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30 Jahre medizinische Betreuung von Breiten- und Spitzensportlern
30 Jahre medizinische Betreuung von Breiten- und Spitzensportlern

30 Jahre medizinische Betreuung von Breiten- und Spitzensportlern

30 Jahre Sportmedizin = 30 Jahre medizinische Betreuung von Breiten- und Spitzensportlern

Zahlen & Fakten:
· MitarbeiterInnen: 4 ÄrztInnen (1 Teil- und 3 Vollzeit); 2 Medizinisch-technische AssistenInnen (2 Teilzeit)
· Ambulante Frequenz (2006): 2.655
· Anzahl der Laborleistungen/jährlich (2006): 3.447
· Anzahl der sonstigen erbrachten Leistungen (2006): 2.563

Öffnungszeiten:
Montag-Freitag 7:30 Uhr - 16:00 Uhr

Anmeldung:
SA | LK – Salzburger Landeskliniken
Universitätsinstitut für präventive und rehabilitative Sportmedizin der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität; Institut für Sportmedizin des Landes Salzburg
Lindhofstraße 20, A - 5020 Salzburg
Telefon: 0043 (0)662 - 4482 – 4270; Telefax: 0043 (0)662 - 4482 - 4274
sportmedizin@salk.at |

 

SALZBURG. Es ist seit nun mehr 30 Jahren die Hauptaufgabe des Instituts für Sportmedizin internistische und leistungsdiagnostische Untersuchungen sowohl bei Nationalkaderangehörigen als auch bei Leistungssportlern sowie Freizeit- und Gesundheitssportlern durchzuführen. So findet im Universitätsinstitut  eine Sprechstunde für Orthopädie und Physikalische Medizin statt. Enge Kooperationen bestehen darüber hinaus mit der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, mit der Universitätsklinik für Physikalische Therapie und Rehabilitation, der Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie, der Universitätsklinik für Kardiologie sowie der Universitätsklinik für Orthopädie.  „Durch die Nähe zu den übrigen Abteilungen der Salzburger Universitätskliniken arbeiten wir besonders eng mit den komplementären Disziplinen zusammen“, betont Univ.-Prof. DDr. Josef Niebauer, er ist seit 2005 Leiter der Salzburger Sportmedizin.
In den vergangenen Jahren wurde immer deutlicher, dass die modernen Industrienationen von einer „Epidemie der körperlichen Inaktivität“, wie es Niebauer nennt, durchzogen werden. Dem zur Folge kommt es oft zu so genannten Zivilisationskrankheiten wie Herzkreislauferkrankungen  (z.B. Bluthochdruck), Übergewicht und Stoffwechselkrankheiten wie z.B. Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ 2) oder Fettstoffwechselstörungen und deren Spätschäden. Im Institut für Sportmedizin wurden deshalb von Univ.-Prof. DDr. Josef Niebauer, Sportprogramme für adipöse Kinder, für Diabetiker und demnächst auch für Patienten mit Herzerkrankungen initiiert.
Sportreferent und Landeshauptmann Stv. Dr. Othmar Raus ist selbst überzeugter Freizeitsportler und betont die Bedeutung des Sports für die Gesundheit: "Sport und Gesundheit sind untrennbar miteinander verbunden. Sportliche Betätigung spielt sowohl in der gesundheitlichen Prävention, als auch in der Rehabilitation seit jeher eine zentrale Rolle. Damit Sport aber wirklich gesund bleibt, ist Information, Aufklärung und eine entsprechende medizinische Betreuung und Begleitung vonnöten. Das Institut für Sportmedizin ist eine wichtige, nicht mehr wegzudenkende Säule des Sportlandes Salzburg. In seiner 30-jährigen Geschichte hat das Institut mit Dr. Alfred Aigner und DDr. Josef Niebauer nur zwei Leiter gehabt. Diese Kontinuität schafft Vertrauen und ist mit ein Grund für den Erfolg und die allgemeine Wertschätzung. Tausende Sportbegeisterte aus dem ganzen Bundesland schätzen das Institut für Sportmedizin als Anlaufstelle, um sich umfassend beraten und medizinisch durchchecken zu lassen. Spitzensportlerinnen und -sportler wie Ruder-Europameister Ralf Kreibich und Weltklasse-Judoka Ludwig Paischer gehen hier aus und ein. Und als kompetente Unterstützung beim Weg an die nationale und internationale Spitze wird das Institut auch vom Sport-Nachwuchs gern und oft genutzt."
In Salzburg bemühten sich in den 50iger Jahren einige in der Praxis tätige Ärzte um Untersuchungen und Behandlungen von Sportlern im Rahmen ihrer alltäglichen Praxisarbeit. Zudem stellten diese unentgeltlich die ärztliche Versorgung bei verschiedenen sportlichen Veranstaltungen sicher. Univ.-Prof. Dr. Alfred Aigner, Leiter des Instituts von 1977 bis 2005 schildert die Entstehung der Salzburger Sportmedizin so: „Da die medizinische Betreuung von Sportlern nur neben der alltäglichen Routinearbeit an den Abteilungen erfolgen konnte, war eine umfangreichere sportmedizinische Tätigkeit gar nicht möglich. Es war daher nicht verwunderlich, dass das Fehlen eines eigenen Instituts für Sportmedizin in den frühen 70er Jahren immer mehr als echter Mangel empfunden wurde.“
Am 1. Juni 1977 war es dann so weit, dass der Betrieb im Institut für Sportmedizin, einer eigenständigen Krankenanstalt des Landes Salzburg, aufgenommen werden konnte. Die ersten sportmedizinischen Untersuchungen konnten jedoch erst am 13. Juli 1977 durchgeführt werden, da bis dahin keine medizinische Ausstattung vorhanden war. Die offizielle Eröffnung erfolgte schließlich am 22. September 1977 durch Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer im Beisein von LH-Stv. Dr. Herbert Moritz, als dem damals für den Sport zuständigem Mitglied der Landesregierung.Im Oktober 2003 wurde das Institut für Sportmedizin des Landes Salzburg von der neu gegründeten Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) analog zu den Ernennungen der Abteilungen der Landeskliniken zu Universitätskliniken zu ihrem „Institut für präventive und rehabilitative Sportmedizin“ bestellt.

Aufgaben der klinischen Sportmedizin

Klinische Sportmedizin umfasst alle bewegungs- und belastungsrelevanten orthopädisch-traumatologischen und rheumatologischen Fragestellungen, den Bereich der bewegungsrelevanten neurologischen-, insbesondere muskulären Erkrankungen, den gesamten Bereich kardiologisch-pulmologischer Erkrankungen und der Erkrankungen des Fett- und Kohlenhydratstoffwechsels, die Sportimmunologie, die gesamte klinische Muskelfunktions- und Leistungsdiagnostik, die Arbeits- und Leistungsphysiologie sowie alle mit den genannten Schwerpunkten verbundenen Fragestellungen bei Gutachten.

Untersuchungszahlen
Den Hauptanteil der Untersuchten stellten mit rund 68 Prozent die Vereinssportler, gefolgt von den Sportschülern und Sportstudenten mit etwas über 19 Prozent. Der Anteil der Frauen blieb über die Jahre mit durchschnittlich 23 Prozent konstant. Nach dem ersten Halbjahr 1977, stieg die Zahl der sportmedizinischen Untersuchungen von 596 kontinuierlich bis auf den Höchstwert von 2.655 Untersuchungen und Beratungen im Jahre 2006 an.

HEUTE: Sport als Therapeutikum gegen Zivilisationskrankheiten
Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Herzkreislauferkrankungen, Übergewicht und Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ 2) mit deren entsprechenden Spätschäden nehmen rasant zu. Die medikamentöse Therapie hat sich in allen Bereichen verbessert – trotzdem: Es reicht natürlich nicht, sich nur mit Medikamenten zu begnügen ohne gegen die Ursache der Erkrankungen vorzugehen, Sport ist ein effektives, kostengünstiges Therapeutikum gegen diese Zivilisationskrankheiten.
Dabei ist es jedoch nicht ausreichend, den Aufzug durch Treppengehen zu ersetzen, vielmehr muss ein aktiver Lebensstil ergriffen werden, der regelmäßigen Ausdauersport in Form von sportlichem Gehen (Walken), Fahrradfahren - gern auch zur Arbeit - Joggen und Schwimmen in den Alltag integriert.
Wenn dann noch eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse, aber wenig fettreichen Produkten hinzukommt ist der Einstieg in einen vernünftigen Lebensstil erreicht, der der Entstehung von Übergewicht vorbeugt und das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen senkt. „Sport führt sogar bei bedarfsgerechter Anwendung zu einer Reduktion der Dosis oder gar einem Absetzen einzelner Medikamente. Darüber hinaus kommt es zu einer besseren Lebensqualität, einer geringen Erkrankungswahrscheinlichkeit und höheren Lebenserwartung“, so Univ.-Prof. DDr. Josef Niebauer.

Anmerkung: Kardiovaskuläre Erkrankungen sind Erkrankungen des Herz-Kreislaufens wie z.b. Arteriosklerose (Veränderung der Blutgefäße), Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Angina Pectoris (durch Herzenge entsteht eine Minderversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff) und Schlaganfall

Kinder häufig von sog. „Alterszucker“ betroffen (Diabetes mellitus Typ 2) – Kostenloses Trainingsprogramm in der Salzburger Sportmedizin
An der Salzburger Sportmedizin können Diabetiker seit kurzem an einem für sie maßge-schneiderten Trainingsprogramm teilnehmen. Mit körperlicher Aktivität, die nicht über-fordert, sondern Lust auf mehr macht, kann der Gesundheitszustand spürbar verbessert werden. Bewegungsmangel und Übergewicht sind die wesentlichen Faktoren, die das Auftreten des leider immer häufiger werdenden Diabetes mellitus Typ 2 - auch Alterszucker
genannt - begünstigen. „Alterszucker ist ein längst überkommener Begriff", erklärt Univ.-Prof. DDr. Josef Niebauer, „da mittlerweile immer mehr Kinder und Jugendliche von dieser Erkrankung betroffen sind." Bewegungsmangel sowie übermäßiges und ungesundes Essen könne nämlich zu einer ernsthaften Störung im menschlichen Stoffwechsel führen. So entsteht zunächst ein Bedarf an großen Mengen körpereigenen Insulins, welches allerdings zu einem Wirkungsverlust in den Zellen führt und somit immer größere Mengen für die gleiche Wirkung benötigt werden bzw. trotzdem eine schlechtere Wirkung resultiert.
Später kommt es dann zu einer Erschöpfung der Insulinproduktion, so dass das Insulin dann von außen - also per Insulinspritze - zugeführt werden muss. Da die Erkrankung lange Zeit ohne besonders auffällige Symptome verläuft, wird sie meist erst dann erkannt, wenn es bereits zu Folgeschäden gekommen ist. Diese machen sich aufgrund der Durchblutungsstörungen entweder am Herzen (Infarkt), im Gehirn (Schlaganfall) und/oder auch über desensibilisierte Nervenzellen (typisch: Diabetiker-Fuß) bemerkbar.

Hohe Dunkelziffer bei Diabetes
Österreichweit sind derzeit rund 350.000 Diabetiker erfasst, die Dunkelziffer liegt nach Schätzung von Experten bei weiteren 150.000 bis 250.000, Tendenz steigend.
Je früher aber die Erkrankung erkannt wird, desto leichter lässt sie sich auch ohne Medikamente in den Griff bekommen. In jedem Fall stellt die körperliche Betätigung eine ganz wichtige und auch sehr wirksame Therapiemaßnahme dar - sofern sie tatsächlich zum fixen und dauerhaften Alltags-Bestandteil wird.

Die Freude an der Bewegung wecken
Auf Basis einer sportmedizinischen Untersuchung zu Beginn (gründliche Untersuchung einschließlich Belastungs- EKG) wird eine Trainings-Herzfrequenz ermittelt, die sowohl wirkungs- wie auch lustvoll ist. Ganz wichtig: Die Freude an der Bewegung muss dermaßen geweckt werden, dass es zu einer echten Umstellung der Lebensgewohnheiten kommt. Des Weiteren besteht auch eine enge Zusammenarbeit mit Univ.-Doz. Dr. Raimund Weitgasser von der Universitätsklinik für Innere Medizin I, so dass eine optimale Betreuung auch von diabetologischer Seite gewährleistet ist.
Das vom Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend (bmgfj) und der Sportunion geförderte Projekt stellt auch in Salzburg sicher, dass die Teilnahme am Trainingsprogramm kostenlos ist. Sowohl der Erst-Check wie auch das achtwöchige Trainingsprogramm finden am Universitätsinstitut für Sportmedizin statt. Für die Ausarbeitung des Programms sowie die individuelle Betreuung während des Trainings zeichnet Sportwissenschafter Mag. Andreas Egger vom sportmedizinischen InstitutVerantwortlich. Da die Trainingsgruppen mit fünf bis acht Personen bewusst klein gehalten sind, ist die Betreuung sehr individuell. Dazu gehört auch eine entsprechende
Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Trainingsmöglichkeiten bei unseren Vereinen und Kooperationspartnern im Anschluss an das Projekt bis dahin ist ein wichtigstes Ziel, den Menschen vermittelt zu haben, dass mit konsequentem, jedoch auf ihreVoraussetzungen und Bedürfnisse zugeschnittenem Training die Lebensqualität auch im Alter ganz wesentlich verbessern können!“ schließt Prof. Niebauer.

INFORM Projekt – mit Kompetenz gegen Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen
"Es ist uns beim INFORM-Projekt wichtig, dass übergewichtige Kinder nicht leichtfertig empfohlen wird mit Sport zu beginnen, ohne dass sie zuvor gründlich sportmedizinisch untersucht werden. Hierbei ist es notwendig, die Kinder auf ihre gesundheitliche Eignung für den Sport und ihre gegenwärtige Leistungsfähigkeit zu untersuchen. Genau genommen stellt dies keine Besonderheit dar, sollte doch jeder, der mit regelmäßigem Training beginnt - ob jung oder älter - durch eine sportmedizinische Untersuchung seine Gesundheit, Eignung für den avisierten Sport und gegenwärtige Leistungsfähigkeit überprüfen lassen. Denn so lassen sich die gesundheitlichen Risiken minimieren und kann ein maßgeschneidertes, effektives und zielorientiertes Training durchgeführt werden. Durch kleine, aber gezielte Schritte zu Beginn, gefolgt von Trainingssteigerungen im gut machbaren Bereich wird die Freude am Sport erhalten oder geweckt und die Basis für ein sportlich aktives Leben gelegt. Was sich bei Spitzensportlern bewährt hat, sollte auch durch Kinder, Jugendliche und Erwachsene genutzt werden. So haben wir durch neue Organisationsformen und einen zusätzlichen Arzt die Möglichkeit geschaffen nicht nur im unveränderten Umfang die uns so wichtigen Vereinssportler konsequent weiter zu betreuen, sondern darüber hinaus auch sportmedizinische Untersuchungen allen anderen Interessierten zu attraktiven Tarifen anbieten zu können. Dies soll unser Beitrag zu einem noch höheren Gesundheitsbewusstsein und einem noch aktiveren Lebensstil der Salzburger Bevölkerung sein.Im Rahmen dieses Projektes werden alle Kinder, wie empfohlen, bzgl. sportlicher Eignung beurteilt und darüber hinaus mit den Kindern und deren Eltern besprochen, welche Sportarten am besten geeignet sind und was jedes Kind von sich aus bereits jetzt tun kann, um fitter zu werden. Nach zusätzlicher genauer sportwissenschaftlicher Untersuchung wird dann ein individuelles Trainingsprogramm entworfen. Die in der Eingangsuntersuchung erhobenen Daten werden dann nach 30 Wochen erneut überprüft, um feststellen zu können, in welchen Bereichen die multidisziplinäre Intervention im Gesundheits- und Leistungsbereich eine Veränderung erbracht hat. Diese Ergebnisse stellen die Grundlage für weitere Trainingsempfehlungen für die Kinder dar, geben uns aber auch die Möglichkeit zu analysieren, welche Inhalte des Programms bei einzelnen Kindern effektiv waren und wo noch eine individuelle Optimierung erfolgen kann.
Die Einbindung von Sportvereinen mit dem Ziel einer nachhaltigen Prägung der körperlichen Aktivität von Anfang an muss besonders betont werden. Diese Angebote ermöglichen es Kindern erstmals, Spaß an der Bewegung erreichbar zu machen und dann langfristig mit Freude dabei zu bleiben. Die Bewegungsangebote werden unter sportwissenschaftlicher Leitung von speziell ausgebildeten ÜbungsleiterInnen durchgeführt."

Freizeitsport: Sportliche Ziele erreichen
Ein gesunder Lebensstil beinhaltet als wesentlichen Bestandteil die körperliche Bewegung. Bevor man aber nach Jahren der Sportabstinenz mit dem Training wieder neu beginnen kann, ist es notwendig, den eigenen Gesundheitszustand zu kennen, um Sport ohne Gefahren genießen zu können. Hier ist es unbedingt notwendig sich vor Beginn des Trainings sportmedizinisch untersuchen zu lassen.
Das Erfolgsrezept unserer Check-ups für Freizeitsportler ist, dass wir klare Aussagen über ihren aktuellen Gesundheitszustand und ihre Sporttauglichkeit geben können und in einem beratenden Gespräch erfährt man im Anschluss daran alles über die empfohlene Sportart und spezielle, individuell abgestimmte Trainingsprogramme. Durch die langjährige Erfahrung in der Betreuung von Hochleistungssportlern können die Mediziner im Institut für präventive und rehabilitative Sportmedizin speziell Freizeitsportler ganz gezielt in der Erreichung ihrer sportlichen Ziele unterstützen oder ihnen bei der Steigerung der alltäglichen Leistungsfähigkeit helfen. Mit leistungsdiagnostischen und sportmedizinischen Tests und Untersuchungen ist dies möglich. Besonders effektive Ergebnisse haben wir, wenn wir unsere Sportler auf ein bestimmtes Ziel hin begleiten – wie etwa auf einen Marathon. Dem beim Freizeitsportler häufig auftretendem Über- oder Untertrainingssyndrom kann so gezielt entgegengewirkt werden.

Leistungsangebot für Freizeitsportler am Institut für Sportmedizin der PMU

  • Körperliche Untersuchung
  • Körperfett-Bestimmung
  • Body-Mass-Index
  • Sehtest
  • Labor von Blut und Harn
  • Ruhe-EKG (Erkennung von Störungen des Herzrhythmus, der Erregungsausbreitung und –leitung, der Herzwandverdickung, eines Herzinfarktes, etc.)
  • Belastungs-EKG (Fahrrad-, Laufband-, Ruder-, Rollstuhl-, Handkurbelergometer – zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit, der Belastbarkeit, von Durchblutungsstörungen, etc.)
  • Spiroergometrie (Ermittlung des Trainingszustandes und der Ausdauer-Leistungsfähigkeit durch zeitgleichen Belastungstest und Lungenfunktionstest)
  • Lactatdiagnostik (Milchsäurebestimmung - Bestimmung des Trainingszustandes und der Leistungsfähigkeit, Ermittlung der aeroben und anaeroben Schwelle)
  • Spirometrie (Lungenfunktionstest – z.B. Erkennen von Asthma)
  • Herzultraschalluntersuchung (Echokardiografie – zur Bestimmung und Beurteilung von Größe, Struktur und Funktion des Herzens, einschließlich der Herzklappen)
  • Ultraschall der Halsschlagadern(Carotis-Sonografie – zur Beurteilung des Risikos für Gefäßerkrankungen)
  • Muskelfunktionstest
  • Sportspezifische Ernährungsberatung
  • Feldtests (sportartspezifische Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung)
  • Trainings- und Wettkampfvorbereitung für Freizeit- und Breitensportler
  • Lebensstilberatung und –intervention

Häufig gestellte Fragen:

Wer sollte trainieren, wer nicht?
Training: (Fast) alle! Kein Training, wenn akute Gefährdung besteht. Dazu zählen prinzipiell alle akuten Erkrankungen, die mit Fieber einhergehen. Diese gehören erst auskuriert.
Desweitern sollten genannt werden:
  • akute Herzmuskelentzündung
  • Dekompensation einer Herzmuskelschwäche < 3 Monate
  • durch Belastung ausgelöste Minderdurchblutung des Herzens.
  • lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen

Erst wenn diese „Probleme behoben sind“ ist an Training zu denken. Dennoch sind diese Erkrankungen meist so therapierbar, so dass ein körperliches Training relativ gefahrlos durchgeführt werden kann.

Was muss vor Trainingsbeginn beachtet werden?
Sofern  Anamnese und  körperliche Untersuchung unauffällig sind,  sollte eine Ergometrie zur Objektivierung des
Gesundheitszustands und der  Belastbarkeit erfolgen.  Danach werden geeignete Sportarten identifiziert und die
Festlegung des Trainingspulses durchgeführt, so dass das Training möglichst gefahrlos durchgeführt werden kann.  

Reicht Gartenarbeit und Treppensteigen?
Nein.
Wenn gleich es wichtig ist, einen aktiven Lebensstil zu führen und sich im Alltag so viel es geht physisch zu fordern, so
ersetzen diese Aktivitäten nicht das körperliche Training.

Was soll trainiert werden: Ausdauertraining vs. Krafttraining?
Favorisiert wird eindeutig das Ausdauertraining (Joggen, Walken, Nordic-Walken, Schwimmen, Radfahren, Skilanglauf, Inlineskaten), denn nur für Ausdauersportarten ist ein eindeutiger Nutzen im Hinblick auf Verringerung des Erkrankungsrisikos und besserer Prognose nachgewiesen. Dennoch spricht nichts gegen, aber viel für ein Krafttraining im Ausdauerbereich, wenn dadurch die Muskulatur trainiert wird, die zur Verrichtung alltäglicher Routine notwendig ist.

Trainingshäufigkeit und –intensität
Empfohlen wird ein regelmäßiges Ausdauertraining über jeweils 30-60 Minuten 3-7 Mal/Woche bei 60-70% der maximalen Leistungsfähigkeit im ischämiefreien Bereich (auch deshalb vorher Ergometrie).

Training allein vs. Training in der Gruppe
Das ist genau genommen egal. Dennoch wird fast jeder bestätigen, dass man öfter und kurzweiliger trainiert, wenn man
Trainingspartner hat, die es ebenfalls ernst mit dem Training meinen. Sollte daran Zweifel bestehen, so ist man alleine
besser aufgehoben bzw. muss zusätzlich alleine trainieren. Für die Compliance ist die Gruppenzugehörigkeit ein.

Evaluierung der individuellen Leistungsfähigkeit bzw. des Trainingserfolges
Mittels Ergometrie (ggf. mit Laktatmessung) vor Trainingsbeginn und danach in regelmäßigen Abständen, sicher jedoch
einmal pro Jahr. Bei Veränderung der Dosis von Herzfrequenzbeeinflussenden Medikamenten (ß-Blocker, Ca-
Antagonisten) muss der Trainingspuls mittels Ergometrie erneut bestimmt werden.

Welche realistischen Ziele sollte man sich setzen?
Es ist sowohl für die Intensität als auch für die Häufigkeit des Trainings hilfreich, sich Ziele zu setzen. So kann die Teilnahme an einem 5 km Lauf schon ein großes Ziel für einen ehem. Nicht-Läufer sein. Es kommt bei den Zielen also immer auf die Trainings-Historie und die Leistungsfähigkeit des Einzelnen an.  Da es jedoch motiviert, wenn man ein Ziel erreicht hat mit dem Training weiter zu machen, sollte man sich Ziele setzen.

In welchem Alter sollte man mit dem Training aufhören?
Es konnte selbst bei > 80-jährigen Patienten gezeigt werden, dass es durch regelmäßiges Training zu einer Verringerung der Verletzungshäufigkeit durch Stürze kommt, die Patienten geistig agiler sind und insgesamt gesundheitlich davon profitieren. Somit gibt es keine Grenze, die lediglich am Alter festgemacht wird.

Rückfragen an:
Mag. Mick Weinberger
Leiterin Public Relations und Klinikmarketing, Pressesprecherin
Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH
Tel: +43 (0) 662 4482-1007
Mobil: +43 (0) 699 1707 1007
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