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Gehörlose österreichische Studentin bekommt europaweite Auszeichnung
Gehörlose österreichische Studentin bekommt europaweite Auszeichnung

Gehörlose österreichische Studentin bekommt europaweite Auszeichnung

Psychologiestudentin führt mit Ohrimplantaten ein fast „normales“ Leben und engagiert sich für StudentInnen mit Behinderung.
Gestern wurde Magdalena Öttl im Salzburger Hotel Sacher das mit 6.000 Euro dotierte Graeme Clark Cochlear Stipendium verliehen.

Die 22-Jährige Oberösterreicherin, die in Salzburg studierte und gerade ihre Diplomarbeit schreibt, konnte sich erfolgreich gegen zahlreiche MitbewerberInnen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland durchsetzen. Mit großem, beidseitigem Hörverlust geboren, bekam sie im Alter von sieben Jahren in der Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten am Landeskrankenhaus  Salzburg ihr erstes Ohrimplantat eingesetzt. Durch den implantierten Sprachprozessor eröffnete sich der jungen Frau die Geräusch-, Klang- und Stimmevielfalt eines hörenden Menschen, so dass sie – trotz Behinderung – eine reguläre Schule besuchen und im Anschluss ihr Studium aufnehmen konnte.

Prim. Univ.-Prof. Dr. Gerd Rasp, Vorstand der Universitätsklinik für HNO in Salzburg, betreut die Patientin: „Im Oktober vor einem Jahr bekam Frau Öttl ihr zweites Cochlear-Implantat  eingesetzt und wir sind alle sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Das Hörerleben veränderte und verbesserte sich für sie dadurch noch mal um einiges“, sagt der Experte. Die Salzburger Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohren-Krankheiten ist seit rund zwei Jahrzehnten federführend bei der Behandlung von Kindern und Erwachsenen mit angeborenen, prälingualen Hörschädigungen. Sie ist eines der größten Zentren für Cochlear-Implantate (CI) im mitteleuropäischen Raum – größer als München – und rangiert in Österreich auf Platz zwei. „Unser interdisziplinäres Team ist klinisch und wissenschaftlich überregional kompetent“, betont Univ.-Prof. Dr. Gerd Rasp und verweist auf mehr als 500 zufriedene PatientInnen in den vergangenen 20 Jahren. Ein Ohrimplantat bedeutet einen großen Fortschritt für die Lebensqualität der Betroffenen: Sie können ihre eigene Stimme besser wahrnehmen und dadurch besser sprechen lernen und fühlen sich von und in der Gesellschaft nicht mehr ausgegrenzt. Neben den psychosozialen Vorteilen sind Cochlear Implantationen zudem eine der ökonomisch wie medizinisch effektivsten ärztlichen Therapiemaßnahmen wie eine amerikanische Studie aus Boston 2001 feststellte.

Auch Stipendiums-Gewinnerin und Patientin Magdalena Öttl ist überglücklich mit ihren „künstlichen Ohren“: „CI-Geräte sind Wunderwerke der Technik. Im Gegensatz zu Hörgeräten, die akustische Signale nur verstärken, können diese Mini-Computer die Funktion des Innenohres ersetzen und somit auch völlig tauben Menschen das Hören ermöglichen.“ Die junge Oberösterreicherin schreibt derzeit ihre Diplomarbeit im Studienfach Psychologie und hält nebenbei Fachvorträge über das Leben mit ihrer Hörschädigung und den Implantaten. Über die Verleihung des hoch dotierten Graeme Clark Cochlear Stipendiums freut sie sich riesig: „Ich nehme diese Auszeichnung stellvertretend für all diejenigen in Empfang, die engagiert den Weg in das Hören und Zuhören gehen.“ Unter den 30 geladenen Gästen bei der Verleihung wird auch der ehemalige Primar der Universitätsklinik für HNO, Univ.-Prof. Dr. Klaus Albegger sein: „Es war ein schönes Erlebnis, als Magdalena Öttl als Siebenjährige ihr erstes Implantat gesetzt bekam, denn plötzlich verstand sie Gesprochenes vollständig über das Ohr, ohne dass sie jemanden dabei anschauen und auf das Mundbild achten musste. Das war natürlich auch für uns Mediziner ein toller Erfolg.“ Prof. Dr. Albegger war in den 1980-er Jahren ein Pionier auf dem Gebiet von CI und schuf in der Salzburger HNO-Klinik die Basis für die heute qualitativ exzellente Versorgung der PatientInnen mit hochgradigen Hörstörungen.

Über das Graeme Clark Stipendium
Das Graeme Clark Stipendium wird ausschließlich an studierende Nucleus® CI-Träger verliehen. Die „Graeme Clark Scholarship Foundation“ verleiht das Stipendium als Beihilfe zu den Studienkosten. Die Stiftung wurde 2002 zu Ehren von Professor Graeme Clark gegründet. Damit soll sein lebenslanger Einsatz bei der Suche nach Lösungen für Hörgeschädigte sowie seine Pionierarbeit auf dem Gebiet der Entwicklung von Cochlear-Implantaten gewürdigt werden. Vor 25 Jahren hatte Professor Clark das weltweit erste mehrkanalige Cochlear-Implantat erfunden.
Das von Cochlear™ verliehene Stipendium in Höhe von EUR 6.000 ist als finanzielle Unterstützung des Studiums an einer anerkannten Universität gedacht. Voraussetzung für die Verleihung sind wissenschaftliche Leistungen und ein nachgewiesenes Engagement für die von Cochlear vertretenen Ideale von Führung und Humanität. Der Bewerbungsschluss für das Jahr 2009 ist der 15. September 2009. Die Bewerbungsunterlagen können Sie gerne unter info@cochlear.de anfordern.


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Stipendiums-Gewinnerin und Patientin Magdalena Öttl ist überglücklich mit ihren „künstlichen Ohren“: „CI-Geräte sind Wunderwerke der Technik. Im Gegensatz zu Hörgeräten, die akustische Signale nur verstärken, können diese Mini-Computer die Funktion des Innenohres ersetzen und somit auch völlig tauben Menschen das Hören ermöglichen.“

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Ehem. HNO Primar Univ.-Prof. Dr. Klaus Albegger, Magdalena Öttl, aktueller HNO Primar in den Salzburger Universitätskliniken Univ.-Prof. Dr. Gerd Rasp und Cochlear GmbH Geschäftsführer Thomas Topp.

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Mag. Nicole Solarz künftige SPÖ Landtagsabgeordnete für Jugend, Magdalena Öttl und der Salzburger Uni-Vizerektor Prof. Dr. Rudolf Mosler

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Ehem. HNO Primar Univ.-Prof. Dr. Klaus Albegger, Magdalena Öttl und aktueller HNO Primar in den Salzburger Universitätskliniken Univ.-Prof. Dr. Gerd Rasp

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Cochlear GmbH Team Österreich und Deutschland mit Geschäftsführer Thomas Topp und Stipendiums-Gewinnerin Magdalena Öttl.

 

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Leiterin PR und Klinikmarketing, SALK Pressesprecherin
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Magdalena Öttl Magdalena Öttl Magdalena Öttl Ehem. HNO Primar Univ.-Prof. Dr. Klaus Albegger, Magdalena Öttl, aktueller HNO Primar in den Salzburger Universitätskliniken Univ.-Prof. Dr. Gerd Rasp und Cochlear GmbH Geschäftsführer Thomas Topp Mag. Nicole Solarz künftige SPÖ Landtagsabgeordnete für Jugend, Magdalena Öttl und der Salzburger Uni-Vizerektor Prof. Dr. Rudolf Mosler Ehem. HNO Primar Univ.-Prof. Dr. Klaus Albegger, Magdalena Öttl und aktueller HNO Primar in den Salzburger Universitätskliniken Univ.-Prof. Dr. Gerd Rasp Cochlear GmbH Team Österreich und Deutschland mit Geschäftsführer Thomas Topp und Stipendiums-Gewinnerin Magdalena Öttl Stipendium

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