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Makuladegeneration: Neue Behandlungsmethoden für die altersbedingte Form der Netzhautverkalkung
Makuladegeneration: Neue Behandlungsmethoden für die altersbedingte Form der Netzhautverkalkung

Makuladegeneration: Neue Behandlungsmethoden für die altersbedingte Form der Netzhautverkalkung

Erkrankungen des Sehzentrums werden immer häufiger diagnostiziert:

Die Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie ist bei der Behandlung von altersbedingter Makuladegeneration österreichweit führend. Selbst schwerwiegende Formen können erfolgreich behandelt werden.

Als Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:

  • Univ.-Prof. Prim. Dr. Günther Grabner
    Vorstand der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der PMU
  • Univ.-Doz. Dr. Stefan F. Egger 
    1.Oberarzt der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der
    PMU, Leiter der Netzhautambulanz
  • Dr. Christoph Ortner 
    Universitätsklinik f. Augenheilkunde und Optometrie der PMU,
    Netzhautambulanz

Altersbedingte Makuladegeneration: Häufigste Ursache für Verlust der Sehkraft

SALZBURG / Altersbedingte Makuladegeneration – häufig auch als Netzhautverkalkung bezeichnet – ist eine Erkrankung des Sehzentrums des Auges. An der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie in Salzburg werden ständig die absolut neusten therapeutischen Möglichkeiten zur Behandlung eingesetzt. Bei den neuen Methoden werden beispielsweise Medikamente in das Augeninnere appliziert,  auch der Einsatz von Bestrahlungstherapie ist geplant.

Die demografische Entwicklung ist ein Grund dafür, dass diese Erkrankung die Hauptursache für Erblindung im höheren Alter in der westlichen Welt ist. „Die Zunahme liegt aber auch an einer genetischen Disposition und zusätzlichen Umwelteinflüssen“, sagt Primarius Univ.-Prof.  Dr. Günther Grabner, Vorstand der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie. „Zu Schädigungen kommt es insbesondere durch Rauchen und vermutlich auch durch eine vermehrte Lichtexposition.“

Die Universitätsaugenklinik Salzburg nimmt an mehreren internationalen Studien zur Behandlung von altersbedingter Makuladegeneration teil. Davon profitieren vor allem die Patientinnen und Patienten.

Als Makula wird die „Stelle des schärfsten Sehens“ bezeichnet . Sie ist unter anderem für das Erkennen von Details wie Gesichtern verantwortlich und sorgt dafür, dass wir Lesen und Fernsehen können. „Schäden in diesem sehr sensiblen Bereich des Auges können dunkle Flecken im zentralen Gesichtsfeld auftreten lassen, zu einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Beeinträchtigung des Lesevermögens, oder sogar zum völligen Verlust der Lesefähigkeit führen“, sagt Grabner. Eine vollständige Erblindung sei grundsätzlich nicht zu befürchten, da in der Regel ein orientierendes Sehen immer erhalten bleibe.

Zwei Formen der Makuladegeneration
Das Risiko an einer Makuladegeneration zu erkranken, steigt mit dem Alter stark an. Wie der Name Netzhautverkalkung sagt, kommt es dabei zu Ablagerungen in einem sehr sensiblen Teil des Auges. „Sinneszellen können zerstört und die Sehfunktion damit beeinträchtigt werden“, sagt Univ.-Doz. Dr. Stefan Egger, erster Oberarzt der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie sowie Leiter der Netzhautambulanz.

Es gibt zwei Formen der Makuladegeneration: die trockene und die feuchte. Die trockene Form der Erkrankung tritt besonders häufig auf. „Die meisten Menschen sind dadurch jedoch nur gering beeinträchtigt“, sagt Egger. „Bei zehn bis 15 Prozent der an einer trockenen Form leidenden Menschen tritt jedoch zusätzlich eine Neubildung von Blutgefäßen unter dem Sehzentrum auf.“ Flüssigkeit tritt aus – deshalb der Name „feuchte Makuladegeneration“. Diese Form führt in der Regel sehr rasch zu einer deutlichen Verschlechterung des Sehvermögens. Egger beschreibt: „Die Patientinnen und Patienten bemerken einen dunklen Fleck im Gesichtsfeld, sie können andere Menschen nicht mehr erkennen, können nicht mehr Lesen und gerade Linien erscheinen gekrümmt.“

Neueste Behandlungsmöglichkeiten
Eine wirkliche Behandlungsmöglichkeit für die trockene Form der Makuladegeneration ist bis dato nicht verfügbar. Allerdings bleibt diese bei etwa 85% der betroffenen Patienten stabil, das Sehvermögen ist in der Regel nur geringfügig beeinträchtigt.Eine Anpassung von optimalen Sehhilfen ist nötig und in bestimmten Fällen kommt eine Kombinationstherapie mit hochdosierten Vitaminen in Frage. „Damit kann das Risiko eines Voranschreitens der trockenen Makuladegeneration nochmals reduziert werden“, erklärt der Augenspezialist. „Es muss allerdings berücksichtigt werden, dass der Zustand beim überwiegenden Teil der Betroffenen ohnehin völlig von selbst stabil bleibt.“

Anders bei der feuchten Form der Netzhautverkalkung: Sie ist immer mit einer schweren Beeinträchtigung des Sehvermögens verbunden. „Für diese Form stehen uns laserchirurgische und operative Therapiemöglichkeiten zur Verfügung“, erklärt Egger. Welche Methode im Einzelfall angewandt wird, hängt vom Untersuchungsbefund ab.

Bestrahlung und Medikamente ins Augeninnere
Absolut neu ist die Methode, bei der Medikamente in das Augeninnere appliziert werden. „Diese Art der Behandlung verfügt – im Vergleich zu den bisherigen Methoden – über andere Wirkungsmechanismen und kann damit ebenfalls eine Verbesserung für die Patientinnen und Patienten bringen“, sagt Egger. „Wir werden außerdem an einer Studie teilnehmen, bei der Patientinnen und Patienten, die unter feuchter Makuladegeneration leiden, mit lokaler Bestrahlungstherapie erfolgreich behandelt werden können.“ Diese Methode kommt im Rahmen eines operativen Eingriffs zur Anwendung.

Erkennen der Krankheit
In frühen Stadien ist altersbedingte Makuladegeneration meist symptom los und völlig stabil. Sehr viele Menschen, die unter dieser Augenkrankheit leiden, merken es nicht. „Eine regelmäßige augenärztliche Kontrolle ab dem 40. Lebensjahr ist daher sehr zu empfehlen“, rät der Mediziner. Bei der Untersuchung des Augenhintergrundes klärt der Facharzt ab, ob eine altersbedingte Netzhautverkalkung vorliegt, oder nicht. „Diese Untersuchung ermöglicht auch eine genaue Differenzierung der verschiedenen Formen der Erkrankung“, sagt Egger. „Der Arzt kann schließlich über die therapeutischen Maßnahmen entscheiden.“

Selbstkontrolle als erster Test
Zusätzlich zu den augenärztlichen Kontrolluntersuchungen, helfen regelmäßige Selbstkontrollen, eine altersbedingte Makuladegeneration frühzeitig zu erkennen. Egger rät zu einem effizienten, leicht durchführbaren Test: „Halten Sie sich ein Auge zu und schauen Sie auf die Fugen zwischen den Fliesen in Ihrem Badezimmer. Sollte diese wellig und nicht gerade erscheinen, so ist eine augenärztliche Untersuchung dringend anzuraten.“

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Mag. Mick Weinberger
Leiterin PR und Klinikmarketing, Pressesprecherin
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Bilder

Bild von einem normalen Augenhintergrund Bild mit einer altersbedingten Makuladegeneration Doz. Egger Doz. Egger Dr.Ortner Prof. Grabner

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