"Krise als Chance" - Präsentation eines Handlungsleitfadens für die Krisenarbeit mit Kindern und Jugendlichen
"Krise als Chance" - Präsentation eines Handlungsleitfadens für die Krisenarbeit mit Kindern und Jugendlichen

"Krise als Chance" - Präsentation eines Handlungsleitfadens für die Krisenarbeit mit Kindern und Jugendlichen

Die Krise eines Kindes/Jugendlichen ist immer auch als Krise des (dahinterstehenden) Systems zu sehen. Mehr als der Erwachsene ist das Kind/der Jugendliche abhängig von Einflüssen seiner direkten Umwelt (Familie und Schule als primäre und sekundäre Bezugssysteme).

Bei einem Kind/Jugendlichen können schon die alterstypischen normalen Entwicklungsaufgaben krisenhaft verlaufen. Ressourcen und Defizite des Kindes, der Systeme Familie und Schule insgesamt, beeinflussen hierbei zu einem hohen Ausmaß, welchen Ausgang dieses Ereignis nimmt. Gerade im Leben von Kindern/Jugendlichen, welchen wir im Kinder– und Jugendhilfebereich begegnen, sind im Vorfeld einer aktuellen Krise meist schon mehrere Ereignisse eingetreten, die professionelle HelferInnen unterschiedlichster Art und Anzahl mobilisierten. In diesem Zusammenhang bedeutet das Auftreten einer akuten Krisensituation möglicherweise die neuerliche Verschlechterung einer ungenügend kompensierten chronischen Krise. Krisen im Kinder- und Jugendhilfebereich sind daher oftmals durch das manifest Werden bereits vorhandener latenter Defizite im Gesamtsystem (zumindest mit-) bedingt. Krisendiagnostik muss daher immer alle Anteile des Gesamtsystems beachten – das HelferInnensystem inbegriffen.

Handlungsleitfaden professionelle Unterstützung und Begleitung
Der "Handlungsleitfaden für die Krisenarbeit mit Kindern und Jugendlichen im Bundesland Salzburg" wurde im Rahmen einer Kooperation von Kinder- und Jugendhilfe, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und von privaten Organisationen der Kinder- und Jugendhilfe im Bundesland Salzburg erstellt.
Landesrat Dr. Heinrich Schellhorn betont: „Krisen können oft nicht verhindert werden, umso wichtiger ist es beim Auftreten von Krisen zu wissen, wer, wann, wie handeln soll und kann. Gerade bei Kindern und Jugendlichen bergen Krisen manchmal auch Chancen hin zu einer positiven Weiterentwicklung, wenn sie in dieser Situation professionelle Unterstützung und Begleitung erhalten. Der vorliegende Handlungsleitfaden der Kinder- und Jugendhilfe, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Salzburg und den Organisationen der Kinder- und Jugendhilfe, bietet eine effektive Anleitung in Krisensituationen. Es werden Krisen und ihre verschiedenen Arten erklärt, Checklisten für die jeweiligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeboten und auch gesetzliche und organisatorische Grundlagen festgeschrieben. Dieses Projekt zeigt auf, wie wichtig und notwendig es ist, dass sich verschiedene Systembereiche vernetzen und zusammenarbeiten, um den Betreffenden die bestmögliche Unterstützung bieten zu können. Ich möchte mich daher herzlich bei allen Beteiligten bedanken, die dieses gelungene Projekt möglich gemacht haben."

Prim. Univ-Prof. Dr. Thun-Hohenstein ist der Vorstand Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Therapien in der Kinder- und Jugendpsychiatrie umfassen ambulante, teilstationäre und stationäre Konzepte einerseits und andrerseits die Koordination der vielfältigen Angebote die an der jeweilige Situation eines Kindes oder Jugendlichen und seiner Familie angepasst ist. Prim. Univ-Prof. Dr. Thun-Hohenstein sagt: „Meine Hoffnung ist, dass dieses Manual zu einer noch besseren Versorgung der Kinder und Jugendlichen führt und die Kooperation zwischen den Institutionen erleichtern wird. So sollen aus Schnittstellen nun Nahtstellen werden und das gesamte Netzwerk der Versorger genau einem großen Ziel dienen: Der bestmöglichen Versorgung unserer gemeinsamen Sorgenkinder.“

Dr. Roland Ellmer, vom Referat Kinder- und Jugendhilfe, Land Salzburg erklärt: „Das vorliegende Handbuch „Krise als Chance“ hat keineswegs den Anspruch, einen „Schlussstrich“ unter einen hinter uns liegenden Prozesses zu ziehen oder dessen
abschließendes Ergebnis darzustellen. Es soll auch in keiner Weise über weiterhin ungelöste Herausforderungen und so manches nach wie vor bestehende Problem hinwegtäuschen, sondern ist vielmehr – als ´work in progress´ im besten Sinne – ein laufend weiter zu entwickelnder ´Grundstock´ für eine langfristige enge Kooperation, die es uns ermöglicht, unsere naturgemäß beiderseits immer auch begrenzten Möglichkeiten und Ressourcen optimaler aufeinander abzustimmen. So wird zwar auch weiterhin weder die Kinder- und Jugendpsychiatrie noch die Kinder- und Jugendhilfe die so oft so sehnlich erhofften „Wunder“ bewirken können, in gemeinsamer Anstrengung wird es uns aber doch – noch wirksamer als bisher – gelingen, dem Lebensweg vieler Kinder und Jugendlicher eine entscheidende Wende in einer bessere Richtung zu geben. In diesem Sinne möchte ich allen Beteiligten sehr herzlich für das eingebrachte Engagement. Mein Dank geht vor allem an die Sozialarbeiterinnen Romana Wieder, Isabella Grundnig, Corina Waukerl und Verena Enzinger ohne deren Engagement diese Werk nicht realisiert hätte werden können“

Teilnehmer: 

  • Landesrat Dr. Heinrich Schellhorn,
  • Prim. Univ-Prof. Dr. Thun-Hohenstein (Vorstand Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie),
  • Dr. Roland Ellmer (Referat Kinder- und Jugendhilfe)

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