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Neue Wirbelsäulenstation
Neue Wirbelsäulenstation

Neue Wirbelsäulenstation bietet umfassende Behandlungen – Schwerpunkt liegt auf Therapie von Bandscheiben-Erkrankungen

Mit der Gründung der Wirbelsäulenstation wird ein Schwerpunkt gesetzt: Durch die enge Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik für Neurologie kann ein vollständiges Therapiespektrum bei Wirbelsäulen-erkrankungen angeboten werden. – Ein Angebot, das in dieser Organisationsform in Österreich einzigartig und wegweisend ist.

Als Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:

Univ.-Prof. Prim. Dr. Gunther Ladurner  Ärztlicher Direktor der Christian-Doppler-Klinik  
OA Dr. Wolfgang Piotrowski Leiter der Wirbelsäulenstation

Sonderauftrag für Wirbelsäulenchirurgie: Schwerpunkt liegt auf Wirbelsäulen-Erkrankungen

SALZBURG / Für ganz Österreich einzigartig und wegweisend ist die Organisationsform, die an der Christian-Doppler-Klinik zum Einsatz kommt. Mit der Gründung der Wirbelsäulenstation wird ein Schwerpunkt gesetzt. Das angebotene Therapiespektrum ist durch die enge Zusammenarbeit der Universitätsklinik für Neurochirurgie mit jener für Neurologie vollständig.

Patientinnen und Patienten mit Wirbelsäulenerkrankungen haben an der neu gegründeten Wirbelsäulenstation alle Behandlungsmöglichkeiten. Das Therapiespektrum ist komplett: Es reicht von operativen bis zu konservativen Therapien – inklusive physiotherapeutischer und psychologischer Betreuung. „Neben dem interdisziplinären Therapieansatz wird die Organisation optimiert und damit die Effizienz der gesamten Behandlung gesteigert“, sagt Univ.-Prof. Prim. Dr. Gunther Ladurner, Ärztlicher Direktor der Christian-Doppler-Klinik. Deutlich wird dies im verkürzten stationären Aufenthalt der Wirbelsäulenpatientinnen und Patienten. Davon profitieren sowohl PatientInnen als auch die Klinik selbst.

Ein Schwerpunkt der Wirbelsäulenstation ist die Behandlung von Bandscheibenerkrankungen an der Hals- und der Lendenwirbelsäule. „In diesem Bereich geht es besonders um die Funktionserhaltung bzw. die Wiederherstellung des Bewegungssegmentes“, sagt OA Dr. Wolfgang Piotrowski, der Leiter der Wirbelsäulenstation.

Erfolgreich seit der Gründung
Das Behandlungsangebot in Zusammenarbeit mit dem Sonderauftrag für Wirbelsäulenchirurgie wird sehr gut angenommen. Die Zahl der Patientinnen und Patienten steigt angenommen. Die Zahl der Patienten steigt ständig an, die Operationen haben sich seit der Gründung des Sonderauftrags im Jahr 2002 sogar verdreifacht. „Ein Grund dafür ist die ständig steigende Zahl der Zuweisungen durch die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen“, sagt Piotrowski. In diesem Bereich hat sich die Frequenz in den vergangenen beiden Jahren verdoppelt. Ambulant erfolgt die Versorgung über die Wirbelsäulenambulanz. Auch diese wird so gut angenommen, dass ihr Betrieb bereits auf zwei Wochentage erweitert wurde.

Grafik: Anzahl der Operationen seit Gründung des Sonderauftrages im Jahr 2002

Beim Großteil der Operationen geht es um die Behandlung von Bandscheibenerkrankungen. „Die weiteren Schwerpunkte liegen in der operativen Behandlung von Tumoren der Wirbelsäule und der Therapie osteoporosebedingter Wirbelsäulenerkrankungen“, erklärt Leiter Piotrowski.

Akut oder chronisch
Zehn Betten stehen der Universitätsklinik für Neurologie an der Wirbelsäulenstation – zur konservativen Behandlung – zur Verfügung. „Dort behandeln wir akut aufgetretene, aber auch seit längerem bestehende chronische Rückenschmerzen“, erklärt Piotrowski. „Die häufigste Diagnose die dabei gestellt wird, ist Bandscheibenherniation.“ (Einklemmung der Bandscheiben) Gleich dahinter kommt der unspezifische Rückenschmerz (siehe

Grafik: Jene Diagnosen, die am häufigsten gestellt wurden.

„An der Neurologischen Abteilung stehen zur Abklärung der Beschwerden alle konventionellen Untersuchungsmethoden zur Verfügung“, sagt der Ärztliche Direktor. Dazu gehören Röntgen, Computertomografie, 3-Tesla-Kernspintomografie, Myelografie, Elektromyografie, somatosenible und magnetisch evozierte Potenziale sowie Einrichtungen der Ganganalyse.

Je genauer die Ursachen von Beschwerden zugeordnet werden können, desto zielgerichteter kann die Behandlung erfolgen. „Diese wird interdisziplinär unter Einbeziehung der physiotherapeutischen Abteilung und der klinischen Psychologie durchgeführt“, erklärt der Leiter der Wirbelsäulenstation. Das ÄrztInnen- und Pflegeteam, das dabei zum Einsatz kommt, hat Erfahrung in der Betreuung von Schmerzpatientinnen und Patienten. Die Behandlung wird nach einem „multimodalen Therapiekonzept“ durchgeführt.

Das multimodale Therapiekonzept
Das multimodale Therapiekonzept beinhaltet zum einen eine medikamentöse Therapie, deren Dosis stufenweise gesteigert wird. Dazu kommen physikalische Maßnahmen. Diese können passiver Art in Form von Wärmeanwendungen, Elektrotherapie und elektrische Nervenstimulation (TENS) sowie als Massagen verabreicht werden. Als zweite Form steht die aktive physiotherapeutische Behandlung zur Verfügung. „Es gibt Einzeltherapien, aber auch Gruppenbehandlungen mit Dehn- und Kräftigungsübungen“, sagt Univ.-Prof. Dr. Ladurner. Die Patientinnen und Patienten werden auch im Hinblick auf ihr künftiges Verhalten geschult. Ergänzend können Unterwassertherapie und andere Therapieverfahren eingesetzt werden.

Mit Computertomografie-gestützter Infiltration besteht die Möglichkeit, Schmerzen gezielt auszuschalten. In Einzelfällen ist es auch möglich, Schmerzen mit Operationen auszuschalten, bzw. Stimulatoren oder Schmerzpumpen zu implantieren.

Kein Schmerzgedächtnis
Zeigen die konservativen Maßnahmen keinen bzw. keinen ausreichenden Erfolg, kann durch die enge Kooperation mit der Neurochirurgie sofort ein operativer Eingriff durchgeführt werden. Sei es eine Bandscheibenchirurgie oder ein Bandscheibenersatz, eine Stabilisierung oder ein anderes Verfahren, das an der Neurochirurgie durchgeführt wird. „Neben den operativen Verfahren zur Ausschaltung des Schmerzes soll die multimodale Therapie einer Chronifizierung des Schmerzes vorbeugen“, erklärt Prof. Dr. Gunther Ladurner. „Wir verhindern damit die Ausbildung eines so genannten Schmerzgedächtnisses.“

Um das zu erreichen, braucht es ein Behandlungskonzept, das ein Zusammenspiel körperlicher und seelischer Faktoren sowie sozialer Komponenten berücksichtigt. Schmerzdistanzierende Medikamente wie Psychopharmaka oder andere spezielle Substanzen können ebenfalls zum Einsatz kommen. Prof. Dr. Gunther Ladurner betont: „Gemeinsam mit unseren Psychologen werden Wechselwirkungen zwischen Schmerz und seelischem Erleben erarbeitet und Schmerzbewältigungsstrategien erlernt.“ Dazu gehören unter anderem Entspannungsübungen wie autogenes Training, Biofeedback, Yoga und die Therapie nach Jakobson.

Bestens angepasstes Therapiekonzept
„Das Zusammentreffen all dieser Komponenten – insbesondere der chirurgischen und der neurologisch konservativen – gibt die größtmögliche Sicherheit, dass für jede Patientin und jeden Patienten jenes Therapiekonzept zum Einsatz kommt, das ihrer bzw. seiner Situation am besten angepasst ist“, erklärt der Leiter der Wirbelsäulenstation. Voraussetzung dafür ist, dass aus allen möglichen Therapiekonzepten gewählt werden kann. Damit werden längere Spitalsaufenthalte, unnötiges Warten auf geplante Eingriffe und mehrdimensionale Therapien – die ansonsten häufig nur in Ansätzen durchgeführt werden – verhindert.

Medizinische Fortschritte
Diagnostische und therapeutische Entwicklungen sowie technische Fortschritte sind der Grund dafür, dass sich die Behandlungsergebnisse bei Wirbelsäulenerkrankungen verbessert haben. In Summe ermöglichen sie es, den allgemein steigenden Ansprüchen an die Lebenserwartung gerecht zu werden. „Diese Entwicklungen haben zu einer Änderung der Altersstruktur und zu einer Zunahme der zu erbringenden Leistungen geführt“, sagt Ladurner, Ärztlicher Leiter der Christian-Doppler-Klinik.

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Mag. Mick Weinberger
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