwicklung chronischer Schmerzen zu begrenzen und Kosten zu minimieren.

Erstes Kinderzentrum in Österreich ist in der Schmerztherapie zertifiziert:

Als Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:

  • Landesrätin Erika Scharer
  • Univ.-Doz. Dr. Doris Mack, Leiterin Stabsstelle f. QM und Riskmanagement
  • Primar Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Sperl, UK f. Kinder- und Jugendheilkunde
  •  Primar Univ.-Prof. Dr. Günther Schimpl, UK f. Kinder- und Jugendchirurgie
  • OÄ Dr. Sigrid Ofner, UK f. Anästhesie, perioperative Medizin und allgemeine Intensivmedizin, Leiterin der Kinderanästhesie
  • Susanne Aigner, Diplom. Gesundheits- und Krankenschwester, Intensivstation UK f. Kinder- und Jugendheilkunde

Leistungszahlen Kinderzentrum   2008
MitarbeiterInnen (ÄrztInnen + PflegeMAInnen) UK f. Kinder- und Jugendheilkunde inkl. SA f. Neonatologie (VZÄ)  182,55
MitarbeiterInnen (ÄrztInnen + PflegemitarbeiterInnen) UK f. Kinder- und Jugendchirurgie (VZÄ)   52,81
Betten UK f. Kinder- und Jugendheilkunde inkl. Sonderauftrag f. Neonatologie    93
Betten UK f. Kinder- und Jugendchirurgie  34
Stationäre PatientInnen UK f. Kinder- und Jugendheilkunde inkl. Sonderauftrag f. Neonatologie  4.280
Stationäre PatientInnen UK f. Kinder- und Jugendchirurgie   3.397
Ambulante PatientInnen UK f. Kinder- und Jugendheilkunde inkl. Sonderauftrag f. Neonatologie (Frequenz)   31.036
Ambulante PatientInnen UK f. Kinder- und Jugendchirurgie (Frequenz)   20.619
Gesamtanzahl MA (ÄrztInnen + PflegemitarbeiterInnen) Kinderzentrum (VZÄ)  235,36
Gesamtanzahl stationäre PatientInnen Kinderzentrum  7.677
Gesamtanzahl ambulante PatientInnen Kinderzentrum   51.655


Das Recht jedes Patienten auf eine bestmögliche Schmerztherapie ist bereits in der Patientencharta verankert. "Jede Krankheit beeinträchtigt die Lebensqualität. Wenn damit auch noch starke Schmerzen verbunden sind, sinkt diese Qualität noch weiter. Ich freue mich deshalb außerordentlich über die Certkom-Zertifizierung des Schmerzmanagements am SALK Kinderzentrum. Das SALK Kinderzentrum hat es in Österreich als erstes Kinderzentrum geschafft, diese hoch qualitative Zertifizierung durch die Europäische painCert Gesellschaft zu erhalten", betont Landesrätin und Gesundheitsreferentin Erika Scharer. Da die hohen Standards und die wissenschaftlich fundierte Behandlung den kleinen Patienten im SALK Kinderzenturm eine deutliche Besserung garantieren und im Spital zusätzliche positive Kostenwirkungen zu erwarten sind, sieht Salzburgs Gesundheitsreferentin einen "echten Doppelnutzen" durch das Projekt. Scharer dankte allen ProjektmitarbeiterInnen für die hervorragende Leistung.

Einheitliche Standards zur optimalen Versorgung 
Die medizinische und pflegerische Schmerztherapie sind ein elementarer Bestandteil der Behandlung der kleinen Patienten im Kinderzentrum des LKH Salzburg - vom Neugeborenen bis zum Jugendlichen. Im Zuge des Projekts wurden in intensiver interdisziplinärer Projektarbeit die Anwendung und die Dokumentation vereinheitlicht und standardisiert. Das Projektteam hat es dadurch geschafft, das Thema Schmerz anzusprechen und die MitarbeiterInnen für den Schmerz der kleinsten PatientInnen zu sensibilisieren. Therapiemöglichkeiten für Kinder- und Jugendliche können nun besser ausgeschöpft werden und es gelingt die Angehörigen besser zu informieren. „Wir beginnen viel früher mit einer gezielten Schmerztherapie und reagieren nicht erst auf Schmerzäußerungen“, freut sich Projektleiterin und Leiterin der Kinderanästhesie OÄ Dr. Sigrid Ofner über die erfolgreiche Projektumsetzung.

Schmerzempfinden ist individuell
Ein erster Schwerpunkt des Projektes war „das Bewusst machen“ des Themas „Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen“ bei sämtlichen Mitarbeitern des Kinderzentrums. Ein Werkzeug dafür ist die obligate Schmerzanamnese bei jedem Patienten und die Standardisierung der Schmerzmessung. Es wurden altersgerechte Scoringsysteme (KUSS, VAS und Smiley-Skala) eingeführt, die im stationären und im ambulanten Bereich verwendet werden. Das Ergebnis des Scorings wird einheitlich in Patientenunterlagen dokumentiert.

Praktische klinische Erfahrungen
Kinderonkologin Oberärztin Dr. Regina Jones erklärt das zertifizierte Schmerztherapieschema für das Kinderzentrum: „Ein wichtiger Schwerpunkt war die Erstellung eines einheitlichen und praktikablen Schmerztherapieschemas in Anlehnung an das WHO-Stufenschema für das gesamte Kinderzentrum. Hier musste zwischen der akuten traumatologischen, der peri- und postoperativen Schmerztherapie, der Analgosedierung im stationären Bereich für kleinere Interventionen und der Schmerztherapie beim chronisch kranken Kind (z.B. onkologischer Patient, Palliativpatient) unterschieden werden. In diese Richtlinien flossen bisherige praktische Erfahrung in der Betreuung dieser Patienten, nicht zuletzt auch aus der Heimbetreuung onkologischer Palliativpatienten und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Schmerztherapie ein.“ Auch die nicht medikamentöse Schmerztherapie war ein wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzeptes. Die entsprechenden Standards und Richtlinien wurden von Mitarbeitern der Pflege erarbeitet.

Fortbildungsveranstaltungen für MitarbeiterInnen
Sämtliche erarbeiteten diagnostischen und therapeutischen Richtlinien und Standards wurden dann in mehreren Fortbildungsveranstaltungen an alle Mitarbeiter des Kinderzentrums weitergegeben. Ein vom Projektteam eigens entwickeltes Handbuch für alle MitarbeiterInnen ist zusätzlich über das Intranet zugänglich. Kurz vor der Zertifizierung selbst bestand noch die Möglichkeit, das eigene Wissen in einem Online-Quiz zu überprüfen. Auch das Interesse daran war sehr groß und zeigte die starke Motivation sämtlicher Mitarbeiter in diesem Bereich.Zusammen mit der Fortbildungsakademie der SALK wurde ein Fortbildungsprogramm erarbeitet, das sowohl aus Basiskursen (Schmerzanamnese, Schmerzmessung und Schmerztherapie), die in 2-jährlichen Abständen für alle Mitarbeiter des Kinderzentrums obligat sind, als auch aus weiterführenden Fortbildungen besteht. In diesen werden entweder von Projektmitgliedern oder auch von Kollegen aus anderen Zentren neueste Erkenntnisse in der Schmerztherapie vermittelt.

Großartige Leistung des Certkom Zertifizierungs-Projektteams
Nur gemeinsam war dieses Ziel zu schaffen. Denn letztendlich wurde das Kinderzentrum beim Audit als Gesamtteam beurteilt. „Das zertifizierte Schmerzprojekt an einem Kinderzentrum ist nicht nur in Österreich einzigartig, sondern auch das erste Mal in Europa realisiert. Es zeigt damit deutlich die Bestrebungen des Kinderzentrums in Salzburg in Patientenorientierung und exzellente standardisierter Medizin auf universitärem Niveau. „Unser Erfolg lag damit in den Händen jeder einzelnen Mitarbeiterin bzw. jedes einzelnen Mitarbeiters,“ betonen die Primarii Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Sperl, Univ.-Prof. Dr. Günther Schimpl und Prim. Dr. Josef Rücker und danken damit den MitarbeiterInnen des Projektteams und dessen Projektleiterinnen OÄ Dr. Sigrid Ofner und Mag. Gabriela Neumaier (Projektteam: DGKS Susanne Aigner, DGKS Marianne Berger, DGKP Johann Binter, DGKS Gudrun Deisenhammer, Priv. Doz. Dr. Waltraud Eder, DGKS Evelin Gamsjäger, DGKS Monika Holzhacker, Dr. Ulrike Girardi, Dr. Regina Jones, DGKS Evelyn Kollnig, Mag. Gabriela Neumaier, DGKS Isabella Nguyen, Dr. Christof Weisser, DGKS Maria Wurzer-Trasischker).

In 3 Jahren Rezertifizierung
Damit auch in drei Jahren die Rezertifizierung genau so bravourös gemeistert werden kann, wird nach Projektabschluss das Projektteam unter der Leitung von Oberärztin Dr. Sigrid Ofner regelmäßig tagen, um die Schmerztherapie im Kinderzentrum zu gewährleisten und weiter voran zu treiben.

SALK ist schon seit Herbst 2008 „Schmerzarmes Krankenhaus“
Bereits seit Herbst letzten Jahres sorgte das Projekt „Schmerzarmes Krankenhaus“ und die Einführung eines Schmerzmanagements in den gesamten SALK dafür, dass stationäre als auch ambulante PatientInnen eine umfassende Betreuung in Sachen Schmerzgeschehen standardisiert erhalten. Univ.-Doz. Dr. Doris Mack ist Auftraggeberin des Projektes mit dessen Leitung sie OÄ Dr. Helga Maria Schuckall, MSc, MBA damals betraute. Mack erklärt dazu: „Schaut man sich die Literatur zum Thema ‚schmerzfreies Krankenhaus’ genauer an, merkt man, dass der Anspruch meist größer ist, als die tatsächlichen Ergebnisse.“ Schmerz sei schwer zu fassen und Schmerz ist das, was der Patient angibt, was er als Schmerz definiert. „Mit der Umsetzung des Projektes ‚Schmerzarmes Krankenhaus’ erfüllen wir die Erfordernisse der Patientencharta“, sagt Mack und betont abschließend: „Mit der Certkom Zertifizierung am SALK Kinderzentrum sind wir für unser Haus um einen entscheidenden Schritt weitergekommen.“Bildrechte: SALK/Wild&TeamAbdruck honorarfrei

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Zertifizierungs-Projektleiterin und Leiterin der Kinderanästhesie Dr. Sigrid Ofner, der kleine Dominik Strasser, DGKS Kinderschwester Edith Nerath von der UK f. Kinderchirurgie und Birgit Strasser, die Mutter des kleinen Dominik. Dominik Strasser zeigt auf dem Schmerzschieber wie es ihm geht. Das Kinderzentrum am Salzburger Universitätsklinikum hat die Certkom-Zertifizierung durch painCert, der Gesellschaft für schmerztherapeutische Zertifizierung in Bochum erfolgreich bestanden. Als erstes Kinderzentrum in Österreich erfüllt das interdisziplinäre Schmerzmanagement am SALK Kinderzentrum mit der UK für Kinder- und Jugendheilkunde inklusive dem Sonderauftrag für Neonatologie, der UK für Kinder- und Jugendchirurgie, sowie die im Kinderzentrum tätigen Mitarbeiter der UK für physikalische Medizin und der UK für Anästhesiologie, perioperative Medizin und allgemeine Intensivmedizin des „Certkom – Qualifizierte Schmerztherapie“-Programmes.

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Der kleine Dominik Strasser, DGKS Kinderschwester Edith Nerath von der UK f. Kinderchirurgie.Ein wichtiger Schwerpunkt beim Zertifizierungsprozess war die Erstellung eines einheitlichen und praktikablen Schmerztherapieschemas in Anlehnung an das WHO-Stufenschema für das gesamte Kinderzentrum. Hier musste zwischen der akuten traumatologischen, der peri- und postoperativen Schmerztherapie, der Analgosedierung im stationären Bereich für kleinere Interventionen und der Schmerztherapie beim chronisch kranken Kind (z.B. onkologischer Patient, Palliativpatient) unterschieden werden.

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Landesrätin Erika Scharer: "Jede Krankheit beeinträchtigt die Lebensqualität. Wenn damit auch noch starke Schmerzen verbunden sind, sinkt diese Qualität noch weiter. Ich freue mich deshalb außerordentlich über die Certkom-Zertifizierung des Schmerzmanagements am SALK Kinderzentrum. Das SALK Kinderzentrum hat es in Österreich als erstes Kinderzentrum geschafft, diese hoch qualitative Zertifizierung durch die Europäische painCert Gesellschaft zu erhalten", betont Landesrätin und Gesundheitsreferentin Erika Scharer. Da die hohen Standards und die wissenschaftlich fundierte Behandlung den kleinen Patienten im SALK Kinderzenturm eine deutliche Besserung garantieren und im Spital zusätzliche positive Kostenwirkungen zu erwarten sind, sieht Salzburgs Gesundheitsreferentin einen "echten Doppelnutzen" durch das Projekt. Scharer dankte allen ProjektmitarbeiterInnen für die hervorragende Leistung.

Bild Doz. Dr. Doris Mack
Bereits seit Herbst letzten Jahres sorgte das Projekt „Schmerzarmes Krankenhaus“ und die Einführung eines Schmerzmanagements in den gesamten SALK dafür, dass stationäre als auch ambulante PatientInnen eine umfassende Betreuung in Sachen Schmerzgeschehen standardisiert erhalten. Univ.-Doz. Dr. Doris Mack ist Auftraggeberin des Projektes.

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Primar Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Sperl, UK f. Kinder- und Jugendheilkunde

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Primar Univ.-Prof. Dr. Günther Schimpl, UK f. Kinder- und Jugendchirurgie

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OÄ Dr. Sigrid Ofner, UK f. Anästhesie, perioperative Medizin und allgemeine Intensivmedizin, Leiterin der Kinderanästhesie.

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Susanne Aigner, Diplom. Gesundheits- und Krankenschwester, Intensivstation UK f. Kinder- und Jugendheilkunde zeigt den „Schmerzschieber“ für das Kinderzentrum.

Rückfragen an:
Mag. Mick Weinberger
Leiterin PR und Klinikmarketing,
Pressesprecherin
Tel: +43 (0) 662 4482 -1007
Mobil: +43 (0) 664 604141
1007presse@salk.at | m.weinberger@salk.at

 

 

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