ELGA-Start im Krankenhaus Hallein und im Krankenhaus Schwarzach
ELGA-Start im Krankenhaus Hallein und im Krankenhaus Schwarzach

ELGA-Start im Krankenhaus Hallein und im Krankenhaus Schwarzach

Immer mehr Gesundheitseinrichtungen in Österreich dabei

ELGA steht für „elektronische Gesundheitsakte“ und ist ein gemeinsames nationales Projekt der ELGA-Systempartner (Bund, Länder und Sozialversicherung). Die Bilanz nach rund einem Jahr Betrieb der elektronischen Gesundheitsakte ELGA kann sich sehen lassen: Über zweieinhalb Millionen e-Befunde sind seit dem ELGA-Start vor knapp zwölf Monaten entstanden. Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stv. Mag. Dr. Christian Stöckl erklärt: „Für Spitalsärzte hat ELGA den Vorteil, dass Patienten-Befunde auf Knopfdruck zur Verfügung gestellt werden können – vorausgesetzt, der Patient nimmt an ELGA teil. Derzeit sind in ELGA ausschließlich ärztliche und pflegerische Entlassungsbriefe aus Krankenanstalten, in naher Zukunft auch Laborbefunde, Radiologiebefunde sowie Medikationsdaten verfügbar, die ab dem Start von ELGA entstanden sind.“

ELGA verbessert die Qualität im österreichischen Gesundheitssystem
Das wesentliche Ziel von ELGA ist es, die Qualität im österreichischen Gesundheitswesen zu verbessern. Dies soll durch die Optimierung des Informationsflusses zwischen den unterschiedlichen Gesundheitsdiensteanbietern (GDA) realisiert werden. Damit sind rasche und faktengestützte Diagnosen und Behandlungen möglich. Die ELGA-Gesundheitsdaten erlauben einen medizinischen Überblick zu jeder Patientin und jedem Patienten. Basierend darauf, können Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegepersonal ihr gesamtes Behandlungs- und Betreuungspotential ausschöpfen und individuell auf die Patientinnen und Patienten eingehen. Langwierige Befundsuche, Mehrfachuntersuchungen oder vergessene Medikamente sollten mit ELGA der Vergangenheit angehören.

Schon mehr als 60 Gesundheitseinrichtungen arbeiten mit ELGA
Drin Susanne Herbek, Geschäftsführerin der ELGA GmbH erläutert: „ELGA, eines der bisher größten gesundheitspolitischen Projekte Österreichs, ist im Rahmen der geltenden Vereinbarung gemäß Art.15a B-VG für die Organisation und Finanzierung des Gesundheitswesens organisatorisch und finanziell zwischen den ELGA-Systempartner fixiert. Das ELGA-Gesetz trat am 1. Januar 2013 in Kraft. In Salzburg beginnen heute das Krankenhaus Hallein sowie das Krankenhaus Schwarzach mit ELGA. Ab Mitte Jänner 2017 folgen dann schrittweise alle weiteren öffentlichen Salzburger Spitäler mit der Nutzung. Das Projekt wurde in Salzburg durch das Team rund um Ing. Roland Novak sehr gut umgesetzt.“

Nächste Schritte im Detail
In Salzburg startet zuerst das Krankenhaus Hallein sowie das Krankenhaus Schwarzach am 1. Dezember 2016. Ab Mitte Jänner 2017 folgen dann schrittweise alle öffentlichen Salzburger Spitäler mit der Nutzung von ELGA. Technisch lag die Herausforderung vor allem daran, die unterschiedlichen Krankenhaus-Informations-Systeme (kurz KIS genannt) auf eine ELGA-Tauglichkeit vorzubereiten. Ing. Roland Novak, Projektleiter „Umsetzung ELGA“ im Bundesland Salzburg, berichtet: „Diese beiden Kliniken waren deshalb für den Start im Bundesland Salzburg ideal, weil man mit den KIS Systemen der beiden Kliniken (KH Hallein: PCS – Patidoc und KH Schwarzach: I.S.H.Med) bereits Erfahrungen in Krankenhäusern in Kärnten und der Steiermark machen konnte.“

Qualität und Datensicherheit haben oberste Priorität
Eine sorgfältige Planung und umfangreiche technische Tests gewährleisten Stabilität und funktionale Sicherheit des ELGA-Systems. Bei den Tests mit künstlichen Daten in Laborumgebungen wurden deshalb alle zukünftigen Funktionalitäten von ELGA wie der Austausch von Spitalsentlassungsbriefen und die e-Medikation detailliert geprüft, denn Qualität und Sicherheit stehen bei ELGA an oberster Stelle.

ELGA – mehr Rechte der Bürgerinnen und Bürger
Neben der optimalen Versorgung und dem Schutz vor Gesundheitsrisiken stärkt ELGA auch die Rechte der Patientinnen und Patienten. Über das ELGA-Portal können die eigenen Gesundheitsdaten (Befunde, Medikationsdaten) rund um die Uhr eingesehen werden. Der Zugang zur persönlichen ELGA erfolgt über das österreichische Gesundheitsportal  mittels Handysignatur oder Bürgerkarte und Lesegerät. Gleichzeitig bestimmen die Patientinnen und Patienten selbst, welche Daten für wen sichtbar sind. Kinder unter 14 Jahren werden von ihren Eltern bzw. ihren Erziehungsberechtigten vertreten. Personen, die nicht handlungs- bzw. geschäftsfähig sind, werden von einem Sachwalter oder einer Sachwalterin vertreten. ELGA-GDA können nur dann ELGA-Gesundheitsdaten ihrer Patientinnen bzw. Patienten abrufen, wenn ein aufrechtes Behandlungs- bzw. Betreuungsverhältnis besteht. Diese Bestätigung erfolgt im niedergelassenen Bereich durch das Stecken der e-card und der Admin-Karte in den Ordinationen bzw. durch die Aufnahme in den Krankenhäusern.

Gesundheitsinformationen für optimale Behandlung sofort verfügbar
Die Leiterin der Salzburger Patientenanwaltschaft, Dr. Mercedes Zsifkovics betont: „Die elektronische Gesundheitsakte ELGA bringt den Patienten viele Vorteile: Sie brauchen ihre Befunde nicht mehr von A nach B zu tragen, ihr behandelnder Arzt hat sie auf Knopfdruck, und Doppel- oder Mehrfachuntersuchungen können so vermieden werden. Zudem verbessert eine übersichtliche Medikamentenliste die Medikamentensicherheit für die Patienten, denn der behandelnde Arzt oder der Apotheker sieht auf einen Blick, welche Medikamente eingenommen werden. ELGA ist eine gesunde Entscheidung, denn ELGA stärkt die Patientenrechte und die Patientenautonomie. Mit ELGA sind alle relevanten Gesundheitsinformationen für eine optimale Diagnostik und Therapie sofort verfügbar. Das erhöht die Patientensicherheit enorm.“

Für ELGA gelten die höchsten Sicherheitsstandards. Entlassungsbriefe oder Befunde bleiben – wie bisher – im Verantwortungsbereich des Spitals oder der Ärztin bzw. des Arztes gespeichert. Die Medikationsdaten werden zentral und verschlüsselt im Verantwortungsbereich der Sozialversicherung gespeichert. Die ELGA-Gesundheitsdaten werden ausschließlich in verschlüsselter Form und in speziell für das Gesundheitswesen etablierten, sicheren Gesundheitsnetzen transportiert. Zusätzlich werden alle Zugriffe auf die eigenen Gesundheitsdaten mitprotokolliert. Damit können Patientinnen und Patienten jederzeit über das ELGA-Portal kontrollieren, wer auf ihre Daten zugegriffen hat.

ELGA – umfassender Nutzen für Gesundheitsdiensteanbieter (kurz: GDA)
Gesundheitsdiensteanbieter (kurz: GDA) profitieren in mehrfacher Hinsicht von ELGA. Sie erhalten einen raschen und umfassenden Überblick über bisher erfolgte Behandlungen und Medikationen ihrer Patientinnen und Patienten.
Mag. Ludwig Gold ist Geschäftsführer im Krankenhaus Schwarzach und betont: „ELGA verbessert den Informationsfluss zwischen den einzelnen ELGA-Gesundheitsdiensteanbietern. Mit ELGA wird es möglich sein, Labor- oder Röntgenbefunde, Spitalsentlassungsbriefe sowie Medikationen schneller und einfacher zwischen den verschiedenen ELGA-Gesundheitsdiensteanbietern auszutauschen. Das erleichtert die Arbeitsprozesse und spart Zeit, die den Patientinnen und Patienten gewidmet werden kann.“

Einheitliche Struktur übersichtlich lesbar und darstellbar
Derzeit sind in ELGA ausschließlich ärztliche und pflegerische Entlassungsbriefe aus Krankenanstalten, in naher Zukunft auch Laborbefunde, Radiologiebefunde sowie Medikationsdaten verfügbar, die ab dem Start von ELGA entstanden sind. Um als Krankenhaus einen ELGA GoLive Status zu erhalten muss man 4 verschieden Hierarchien erfolgreich absolvieren, beginnend mit der Testumgebung, Integrationsumgebung, Vorproduktion und Produktionsumgebung. Innerhalb des Krankenhausinformationssystem mussten verschiedene Prozesse und Workflows neu definiert werden. Ing. Anton Kaiser, der Leiter der IT im Krankenhaus Hallein erklärt: „Dabei müssen an die 50 verschiedenen Testszenarien erfolgreich absolviert werden, bis man die offizielle Freigabe für die Teilnahme an ELGA erhält. Das Diktat des Arztes wird nun digital validiert und vidiert  d.h nur berechtigte Ärzte dürfen Befunde bzw. Arztbriefe in ELGA einstellen und aus der ELGA abrufen.“ Ein große Neuerung ist die nun ELGA-weite einheitliche Befundschreibung und zwar im sogenannten CDA (Clinical Document Architekt) Format. Dies führte auch hausintern zu einer einheitlichen Befundschreibung über alle Fachabteilungen hinweg. Ing. Anton Kaiser erklärt die Vorteile davon: „Der entscheidende Vorteil ist die schnelle Verfügbarkeit der Befunde aus anderen Krankenanstalten für Patienten, die in KH Hallein behandelt werden. Außerdem erhöht eine einheitliche Befundstruktur deutlich die Lesbarkeit und die Erfassung der relevanten Informationen im Befund. Mit einem einzigen Klick können nun alle verfügbaren ELGA-Dokumente für diesen Patienten eingesehen werden.“ Die Befundschreibung basiert nun nicht mehr im MS Word sondern wird mit dem CDA Editor durchgeführt. Für die Mitarbeiter wurden dafür Informationsveranstaltungen und Schulungen zu diesem Thema abgehalten. Diese Befunde sind nun mit einheitlicher Struktur übersichtlich lesbar, darstellbar und können auch bei Bedarf in das lokale KIS übernommen werden.

Welchen Nutzen bringt mir ELGA? 

  • Verbesserung des Informationsflusses zwischen den Gesundheitseinrichtungen (Krankenhäuser, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Apotheken und Pflegeeinrichtungen)
  • umfassender und faktengestützter medizini¬scher Überblick zu jeder Patientin und jedem Patienten
  • Unterstützung einer raschen, gesicherten und individuell abgestimmten Diagnostik und Be¬handlung
  • strukturierte Darstellung der Patientendaten in ELGA


Weitere Bundesländer starten ELGA Betrieb im Dezember 2016
In Oberösterreich gehen die beiden Spitäler St. Josef in Braunau sowie das Landeskrankenhaus Schärding am 6. Dezember 2016 mit ELGA in Betrieb. Die tirol Kliniken starten am 6. Dezember 2016 mit den Krankenhäusern Hall und Hochzirl-Natters, der Universitätsklinik Innsbruck, dem Krankenhaus St. Johann/Tirol sowie der Pflegeklinik Tirol. Auch die elektronische Gesundheitsplattform der Ordenskrankenhäuser (eGOR) beginnt an diesem Tag mit ELGA: Im Burgenland (Barmherzige Brüder Eisenstadt), in Oberösterreich (Barmherzige Brüder und Schwestern in Linz und Ried), in Salzburg (Barmherzige Brüder Salzburg), in Wien (Barmherzige Brüder, die Vinzenzgruppe mit dem Orthopädischen Spital Speising, dem Krankenhaus Göttlicher Heiland, dem St. Josef Krankenhaus sowie dem Herz-Jesu Krankenhaus) und in der Steiermark (Barmherzige Brüder Graz) werden ab 6. Dezember 2016 Befunde via ELGA zur Verfügung gestellt. Ebenfalls noch heuer starten in Wien sechs Einrichtungen der Sozialversicherung: Die Gesundheitszentren Andreasgasse, Mariahilf, Wien-Mitte, Wien-Nord und Wien-Süd und das Hanusch-Krankenhaus der Wiener Gebietskrankenkasse.

Ausblick 2017
Die ELGA-Bereiche Niederösterreich, Vorarlberg und Burgenland starten in der ersten Jahreshälfte 2017 mit ELGA. Niederösterreich beginnt bereits Mitte Jänner 2017 mit allen Krankenanstalten gleichzeitig, Vorarlberg mit dem ersten Krankenhaus in Dornbirn voraussichtlich Anfang Februar 2017. „Schon in wenigen Monaten werden die meisten öffentlichen Spitäler mit ELGA arbeiten. Bereits jetzt zeigt sich, dass ELGA hilft, mögliche Informationslücken zu schließen, weil relevante Gesundheitsinformationen im Behandlungsfall einfach und sicher im Wege von ELGA zur Verfügung stehen“, freut sich Herbek.


Elga Start im KH Hallein und KH Schwarzach: Drin Susanne Herbek Geschäftsführerin der ELGA GmbH und Gesundheits- und Spitalsreferent LH-Stv. Mag. Dr. Christian Stöckl,; Hinten v.l.n.r. Mag. Ludwig Gold, Geschäftsführer Kardinal Schwarzenberg`sches Krankenhaus BetriebsgesmbH; Ing. Anton Kaiser, Leiter IT, Krankenhaus Hallein; Ing. Roland Novak, Leitung Bereich E-Health und Telemedizin, E-Health-Beauftragter Land Salzburg, Projektleitung "Umsetzung ELGA" Salzburg; Drin Mercedes Zsifkovics, Leiterin Salzburger Patientenvertretung;

Bildrechte SALK/Wild & Team; Abdruck honorarfrei;

Rückfragen an:

Mag. Mick Weinberger
Leiterin Unternehmenskommunikation & Marketing

Uniklinikum Salzburg
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Müllner Hauptstraße 48, A-5020 Salzburg

ACHTUNG NEUE Mobil NUMMER: +43 (0)676 8997 20012
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ELGA-Start ELGA startet in den Krankenhäusern Hallein und Schwarzach

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