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Eröffnung Neue Aplasie-Station
Eröffnung Neue Aplasie-Station

Eröffnung Neue Aplasie-Station

Hochsicherheitsbereich für hoch infektionsanfällige Patienten mit Blut- und Knochenmarkskrebserkrankungen.

3,2 Mio. Euro Investitionssumme für Reinraumklasse-Station:

Eröffnung Neue Aplasie-Station – Hochsicherheitsbereich für hoch infektionsanfällige Patienten mit Blut- und Knochenmarkskrebserkrankungen

Als Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:

Mag. Gabi Burgstaller
Landeshauptfrau und Gesundheitsreferentin / Salzburg

Dr. Max Laimböck
SALK Geschäftsführer

Univ.-Prof. Dr. Heinrich Magometschnigg
Ärztlicher Direktor Landeskrankenhaus Salzburg

Univ.-Prof. Dr. Richard Greil
Vorstand der III. Medizinische Universitätsklinik mit Hämatologie, Internistischer Onkologie, Hämostaseologie, Infektologie und Rheumatologie; Labor für Immunologische und Molekulare Krebsforschung


Seit 2004 ist die Anzahl der Patienten mit Leukämien, Lymphknoten- und Knochenmarkskrebs in Salzburg kontinuierlich und deutlich gestiegen.

"Im Mittelpunkt meiner Gesundheitspolitik stehen die Patienten. Und gerade hier an der Universitätsklinik für Innere Medizin III werden Krebspatienten behandelt, die besondere Aufmerksamkeit brauchen", sagt Salzburgs Gesundheitsreferentin Landeshauptfrau Gabi Burgstaller anlässlich der Eröffnung der Aplasieeinheit.

Die bestmögliche Behandlung von Krebspatienten sei einer von mehreren gesundheitspolitischen Schwerpunkten im Bundesland Salzburg. "In Salzburg werden Krebspatienten mit den modernsten Medikamenten und Methoden behandelt und mit höchstem Einsatz der Belegschaft betreut. Diese Wahrnehmung haben mir in persönlichen Gesprächen immer wieder ehemalige Patienten bestätigt, wenn sie über positive Erfahrungen berichten", betonte Burgstaller. Die Gesundheitsreferentin hob in diesem Zusammenhang die "hervorragende Arbeit von Abteilungsvorstand Prof. Greil und seinem gesamten Team" hervor.

Das Gesamtvorhaben des Neubaues der Inneren Medizin beläuft sich auf gesamt mehr als 41 Millionen Euro und ist eine der Prioritäten der Salzburger Landesregierung. Ein Teil davon ist die Aplasieeinheit, die Patienten mit schweren Krebserkrankungen seit Jänner 2008 zur Verfügung steht. Die Fallzahlen in diesem Bereich sind steigend.

Mit dem Bau der Aplasieeinheit wird die extrem hohe Infektionsgefahr von schwer erkrankten Menschen vermindert/berücksichtigt: Bei der Behandlung von Leukämie, Lymphknoten und Knochenmarkkrebs, oder Hoden und Eierstockkrebs soll dieses Risiko nach Möglichkeit ausgeschaltet werden. Die Patienten werden von hochqualifiziertem Pflegepersonal und spezialisierten Ärzten behandelt. "Mit diesem Umbau, für den die Landesregierung 3,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat, werden nun auch die räumlichen Voraussetzungen für die anspruchsvolle Behandlung verfügbar sein", erklärt Gabi Burgstaller zur Eröffnung der Aplasieeinheit.

Die Errichtung der Aplasie-Station trägt wesentlich zur Neugestaltung und Intensivierung einer hochwertigen onkologischen Versorgung von Krebspatienten des Bundeslandes Salzburg an der Universitätsklinik für Innere Medizin III/Onkologie bei.

Der Onkologe und Klinikvorstand der Inneren Medizin III, Univ.-Prof. Dr. Richard Greil erklärt die Situation wie folgt: „Schwerst krebskranke Menschen, die eine extrem hochdosierte Chemotherapie allenfalls auch mit Stammzelltransplantation erhalten, sind in der Phase der Aplasie 4-6 Wochen ohne eigene Immunabwehr und daher extrem anfällig für Infektionen. Jede Infektion ist für diese Patienten lebensgefährlich.“ Während der Behandlung benötigen die Patienten in diesem Stadium eine isolierte Umgebung, die frei von Krankheitserregern ist. Zu einem erheblichen Teil stammen die Krankheitserreger aus der Luft, dem Wasser, von den Besuchern, Pflanzen, Erde oder Nahrungsmittelprodukten. Sinn der Aplasiestation ist es daher, die lebensgefährliche Belastung der Patienten aus der Umwelt massivst zu reduzieren – was besonders bei der baulichen Ausstattung entscheidend ist.

Der Ärztliche Direktor des Landeskrankenhauses, Univ.-Prof. Dr. Heinrich Magometschnigg betont: „In konsequenter Umsetzung eines onkologischen Schwerpunktes am Salzburger Universitätsklinikum, ist die Aplasie-Station unverzichtbar und zudem ein weiterer Schritt zur Festigung unseres hohen Stellenwerts im Wettbewerb onkologischer Zentren.“

SALK Geschäftführer Dr. Max Laiböck betont die Wichtigkeit des Gesamtkonzeptes der Neuen Inneren Medizin (kurz: N.I.M.): „Die Aplasiestation befindet sich im neuen Gebäudekomplex der Neuen Inneren Medizin. Dort werden bis 2009 die drei Kliniken der Inneren Medizin sowie deren Notaufnahme, die internistischen Intensivstationen einschließlich des PMU-Forschungslabors, die Coronarangiografie und der Stationsbereich und die Bronchoskopie der Universitätsklinik für Pulmologie unter einem Dach Platz finden.“

Was ist eine Aplasiestation und wem nützt sie?

Eine Aplasiestation dient der Betreuung dreier Gruppen von schwerst krebskranker Menschen die einer onkologischen und hämatologischen Betreuung bedürfen:

  1. Patienten, die an bestimmten akuten Leukämieformen, also an bösartigen Erkrankungen der Blutbildung des Knochenmarkes leiden. Bei diesen Patienten ist durch das rasche Teilungsverhalten der Tumorzellen des Knochenmarkes bereits zum Diagnosezeitpunkt meist durch das Verdrängen der Blutbildung ein schweres Knochenmarksversagen zu beobachten, die Patienten haben keine ausreichende eigene Immunabwehr und keine ausreichende eigene Blutgerinnung. Diese Patienten bedürfen, wenn sie geheilt werden sollen, einer intensiven Chemotherapie, die die bösartigen Tumorzellen in kurzem Zeitraum unter Kontrolle bringen muss. Dabei werden naturgemäß zunächst auch die eigenen Reste der normalen Blutbildung des Knochenmarkes zerstört, sodass die Patienten über eine beträchtliche Zeit von ca 4- bis manchmal 6 Wochen ohne eigene Blutbildung und insbesondere ohne eigene ausreichende Immunabwehr verbleiben (Aplasie). Nach einer kurzen Erholungszeit muss eine solche Behandlung 3 bis 5x wiederholt werden um eine ausreichende Tumorkontrolle und langfristige Heilung erreichen zu können. Die Gesamtbehandlung eines einzigen Patienten kann daher zwischen 12 und 30 Wochen Akuttherapie in Anspruch nehmen (durchschnttliche stationäre Behandlunsdauer pro Patient 97 Tage).
     
  2. Patienten, die an bestimmten Formen von Lymphknotenkrebs, Knochenmarkskrebs (z.B. Myelom) oder anderen Tumorerkrankungen wie Hodentumoren oder bestimmten Eierstockkrebsformen leiden. Bei diesen Tumorerkrankungen kann oft nur eine extrem hoch dosierte Chemotherapie die Erkrankung heilen oder längerfristig unterdrücken. Die notwendige Intensität der Behandlung ist ebenfalls mit einer langfristigen Unterdrückung der Knochenmarksfunktion und damit der Blutbildung und Abwehrfunktion verbunden, sodass zur Verringerung der Erholungszeit zuvor gewonnene blutbildende Stammzellen den Patienten zurück transfundiert werden. Auf diese Weise kann die Gefährdungszeit durch Aplasie reduziert werden.
     
  3. Allogene Stammzelltransplantation: Im Rahmen dieses Therapieverfahrens wird bei Patienten mit maximalem Risiko einer Leukämie neben der Chemotherapien auch eine aggressive Immuntherapie durchgeführt, indem die Knochenmarks- und Abwehrzellen nicht des Patienten selbst, sondern eines verwandten Spenders oder eines unverwandten freiwilligen Fremdspenders auf den Patienten übertragen wird. Dieses Verfahren ist von besonderer Nebenwirkungsintensität und bedarf der massivsten Überwachung der Patienten.

 

In der Phase der Aplasie sind die Patienten maximal durch Infektionen, aber auch durch Blutungen und andere schwere Komplikationen der Erkrankung lebensgefährdet. Diese Infektionen kommen einerseits aus dem Körperinneren oder der Körperoberfläche der Patienten; zu einem wesentlichen Teil aber stammen diese Erreger, vor allem Pilze oder Bakterien aus der Umwelt (also aus Luft, Wasser, von den Besuchern, Pflanzen, Erde, Nahrungsmittelprodukten etc). Sinn der Aplasiestation ist es daher, diese lebensgefährliche Belastung der Patienten aus der Umwelt massivst zu reduzieren, was insbesondere im Rahmen von Bauvorhaben entscheidend ist. Dies geschieht durch spezielle bauliche Maßnahmen, Zugangsbeschränkungen und Kontrollen aber auch durch spezielle Verhaltensmaßnahmen der Pflege und Ärzte sowie durch eine ausgeklügelte infektiologische und mikrobiologische Überwachung der Einheit.

Was sind die Besonderheiten einer Aplasiestation?

Die bauliche Ausstattung der neu errichteten Aplasiestation ist hervorragend. Sie ist als alleinstehende Einheit vom Besucher- und Verkehrsstrom der übrigen Klinik weitgehend abgeschottet. Zutritt ist nur berechtigtem Personal oder in kontrollierter Form Besuchern gestattet. Der Eintritt von Personal und die Einbringung von Nahrung, Wäsche etc erfolgt durch ein gut geregeltes Schleusensystem. Der Eintritt ist wie in einem Operationssaal nur durch Umkleidung, der Zutritt zu den Zimmern nur mit Mundschutz, Händedesinfektion und Übermantel möglich. Die gesamte Einheit ist unter leichten Überdruck gesetzt, der stufenweise vom Gang zu den Zimmern der Patienten zunimmt. Auf diese Weise wird kontinuierlich Luftstrom (und damit Keimbelastung) aus den Zimmern nach aussen gepresst. Die angesaugte Luft wird durch ein sehr enges Filtersystem gepresst um sie von Pilzsporen und Bakterien vorzureinigen.

Innerhalb der 12 (später 14) Betten der Aplasieeinheit, die über den genannten Ausstattungsstandard verfügen, sind zwei Einzelzimmer eingerichtet, die zukünftig der Versorgung mittels allogener Stammzelltransplantation dienen sollen. In diesem Bereich wird ein zusätzlicher Luftstrom noch stärker gefilterter Luft direkt über dem Patienten erzeugt, um auch innerhalb des Patientenzimmers nochmals einen Bereich besondere Keimsicherheit zu schaffen.

Da die Patienten sehr lange in diesem Hochsicherheitsbereich isoliert bleiben müssen, sind die Zimmer und der Bereich insgesamt mit Medienzugang entsprechend ausgestattet. Es sind ausschließlich Zweibett- und Einzelzimmer angelegt.

Wer arbeitet in einer Aplasiestation und welche Fähigkeiten braucht es dafür?

Welche zusätzlichen Qualifikationen braucht es (Synergie mit der Entwicklung des Diagnoselabors der III. Medizin , der Forschungsinfrastruktur sowie der Errichtung des Stammzellen-Labors)

Personal: In der Aplasiestation arbeitet ein speziell geschultes Pflegepersonal und ein spezialisiertes Ärzteteam der III. Medizin engstens zusammen. Die Pflegeintensität ist extrem hoch, die fachliche Ausbildung und Spezialisierung stellt höchste Ansprüche an alle Beteiligten. Zusätzlich sind Psychoonkologen, Physiotherapeuten, Diätberatung in die Betreuung einbezogen. Für alle Betreuungspersonen sind neben dem Fachwissen ein hohes Maß an Motivation und Motivationsfähigkeit, Belastbarkeit, aber auch Empathie erforderlich.

Diagnosesicherheit: Voraussetzung für die Behandlung von Patienten mit Leukämien und Lymphomen ist die exakteste und zuverlässigste Diagnostik. Es wurde daher im Rahmen der Entwicklung der III. Medizin in Parallele und engster Zusammenarbeit mit dem immunologischen und molekularen Krebsforschungslabor der III. Medizin ein spezialisiertes Diagnoselabor  an der III. Medizin aufgebaut, das die immunologische, und molekulare bzw. genetische Spezialanalyse der Erkrankungen erlaubt. Diese Methoden erlauben die individualisierte und Risiko-adapatierte Behandlung von Patienten mit leukämischen Tumorerkrankungen.

Bisherige Entwicklung der Aplasiestation an der III. Medizin

Die Verbesserung der Versorgung der onkologischen Patienten und dabei auch die Intensivierung der Versorgungsqualität der Patienten mit Blut- und Knochenmarkskrebserkrankungen ist ein Teil der Beauftragung der III. Medizinischen Klinik im Rahmen der Berufung von Univ.-Prof. Dr. Richard Greil durch die Salzburger Landesregierung. Seit dem Jahre 2004 ist es zu einer steten und deutlichen Zunahme der  Behandlung von Patienten mit Leukämien und Lymphomen sowie der Transplantationen gekommen. Das ursprünglich 2004 vorhandene einzige Aplasiezimmer war auf Grund des Patientenzustromes und der Vertrauensentwicklung der Patienten rasch nicht mehr ausreichend, es mussten im Vorgriff auf die geplante baulich strukturelle Entwicklung mehrere provisorische Ausbauten auf zuletzt 8 Aplasiebetten erfolgen, die in  die onkologische Bettenstation integriert waren. Die Errichtung der Aplasieeinheit trägt nun der Entwicklung der quantitativen und qualitativen Bedürfnisse Rechnung. Auf Grund der numerischen Anspruchsentwicklung wurde vorausschauend über den SGS Beschluss im Jahre 2006 auch eine Aufstockung der Aplasiebettenzahl von 12 auf 14 und die Integration dieser Betten in das in Umsetzung befindliche NIM Konzept erreicht.

Wie bildet sich die Errichtung der Aplasiestation in der bisherigen Entwicklung des Gesamtkonzeptes der III. Medizin ab? Was ist bisher im Rahmen dieses Konzeptes zur Tumorbetreuung geschehen?

Die Errichtung der Aplasiestation ist ein wesentlicher Teil des Konzeptes der onkologischen Entwicklung für das Bundesland Salzburg und die Errichtung eines onkologischen Zentrums, das von Univ.-Prof. Dr. Richard Greil der Landesregierung im Rahmen seiner Berufung vorgelegt wurde und das mit einer Neugestaltung und Intensivierung der onkologischen Versorgung  für das Bundesland Salzburg und darüber hinaus verbunden ist. Intensivierung der Patientenbetreuung, modernstes Angebot an innovativen Therapien auch und vor allem in klinischen Studien, Verdichtung der Kooperationsintensität und –qualität  gehören zu diesen Ecksteinen.

Tatsächlich hat im Rahmen dieser Konzeptverwirklichung und bedingt durch das Vertrauen der Salzburger Bevölkerung eine massive Zunahme des Patientenzuflusses an die III. Medizin stattgefunden, die Zahl der Patienten hat sich insgesamt mehr als verdoppelt, wobei diese Zunahmen der Tumorpatientenbetreuung über das gesamte Spektrum von Krebserkrankungen erfolgt ist. Dies hat auch zu einer Zunahme der Patientenbetreuung anderer in die Krebsbetreuung involvierter Disziplinen und zu einer Intensivierung der Zusammenarbeit geführt.

Insgesamt wurden bisher u.a. folgende Schritte für die onkologische Entwicklung gesetzt, die jeweils mit der Etablierung entsprechender Expertise, Logistik, und Struktur an der III. Medizin verbunden sind:

  • Errichtung einer Tagesklinikmit 12 Betten (mit einer Zunahme der Betreuungsfrequenz für tagesklinische Chemo- , Immun- und molekulare Therapien um das mehr als 10fache, ca. 7,000 tagesklinische Therapien an der III. Medizin im Jahre 2007)
  • Errichtung und Ausbau eines avancierten molekularzytologischen Routinelabors für Krebsspezialdiagnostik  (Neuetablierung zahlreicher Methoden und massive Zunahme der Untersuchungen)
  • Errichtung eines Krebsforschungslabors 2004-2005 mit internationaler Anerkennung und Vernetzungsfunktion der Forschung im Schwerpunktforschungsbereich Krebs und Immunologie von Naturwissenschaftlicher Universität und PMU
  • Etablierung und Ausbau des Zentrums für klinische Krebs- und Immuntherapiestudien an der III. Medizin für eine hochprofessionelle Studienkultur und Zugangserweiterung der Patienten zu modernsten Therapiekonzepten und Medikamenten
  • Errichtung einer provisorischen Aplasiestation, nunmehr einer definitiven Aplasiestation für die Behandlung von Leukämiepatienten und autologe und allogene Stammzelltransplantationen (Betrieb seit Jänner 2008)
  • Errichtung eines Stammzellenlabors an der III. Medizin (Eröffnung Sommer 2007, derzeit Probebetrieb) für die Verarbeitung von Stammzellen im Rahmen von Hochdosischemotherapien mit Stammzellunterstützung (zukünftig kein Transport in andere Kliniken mehr nötig)
  • Ausbau der Bettenkapazität der onkologischen Patienten, in Umsetzung gemäß SGS auf Grund der Entwicklung der Patientenfrequenzen
  • Intensivierung der landesweiten Kooperation mit Konsiliartätigkeit der III. Medizin mittlerweile im KH der Barmherzigen Brüder, Zell am See und Schwarzach (Tumor board-Etablierung und Gestaltung des Zugangs der Patienten zur onkologischen Zentrumsmedizin)

Vorschlag für die Entwicklung eines Onkologiekonzeptes im Sinne eines onkologischen Zentrums Salzburg zunächst ausgehend von 4 Kernkliniken als Nukleus für die Masterplanentwicklung (Abbildung im SGS-Beschluss erfolgt; Berücksichtigung im Masterplan 2020 vorgesehen).

Aplasieeinheit im 5. Obergeschoss des Bauvorhabens N.I.M. (Neustrukturierung Innere Medizin)

Das Bauvorhaben ist das Baulos 1 des Bauvorhabens N.I.M. mit gesamt 46,1 Mio. Euro

Baulos 1 beinhaltet

  • den Stationsbereich und die Bronchoskopie der Universitätsklinik für Pulmologie im 2. und 4. Obergeschoss,
  • die Aplasieeinheit der Universitätsklinik für Innere Medizin III im 5. Obergeschoss. Aus Gründen einer möglichst raschen Übersiedlung der Aplasieeinheit von ihrem bisherigen provisorischen Standpunkt wurde dieser Funktionsbereich vorrangig realisiert.

Flächen- und Kostendaten

Baulos 1:
Bruttogeschossfläche ca. BGF 3.200 m²  (ohne Technikzentralen im Dachgeschoss) ; Errichtungskosten ca. 10,0 Mio. €

davon Aplasie
Bruttogeschossfläche ca. BGF 750 m² (ohne Technikzentralen im Dachgeschoss) ; Errichtungskosten anteilig ca. 3,2 Mio. €

 

Funktions- Ausstattungsbeschreibung:

Dieser Bereich besitzt aufgrund der hygienischen Kriterien besondere und baulich-technische Merkmale:

ERSCHLIEßUNG:

  • Der Zugang für nicht gehfähige Patienten sowie gehfähige Patienten bzw. Personal erfolgt über eine Betten- und Personenschleuse mit Zugangskontrolle. Für das Personal befinden sich in diesem Bereich die Umkleideräume.
  • Die Besucherzugang erfolgt über eine Besucherumkleidebereich, ebenfalls  mit Schleusenfunktion.
  • Auch die Ver- und Entsorgung ist über 2 getrennte Schleusen vorgesehen

 

RÄUMLICHE AUSSTATTUNG:

  • Patientenzimmer mit jeweils eigenem WC und Dusche
  • Untersuchungszimmer, Angehörigen- und Psychologenbesprechungsraum Arztdienstzimmer, Zytostatikaraum mit steriler Werkbank zur Zubereitung der Parenteralnahrung (24-Stunden Nahrung).
  • Patientenaufenthaltsraum
  • Schwesternstützpunkt, Sozialraum, Teeküche
  • Arbeitsraum unrein, Depot Gerätelager
  • WC für Besucher und Personal im Schleusenbereich

HAUSTECHNIK:

  • Lüftungstechnisch ist die Station durch Überdruckbereiche so aufgebaut, dass die Luft ausgehend von den Deckenauslässen in den Patientenzimmern über den Schleusenbereich zu Gang und Stiegenhaus fließt. Eine Lüftungsanlage mit 3 Filterstufen gewährleistet Raumklasse II.
  • Die Fenster dürfen aufgrund der Hygienesituation nicht geöffnet werden.
  • Es besteht ein eigener Warmwasserkreis mit 75° Zirkulationstemperatur.  An allen patientenbezogenen Endauslässen der Wasserhähne und Duschen sind Pallwasserfilter angebracht, die periodisch (14-tägig bzw. monatlich) getauscht werde


Zahlen & Fakten: Aplasie-Station der III Medizin

Anzahl der Hochdosis-Chemotherapien mit Stammzellentransplantationen:

2003: 10
2006: 40 (höchste Anzahl eines Österreichischen Onkologie Zentrums)
Jänner 2008: bereits 6

Aplasierende Therapien im Rahmen akuter Leukämie: Anzahl hat sich seit 2003 verdreifacht! von 11 (2003) auf 66 (2006)

Durchschnittliche Aufenthaltsdauer:
4-6 Wochen / 3-5 mal – Durchschnittliche Behandlungsdauer 97 Tage/Patient
Ein Großteil der bisher transplantierter Patienten sind definitiv geheilt!

Gesamtbettenanzahl Universitätsklinik für Innere Medizin III: 67 (ab April 82 Betten: 9 Onkologie Allgem. Station Betten, 6 Palliativ Station-Betten ab April 2008)

Bau-Investitionskosten: 3,2 Mio. € (Baulos 1 des Bauvorhabens N.I.M. mit gesamt 46,1 Mio. €)

Fläche: 750 m2 Betten: 12 (14) – nur Aplasie-Station

Bilder

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