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"Grauer Star" verliert an Schrecken
"Grauer Star" verliert an Schrecken

"Grauer Star" verliert an Schrecken

Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der PMU
„Grauer Star“ verliert an Schrecken

Salzburg. Der Graue Star (Katarakt) ist die weltweit häufigste Augenerkrankung und beeinträchtigt gerade ältere Menschen in ihrer Lebensqualität – ein Großteil der über 65-jährigen ist bereits betroffen. Der Graue Star bezeichnet eine Trübung der Augenlinse, die einer über das Auge fließenden Schicht ähnlich ist. Diese Trübung lässt die Farben zu „grau“ verschwimmen und der Blick, der Patienten bei vollständiger Erblindung, ist „star“ - deshalb der Name Grauer Star. Durch die Eintrübung der Linse des Auges kommt es dabei neben einer Abnahme der Sehschärfe auch zu verstärktem Blendungsempfinden sowie zu einer Abnahme der Kontrastsehschärfe. Eine Verbesserung der Sehschärfe kann lediglich durch eine Operation erfolgen, da keinerlei medikamentöse Therapie die entstandene Trübung wieder rückbilden kann. Das Sehvermögen nach der Operation hängt maßgeblich von der Wahl der richtigen Intraokularlinse ab. Denn wirklich gutes Sehvermögen (in der Fachsprache „funktionelles Sehen“) kann nur erzielt werden, wenn man zugleich scharf und kontrastreich sieht. Herkömmliche Kunstlinsen stellen zwar die Sehschärfe wieder her, nicht aber das Kontrastsehen bei allen Lichtverhältnissen. Verbessertes Kontrastsehen mit asphärischer Intraokularlinse, z. B. die patentierte TECNISP®P-Linse mit asphärischer Optik, wurde auf Basis der Wellenfront-Analyse der menschlichen Hornhaut entwickelt.

Damit hilft die TECNISP®P-Linse nicht nur, den Grauen Star zu behandeln. Sie verbessert darüber hinaus auch das Kontrastsehen um bis zu 30%. Die bisher verwendeten Intraokularlinsen sind so geschliffen, dass sie nur auf eine Distanz (entweder nur die Ferne, oder in manchen Fällen nur die Nähe) „scharfstellen“ können, und somit wieder eine Brille nach der Grauen Star Operation notwendig wird. Multifokallinsen, das sind spezielle Intraokularlinsen, durch den speziellen Schliff erlauben diese Linsen eine gute Fern- und Nahsicht und damit auch den weitestgehenden Verzicht auf eine Lesebrille. In der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der PMU werden jährlich etwa 2000 Operationen des Grauen Stars durchführt. Große Aufmerksamkeit widmet man an der Salzburger Augen-klinik den präoperativen Untersuchungen mit modernsten Messverfahren und ausführlichen Beratungsgesprächen. Das Team der Universitätsaugenklinik und der Linsen-Forschungsgruppe hat sich damit einen Spitzenplatz unter den universitären Einrichtungen Österreichs erarbeitet und steht mit Forschungszentren in Frankreich, Deutschland und den USA im Austausch.

Ursachen und Behandlung
Als Grauen Star (oder auch Katarakt) bezeichnet man die Eintrübung der normalerweise glasklaren, natürlichen Linse im Auge. Diese Symptome betreffen bereits einen Großteil der über 65-jährigen. Neben dem Alter können auch Verletzungen, Entzündungen, sowie Medikamente eine Linsentrübung verursachen. Diese Trübung ist anfangs nur schwach, wird aber im Verlauf zunehmend stärker und kann bei Nichtbehandlung sogar zur Erblindung führen. Am besten vergleicht man diese Eintrübung mit einem Blick durch einen immer dichter werdenden Nebel. Die häufigste Form des Grauen Stars ist der Altersstar (andere Ursachen sind z.B. Diabetes oder Augenverletzungen). Da diese Trübung der körpereigenen Linse nicht mehr rückgängig zu machen ist, wird bei der einzig möglichen Behandlung, der Grauen Star Operation, die trübe Linse durch eine klare, künstliche Linse (Intraokularlinse) ersetzt. Das Sehvermögen nach der Operation hängt maßgeblich von der Wahl der richtigen Intraokularlinse ab. Denn wirklich gutes Sehvermögen (in der Fachsprache „funktionelles Sehen“) kann nur erzielt werden, wenn man zugleich scharf und kontrastreich sieht.
Herkömmliche Kunstlinsen stellen zwar die Sehschärfe wieder her, nicht aber das Kontrastsehen bei allen Lichtverhältnissen. Manche Patienten haben jedoch trotz der neuen Linse teilweise erhebliche Probleme mit dem Sehen bei schlechtem Licht, z.B. in der Dämmerung.

Verbessertes Kontrastsehen mit asphärischer Intraokularlinse (TECNISP®P)
Mit zunehmenden Alter reduziert die sog. "sphärische Aberration" (ein Brechungsfehler des Auges) das funktionelle Sehen. Die patentierte TECNISP®P-Linse mit asphärischer Optik für funktionelles Sehen wurde auf Basis der Wellenfront-Analyse der menschlichen Hornhaut entwickelt. Damit hilft die TECNISP®P-Linse nicht nur, den Grauen Star zu behandeln. Sie verbessert darüber hinaus auch das Kontrastsehen um bis zu 30% - gerade bei schlechtem Licht, wie z.B. in der Dämmerung.
In einer klinischen Studie des Potomac Institute for Policy Studies in den USA wurde festgestellt, dass Patienten mit einer TECNISP®P-Linse einen Fußgänger auf einer Landstraße bedeutend eher wahrnehmen also solche, die eine her-kömmliche sphärische Linse tragen.
Die TECNISP®P-Linse lieferte eine um ca. 14 Meter verbesserte Erkennungsdistanz bei einer Geschwindigkeit von ca. 90 km/h, und somit eine halbe Sekunde zusätzlicher Reaktionszeit. Diese Resultate weisen darauf hin, dass mit der TECNISP®P - Linse ein erheblicher Beitrag zur Sicherheit älterer Autofahrer geleistet werden kann.

Multifokallinsen: Ferne und Nähe scharf auch nach der Grauen Star Operation
Die Alterssichtigkeit ist eine Veränderung des Auges, die dazu führt, dass ab dem ca. 45. Lebensjahr die Nähe verschwimmt und damit zum Lesen eine Lesebrille verwendet werden muss. Da der Graue Star meist im höheren Alter auftritt, sind die Patienten, die sich einer Operation unterziehen lassen, auch schon alterssichtig. Die bisher verwendeten Intraokularlinsen sind so geschliffen, dass sie nur auf eine Distanz (entweder nur die Ferne, oder in manchen Fällen nur die Nähe) scharfstellen können, und somit wieder eine Brille nach der Grauen Star Operation notwendig wird. Bei manchen Patienten steht aber der Wunsch nach Unabhängigkeit von einer Sehhilfe auch im höheren Alter. Abhilfe schaffen können hier die sog. Multifokallinsen, das sind spezielle Intraokularlinsen, die bei einer Grauen Star Operation eingesetzt werden können. Durch den speziellen Schliff erlauben diese Linsen eine gute Fern- und Nahsicht und damit auch den weitestgehenden Verzicht auf eine Lesebrille.
An der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der PMU Salzburg werden diese neuen Intraokularlinsen bereits erfolgreich implantiert. Es wurde zur genaueren Erforschung eigens ein Leselabor, wo die erreichte Lesefähigkeit und genau kontrollierten Bedingungen getestet werden können, eingerichtet.

Diagnose und operatives Verfahren
Diagnostiziert wird der graue Star im Rahmen einer augenärztlichen Untersuchung. Da diese Erkrankung keinerlei Schmerzen verursacht sind vorbeugende regelmäßige Kontrollen notwendig. Im Rahmen dieser Untersuchung können auch andere Augenerkrankungen wie eine Netzhautverkalkung oder ein grüner Star (= Schädigung des Sehnerven durch Augendruckerhöhung) diagnostiziert werden. Eine Verbesser-ung der Sehschärfe kann lediglich durch eine Operation erfolgen, da keinerlei medikamentöse Therapie die entstandene Trübung wieder rückbilden kann.
Bei diesem operativen Eingriff wird die eigene eingetrübte Linse mittels Ultraschall zerkleinert, entfernt und schließlich gegen eine Kunststofflinse, die für jeden Patienten individuell berechnet wird, ausgetauscht. Diese Operation wird heutzutage im Regelfall lediglich in örtlicher Betäubung unter dem Mikroskop durchgeführt und stellt somit für den Patienten nur eine äußerst geringe Belastung dar. Durch die moderne Kleinschnittchirurgie mit Schnittgrößen von 2-3 mm ist der postoperative Heilungsverlauf schnell, und die Patienten sind bald wieder belastbar.

Für weitere Fragen steht zur Verfügung:
Mag. Mick Weinberger
Leiterin Public Relations und Klinikmarketing, Pressesprecherin
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