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Therapiekonzept

In unserem integrativen Konzept Stationärer Psychotherapie wird die Station zur Bühne, die unseren Patienten/ -innen die Möglichkeit eröffnet ihre zentralen Beziehungskonflikte zu inszenieren. Dabei werden konflikthafte Innenwelten nicht nur über therapeutische Gespräche zugänglich, sondern auch über das Handeln szenisch sichtbar. Bedürfnisse und Wünsche entfalten sich in den Interaktionen und werden veränderbar. Alte Verhaltensmuster werden verlassen, neue Antworten formuliert und auch erprobt.

Alle am therapeutischen Prozess unserer Patienten/ -innen beteiligten Teammitglieder tragen ihre Beobachtungen, Erfahrungen, Gefühle und Gegenübertragungsreaktionen zusammen. Sie stellen gemeinsame diagnostische Überlegungen an und koordinieren danach ihr therapeutisches Vorgehen. Rollen und Aufgaben innerhalb des behandelnden Teams werden differenziert und klar zugeteilt. Zusammenführung, Interpretation und Bearbeitung der entfalteten Szenen fallen somit dem gesamten Team zu und sind nicht allein an die Einzel- und Gruppentherapie gebunden.

Durch die teamorientierte Zusammenarbeit wird das zusammengefügt was PatientInnen trennen oder abspalten, das Team übernimmt hier eine wichtige Hilfs-Ich-Funktion. Die Qualität von Kooperation und Information innerhalb des Teams, und die klare Regelung von Verantwortlichkeiten, bestimmen so die Qualität unserer therapeutischen Arbeit. Weitere wichtige Rahmenbedingungen sind die klaren Grenzen der Therapieräume, sowie das Bezugstherapeuten /innen und das Bezugspflegesystem.

Wichtig ist ein gesamttherapeutisches Klima, welches auch die Organisation der Station in ihren Strukturen und Abläufen mit einbezieht und alle, sowohl Team als auch Patienten/ -innen, als gestaltende Elemente ansieht.

Dem Gesamtkonzept zugrunde liegt ein bio-psycho-soziales Verständnis aller menschlichen Entwicklungsvorgänge. Dementsprechend werden psychotherapeutische, psychosoziale und psychopharmakologische Behandlungsmaßnahmen als gleichwertige individuell zu wertende Therapiestrategien verstanden.

Die störungsspezifische Behandlung erfolgt in 2 Behandlungsteams mit folgenden Schwerpunkten:

Team I

  • Depressionen (F3)
  • Angst- und Panikstörungen (F40 und F41)
  • Burn-out (Z73.0)
  • Reaktionen auf schwere Belastungen (F43.2)
  • Störungen der Persönlichkeitsentwicklung bei Adoleszenten (Autonomie, Ablösung, Identität)
  • Zwangsstörungen (F42)

    „Behandlung im Team I“

Team II

  • Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung – DESNOS (F62.0)
  • Emotional-instabile Persönlichkeitsstörung (F60.3)
  • Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung (F60.6)
  • Histrionische Persönlichkeitsstörung (F60.4)
  • Abhängige Persönlichkeitsstörung (F60.7)
  • Narzisstische Persönlichkeitsstörung (F60.8)
  • Kombinierte Persönlichkeitsstörung (F61)
  • Dissoziative Störungen (F44)

    „Behandlung im Team II“
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