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Wirtschaftspressekonferenz
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SALK-WIRTSCHAFTSPRESSEKONFERENZ
2005: Punktlandung trotz LeistungssteigerungWirtschaftliche Betriebsführung ermöglicht Investitionssteigerung in der Spitzenmedizin

Details:
- Binnen 2 Jahren um über 10,5% mehr Patienten stationär behandelt (5,5% mehr Patienten gegenüber 2004)
- Trotz Leistungssteigerung wurden die Vereinbarungen mit dem Land eingehalten (Landeszuschuss 2005: 45,2 Mio. Euro)
- Verschiebung der Kosten in Richtung Patienten und Spitzenmedizin
- 5,2 Mill. Euro medizinische Investitionen
- 18,2 Mill. Euro Investistionskosten in Neu-, Zu- und Umbauten
- plus 84 Arbeitsplätze im med. Bereich (Minus 35 Beschäftigte im Bereich Verwaltung)
- 1,2 Mill. Euro für soziale Leistungen für MitarbeiterInnen
- SJS: Zertifizierung als „familienfreundliches Unternehmen“ läuft seit 2005 (CDK bereits seit 2003)

„2005 war von einer überraschend hohen Patientenzunahme und von zusätzlichen dringend notwendigen Kosten für medizinische Innovationen in Höhe von insgesamt 23,4 Mill. Euro geprägt. Wir konnten trotzdem die Vereinbarungen mit dem Land von 45,2 Mill. Euro einhalten. Durch Umschichtung patientenferner in patientennahe Kosten und in Richtung Spitzenmedizin ist es uns gemeinsam gelungen, die Qualität und das Ausmaß der Versorgung im Universitätsklinikum Salzburg deutlich zu erhöhen“, erklärt Dr. Max Laimböck, SALK Geschäftsführer.

Vermeidung patientenferner Kosten
Durch Kostenreduzierungen und organisatorische Maßnahmen in den Servicebereichen (z.B. durch Insourcing in der IT)  wurden 4,5 Mio. Euro und durch Standardisierung des Einkaufs d.h. durch Reduzierung der Artikel und Lieferanten zusätzliche 2,08 Mio. Euro erwirtschaftet.

Investition in patientennahe Bereiche:
KOSTENVERSCHIEBUNG IN RICHTUNG PATIENT UND SPITZENMEDIZIN

  • Verbesserung der internistischen Notfallversorgung in der neuen Notfallambulanz ab Juni 2005 mit personeller Verstärkung
  • Weiterer Ausbau der Onkologie
  • Ausweitung der Strahlentherapie
  • Verbesserte Schlaganfallversorgung durch interventionelle Versorgung rund um die Uhr
  • Verbesserung der Neurorehabilitation
  • Erhöhung der Versorgungsqualität durch neuen CT, MR und PET CT
  • Ausweitung der Kataraktchirurgie
  • Verbesserung der anästhesiologischen Intensivstation

Wesentliche Kostensteigerungen im medizinischen Bereich (Betrag in Tsd. Euro)

  1. Ausweitung Onkologie: 2.400
  2. Zentrale Notfallaufnahme innere Medizin: 520
  3. Ausweitung Strahlentherapie, Herzchirurgie, Anästhesie, MR, Unfallchirurgie, Augen: 410
  4. Ausweitung Neonatologie: 130
  5. Ausweitung Wirbelsäulenchirurgie u. Neurointervention: 380
  6. Betriebsvereinbarung Ärzte: 365

Ausgaben Bauprojekte (ao.HH) (Betrag in Tsd. Euro)

  • Gesamt: 18.211
  • NIM(alt u. neu): 5.394
  • EB-Haus: 2.974
  • Neurologie: 2.414
  • Forschungslabor M3: 483
  • Transfusionsmedizin: 292
  • diverse Kleinprojekte SJS: 2.098
  • diverse Kleinprojekte CDK: 1.987
  • diverse Kleinprojekte STV: 197

„2005 wurden im medizinischen Bereich insgesamt 84 MitarbeiterInnen neu eingestellt. Alleine 41 durch die Aufhebung der zeitverzögerten Nachbesetzung in der Pflege – diese  Maßnahme nahm viel Druck von den MitarbeiterInnen. 1,2 Mill. Euro gibt die SALK jährlich für sozialen Leistungen und MitarbeiterInnen-freundliche Regelungen aus. Flexible AZ-Modelle, Übernahme von Fortbildungskosten, Beihilfen, MA-Wohnungen und MA-Essen zu günstigen Konditionen, Betriebsratvergünst-igungen, Krabbelstube, Kindergarten und Kinderhort machen die SALK damit zum regionalen Arbeitgeber Nr. 1 – auch die Vielzahl an Bewerbungen je ausgeschriebenen Dienstposten bestätigt uns das immer wieder“, sagt Mag. Waltraud Weissengruber, Leiterin des Servicebereiches Personal. „Als SALK sind wir der größte Arbeitgeber im Land Salzburg mit MitarbeiterInnen, die wertvolle sinnstiftende Aufgaben am und für Menschen leisten. Rund 400 Führungskräfte, die für die Leitung ihrer Teams verantwortlich sind, bemühen sich Tag täglich sowohl in der Dienstplanung und –Einteilung, als auch schwerpunktmäßig für das Atmosphärische um ein gutes Betriebsklima zu schaffen“, betont Weissengruber abschließend.

Personalbudget 2005
Die Personalkosten betragen insgesamt 62% der Gesamtkosten. In Summe 210,4 Mio. Euro. Ein wichtiges Projekt war im Jahr 2005 die Aufhebung der zeitverzögerten Nachbesetzung. Waltraud Weissengruber, Leiterin des Servicebereiches Personal in der SALK betont: “Die seit vielen Jahren praktizierte zeitverzögerten Nachbesetzung bei Ärzten und Pflege wurde 2005 endlich aufgehoben. Durch diese Maßnahme wurde auch viel Druck aus dem Arbeitsalltag der Pflege- und Ärzteschaft genommen.“

Personalkennzahlen  2005

  • 3235 Vollzeitkräfte, 1465 WUNSCH - Teilzeitkräfte (31,17 %)
  • 230 Anstellungen und 130 Versetzungen
  • 2900 Bewerbungen d.h. pro ausge. Position ca. 9 Bewerbungen
  • Fluktuation 4,6 % (5% ist ein „gesundes“ Maß)
  • Durchschn. Krankenstandsdauer unverändert bei 14,6 Tagen (Sa, So werden im öffentlichen Dienst mitgerechnet, dadurch i.a. höherer Wert)
  • Fortbildungstage pro MA im Jahr: 3,5 (Ärzte 8,3, Pflege 4,5, MTD 3,5, Verwaltung 1,4)
  • Verweildauer in den SALK: durchschnittlich 11 Jahre

Soziale Leistungen 2005

  • 1,2 Mio. Euro für  div. Aus/Beihilfen: Zahnarzt, Brille, Heirat, Geburt, Not, Kredit, Weihnachtsgutscheine
  • Betriebseigene Kindergärten im SJS und in der CDK (182 Plätze) mit „freundlichen“ Öffnungszeiten das ganze Jahr über. Krabbelstube, Kindergarten und für Jugendliche
  • CDK wurde bereits – und im SJS läuft es gerade: Zertifizierung „familienfreundliches Unternehmen“
  • 600 landeseigene Wohnungen zu speziellen Konditionen, Garconnieren für den Einstieg in unser Unternehmen, wenn jemand von auswärts kommt.
  • Viele Vergünstigungen über den Betriebsrat: Reisen (Burma derzeit, Thailand, China, aber auch Verona…….), Einkaufsmöglichkeiten, 1 Tag frei/MAIn p. a. für einen Betriebsratsausflug u.v.a.m
  • Ca. 1000 kostengünstige Mittagessen tgl. für MAInnen (auch Frühstück und Abendessen), Catering-Service intern/extern wird das ganze Jahr geboten:
    • Frühstück 0,98 €
    • Mittag 1,98 bis 2,59 €
    • Abend 1,34 €

SALK-übliche MitarbeiterInnen-freudliche Regelungen

  • Unkündbar ab 7 Jahr SALK-Mitarbeiter! – auch nicht aufgrund organisatorischer Änderungen
  • 729 mal Supervision, Coachings und Einzelcoachings für MitarbeiterInnen in patientennahen Bereichen bei Bedarf. Im Jahr 2005 hauptsächlich für MitarbeiterInnen aus dem Bereich der Pflege
  • Gleitzeitregelungen bis dato in der gesamten Verwaltung
  • Standards für eine rasche Identifikation und Integration neuer Mitarbeiter z.B. Einführungsbroschüren, Infonachmittage, Kommunikationstrainings für Turnusärzte vor Dienstantritt, Checkliste, get together u.s.w.
  • Flexible Arbeitszeiten: zunehmend Bildungskarenz; Reduktion, Anhebung des Beschäftigungsausmaßes; Karenzierungen;
  • Altersteilzeit, (21 Personen)
  • Alle MitarbeiterInnen haben Zugriff auf das interne Kommunikationstool „Intranet“
  • Einladungen der GF zu MA-Info-Gespräche
  • Mitarbeitergespräche werden top-down jährlich geführt

„Bei einer 24h – 365 Tage-Versorgung kommen Investitionen in die Spitzenmedizin direkt unseren Patienten zugute. 2005 wurden in der Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin 581 PatientInnen und an der Intensivstation Chirurgie West weitere 940 PatientInnen versorgt. Durch intensivmedizinische Spitzenmedizin wie z.B. modernste Beatmungsgeräte, Video-Bronchoskopie, Nierenersatz- und Lungenersatztherapie  konnten wir die Mortalitätsrate – bei einem Patienten-Durchschnittsalter von 65,6 Jahren – auf 10,3% senken. Statistisch liegt die durchschnittliche intensivmedizinische Mortalitätsrate bei ca. 15%“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Gernot Pauser, Ärztlicher Direktor des St.-Johanns-Spital und Vorstand der Universitätsklinik für Anästhesiologie, perioperative Medizin und allgemeine Intensivmedizin.

CDK: Verstärktes Engagement bei altersassoziierte Erkrankungen
Investitionen in die Spitzenmedizin sind Grundvoraussetzung für eine qualitativ hochwertige Versorgung unserer PatientInnen. Besonders bedeutend ist dies unter dem Aspekt der demographischen Entwicklung, die zu einem rasanten Anstieg des Anteils höherer Altersgruppen in unserer Gesellschaft führt. Für die Christian-Doppler-Klinik bedeutet dies ein verstärktes Engagement im Bereich altersassoziierter Erkrankungen wie Schlaganfall und Demenz.

„In der Schlaganfall-Akuttherapie ist derzeit die Thrombolyse - das Rekanalisieren des ursächlichen Gefässverschlusses – die effektivste Behandlungsmöglichkeit. Während in der westlichen Welt durchschnittlich 2-3% der Betroffenen von dieser Therapie profitieren können, sind es in Salzburg durch die Zentralisierung der Schlaganfallversorgung 10-12%. Mit diesen Zahlen finden wir uns im europäischen Thrombolyseregister SITS-MOST unter den Top 10 aller Zentren. Neben einer optimalen Logistik sind modernste diagnostische Einrichtungen Voraussetzung, um im Einzelfall optimale Entscheidungen treffen zu können“, sagt Priv.-Doz. Dr. Bernhard Iglseder, Oberarzt in der Universitätsklinik für Neurologie an der Christian-Doppler-Klinik in Salzburg.

Neu- und Ausbau der Neurologischen Intensivstation
An der Christian-Doppler-Klinik ist das gesamte Spektrum der endovaskulären Therapie – von der Versorgung von Gefäßmissbil-dungen und Aneurysmen bis zur intraarteriellen Rekanalisierung von Gefäßverschlüssen - etabliert. Diese Leistungen der Spitzenmedizin erfordern naturgemäß ein entsprechendes Umfeld, dem unter anderem durch den Neu- und Ausbau der Neurologischen Intensivstation Rechnung getragen wurde. Diese im gesamten Bundesland Salzburg einzigartige Einrichtung verfügt auf 577 m² über insgesamt acht Betten und modernste technische Ausstattung. Sämtliche Behandlungsräume folgen einer logistisch perfekt durchdachten Anordnung, sodass die Arbeitsabläufe von ÄrztInnen und Pflegefachkräften nicht durch räumliche Barrieren erschwert werden. Kostenpunkt: 3,8 Mio. Euro. Um diese therapeutischen Optionen, die stets einen Wettlauf mit der Zeit darstellen („time is brain“), nicht auf den Zentralraum Salzburg zu beschränken, wurde eine telemedizinische Kooperation mit den Krankenhäusern Hallein, Tamsweg und Zell am See etabliert.

Als weiteres wichtiges Projekt ist die Demenzvorsorge anzusehen: Im Rahmen eines Tagesaufenthaltes werden sämtliche klinischen, psychologischen und apparativen Untersuchungen angeboten, die zur Diagnosefindung und exakten ursächlichen Zuordnung einer Demenz erforderlich sind. Unter dem Aspekt einer frühzeitigen Diagnosestellung ist diese Möglichkeit einer zeitsparenden Untersuchung ohne Schwellenängste von großer Bedeutung, da therapeutische Maßnahmen umso effektiver sind, je früher sie zur Anwendung kommen. „Investition in die Früherkennung lindert daher nicht nur menschliches Leid, sondert reduziert auch Folgekosten“, betont Iglseder abschließend.

Rückfragen an:
Mag. Mick Weinberger
Leiterin Public Relations und Klinikmarketing, Pressesprecherin
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Tel: +43 (0) 662 4482-1007
Mobil: +43 (0) 699 1707 1007

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