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10-Jahrfeier der Salzburger Hornhautbank: 1.000 Hornhauttransplantationen durchgeführt
10-Jahrfeier der Salzburger Hornhautbank: 1.000 Hornhauttransplantationen durchgeführt

10-Jahrfeier der Salzburger Hornhautbank: 1.000 Hornhauttransplantationen durchgeführt

10-Jahrfeier der Salzburger Hornhautbank:
1.000 Hornhauttransplantationen durchgeführt

Hornhautbank versorgt seit zehn Jahren Bevölkerung rasch und umfassend
Salzburg. Die menschliche Hornhaut ist unser „Fenster zur Außenwelt“ und die Voraussetzung für scharfes Sehen. Zahlreiche Krankheiten können zu Trübungen, dem Verlust der Durchsichtigkeit der Hornhaut sowie zur Erblindung führen. Oftmals stellt die Transplantation der Hornhaut die einzige Chance für die Betroffenen dar, ihr Augenlicht weiter zu erhalten. Die Salzburger Hornhautbank ermöglicht seit mittlerweile zehn Jahren die umfassende und schnelle Versorgung der Salzburger Bevölkerung mit den so wichtigen Transplantaten. Außerdem durften sich die Mediziner kürzlich über die 1.000. durchgeführte Hornhauttransplantation freuen.

 

Neben gefährlichen Infektionen sowie den Folgen von Verätzungen und Verbrennungen treten immer wieder Erkrankungen auf, die eine Verformung der Hornhaut nach sich ziehen und mittels Brille und Kontaktlinsen nicht mehr zufrieden stellend therapiert werden können. Um die Verfügbarkeit von Spenderhornhäuten für die Salzburger Bevölkerung zu verbessern und im Notfall stets die dringend gebrauchten Hornhäute zur Verfügung zu haben, wurde deshalb vor mittlerweile zehn Jahren in den Räumlichkeiten der Augenklinik die „Hornhautbank Salzburg“ eingerichtet. Initiator Prim. Univ.-Prof. Dr. Günther Grabner, der bereits 1979 an der Wiener Augenklinik die erste Hornhautbank Österreichs aufgebaut hat, zieht nach einem Jahrzehnt eine mehr als positive Bilanz:„Seit unserem Start vor zehn Jahren werden an der Salzburger Augenklinik jährlich bis zu 60 Hornhautverpflanzungen durchgeführt. Dabei vertrauten nicht nur die Salzburger Patienten auf unsere schnelle Versorgung, sondern auch zahlreiche Betroffene aus den umliegenden Bundesländern.“ Die restlichen Hornhäute werden an andere österreichische und internationale Kliniken zur Transplantation geschickt.

Die Transplantation der Hornhaut ist mittlerweile die häufigste Art einer Organtransplantation und stellt eine Operation mit außerordentlich hohen Erfolgschancen dar, wie auch der medizinische Leiter der Hornhautbank, Priv.-Doz. Dr. Josef Stoiber, weiß: „Bei der Operation wird ein ca. acht Millimeter großes Scheibchen aus der getrübten Hornhaut mittels eines Rundmessers ausgestanzt und die Hornhaut des Spenders eingesetzt. Die Fixation erfolgt mit feinsten Nylon-Nähten. Der Eingriff wird unter stationären Bedingungen und in der Regel in Vollnarkose durchgeführt.“ Die Nähte der Patienten können dabei erst nach einem Jahr entfernt werden, auch antibiotische und antientzündliche Tropfen müssen im Anschluss noch einige Zeit angewendet werden. „Eine Unterdrückung von Immunreaktionen durch Medikamente ist jedoch in der Mehrzahl der Fälle nicht notwendig“, betont Dr. Stoiber. 

Im Unterschied zu durchbluteten Organen wie Herz, Lunge oder Niere kann die Hornhautentnahme an der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie noch bis zu 48 Stunden nach dem Tod des Spenders erfolgen. „An der Hornhautbank werden die Hornhäute anschließend mit modernsten Methoden so aufgearbeitet, dass auch eine Aufbewahrung in einer Organkultur bis zu vier Wochen ohne Qualitätsverlust möglich ist“, weiß Prim. Grabner, „so kann für die meisten Patienten die Hornhauttransplantation auch kurzfristig als geplanter Eingriff angeboten werden.“ Bei der Auswahl der Spender müssen die zuständigen Mediziner auf strenge Ausschlusskriterien achten: „Wir führen zusätzliche Tests auf eventuelle übertragbare Erkrankungen wie HIV, Hepatitis B und C durch“, führt Dr. Grabner an, „um auch wirklich sicher zu gehen, dass nur qualitativ hochwertige und funktionsfähige Hornhäute zur Transplantation freigegeben werden, finden im Labor der Hornhautbank auch bakteriologische und morphologische Untersuchungen statt.“ Jene Hornhäute, die nicht in Salzburg transplantiert werden können, werden anderen Augenkliniken und Hornhautbanken im In- und Ausland zur Verfügung gestellt.

Seit 1998 wird an der Salzburger Hornhautbank auch Amnionmembran für Transplantationszwecke aufbereitet. „Diese menschliche Eihaut wird, nach erfolgtem Einverständnis der Mutter, unter sterilen Bedingungen von der Oberfläche des Mutterkuchens abpräpariert, tiefgekühlt und findet bei verschiedenen Augenoperationen Verwendung“, so Dr. Stoiber, der abschließend ergänzt: „Der Einsatz von Amniomembran hat sich in den letzten Jahren vor allem nach schweren Verätzungen bestens bewährt.“ Das sechsköpfige Team der Hornhautbank hat sich in den letzten Jahren als zuverlässiger und schneller Partner in Diensten der Patienten profiliert und darf einem nicht minder erfolgreichen zweiten Jahrzehnt mit großer Freude entgegenblicken.  

 

Rückfragen an:
Mag. Mick Weinberger
Leiterin Public Relations und Klinikmarketing, Pressesprecherin
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Univ.-Prof. Dr. Günther Grabner Univ.-Prof. Dr. Günther Grabner Hornhaut

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