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Entwicklungspläne für die SALK – Burkhard van der Vorst, neuer SALK Geschäftsführer
Entwicklungspläne für die SALK – Burkhard van der Vorst, neuer SALK Geschäftsführer

Entwicklungspläne für die SALK – Burkhard van der Vorst, neuer SALK Geschäftsführer

Vorstellung neue SALK Geschäftsführung

Burkhard van der Vorst ist ab sofort für die Entwicklung der SALK verantwortlich. Neben der Einhaltung des Budgets stehen die Weiterentwicklung der Kliniken und die Entwicklung einer ganzheitlichen medizinischen Strategie zu Gunsten von PatientInnen und MitarbeiterInnen im Mittelpunkt.

Der Medizinische Bereich teilt sich in: (in vollzeitäquivalenten Stellen)Als Gesprächspartner steht Ihnen zur Verfügung:

Mag. Gabi Burgstaller Landeshauptfrau und Gesundheitsreferentin  
Mag. David Brenner Landeshauptmann Stv. und Finanzlandesrat 
DI Burkhard van der Vorst Geschäftsführer der Gemeinnützigen Salzburger Landeskliniken 

Bildrechte: SALK/Wild&Team
Abdruck honorarfrei

Entwicklungspläne für die SALK– Burkhard van der Vorst, neuer SALK Geschäftsführer

SALZBURG. Die SALK hat mit 1. 12. 2008 einen neuen Geschäftsführer – den 44-jährigen Burkhard van der Vorst, der im Auswahlverfahren für den wirtschaftlichen Direktor des größten Salzburger Unternehmens Bestgereihter wurde. Der 1964 in Mönchengladbach geborene Burkhard van der Vorst ist seit 2004 in den Salzburger Landeskliniken als Servicebereichsleiter Finanzen und  Controlling tätig. Der studierte Informatik-Betriebswirt ist Vater von zwei Kindern.

"Die Salzburger Landeskliniken werden in der Zukunft noch stärker als bisher als Versorger in der Spitzenmedizin gefordert sein und in diesem Bereich landesweit und über die Landesgrenzen hinaus ihr Angebotsspektrum ausweiten. Das erfordert eine gute Arbeitsteilung mit den umliegenden Akut-Krankenhäusern und den niedergelassenen Ärzten sowie eine optimale Abstimmung und Arbeitsteilung auf der medizinischen Ebene". So umreißt Salzburgs Gesundheitsreferentin Landeshauptfrau Gabi Burgstaller die Erwartungen an den neuen SALK-Geschäftsführer Burkhard van der Vorst.

"Im Zentrum aller Anstrengungen der Salzburger Gesundheitspolitik wie auch des SALK-Managements stehen die Menschen. Der Bedarf der Patientinnen und Patienten stehen im Mittelpunkt. Dazu zählt etwa auch der klare Auftrag, die Wartenzeiten etwa in den Bereichen Orthopädie, Gefäßchirurgie und in der ambulanten Versorgung zu verkürzen. Hier wurden bereits deutliche und für die Patienten spürbare Ergebnisse erzielt", betont Burgstaller.

Das Land Salzburg formuliere die strategischen gesundheitspolitischen Vorgaben, die Geschäftsführung sei im operativen Bereich für die Umsetzung verantwortlich, skizziert die Gesundheitsreferentin die Aufgabenverteilung. Zu den Aufgaben der neuen Geschäftsführung zählt nicht zuletzt die Verbesserung der Arbeitsabläufe innerhalb der verschiedenen Abteilungen und zwischen den Abteilungen. Neben der Arbeitsteilung zwischen den einzelnen Spitälern stehe auch das Verhältnis von Spitals- und niedergelassenem Bereich auf der Tagesordnung.

Mit dem Strukturplan Gesundheit 2010 – der bedarfsorientierten Gesundheitsplanung – und dem Masterplan für die bauliche Entwicklung der SALK sei die grundlegende Weiterentwicklung der Landeskliniken in Richtung Patienten- und Zukunftsorientierung festgelegt. "Das Landeskrankenhaus hat gerade im Bereich der Spitzenmedizin wichtige Schwerpunkte gesetzt, etwa beim Ausbau der Krebsbehandlung oder dem Kinder-Schwerpunkt. Diese Schwerpunktsetzungen, wie sie auch im Masterplan festgehalten sind, sind mit Strukturänderungen verbunden, die auch in den nächsten Jahren weiter verfolgt werden müssen" erklärt Gesundheitsreferentin Gabi Burgstaller. Zur medizinischen Strategie hält Burgstaller fest, dass durch Schwerpunktbildungen die Zusammenführung von verschiedenen bisher getrennten Bereichen möglich wird. Das gilt insbesondere für die Zusammenführung von Operationseinheiten, die in Verbindung mit der neuen Arbeitszeitgestaltung zu einer besseren Nutzung von Ressourcen führen wird, ist Burgstaller überzeugt.

"Die SALK sind nicht zuletzt im Dienstleistungsbereich immer stärker als Drehscheibe gefordert, um Schritt für Schritt die Zusammenarbeit der einzelnen Krankenhaus-Standorte zu verbessern", nennt Burgstaller einen weiteren Aufgabenbereich des neuen SALK-Geschäftsführers. Als Beispiel nennt Burgstaller den gemeinsamen Einkauf, hier konnte in den vergangenen drei Jahren eine Kostendämpfung von insgesamt rund neun Millionen Euro erzielt werden. "Ausgehend von diesem Erfolgsbeispiel sind auch in anderen Bereichen Synergiepotenziale zu nutzen, etwa im Bereich der EDV", so Burgstaller.

Sorgsamer Umgang mit Finanzen
Die SALK haben im Jahr 2008 ein Budget von 347 Mio. Euro zur Verfügung. Die Einnahmen speisen sich hauptsächlich aus dem SAGES sowie aus anderen Erlösen. Trotzdem bleibt im laufenden Jahr eine Lücke von 65,3 Mio. Euro, die das Land Salzburg als alleiniger Gesellschafter zu schließen hat.

„Die Landeskliniken sind uns im wahrsten Sinne des Wortes viel wert. Wir werden im kommenden Jahr den Betriebsabgang in der Höhe von 74,6 Mio. Euro mit Mitteln des Landes Salzburg abdecken“, erläutert LH-Stv. David Brenner den finanziellen Rahmen für die SALK im Jahr 2009. "In die Gesundheit investiertes Geld ist gut investiertes Geld. Dennoch wird eine der großen Herausforderungen für die neue Leitung darin bestehen, die Kostendynamik zu bremsen und Einsparungspotenziale nutzbar zu machen, die keinen Einfluss auf die Versorgungsqualität haben. Das Land muss sich finanziell nach der Decke strecken, wird aber seinen Beitrag zur Erhaltung von Spitzenmedizin in Salzburg selbstverständlich leisten.“

Durch das Land Salzburg abgedeckte Abgänge:

Jahr in Euro in Prozent
Erfolg 2004 38.539.507 100
Erfolg 2005 45.149.811 117,15
Erfolg 2006 53.128.667  137,86
Erfolg 2007 59.592.252 154,63
Voranschlag 2008 65.300.000 169,44
Voranschlag 2009 74.620.400 193,62

Seit 1996 hat sich die Anzahl der stationären Patienten die in den Salzburger Spitälern versorgt werden um 43 Prozent bzw. 52.000 Personen erhöht. Die Zahl der Erstaufnahmen in der SALK erhöhte sich von 69.169 (2000) auf nunmehr 90.586 (2007). Alleine von 2006 auf 2007 (dem letzten verfügbaren vollen Kalenderjahr) stiegen die Patientenanzahl im Landeskrankenhaus mit 6,1% am stärksten von allen Salzburger Krankenhäusern. Auch im laufenden Jahr zeichnet sich wieder ein Anstieg der stationären Aufnahmen in der SALK um rund 3,5 Prozent ab.

Das durchschnittliche Patientenalter hat sich seit dem Jahr 2000 von 49,7 auf 53,7 Jahre erhöht. Seit 2004 hat sich der jährliche Zuschussbedarf an die SALK beinahe verdoppelt.

„Die Alterung der Gesellschaft stellt einen wesentlichen Grund für die gestiegenen Aufwendungen für das Gesundheitswesen dar. Seit 2000 nahm die Patientenzahl um fast ein Drittel zu und das durchschnittliche Patientenalter ist heute um 4 Jahre höher. Im gleichen Zeitraum ist die Anzahl der über 60-jährigen Patienten um 55 Prozent angestiegen“, so LH-Stv. Brenner, der das Bekenntnis der neuen Bundesregierung eine „Zwei-Klassen-Medizin“ zu verhindern begrüßt.


 „Auch im laufenden Jahr werden wir beim SALK-Budget wieder eine Punktlandung schaffen“, so LH-Stv. Brenner. Und weiter: „Eines ist klar: Wie die letzten Jahre schon gezeigt haben, wird das Gesundheitswesen bedingt durch die älter werdende Bevölkerung und den medizinischen Fortschritt auch in Zukunft ein finanziell sehr dynamischer Bereich bleiben.“

Die Salzburger Landeskliniken erbringen jedes Jahr Leistungen von höchster Qualität für rund 90.000 stationäre und nahezu 700.000 ambulante PatientInnen – mit einer jährlichen Steigerung von durchschnittlich 3,5%. Fast jeder zweite Patienten davon ist über 60 Jahre alt und das Durchschnittsalter von 53,7 Jahren hat sich seit 2000 um vier Lebensjahre erhöht.

Elektronische Dienstzeiterfassung
Auf den neuen Geschäftsführer warten viele Herausforderungen. Der kürzlich veröffentlichte Landesrechnungshofbericht zeigt eine Vielzahl an KA-AZG Übertretungen auf. Die in Kürze in Betrieb gehende elektronische Dienstplanung für Ärzte macht dies in Zukunft transparenter. Burkhard van der Vorst erklärt: „Überschreitungen des KA-AZG sind bisher in den meisten Fällen nur nachträglich erkennbar.“ Die Dienstplanung der Ärzte erfolgte manuell und ist damit für die Planenden und die Abteilungs- und Hausverantwortlichen nur sehr eingeschränkt auf drohende AZG-Überschreitungen überprüfbar. „Die zuständigen Abteilungsvorstände werden mit dem neuen elektronischen Dienstzeiterfassungs- und Planungsinstrument die ständige Überwachung der Überschreitungen übernehmen. Im Einzelfall ist dann auch besser prüfbar ob es Möglichkeiten für organisatorische Verbesserungen gibt oder die Personalkapazitäten aufgrund deutlich gestiegener Leistungen erhöht werden müssen“, so van der Vorst.

Flexible Arbeitszeitmodelle

Die Arbeitszeitflexibilisierungsmodelle für Ärzte werden einen positiven Einfluss auf die Einhaltung des KA-AZG haben. Kürzlich wurde für das Landeskrankenhaus eine Rahmenvereinbarung geschlossen. Sie wird in den kommenden Wochen und Monaten die Basis von Betriebsvereinbarungen für die einzelnen Kliniken sein. „Eine Ausdehnung auf die CDK und die Landesklinik St. Veit werden wir ebenfalls verhandeln, um auch dort über bereits bestehende Einzelvereinbarungen hinaus Betriebsvereinbarungen zu treffen. Hauptzielrichtung dieser Vereinbarungen ist die bessere Ausnutzung unserer OP-Kapazitäten und Ressourcen teurer Geräte“, betont van der Vorst. 

SALK 2020 Masterplan

Weiterer Handlungsbedarf liegt in Bereichen, in denen die SALK aufgrund beengter räumlicher Gegebenheiten an Grenzen stößt. Die Organisation der Ambulanzen ist dafür ebenso ein Beispiel wie die Dialyse. Für beide Themen arbeitet der Vorstand des Landeskrankenhauses mit Hochdruck an einer Lösung. 

Um die zunehmende Patientenzahlen zu bewältigen benötigen die Landeskliniken die Umsetzung des SALK 2020 Masterplans. „Mit dem vorliegenden Masterplan SALK 2020 können sich die Salzburger Landeskliniken zu einem der modernsten und am stärksten patientenorientierten Krankenhäuser entwickeln. Die positiven Effekte des Masterplans werden für die Patienten sehr deutlich spürbar sein“, ist van der Vorst überzeugt.

Die MitarbeiterInnen des Zentralkrankenhauses erbringen Spitzenleistungen, mit den geplanten Investitionen werde sichergestellt, dass sowohl für PatientInnen als auch MitarbeiterInnen zeitgemäße und qualitätsvolle Behandlungs- und Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Durch den Strukturplan Gesundheit wurde die Aufgabenteilung in Salzburg klar definiert: das Zentralkrankenhaus geht weiter den Weg der Spezialisierung in Richtung Spitzenmedizin.

Entwicklung der Universitätskliniken/ Medizinische Strategie

Die Ärzteschaft kritisierte am Masterplan die fehlende medizinische Strategie. „Nach meiner Wahrnehmung ist die übergeordneten medizinischen Strategie zu präzisieren. Wohin will das Haus? In welchen medizinischen Feldern wollen wir uns – über den Versorgungsauftrag hinaus – eine nationale und internationale medizinische Spitzenposition erarbeiten oder  ausbauen?“, fragt van der Vorst und ergänzt, dass ein gemeinsames Ziel die SALK in die Lage versetzen würde, die Kräfte innerhalb der Landeskliniken besser zu bündeln und Entscheidungen transparenter zu machen. „Es ist nach meiner Einschätzung ein wesentlicher Faktor, die engagierten Mitarbeiter der Kliniken in die Lage zu versetzen, sich in der Entwicklung der Häuser wiederzufinden und diese Entwicklung mit zu tragen und zu gestalten.“

Förderung von MitarbeiterInnen

Eine aktive Fort- und Weiterbildung und Personalentwicklungsoffensive sind weitere Ziele des neuen SALK Geschäftsführers. van der Vorst sieht darin auch eine Möglichkeit den Mitarbeitern die Wertschätzung für ihre Arbeit besser auszudrücken. „Der Auftrag für das Konzept für eine aktive Personalentwicklung ist bereits erteilt und wird vom Servicebereich Personal und dem SALK-Bildungszentrum gemeinsam mit Hochdruck verfolgt. Für die medizinischen Berufe werden wir auch hier eng mit der PMU zusammen arbeiten“, sagt van der Vorst.

Personalstandentwicklung in Zahlen

Von 2003 bis Mai 2008 stieg die Zahl der vollzeitäquivalenten Stellen beim Medizinischen Personal um 234,68. Vollzeitäquivalent bedeutet, dass alle Teilzeitarbeitsverhältnisse in Vollzeitstellen umgerechnet wurden. Das bedeutet, dass in Realität viel mehr als 234 Menschen einen Arbeitsplatz gefunden haben, da viele von ihnen Teilzeit arbeiten.

In Summe bietet die SALK derzeit 4.282,32 vollzeitäquivalente Stellen (4.868 Köpfe/2007). Das sind um 5,1 Prozent mehr als im Jahr 2003. Das medizinische Personal hat sogar um 8,2 Prozent zugenommen, die MitarbeiterInnen im Verwaltungsbereich haben dagegen um 2,2% abgenommen.

Am stärksten zugelegt hat die Gruppe der nichtärztlichen Akademiker. Dazu gehören etwa Psychologen, Biologen, Chemiker und Physiker. Auf den zweiten Platz kommen die ÄrztInnen mit einer Steigerung von 17,3 Prozent.

Personalstandentwicklung (in vollzeitäquivalenten Stellen)

 

2003

2008(01-05)

Veränderung absolut

In Prozent

Medizinischer Bereich

 2.859,61

 3094,29

 + 234,68

 + 8,2 %

Nicht med. Bereich

 1.214,76

 1.188,03

 - 26,73

 - 2,2 %

Der Medizinische Bereich teilt sich in: (in vollzeitäquivalenten Stellen)

 

2003

2008(01-05)

Veränderung absolut

In Prozent

ÄrztInnen

 583,86

 648,90

 101,04

+ 17,3 %

Nichtärztliche Akademiker

49,78

 76,20

 26,42

 + 53,1 %

Hebammen

22,56

 25,85

 3,29

+ 14,6 %

Diplomiertes Pflegepersonal

 1.433,88

 1.544,08

 110,20

 + 7,7 %

Med. Techn. Dienste

289,88

 303,05

 13,17

 + 4,5 %

Stationäre Hilfsdienste

 479,65

 460,20

 -19,45

 - 4,1 %

Die SALK ist eines der familienfreundlichsten Unternehmen. 1,2 Millionen Euro gibt es jährlich für soziale Leistungen und MitarbeiterInnen-freundliche Regelungen aus. Die Familienfreundlichkeit wurde unter anderem bei einem Landeswettbewerb bestätigt, bei dem der dritte Platz erreicht werden konnte. Erst im vergangenen Jahr erfolgte die Auditierung bzw. Zertifizierung als „Familienfreundliches Unternehmen 2007“ durch das Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend. Im heurigen Jahr beteiligte sich die SALK erfolgreich am Landeswettbewerb „Family Business Award – Salzburg sucht seine familienfreundlichsten Unternehmen“.

In allen möglichen Bereichen wird auf die gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf geachtet. Teilzeit spielt dabei eine wichtige Rolle. Derzeit liegt der Teilzeitanteil bei 32,1 Prozent. Frauen haben den größten Anteil daran. Der Trend zu Teilzeit hält an – auch bei den Männern. Die Stundenmodelle reichen von sieben bis 35 Wochenstunden.

Rückfragen an:

Mag. Mick Weinberger
Leiterin PR und Klinikmarketing, Pressesprecherin
Tel: +43 (0) 662 4482 -1007
Mobil: +43 (0) 699 1707 1007
E-Mail: presse@salk.at oder m.weinberger@salk.at

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