Was muss nach einer Angiografie beachtet werden?
Welche Möglichkeiten gibt es bei der Diagnose Gefäßverengung und/oder Verschluss?
Eine Angiografie arterieller Gefäße kann nicht ambulant durchgeführt werden. Der Patient muß nach der Untersuchung eine 24-stündige Bettruhe einhalten, d.h. er muß stationär aufgenommen werden.
Sämtliche Vorbereitungsmaßnahmen sind von Seiten der zuweisenden Station zu übernehmen; vor allem ist darauf zu achten, daß der Patient 24 Stunden vor der Untersuchung vom betreuenden Arzt über den Eingriff informiert und das Aufklärungsblatt und somit die Einverständniserklärung vom Patienten unterzeichnet wurde, der Patient nüchtern zur Untersuchung erscheint, um eine Überlagerung der Blutgefäße von Darmstrukturen zu verhindern und um das Risiko einer eventuellen Kontrastmittelunverträglichkeitsreaktion so gering als möglich zu halten, der aktuelle Gerinnungsstatus erhoben, sowie das Kreatinin (Nierenwert) und das TSH (Schilddrüsenwert) kontrolliert wurden Medikamente, die Einfluß auf die Gerinnung haben (wie z.B. Thrombo-Ass), mindestens 4 Tage vor der Untersuchung abgesetzt wurden, ein gut funktionierender Venflon (venöser Zugang) gelegt wurde, beide Leisten ausrasiert wurden, ein Sandsack mitgegeben wird.
Nach der Untersuchung untersteht der Patient einer 24-stündigen absoluten Bettruhe. Während dieser Zeit muß immer wieder der Druckverband in der Leiste kontrolliert werden. In den ersten 4 Stunden nach der Untersuchung ist darauf zu achten, daß der Sandsack auf dem Verband liegen bleibt, um die Punktionsstelle zusätzlich zu komprimieren. Zusätzlich muß der Patient in dieser Zeit möglichst flach liegen und jegliche Anspannung im Bauchbereich vermeiden, da es sonst zu Nachblutungen und schmerzhaften Blutergüssen kommen kann. Nach etwa 4 Stunden kann das Bett (nicht vom Patienten!) etwas aufgerichtet werden, um Essen und Trinken zu erleichtern.
Der Patient sollte dazu angehalten werden, möglichst viel zu trinken, um die Ausscheidung des Röntgenkontrastmittels über die Nieren zu beschleunigen.
Nachdem die Diagnose durch den Radiologen gesichert wurde, gibt es verschiedene Möglichkeiten, ein Gefäß zu „reparieren“, also die normale Gefäßweite möglichst langfristig ohne Operation wiederherzustellen.
Diese Reparaturen fallen unter den Begriff Interventionelle Angiografie.
PTA (Perkutane transluminale Angioplastie):
PTA nennt man die Technik der Aufweitung von Gefäßverengung (Gefäßdilatation) mittels eines Spezialkatheters, an dessen Ende ein nicht aufgefüllter Ballon fixiert ist.
Nach Vorschieben des Katheters in den verengten Bereich des Gefäßes wird der Ballon mit physiologischer Kochsalzlösung aufgefüllt, wodurch sämtliches verengendes Material im Gefäß (Kalk, Softplaques) an dessen Wand gedrückt und sein Lumen vergrößert wird. Anschließend wird der Ballon abgsaugt und aus dem Gefäß entfernt. Eine angiografische Kontrolle zeigt sofort das PTA-Ergebnis. Bei nicht befriedigendem Resultat kann eine weitere Dehnung oder aber das Einbringen eines Stents überlegt werden
Stent
Hierbei handelt es sich um eine Gefäßprothese, ein maschendrahtähnliches Metallgeflecht, welches mithilfe eines Katheters bis zur Gefäßverengung vorgeschoben wird.
Dort wird der Stent (mit einem Ballon) gegen die Gefäßwand gedrückt, sodaß das Innenlumen wiederhergestellt ist und durch die Stütze des Stents längerfristig durchgängig bleibt.








