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Die Pfarrkirche

Wir dürfen an dieser Stelle mit Stolz auf unsere Festschrift zum 300-Jahr-Jubiläum unserer Pfarrkirche (2004) verweisen. 

Die Pfarrkirche, ein kurzer geschichtlicher Abriss:

die Vorderfront der Pfarrkirche

Das Spital

Vor der Errichtung des Landeskrankenhauses stand in diesem Bereich das siebentürmige Schloss Müllegg. Dieses wurde am 18. April 1688 von Erzbischof Ernst Thun gekauft.

Er ließ danach mit Ausnahme des Müllegger-Tores alle Gebäude abtragen, um eine "milde Anstalt für die Pilgram und allhiesig erkrankhendte Studenten zu stüfften".

1692 war Baubeginn unter der Oberleitung von Johann Bernhard Fischer von Erlach, dem ersten großen Baumeister des österreichischen Barocks (seine Hauptwerke sind u.a. die Karlskirche, Schloss Schönbrunn, Maria Zell, Stift Heiligenkreuz...).

1695 war das Männerspital, der westliche, zum Müllegger Tor gerichtete Flügel, fertig; das auf der anderen Seite an die Kirche anschließende "Weiberspital" wurde hingegen erst 1703/04 vollendet.

Die Spitalskirche

1699 war auch mit dem Bau der Kirche begonnen worden. Er dauerte bis 1703 und fand mit der Einweihung am 24. Juni 1704 seinen Abschluss.

Das Gotteshaus stellt den Mittelteil des zweiflügeligen Gesamtobjektes dar und sollte ganz offensichtlich durch seine zentrale Anordnung zwei Funktionen erfüllen:

  • Einerseits den Männer- vom Frauentrakt trennen
  • und zum andern die übergeordnete religiöse Einheit der Anlage zum Ausdruck bringen.

An der Fassade ist bemerkenswert, dass dahinter zuerst nur eine Vorhalle ist, und sich erst dort die eigentliche Front der Kirche mit dem tatsächlichen Kircheneingang zeigt.

Der Genialität von J. B. Fischer von Erlach entspricht auch die einmalige Anlage des Hochaltares:

Ein Wandaufbau herkömmlicher Art hätte wegen der an der Abschlusswand vorgesehenen Fenster nicht höher werden können als die beiden Seitenaltäre. Er wählte daher eine besondere Lösung, indem er den Hauptaltar auf eine optisch erhöhend wirkende Terrasse stellte, zu der von beiden Seiten Treppen hinaufführen. In der Mitte dieses Aufbaues führen 10 Stufen hinunter in eine offene, kleine Unterkirche.

Inschrift auf der Brüstung der Empore in der Spitalskirche:

"Den Grund hat mit gerechtem Preis gekauft, den ersten Stein mit eigener Hand gelegt, das Gebäude mit sehr großen Kosten aufgeführt, die Kirche beschenkt und ausgestattet gleichwie beide Hospitäler mit königlicher Freigiebigkeit endlich das ganze Werk durch die kirchliche Einweihung vollendet, Johannes Ernestus, von Gottes Gnaden Bischof von Salzburg aus dem gräflichen Geschlechte Thun".

(Angaben sind dem äußerst detailreichen und lesenswerten Buch "Drei Jahrhunderte St.-Johanns-Spital Landeskrankenhaus Salzburg" von Josef Brettenthaler und Volkmar Feuerstein, Hg. Direktion des Landeskrankenhauses Salzburg, 1986, Druckhaus Nonntal, Salzburg, vgl. S. 80ff, entnommen).

Enthauptung der hl. BarbaraDie Predigt des hl. Johannes des Täufers
Ganz besondere Sehenswürdigkeiten sind die beiden Seitenaltar-Bilder von Johann Michael Rottmayr: Links ist das Bild "Die Predigt des hl. Johannes des Täufers" und rechts das Bild "Enthauptung der hl. Barbara" zu sehen. Durch die aktuelle Renovierung und Überarbeitung kommt die ursprüngliche Farben- und Detailpracht jetzt wieder voll zur Geltung.

 

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