Im Bereich der Flugrettung steht dem Notfallteam nun eine EC 135 der Firma Eurocopter zur Verfügung, außerdem werden die Räumlichkeiten der Flugeinsatzstelle sowohl vom Innenministerium als auch von der Crew des Christophorus 6 genützt. Die weitgehend reibungslose Kooperation beider Strukturen ist insbesondere dem Leiter der Flugeinsatzstelle zu verdanken. Der Pilot der vierköpfigen Mannschaft wird vom ÖAMTC gestellt, Notarzt und Notfallsanitäter kommen wie bisher vom Land Salzburg bzw. vom Roten Kreuz – der Flugretter wird von der Bergrettung bzw. vom ÖAMTC bereit gestellt.
Der Notarztstützpunkt befindet sich in der Chirurgie West bieten sehr gute Arbeitsbedingungen. Neu in den letzten Jahren eingeführte Therapiekonzepte werden erfolgreich durchgeführt, wie z.B. die präklinische Lyse beim Myocardinfarkt, die bereits bei zahlreichen Patienten zu einer deutlichen Verbesserung der Prognose, insbesondere auch durch die enge Zusammenarbeit mit der Interventionellen Cardiologie der II. Medizin, geführt hat.
Im Landeskrankenhaus befinden sich 12 semi-automatischen Defibrillatoren – AED -, die bei schweren Herzrhythmusstörungen mit Kreislaufstillstand derzeit das rascheste und beste Therapeutikum darstellt. Die Mitarbeiter des Landeskrankenhauses wurden in der Anwendung dieses Geräts geschult.
Qualitätssicherung
Die Leitung des Sonderauftrages übernimmt mehrere Funktionen:
- Referent Notfall- u. Katastrophenmedizin der Salzburger Ärztekammer
- Referent in der Österreichischen Ärztekammer
- Mitglied des erweiterten Vorstandes der Österreichischen Gesellschaft für Notfall- und Katastrophenmedizin.
- Verantwortung der lokalen Leitung einer multizentrischen europaweiten Studie „Präklinische Lyse unter Reanimation“ – Troica, die mit Anfang 2005 begonnen wurde.
- Durchführung von Qualitätskontrollen und –sicherungen in Zusammanearbeit mit lokalen ärztlichen Stützpunktleitern in der Funktion als Notärztlicher Leiter des Bundeslandes Salzburg und Mitglied des Chefärztlichen Dienstes des Roten Kreuzes
- Ausbildung der Sanitäter und Abnahme der Abschlussprüfung in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz in der Funktion als medizinischer Leiter der Ausbildungsakademie des österreichischen Roten Kreuzes - Landesverband Salzburg.
Fort- und Weiterbildung
Der Aufrechterhaltung der Qualitätssicherung durch Fort- und Weiterbildung wird auch im Bereiche der Notfallmedizin eine große Bedeutung beigemessen. Deshalb ist die Weiterbildung im Notfallsektor eine absolute Notwendigkeit, da der Einsatz von neuesten Erkenntnissen und Behandlungsmethoden Leben retten kann. Notärzte und Notfallsanitäter nehmen an monatlichen bis zweimonatlichen Fortbildungsangeboten teil. Überdies halten der Leiter des Sonderauftrages und seine Mitarbeiter zahlreiche Vorträge im In- und Ausland ab. Der Leiter des Sonderauftrages ist zum Koordinator für die Vorlesungen Erste Hilfe, Notfall-, Intensiv-, Transfusionsmedizin von der PMU bestellt. Diese Vorlesungen und Praktika werden in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik für Transfusionsmedizin sowie der Universitätsklinik für Anaesthesie und Intensivmedizin durchgeführt. Vom Leiter und den Mitarbeitern des Sonderauftrages für Notfallmedizin wurden im Jahr 2004 bis 2005 fast 600 MitarbeiterInnen aus dem ärztlichen und Pflegebereich sowie dem Vorstand in den Basismaßnahmen der cardiopulmonalen Reanimation und der Anwendung der semi-automatischen Defibrillatoren unterwiesen und geschult.
In Zusammenarbeit mit der ARGE Notfallmedizin Salzburg wurden und werden im Auftrag der Ärztekammer für Salzburg jährlich 2 - 3 Notarztausbildungskurse in Hofgasten abgehalten, weitere 6 Ausbildungswochenenden laut Ärztegesetz in St. Gilgen. An diesen Aus- und Fortbildungswochenenden nahmen Ärzte aus ganz Österreich sowie Süddeutschland und Südtirol teil. Das Team des Notarztstützpunktes Salzburg dankt allen Institutionen, die diese Einrichtung zu Boden und in der Luft unterstützen und somit weiterhin eine rasche und kompetente Hilfe ermöglichen.
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Rotes KreuzOEMATC - Flugrettung










