zurück
Internationaler Weltallergietag, Freitag 8. Juli
Internationaler Weltallergietag, Freitag 8. Juli

Internationaler Weltallergietag, Freitag 8. Juli

Allergien – „Gefahr“ auf leisen Sohlen
Internationaler Weltallergietag am Freitag, 8.Juli 2005, macht auf Gefahren, Diagnostik und Therapiemöglichkeiten bei allergischen Erkrankungen aufmerksam.

In der Sommerzeit herrscht Hochzeit für Allergien – eine Krankheit, die das Immunsystem klammheimlich auf den Irrpfad leitet und zum Teil epidemieartige Zustände auslöst. „Derzeit erkrankt etwa jeder vierte Jugendliche an einer Allergie. Viele Symptome werden im Vorfeld oftmals nicht richtig erkannt. Der Grundstein für eine „Allergikerkarriere“ wird so schon früh gelegt.“ erklärt Oberarzt Dr. Isidor Huttegger, Kinder- Allergie- und Lungenambulanz der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde in den Salzburger Landeskliniken.

Grund zur Sorge?
Seit Mitte der 60er Jahre ist ein deutlicher und kontinuierlicher Anstieg der allergischen Erkrankungen zu erkennen. Aktuelle Daten sprechen hierbei eine unmissverständliche Sprache: allergische Krankheiten wie Neurodermitis, Asthma und Heuschnupfen haben sich seit dieser Zeit verdoppelt bis verdreifacht.
Groß angelegte Untersuchungen in den 90er Jahren ergaben, dass ein ungleichmäßiges Verhältnis zwischen den so genannten Entwicklungsländern und den Industriestaaten vorherrscht. Die Erkrankungsrate in Australien und England liegt beispielsweise bei jeweils 40% während in Osteuropa, China oder Teilen Afrikas nur ein kleiner Teil der Bevölkerung betroffen ist. Es gibt ein deutliches West-Ost bzw. Wohlstands-Gefälle in der Allergie-Prävalenz, für die es in der Forschung bislang (noch) keine plausible Erklärung gibt.

Allergien – eine Frage der Gene?
Bei den Ursachen werden immer wieder unterschiedliche Hypothesen gehandelt. Lebensumstände und Wohlstandsgröße sind offenkundig begünstigende Faktoren ebenso wie genetische Veranlagung, Umweltverschmutzung sowie Veränderungen des häuslichen Millieus. Auch Passivrauchen, vor allem durch die Mütter, fördert die allergische Entwicklung. Grund genug also, die Augen vor den Tatsachen nicht zu verschließen sondern entsprechende Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung zu ergreifen. Dr. Huttegger weiß: „Das Erkennen und Interpretieren der Symptomatik durch den allergologisch ausgebildete Arzt ist eine unabdingbare Voraussetzung“.

Lebensqualität erhöhen
Allergische Erkrankungen verlaufen in der Regel chronisch. Das heißt für viele ´einmal krank, immer krank´. So hat der Heuschnupfen nicht selten ein allergisches Asthma zur Folge, weil sich die Allergie von der Nasenschleimhaut auf die Bronchialschleimhaut ausweitet. „An dieser Stelle beginnt der Etagenwechsel der Allergie“, so Huttegger weiter. Der Weltallergietag setzt deshalb besonders auf Prävention. Die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde bietet mit ihrem Kompetenzspektrum Unterstützung für alle Betroffenen sowie Hilfestellung für alle Fachkräfte an. „Eine gute Diagnostik kann das Leben verändern denn ist erst einmal erkannt, woran es fehlt, können auch entsprechende Behandlungsstrategien erstellt werden“ erklärt Dr. Huttegger. Eine frühzeitige Therapie wie zum Beispiel Hyposensibilisierung bewirkt in den meisten Fällen eine spürbare Linderung bei den Betroffenen und kann für manche auch eine Vermeidung der Allergikerkarriere bedeuten. So kann die Lebensqualität gesteigert, z.B. der Nachtschlaf verbessert und Lernschwierigkeiten gemindert werden.

Prävention und Aufklärung im Kampf gegen Allergien
Die Klinische Diagnose durch den erfahrenen Arzt mitsamt einer langfristig wirksamen Therapie ist ein Muß. Das Kompetenzzentrum der Salzburger Landeskliniken konzentriert sich daher nicht nur allein auf die Behandlungsmethoden sondern stützt sich zudem besonders auf Präventionsmaßnahmen. Denn auch hier gilt die alte Weisheit ´Vorsorge ist besser als Heilen´. Die Ärzte des Hauses sind seit langem schon sensibilisiert und haben sich durch Weiterbildungsmaßnahmen gerüstet. „Wir sind mit dem Thema intensiv befasst und haben allein in den letzten drei Jahren rund 200 allergologisch interessierte Ärzte mit entsprechenden Weiterbildungsmaßnahmen ausgebildet.“ so Huttegger. Die Unterstützung der umliegenden Arztpraxen ist für Oberarzt Dr. Huttegger selbstverständlich, denn im Kampf gegen die „Allergie-Epidemie“ ist Aufklärung das A und O. Damit die Botschaft umgesetzt werden kann, müssen vorbeugende Maßnahmen zur Allergieprävention für Risiko-Kinder bereits ab der Geburt zum Einsatz kommen. Nur so kann Allergieprävention greifen denn „jedes Kind hat es verdient, mit seiner Allergie ernst genommen zu werden“, so Oberarzt Huttegger abschließend.

Für weitere Fragen steht zur Verfügung:
Mag. Mick Weinberger
Leiterin Public Relations und Klinikmarketing, Pressesprecherin
Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH
Tel: +43 (0) 662 4482-1007
Mobil: +43 (0) 699 1707 1007
Fax: +43 (0) 662 4482-1009
presse@salk.at, m.weinberger@salk.at

Bilder

Huttegger

Download

Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH | Müllner Hauptstraße 48 | A-5020 Salzburg
Telefon: +43 (0)5 7255-0 | Fax: +43 (0)5 7255-20199 | E-Mail: office@salk.at | © 2013-2016
Letzte Änderung: 27.09.2016 Impressum Datenschutz AGB
x schließen