zurück
Verstopfung und Einnässen im Kindesalter
Verstopfung und Einnässen im Kindesalter

Verstopfung und Einnässen im Kindesalter

Universitätsklinik für Kinderchirurgie der PMU: Verstopfungen, Harnwegsentzündungen und Einnässen im Kindesalter
Was tun, wenn lange Sitzungen auf dem stillen Örtchen für Kinder zum Problem werden?

Verstopfung (Obstipation) im Kindesalter zählt neben dem Einnässen zu den häufigsten funktionellen Entleerungsproblemen, die nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollten. Was aber ist zu tun, wenn das Kind an einer entzündlichen Erkrankungen des Harntraktes, ungewolltem Harnverlust oder Defäkationsstörungen (schwierige Stuhlentleerung) leidet?

„Zunächst muss eine eingehende Untersuchung klären, welche Störung im Einzelfall vorliegt. Erst dann können eine weiterführende Behandlung und begleitende notwendige Hilfsmaßnahmen in die Wege geleitet werden, die in der Regel kurz – oder mittelfristig zum Erfolg führen.“, so OÄ Dr. Christa Schimke, Universitätsklinik für Kinderchirurgie der PMU an den Salzburger Landeskliniken.
In den Spezialambulanzen der Universitätsklinik für Kinderchirurgie der Salzburger Landeskliniken werden die Patienten in kindgerechter Umgebung von speziell geschultem Fachpersonal einfühlsam betreut. Darüber hinaus bietet die Klinik entsprechende Schulungen über Hilfsmaßnahmen für die Kinder und ihre Eltern an, so dass die Behandlung auch zu Hause fortgesetzt werden kann.

Einmal Bettnässer immer Bettnässer?
Einnässen im Kleinkindalter ist völlig normal, denn die ´Blasenkontrolle´ will erst einmal erlernt werden. Was aber, wenn das Kind aus der Bettnässer-Phase nicht „heraus wächst“? Auch in diesem Fall ist eine eingehende aber nicht invasive Untersuchung unerlässlich.
Bei Infektionen des Harntraktes , die zu den häufigsten urologischen Problemen im Kindesalter zählen, ist rasches Handeln wichtig. Besonders bei Säuglingen kann sich manch eine harmlose Blasenentzündung nur allzu schnell zu einer ernsthaften Erkrankung wie beispielsweise einer Nierenbeckenentzündung entwickeln“, erklärt OÄ Dr. Christa Schimke, Universitätsklinik für Kinderchirurgie der PMU. Nach eingehender Ursachenklärung und Ausschluss organischer Erkrankungen werden Untersuchungsergebnisse sowie ein individuelles Behandlungskonzept mit den Eltern besprochen und eine kompetente sowie Erfolg versprechende Therapie in die Wege gleitet.

Wenn die Blase drückt
Etwa 30% der vor- bzw. schulpflichtigen Kinder leidet unter ungewolltem Harnabgang am Tag und/ oder in der Nacht. „In nahezu 90% der Fälle liegt allerdings eine Unreife der regulativen Systeme oder eine funktionelle Entleerungsstörung zugrunde, die keinen Krankheitswert besitzt“, betont Dr. Schimke. Eine Harnuntersuchung und ein Gespräch mit dem Arzt über Entleerungs- und Trinkgewohnheiten unter Zugabe von Medikamenten ist in den meisten Fällen bereits ausreichend, um das Problem zu beseitigen. Eine invasive Untersuchung mittels Katheder oder Blutabnahme ist in diesem Fall nicht nötig.

Hilfe bei endlosen Sitzungen auf dem stillen Örtchen
Leidet ein Kind an Verstopfung (Obstipation), sollte der Arzt konsultiert werden, denn schnelle Hilfe ist angesagt. „Ein sicheres Zeichen von Verstopfung ist die unvollständige bzw. nur teilweise Entleerung des Stuhls“, sagt Dr. Christian Heil, Oberarzt an der Universitätsklinik für Kinderchirurgie der PMU.

Zahlreiche Symptome die auf Verstopfung hinweisen sind:

  • Übelkeit
  • Bauchschmerzen
  • Erbrechen
  • Blähungen
  • Gedeihstörungen
  • Blut im Stuhl

Ebenso vielfältig wie die Symptome sind auch die Gründe für die Entwicklung einer Verstopfung bei Kindern:

  • Irritation beim Sauber werden
  • Änderungen in der Umgebung
  • Analfissuren
  • Falsche Ernährung
  • Nebenwirkung von Medikamenten
  • Operation im Analbereich

In der Spezialambulanz der Universitätsklinik für Kinderchirurgie der PMU in den Salzburger Landeskliniken werden derzeit rund 70 Kinder mit Defäkationsstörungen betreut. Die Behandlung erfordert viel Disziplin, denn der Heilungsweg ist meist deutlich länger als der Weg in die Obstipation. In einem umfassenden, individuell erstellten Behandlungsplan ist daher unter anderem eine Ernährungsberatung sowie eine medikamentöse Therapie integriert.
Die meisten Patienten werden ambulant betreut, denn nur in den seltensten Fällen muss ein Kind stationär aufgenommen werden. Für berufstätige Eltern bietet die Universitätsklinik daher eine Spezialambulanz an jedem Dienstag Nachmittag an.

Für weitere Fragen steht zur Verfügung:
Mag. Mick Weinberger
Leiterin Public Relations und Klinikmarketing, Pressesprecherin
Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH
Tel: +43 (0) 662 4482-1007
Mobil: +43 (0) 699 1707 1007
Fax: +43 (0) 662 4482-1009
presse@salk.at, m.weinberger@salk.at

Download

Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH | Müllner Hauptstraße 48 | A-5020 Salzburg
Telefon: +43 (0)5 7255-0 | Fax: +43 (0)5 7255-20199 | E-Mail: office@salk.at | © 2013-2016
Letzte Änderung: 21.09.2016 Impressum Datenschutz AGB
x schließen