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Eltern-Baby-Zentrum - Perinatalzentrum Salzburg wächst
Eltern-Baby-Zentrum - Perinatalzentrum Salzburg wächst

Eltern-Baby-Zentrum - Perinatalzentrum Salzburg wächst

Das neue Eltern-Baby-Zentrum/Perinatalzentrum Salzburg nimmt immer mehr Gestalt an. Rohbau lässt bereits jetzt hohen Nutzen des Neubaus erkennen.

Salzburg. Eine der wichtigsten medizinischen Versorgungseinheiten im Großraum Salzburg wächst: Seit rund 230 Arbeitstagen wird am Rande des Geländes des Landeskrankenhauses Salzburg an der Lindhofstraße mit vollem Einsatz am neuen Eltern-Baby-Zentrum gebaut.

Der „eiförmige“ Neubau mit Untergeschoß, Erdgeschoß und zwei Obergeschossen und zurückgesetztem Dachgeschoß wurde durch einen verglasten Verbindungsgang optimal an das bestehende Gebäude der Frauenklinik (Haus G4) angegliedert. Bereits jetzt lässt sich das volle Potential des neuen, 3.025 Quadratmeter großen, Zentrums erahnen. Bauherrin SALK mit Geschäftsführer Burkhard van der Vorst und Architekt Dipl.-Ing. Wolfgang Schwarzenbacher, aus dessen Büro der prämierte Entwurf stammt, sind zu Recht stolz auf den zügigen Fortschritt der Bauarbeiten. Das Ziel, den knappen Bauplatz und die Sonderstellung im Park bei möglichster Erhaltung des Baumbestandes optimal zu nutzen, wurde bestens umgesetzt. Erika Scharer, Landesrätin für Gesundheit und Soziales, zeigt sich ebenso begeistert: „Das einzige Perinatalzentrum der Region wird, wie geplant, nicht nur spitzenmedizinischen Anforderungen gerecht, sondern DER Ort zum Wohlfühlen für Eltern und Neugeborene. Auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SALK ist das neue Eltern-Baby-Zentrum schon heute künftiger Arbeitsort, der Arbeitsbedingungen auf zeitgemäßem Qualitätsniveau in modernsten Räumlichkeiten verspricht.“ Die Fertigstellung des neuen Eltern-Baby-Zentrums /Perinatalzentrum Salzburg ist nach wie vor mit Mitte 2010 geplant.

Anlässlich der Firstfeier am Freitag, dem 15. Mai, präsentieren die SALK erstmals den Rohbau. „Die gelungene eiförmige Gebäudekonfiguration resultiert, neben den knappen Platzverhältnissen, vor allem aus dem funktionellen Wunsch, von einem zentralen Pflegestützpunkt einen möglichst großen Bereich der Station zu überschauen“, sagt Burkhard van der Vorst, SALK Geschäftsführer. Er erklärt: „Im Erdgeschoß wurde dies beispielsweise mit einem zentralen Zugang zu den verschiedenen Ambulanzen und – locker im Raumkontinuum aufgefädelten – Wartezonen verwirklicht.“ Besonderes Augenmerk liegt im neuen Eltern-Baby-Zentrum auf der Versorgung von Frühgeborenen. Aus diesem Grund wurde im dritten Obergeschoß eigens ein Elternrefugium mit Übernachtungsmöglichkeiten für „Frühchen-Eltern“ planerisch und baulich verwirklicht. Insgesamt bieten im neuen Gebäude ausreichend 1- und max. 2-Bett Zimmer, Familienzimmer, Elternbereiche in der Nähe des Kindes, familienfreundliche Ambulanzbereiche, die Sonderklassestation mit Blick ins Grüne und eine Cafeteria ein schönes und sicheres Geburtserlebnis mit sehr hohem Komfort und größter Sicherheit für Mutter und Kind. Der Zugang zum neuen Perinatalzentrum erfolgt tagsüber direkt von der Lindhofstraße, die Zufahrt und der Zugang nachts über die neu nivellierte Zufahrt zwischen Frauenklinik und Verkaufskiosken.

Die gekrümmte Ei-Form des Neubaus spiegelt das Schutzbedürfnis der künftigen kleinen PatientInnen wider. Sie steht als Symbol für eine Höhle, in die sich die Betroffenen einrollen können. Nicht zuletzt dient die Minimierung der Gebäudeoberfläche zudem der Wirtschaftlichkeit. Unter Einbezug der grandiosen Szenerie des Parks ist es den MacherInnen gelungen, Eltern und Kind – im übertragenen Sinne – ein Nest in den Baumkronen zu bauen, von dem ein befreiender Blick über Aiglhof bis zum Untersberg und den Staufen schweifen kann.

Mit dem neuen Eltern-Baby-Zentrum/Perinatalzentrum Salzburg wird das gesamte medizinische Leistungsspektrum rund um die Geburt – von den FachärztInnen bis hin zur Pflege – konzentriert an einer Stelle am Areal des Landeskrankenhauses in direkter Anbindung zur Frauenheilkunde zu finden sein. Neonatologe Primar Dr. Josef Rücker freut sich: „Dieses Zentrum ist speziell nach den Grundsätzen einer entwicklungsfördernden Umgebung für Frühgeborene konzipiert und stellt das erste Haus dieser Art im deutschsprachigem Raum dar.“ Rund um die Uhr und Tür-an-Tür sind Frauen- und KinderärztInnen zur Behandlung von Müttern und zur Versorgung Neugeborener künftig bereit. „Falls ein Neu- oder Frühgeborenes neonatologisch behandelt werden muss, ist in Zukunft kein belastender Transport mehr erforderlich, das Kind kann auf der selben Etage wie die Mutter (2. Stock) betreut werden“, betont Primar Rücker, Leiter des Sonderauftrages für Neonatologie der Universitätsklinik für Kinder und Jugendheilkunde in den Salzburger Universitätskliniken. Handlungsbedarf in Sachen Eltern-Baby-Zentrum bestand auch, da es seit einigen Jahren einen deutlichen Anstieg der künstlichen Befruchtung und damit eine steigende Tendenz für Mehrlinge und Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1.500g gibt.

Die Projektleiterin des Eltern-Baby-Zentrums/Perinatalzentrum Salzburg für die Neonatologie ist die 1. Oberärztin der Neonatologie, Dr. Erna Hattinger. Auch sie betont die Notwendigkeit eines Integrativen Ansatzes bei der Versorgung Frühgeborener: „Eltern und Kind sind immer als Einheit zu betrachten. Die integrative Versorgung gewährleistet ein Maximum an Kontinuität und beinhaltet eine gemeinsame pränatale, perinatale und postnatale Versorgung durch ein interdiziplinäres Team. Aus diesem Grund befinden sich Geburtshilfe und Neugeborenen-Intensivstation im neuen Eltern-Baby-Zentrum in enger räumlicher Nachbarschaft im selben Gebäude.“

Die sechs neuen Kreissäle (inkl. der Möglichkeit einer Wassergeburt) mit dem anschließenden Sectio-OP (Kaiserschnitt OP), der Intensivbereich der Neonatologie (Neugeborenen Intensivstation), die gynäkologischen Risikoambulanzen und die Wochenbettstationen der Frauenklinik sind über den verglasten Gang direkt an das neue Zentrum angebunden. Somit wird nicht nur die Arbeit für ÄrztInnen und das medizinische Personal erleichtert, sondern auch die Sicherheit und die medizinische Qualität für die Mütter und die kleinen PatientInnen erhöht: Operationssäle und die neue Neonatologie sind Tür an Tür, das betreuende Pflegepersonal für Mütter und Kinder bleibt gleich. Sollten akute medizinische Probleme entstehen, können die PatientInnen durch die unmittelbare Nähe zu den 20 Intensiveinheiten innerhalb kürzester Zeit unter optimalen Bedingungen versorgt werden.

Das Konzept des Eltern-Baby-Zentrums/Perinatalzentrum Salzburg beruht auf der konsequenten interdisziplinären Nutzung medizinischer Kompetenz. Ein Perinatalzentrum (perinatal = „um die Geburt herum“) vereinigt alle an der Geburt beteiligten Fachdisziplinen – von der Geburtshilfe über die Anästhesie bis zur Neonatologie (Neugeborenen-Heilkunde) – unter einem Dach. Damit wird größte Sicherheit vor allem auch bei schwierigen Geburten gewährleistet.

Das neue Konzept entspricht mit der Erweiterung der Nutzfläche auf 3.025 m2 allen modernen medizinischen Standards. Der ganzheitliche Ansatz des Konzeptes ermöglicht alles, was ein Baby bis zu seiner Entlassung in die häusliche Pflege benötigt. Die detaillierte Raum- und Funktionsplanung ermöglicht auch die Integration der Ambulanzen in das Eltern-Baby-Zentrum / Perinatalzentrum Salzburg:

  • Geburtshilfliche Ambulanz (7.000 Frequenz/Jahr) 
  • Pränatalambulanz (3.000 Frequenz/Jahr)
  • Neonatologische-Ambulanz bzw. Nachsorge- und Stillberatung (450 Frequenz/Jahr)

Investitionskosten

Die Errichtungskosten des Eltern-Baby-Zentrum/Perinatalzentrum Salzburg und die Sanierung des Kreissaalbereiches belaufen sich auf 19,9 Mio. Euro. Rund 3,1 Mio. Euro wurden für die umfangreiche Sanierung der 6 Kreissäle investiert, die bereits im Herbst 2007 eröffnet wurden. „Mit diesen Investitionen ist im Eltern-Baby-Zentrum/Perinatalzentrum Salzburg der SALK eine zukunftsorientierte Vorraussetzung für die umfassende Versorgung von Schwangerschaft, Geburt und Neugeborenenzeit für Babys, Mütter und Väter in Salzburg für lange Zeit gewährleistet“, erklärt SALK Geschäftsführer Burkhard van der Vorst.

Übersicht der Funktionseinheiten und Geschosse

 

 

Frauenheilkunde & Geburtshilfe

 Neonatologie

 Geschoss

G4 Gebäude

 Eltern-Baby-Zentrum Neubau

 

 

 

3. OG

 Interdisziplinäre Stationen - Elternrefugium

 Neonat. Primariat, Arbeitsräume

 

 

 Dienstzimmer, Bibliothek

2. OG

 Wochenbettstation AK

 Neonatologischer Intensivbereich

 

 24-Stunden Aufnahme Kreissaal

 

 

 6 Kreissäle (statt zuvor 5 + Notbett)

 

1. OG

 Chirurgische Station SK und AK

 Pränatalstation & Wochenbettstation SK

 

 OP

 

EG

 Station Spez. Gyn, Med. 3,

 Elternbereich, Cafeteria

 

 Gyn. Ambulanzen, Primariat Gyn

 Besucherraum

 

 

 geburtshilfliche Ambulanzen

 

 

 Pränatalambulanz
 Neonatologie-Ambulanz, Still-Ambulanz ,
 Psychologische Beratung

UG

 Ambulanzen Spez. Gyn,

 Fortbildungsraum, Gruppenraum

 

 Garderoben, IVF Ambulanz

 neonat. Depots, Garderoben

 

Als Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:

LR Erika Scharer Landesrätin für Gesundheit und Soziales, Salzburg
Burkhard van der Vorst SALK Geschäftsführer
Prim. Dr. Josef Rücker Leiter, Sonderauftrag Neonatologie an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde
Prim. Univ.-Prof. Dr. Alfons Staudach  Vorstand, Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Zusammenfassung Zahlen & Fakten:

Fakten Zahlen

Investitionskosten Eltern-Baby-Zentrum (EBZ) / Perinatalzentrum Salzburg

19,9 Mio. Euro

Sanierung von 6 Kreissälen inkl. Provisorium für die Bauzeit

3,1 Mio. Euro

Fertigstellung Kreissäle

Seit Herbst 2007

Fertigstellung EBZ

Mitte 2010

Nutzungsfläche EBZ m2

3.025 m2

Bettenanzahl Frauenklinik gesamt 2009

116

Bettenanzahl Neonatologie gesamt 2009 (20 Intensiveinheiten und 8 Neo Care)

28

Geburten durchschnittlich jährlich

2.150

Rückfragen an:
Mag. Mick Weinberger
Leitering PR und Klinikmarketing, Pressesprecherin
Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH
Tel: +43 (0)5 7255-20012
Mobil: +43 (0)699 1707 1007
presse@salk.at, m.weinberger@salk.at

Bilder

Neonatologie Oberärztin Dr. Erna Hattinger Mutter mit Zwillings-Frühchen in der Neonatologie am Universitätsklinikum Salzburg (Bildrechte: SALK/Stukhard) v.l.n.r. Gyn-Primar Univ.-Prof. Dr. Alfons Staudach, Neonatologie Oberärztin Dr. Erna Hattinger, Neonatologie Primar Dr. Josef Rücker, Architekt Wolgang Schwarzenbacher und SALK Projektleiter Architekt Wolfgang Gusmag Landesrätin Erika Scharer Landesrätin Erika Scharer Luftbild Eltern-Baby-Zentrum (Bildrechte Luftbild: www.luftbildservice.at) v.l.n.r.: Architekt Wolgang Schwarzenbacher, Gyn-Primar Univ.-Prof. Dr. Alfons Staudach, Neonatologie Oberärztin Dr. Erna Hattinger, SALK Geschäftsführer Burkhard van der Vorst, Landesrätin Erika Scharer und Neonatologie Primar Dr. Josef Rücker Primar Dr. Josef Rücker Primar Univ.-Prof. Dr. Alfons Staudach SALK Geschäftsführer Burkhard van der Vorst

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