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Kieferfehlstellung


Kieferchirurgischer Fahrplan für Patienten mit Kieferfehlstellungen

Orthognathe Chirurgie

Operationen von Kieferfehlstellungen ( Dysgnathiechirurgie ) sind ein Schwerpunkt unserer Abteilung.

Bei den meisten Dysgnathien liegt der Unterkiefer im Vergleich zum Oberkiefer zu weit vorne bzw. zu weit hinten. Eventuell sitzen auch die Kiefer asymmetrisch im Gesicht.
Diese Situationen führen in der Regel zu Zahnfehlstellungen und haben auch Auswirkungen auf das Wachstum von Ober- und Unterkiefer.
Deshalb müssen meist beide Kiefer behandelt werden.
Bei der Korrektur einer Dysgnathie geht es primär nicht darum, einen Patienten zu verschönern, sondern die Funktion von Zähnen und Kiefer zu normalisieren.

Die Behandlung der Zahn- und Kieferfehlstellungen setzt eine intensive Zusammenarbeit zwischen Kieferorthopäden, Zahnarzt und Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen voraus. Nach Erstellung eines gemeinsamen Behandlungsplans erfolgt vom Kieferorthopäden die Ausformung der Zahnbögen mittels einer festsitzenden Apparatur. Fallweise ist vorher eine chirurgisch unterstützte Erweiterung des Oberkiefers notwendig, um Breitendiskrepanzen zwischen Ober- und Unterkiefer zu beseitigen.

Erst nach der Bogenausformung werden Ober- und Unterkiefer (bimaxillär) operativ korrigiert. Jede Operation wird anhand von Röntgenbildern und Gipsmodellen im Detail geplant und in einem Planungsgerät (3-D-OSS) simuliert (Modelloperation).
Der Eingriff selbst erfolgt in Vollnarkose und dauert drei bis vier Stunden.
Anschließend bleibt der Patient noch drei bis vier Tage im Spital und ist während der kommenden vier Wochen arbeitsunfähig.
Dank stabiler Verschraubungen (Osteosynthese) können die Patienten den Mund postoperativ öffnen und am Anfang flüssige, nach zwei Tagen weiche Nahrungsmittel zu sich nehmen („italienische Diät“).
Nach der Operation kümmert sich der Kieferorthopäde um die Feineinstellung des Bisses. Nur im Ausnahmefall kann es nach frühestens sechs Monaten notwendig sein das verwendete Osteosynthesematerial zu entfernen und gegebenenfalls kleine Korrekturen am Kiefer (z.B.Kinn) durchzuführen.

Gerne beraten wir Sie in unserer Spezialambulanz über die Möglichkeiten und Grenzen dieser weltweit etablierten Behandlungsmethode.

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