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3 Tesla MR
3 Tesla MR

3 Tesla MR – ohne Röntgenstrahlung detaillierter Blick auf Ursachen von Schlaganfall, Demenz, Epilepsie und unterstützt bei Operationen

Kernspintomografie nimmt wichtige Rolle in Diagnostik, Behandlung und in der Forschung ein:

Magnetresonanz-Tomograf der neuen Generation macht neurologische Erkrankungen leichter sichtbar. Für die Patientinnen und Patienten verbessern sich dadurch die Heilungschancen und die Zeit für die Untersuchung wird verkürzt.

Als Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:

Prim. Univ.-Prof. Dr. Gunther Ladurner
 

Ärztlicher Direktor der Christian-Doppler-Klinik
Vorstand der Universitätsklinik für Neurologie

Prim. Univ.-Prof. Dr. Mario Grobovschek
 

Vorstand des Universitätsinstitutesfür
Kernspintomografie (MRI)

Priv.-Doz. Dr. Dipl.-Ing. Stefan Golaszewski
 

Oberarzt der Neurologie
Verantwortlich für MR-Forschungsbereich der Universitätsklinik für Neurologie

MR der neuen Generation – bessere Diagnostik

SALZBURG.An der Christian-Doppler-Klinik im Salzburger Universitätsklinikum werden hauptsächlich Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems diagnostiziert und behandelt. Mit dem 3 Tesla Magnetresonanz-Tomografen (kurz 3T MR) ist eine noch genauere Diagnostik – besonders im Bereich der Neurologie – möglich. Die Kernspintomografie (MRI) nimmt generell einen immer wichtigeren Platz in der medizinischen Diagnostik ein. Mit ihr können sowohl die Strukturen des Gehirns und des Rückenmarks, als auch der Knochen, der Bandscheiben und der Gefäße dargestellt werden. – Und das mit großem Detailreichtum.

„Die Patientinnen und Patienten profitieren unter anderem von der kürzeren Behandlungsdauer mit dem neuen Gerät“, sagt Prim. Univ.-Prof. Dr. Gunther Ladurner, Ärztlicher Direktor der Christian-Doppler-Klinik und Vorstand der Universitätsklinik für Neurologie. „Gerade bei Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems ist die Kernspintomografie in der Diagnostik und in der Behandlung unerlässlich.“ Auch die Forschung setzt große Hoffnung in den neuen 3T MR. „Mit ihm können Untersuchungsbereiche erfasst werden, die bisher überhaupt nicht, oder nur sehr schwer zugänglich waren“, sagt Prim. Univ.-Prof. Dr. Mario Grobovschek, Vorstand des Universitätsinstitutes für Kernspintomografie.

Höhere Feldstärken für genauere Diagnostik

„Die Entwicklung der Kernspintomografie geht in Richtung immer höherer Feldstärken“, Dr. Stefan Golaszewski, Oberarzt für Neurologie an der Christian-Doppler-Klinik. Der Mediziner ist verantwortlich für den MR-Forschungsbereich der Univ-Klinik für Neurologie.

Der 3T MR zeichnet sich durch eine höhere Auflösung der dargestellten Bilder, ein besseres Signal-zu-Rausch-Verhältnis sowie durch eine bessere Kontrastierung  der dargestellten Gewebsstrukturen  aus. Das Signal-zu-Rausch-Verhältnis gibt Auskunft über die Qualität der Signalübertragung. „Sehr kleine anatomische Strukturen – vor allem Gefäße – können so wesentlich besser dargestellt werden, als mit niedrigerer Feldstärke wie etwa 1,5 Tesla“, sagt Dr. Mario Grobovschek. 3 Tesla wird als nächste allgemeine Linie von MR-Scannern angesehen.

„Der Vorteil liegt vor allem im Bereich der Neurologie“, bestätigt auch Ladurner. „Die besseren Einsatzmöglichkeiten im Vergleich zu einem 1,5 Tesla-Gerät zeigen sich auch in den Bereichen Skelett, Knorpel und Gefäße.“

Vorteile des 3 Tesla MR:

Kürzere Untersuchungsdauer
Viele Patientinnen und Patienten haben Mühe sich während der Untersuchung mit dem Magnetresonanz-Tomografen ruhig zu verhalten. Durch den 3T MR wird die Untersuchungsdauer wesentlich verkürzt.

Bessere Darstellung des Kontrastmitteleffektes und Reduktion der Kontrastmittelmenge auf etwa die Hälfte
Der Effekt des Kontrastmittels ist für den untersuchenden Arzt / die untersuchende Ärztin wesentlich besser zu erkennen. Die Patienten werden weniger belastet, da nur etwa 50 Prozent der üblichen Menge an Kontrastmittel für die Untersuchung benötigt werden.

Bessere Untersuchungsmöglichkeiten von Hirnmetaboliten  und Hirnfunktionen

Bessere Darstellung der Fasersysteme im Gehirn
Gerade bei der Interpretation von neurologischen Störungen sowie bei neurochirurgischen Eingriffen bringt eine bessere Darstellung der Fasersysteme im Gehirn entscheidende Vorteile.

Bei Demenz und Bewusstseinsstörungen

„Wir haben bessere und stärkere Signale bei der funktionellen MRT und bei der MR-Spektroskopie“, sagt Golaszewski. MRT-Untersuchungen sind in Bezug auf Hirnaktivität wesentlich sensitiver. „Das hilft vor allem bei Patientinnen und Patienten mit dementiellen Erkrankungen sowie bei jenen mit schweren Bewusstseinsstörungen“, sagt der Mediziner.

Sicherheit bei Tumoroperationen

Die bessere Darstellung der Hirnfasersysteme ist gerade für Tumoroperationen von enormer Bedeutung. „Für den Neurochirurgen ist es wichtig, vor einer Tumoroperation zu wissen, wie die Hirnfasern in dem Gebiet, in dem operiert wird, verlaufen“, beschreibt Golaszewski. Diese Untersuchung ist durch den 3T MR genauer und schneller möglich. Außerdem lässt sich in einem Untersuchungsvorgang die gesamte Neuroachse darstellen. Das war bis jetzt nicht möglich.

Verbessert wird auch die Bildgebung bei der Perfusionsuntersuchung – das ist zum Beispiel die Darstellung von Blut, das durch Gefäße fließt. Davon profitiert vor allem die Schlaganfalldiagnostik, bei der durch die Perfusionsuntersuchung revitalisierbares Gewebe, d.h. Gewebe, welches sich nach einem Schlaganfall wieder erholen kann, erkannt werden kann. Diese Information ist wichtig für die Definition von Zeitgrenzen, bis zu denen ein Patient mit einer Lysetherapie, einer der Meilensteine in der Schlaganfalltherapie, behandelt werden kann. 

Ursachenforschung bei Epilepsie

Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Epilepsie. Strukturanomalien im Hirngewebe lassen sich leichter nachweisen. „Damit können mit dem 3T MR Ursachen für Epilepsien gefunden werden, die man bisher nicht finden konnte“, erklärt Primar Grobovschek. Der neue MR ist gegenüber pathologischen Veränderungen im Hirngewebe generell sensitiver.

Bessere Möglichkeiten für die Forschung

Diagnostik, Behandlung und auch Forschung profitieren von dem Magnetresonanz-Tomografen der neuen Generation. So untersucht beispielsweise das Institut für Psychologie von der Naturwissenschaftlichen Fakultät die Neurokognition – die Erfassung von Denkvorgängen. Je genauer man die Zusammenhänge kennt, desto weniger Rolle spielen Einschränkungen der Untersuchungsmöglichkeiten.

Was ist Magnetresonanz-Tomografie?
Magnetresonanz-Tomografie – kurz MRT – ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung der Gewebestrukturen im Körperinneren. Mit Hilfe des Magnetresonanz-Tomografen werden Schnittbilder des menschlichen Körpers erstellt, die eine sehr gute Beurteilung in punkto Veränderung zulassen. Die Magnetresonanz-Tomografie übertrifft die Darstellbarkeit von Computertomografie und Röntgen und belastet den Körper nicht mit ionisierender Strahlung wie etwa Röntgen und CT

Vereinfachen und weiterentwickeln

Die Christian-Doppler-Klinik rechnet damit, dass mit Hilfe des neuen Gerätes vor allem die Behandlung von Schlaganfall, die Untersuchung von demenziellen Erkrankungen (Alzheimer) sowie operative Verfahren vereinfacht und weiterentwickelt werden können. „Wir wollen mit dem neuen Gerät in absehbarer Zeit wesentliche Entwicklungsschritte setzen“, sagt der Ärztliche Leiter Dr. Gunther Ladurner.

Mag. Mick WeinbergerLeiterin
PR und Klinikmarketing,
SALK Pressesprecherin

Müllner Hauptstraße 48
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Tel: +43 (0) 662 4482 -1007
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Bilder

Team 3Teslar Doz. Golaszewski Prof. Grobovschek Prof. Ladurner

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