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Neue Herzkatheter-Technologie optimiert Diagnose und Therapie
Neue Herzkatheter-Technologie optimiert Diagnose und Therapie

Neue Herzkatheter-Technologie optimiert Diagnose und Therapie

Neue Herzkatheter-Technologie optimiert Diagnose und Therapie:
Rund um die Uhr für Patienten im Einsatz

Salzburg. Mit dem Allura Xper FD 10/10 steht ab sofort ein neues, hochmodernes Zwei-Ebenen-Röntgengerät für Herzkatheteruntersuchungen am Landesklinikum Salzburg rund um die Uhr zur Verfügung. Das moderne Angiographiesystem der Firma Philips verspricht dabei noch schonendere Möglichkeiten in der Gefäßdiagnostik und Therapie für die Patienten. Vor allem Akutpatienten sollen von den Vorteilen des voll digitalisierten Herzkatheter-Arbeitsplatzes profitieren.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nach wie vor die Todesursache Nummer Eins. Schnelle Hilfe bei kardiologischen Beschwerden erfordert daher eine ebenso schnelle wie sichere Diagnose. An den beiden Herzkatheterplätzen der Inneren Medizin II und Kardiologie der Landeskliniken Salzburg (SALK) werden pro Jahr über 2.500 Patienten aus dem gesamten Bundesland untersucht und behandelt. Dabei stellt die Koronarangiographie zum Nachweis von Engstellen der Herzkranzgefäße oder Evaluierung von
Herzklappenerkrankungen einen wesentlichen Anteil dieser Maßnahmen dar. Das neue Angiographie-System mit modernster Technologie ermöglicht dem 18-köpfigen Herzkatheter-Team eine schonendere und effektivere Behandlung der Patienten.

Prim. Univ.-Prof. Dr. Max Pichler, Vorstand der Inneren Medizin II und Kardiologie der PMU Salzburg, weiß um die ausschlaggebenden Gründe für die getätigte Investition: „Mit dem System lassen sich Untersuchungen durchführen, die früher undenkbar waren und kleinste. anatomische Details, die bislang schwer darstellbar waren, wie zum Beispiel Gefäßveränderungen, werden durch die spezielle digitale Bildgebungstechnik besser
sichtbar gemacht und können dadurch schneller behandelt werden.“

OA Dr. Mathias Heigert, Leiter der Invasiven Kardiologie im Herzkatheterlabor, bestätigt, dass vor allem die Salzburger Akutpatienten davon profitieren: „Dazu zählen Personen mit drohendem oder frischem Herzmuskelinfarkt, bei denen mittels der Koronarangiographie rasch die schuldige Engstelle dargestellt, anschließend gedehnt und mit einem Stent, also einer Gefäßstütze, versorgt wird. Mit einer frühzeitigen Wiedereröffnung des verschlossenen Infarktgefäßes kann das vom Infarkt betroffene Herzmuskelareal klein gehalten werden und damit weitere Komplikationen gering gehalten werden. Weitere Eingriffsmöglichkeiten umfassen die Rotablation bei stark verkalkten Gefäßen oder Schirmverschlüsse bei angeborenen Defekten der Herztrennwände.“ Pro Monat werden an der Univ. Klinik Innere Medizin II und Kardiologie Salzburg ca. 50 solcher Akuteingriffe durchgeführt, wobei gerade die Versorgung in den ersten Stunden entscheidend für das künftige Schicksal des Patienten ist. „Mehr als die Hälfte dieser Akutuntersuchungen in den ersten Infarktstunden erfolgen in der Nacht und am Wochenende“, bestätigt Dr. Heigert. Deshalb steht das Herzkatheter-Team mit den sechs Ärzten, sieben Pflegekräften und fünf Radiologisch-Technischen Assistenten, rund um die Uhr zur Verfügung.

Untersuchungen von Herzrhythmusstörungen aller Art sowie die damit einhergehende Ablationstherapie („Verödung mit Wärme“) werden unter der Leitung von OA. Dr. Bernhard Strohmer im Herzkatheterlabor durchgeführt. Das neue System ermöglicht dabei eine bessere und strahlenschonende Darstellung der Sonden im Herzen, die am bewegten Herzen für eine erfolgreiche Therapie millimetergenau an jener Stelle zu platzieren sind, von der die Rhythmusstörungen ausgehen.
„Herzrhythmusstörungen können heute im Herzkatheterlabor mittels der Elektrophysiologie genau untersucht werden. Die auslösende Stelle kann mit dieser Technik identifiziert und in einem Großteil auch „verödet“ (Ablation) werden. So kann bei jungen Patienten mit oftmals auftretendem, quälenden Herzrasen in über 90 Prozent der Fälle ein Verschwinden der Herzrhythmusstörung erzielt werden. Bis vor wenigen Jahren mussten solche Patienten oft lebenslang mit Medikamenten behandelt werden, um die Rhythmusstörungen halbwegs zu verhindern. Als wachsendes Behandlungsfeld ergibt sich heute die Verödung von Vorhofrhythmusstörungen („Vorhofflimmern“). Für derartige Eingriffe sind hohe Anforderungen an die moderne Bildgebungstechnik gerichtet, da für eine erfolgreiche Therapie die räumlich anatomische Bildinformation unverzichtbar ist.“ 

Die moderne Technologie dieses neuen Herzkathetergerätes erlaubt eine aussagekräftigere Diagnostik mit automatischen Vermessungs- und Analysefunktionen und hilft Therapieentscheidungen rascher zu treffen. „Dies stellt einen wichtigen Sicherheitsfaktor bei invasiven Eingriffen dar, ermöglicht doch die neue Technologie auch die exakte Auswahl und Platzierung von Stents in teilverschlossenen Kleingefäßen“, hebt OA. Dr. Heigert hervor.

Untersuchungen bzw. Eingriffe wie Gefäßaufdehnungen können längere Durchleuchtungszeiten erfordern. Auch hier kann das neue Angiographie-System durch ein spezielles Dosismanagement punkten und somit die Strahlenbelastung für die Patienten so gering wie möglich halten. Neben einer konsequenten Strahlenfilterung ist das System auch auf Rotationsangiographien ausgelegt und ermöglicht dadurch verschiedene Projektionen mit nur einer Kontrastmittel-Injektion. „Dies reduziert sowohl die Belastung für den Patienten als auch die Kosten der Behandlung“, freut sich OA. Dr. Heigert.

Der Einsatz modernster Technologie zum Wohle der Patienten wird an der Univ. Klinik für Innere Medizin II und Kardiologie in Salzburg groß geschrieben. Davon profitieren die Mediziner auch im Bereich der Schrittmacherimplantationen, wie OA Dr. Bernhard Strohmer bestätigt: „Pro Jahr werden ca. 170 Schrittmacher an unserer Klinik implantiert. Die Technologie hat dabei gigantische Fortschritte gemacht, die Schrittmacher sind intelligent und können sich selbst auf die Bedürfnisse des Patienten einstellen.“ Zu den neuesten Errungenschaften in dieser Sparte zählen insbesondere die Dreikammer-Herzschrittmacher: „Bei Patienten mit weit fortgeschrittener Herzschwäche kommen diese Geräte erfolgreich zum Einsatz. Durch simultane Stimulation der rechten und linken Herzkammer wird eine bessere Synchronisation der Herzarbeit erreicht, wodurch die Beschwerden der Patienten deutlich gemildert werden können“, betont OA Dr. Strohmer. Abschließend ist Prim. Univ.-Prof. Dr. Max Pichler erfreut, dass das die Univ. Klinik für Innere Medizin II und Kardiologie in Salzburg zum Wohle der Patienten auf moderne und schonende Technologien zurückgreifen kann.

 

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