zurück
Neuer gynäkologischer OP-Trakt mit modernster Ausstattung
Neuer gynäkologischer OP-Trakt mit modernster Ausstattung

Neuer gynäkologischer OP-Trakt mit modernster Ausstattung

Der gynäkologische Operationstrakt der Universitätsfrauenklinik – wurde mit 2,9 Mio. Investitionsbudget komplett saniert.

Die Modernisierung der gesamten Medizin- und Haustechnik ist nun, nach einer knapp einjährigen Bauzeit, abgeschlossen. Die neue Klimatisierungs- und Belüftungstechnik schafft wesentlich bessere Arbeits-und Hygienemaßstäbe. Der vergrößerte Aufwachraum und zeitgemäße Personalschleusen machen den rund 400m2 großen OP-Trakt zur modernen Operationseinheit. Die Deckenversorgungseinheiten mit Schwenkstativen können nahezu 1.000 kg tragen und bilden eine Versorgungskonsole, die flexibel ausgelegt und individuell bestückt werden kann. Kabelführung sowie Höhenverstellbarkeit machen nahezu jede Einstellung möglich. Dank Deckenmontage und unsichtbaren Kabelkanälen ist der Digi-OP barrierefrei.

Spitals- und Gesundheitsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Christian Stöckl betont: "Von Sanierungsprojekten wie diesem profitiert nicht nur das pflegerische und medizinische Personal, sondern es haben vor allem auch die PatientInnen viel davon. Der neue Operationssaal ist barrierefrei und entspricht durch moderne Klimatisierungs- und Belüftungstechnik den neuesten hygienischen Anforderungen. Ich bedanke mich beim Team der SALK Technik & Bauabteilung, das es wieder einmal geschafft hat, durch optimale Koordinierung nicht nur die Kosten punktgenau einzuhalten, sondern die geplante Bauzeit um vier Wochen zu unterschreiten. Ich freue mich, dass das Land Salzburg - auch in finanziell schwierigen Zeiten - in nachhaltige Entwicklungen investieren kann."

SALK Geschäftsführer, Dozent Dr. Paul Sungler bedankt sich bei ÄrztInnen, PflegemitarbeiterInnen und dem gesamten Bauteam der SALK: „Ganz besonders möchte ich mich bei allen Handwerkern, Ingenieuren und Architekten bedanken, die zügig und störungsfrei den Neubau im laufenden Betrieb ermöglicht haben. Während der Bauzeit liefen alle Operationen wie geplant weiter. Möglich machten das vor allem die ÄrztInnen und PflegemitarbeiterInnen, die in diesem vergangenen Jahr in den Urologie Operationssaal übersiedelt sind. Auch Ihnen gebührt großer Dank, dass sie diese Zeit so tatkräftig unterstützt haben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!“

Univ.-Prof. Dr. Thorsten Fischer freut sich über die Fertigstellung: „Unsere Leistungszahlen belegen in allen Bereichen eine Zunahme unserer Patientinnen. Dies zeigt, dass die Arbeit des gesamten Teams der MitarbeiterInnen der  Frauenklinik von Patientinnenseite sehr geschätzt wird. Auch an dieser Stelle sei den MitarbeiterInnen für ihren engagierten Einsatz gedankt. Dank an die Landesregierung für die Bereitstellung der Steuergelder für dieses wichtige Projekt. Mit dem Umbau wurde etwas sehr wichtiges für die Salzburger Frauen realisiert – wir haben jetzt einen Operationstrakt, der unsere Arbeit in der Universitätsfrauenklinik würdig ist und hilft unsere Patientinnen auf neuestem medizinischen Standard zu versorgen.“

Der hochmoderne OP-Trakt der Universitäts-Frauenklinik wird dazu beitragen, dass die seit Jahren verfolgte Entwicklung, alle modernen Operationsverfahren in das breite Spektrum der Frauenklinik zu etablieren, fortgesetzt wird. Teil des Erfolges der Frauenklinik ist der Ausbau der Sub-Spezialisierungen. Fünf leitende Oberärzte und –ärztinnen sind hierfür die Basis dieses Qualitätsanspruches. Neben der operativen Qualität hat die richtige Indikationsstellung für operative Eingriffe einen genauso hohen Stellenwert“, betont Prof. Thorsten Fischer. „Grundlage für den Behandlungserfolg ist, dass jede Patientin den für sie richtigen und nachhaltig erfolgreichen Eingriff bekommt. In manchen Fällen kann es dabei auch sehr sinnvoll sein, einen Eingriff zu verschieben oder auf ihn – wenn nicht medizinisch wirklich indiziert – zu verzichten.“           


Schwerpunkte der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Im Bereich der fetomaternalen Medizin nimmt die Abteilung für Pränataldiagnostik einen Spitzenplatz in diesem Aufgabengebiet in Österreich ein. Sämtliche Methoden der Pränataldiagnostik inkl. invasiven Eingriffen und fetaler Therapie werden breit abgedeckt. Neben Amniozentesen, Chorionbiopsien, Nabelschnurpunktionen wird auch die Behandlung von intrauterinen Transfusionen angeboten. Ersttrimesterscreening, Organscreening, sowie das gesamte Screening nach fetaler Wachstumsretardierung werden in diesem Rahmen durchgeführt. Eine weitere Spezialität besteht in einer breiten, nun schon seit 20 Jahren etablierten Anwendung aller dopplersonographischen Aspekte in der Schwangerschaft.

Im Bereiche der Urogynäkologie hat sich ein umfassendes urogynäkologisches Team zur Diagnostik und Behandlung aller Formen der weiblichen Inkontinenz entwickelt. Ein interdisziplinäres Beckenbodenzentrum ist im Aufbau.

Im onkologischen Bereich werden sämtliche Methoden moderner Krebstherapien angeboten.  Neben den konventionelen offenen radikalchirurgischen Eingriffen aller Beckenmalignome  werden auch die endoskopischen Krebsoperationen durchgeführt. Die Tumorbehandlungen erfolgen in gemeinsamer Therapieplanung aller beitragenden Fachspezialitäten im Tumorboard. Die Nachsorge wird im Rahmen einer eigenen Ambulanz durchgeführt, um Tumortherapie-Nebenwirkungen und eventuelle Rezidive frühzeitig diagnostizieren und behandeln zu können.

Die Schwerpunkte im Bereich der gynäkologischen Endokrinologie und assistierten Reproduktion liegen in der Betreuung von gynäkologisch-endokrinologischen  Patientinnen sowie von Kinderwunschpaaren. In beiden Bereichen vertritt die Universitätsfrauenklinik einen ganzheitlichen Ansatz. „Seit 2007 sind wir ein nach DIN ISO 9001:2008 zertifiziertes Institut. Außerdem hatten wir die AGES Überprüfung vor 2 Jahren gut über die Bühne gebracht“, so der leitende Oberarzt MR Dr. Sommergruber. Die Kooperationen mit dem Bundesministerium für Gesundheit OSR (Arbeitsgruppe zur Revision des Fortpflanzungsmedizingesetzes sowie Arbeitsgruppe für Risikoschwangerschaft und Geburt), dem Ludwig-Boltzmann-Institut Wien und der Charité Berlin bilden unsere nationale wie internationale Vernetzung ab. Die ongoing-Schwangerschaftsraten nach ART liegt bei rund 24%.

In der Kinder- und Jugendgynäkologische Ambulanz behandelt die Frauenklinik im Jahr ungefähr 100 Kinder mit allen Beschwerden von Fluor bis Missbrauch, von psychosomatischen Störungen bis zu gynäkologischen Fehlbildungen. Das Angebot reicht von der Abklärung bis zu operativen Versorgung. Die Klinik ist mit der Kinder- und Jugendschutzgruppe, dem Kinderspital und der Kinderchirurgie vernetzt.


Neue Verfahren/Methoden
In der Geburtshilfe hat sich eine duale Form der geburtshilflichen Betreuung etabliert. In einem modernen Kreißsaal, ausschließlich bestehend aus Einbettzimmern, werden einerseits hochkomplizierte Risikofälle behandelt, andererseits unkomplizierte Schwangerschaften in einer familienorientierten persönlichen Atmosphäre durch unser hoch kompetentes Hebammenteam betreut. Im gynäkologisch- operativen Bereich haben die Methoden der modernen laparoskopischen Eingriffe ein breites Feld der operativen Indikationen erobert. Bei großen gutartigen Tumoren zunehmend die wird in weit überwiegendem Maße die Laparotomie (Bauchschnitt) vermieden und durch ein pelviskopisches Verfahren wie die  vaginale Hysterektomie oder totale laparoskopische  Hysterektomie ersetzt.

Im urogynäkologischen Bereich ist ein weiträumiges interdisziplinäres Beckenbodenzentrum im Entstehen, dass in enger Zusammenarbeit mit der Urologie, Chirurgie, Physikalischen Therapie, Psychosomatik und Neurologie Probleme in diesem Bereich umfassend betreuen wird. Neben den konservativen medikamentösen und  nichtmedikamentösen Verfahren bieten wir konventionelle Operationen sowie  bei geeigneter Indikation band- und netzbasierte operative Verfahren an.

Forschung & Lehre
Im Bereiche der Forschung liegen die Schwerpunkte in der fetomaternalen Medizin mit der Etablierung und Erforschung neuer Screeningmethoden für Hochdruckerkrankungen in der Schwangerschaft. Im Bereiche der Onkologie ist die Abteilung in mehreren Studien zur Evaluierung sinnvoller diagnostischer Eingriffe im Bereich der Frühdiagnostik eingebunden. Unser Bestreben ist es, möglichst  vielen Patienten die Behandlung im Rahmen internationaler prospektiver Studien  anzubieten, um ihnen den Zugang zur aktuellsten Tumortherapie zu ermöglichen. In den letzten Jahren hat die Klinik ihre Forschungsleistung jedes Jahr verdoppelt. Medizinstudierende werden im ersten Jahr praktische Embryologie gelehrt, im zweiten Jahr erlernen sie klinische Untersuchungstechniken. Die Vermittlung des theoretischen Fachwissens erfolgt im dritten Ausbildungsjahr, problemorientiertes Lernen im Jahr vier, mit einer Famulatur-ähnlichen Ausbildung im fünften Jahr wird das Studium der Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität abgerundet.

Ausblick
Im geburtshilflichen Bereich wird der Anspruch nach dem „perfekten Kind“ bei insgesamt sinkender Kinderzahl steigen. Das zunehmende Alter von Erstgebärenden, die zunehmende Zahl von Diabetes in der Schwangerschaft und Hochdruckerkrankungen, die Zunahme von auch höhergradigen Mehrlingen vor allem auch aus dem Bereich der Reproduktionsmedizin, sowie der Anspruch nach einem komplexen perfekten Screening in der Schwangerschaft werden den Bedarf nach hochspezialisierten „Fetomaternalmedizinern“ potenzieren.

Im Bereich der Gynäkologie und gynäkologisch-operativen Tätigkeit wird der demografisch bedingte rapide Anstieg der Lebenserwartung zu einer rasanten Steigerung urogynäkologischer Operationsmethoden zur Behandlung von Harninkontinenz bei alten Patienten führen.

Parallel dazu wird auch die effektive Behandlung von Krebserkrankungen in höherem Alter mit Sicherheit zunehmen. Ohne Frage steigt auch der Anspruch einer gesamtheitlichen Behandlung von somatischen und psychosomatischen Problembereichen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Frauenheilkunde und Psychosomatik in einem gesamtheitlichen Teamkonzept wird in einem noch wesentlich gesteigerten Ausmaß als bisher erforderlich sein.


Rückfragen an:
Mag. Mick Weinberger
Leiterin SALK Unternehmenskommunikation & Marketing

SALK - Salzburger Landeskliniken Betriebsgmbh.
Müllner Hauptstraße 48 | A-5020 Salzburg
Tel: +43 (0)5 7255-20012
Mobil: +43/0676 89972 1007
m.weinberger@salk.at | presse@salk.at | www.salk.at

 

Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH | Müllner Hauptstraße 48 | A-5020 Salzburg
Telefon: +43 (0)5 7255-0 | Fax: +43 (0)5 7255-20199 | E-Mail: office@salk.at | © 2013-2016
Letzte Änderung: 01.12.2016 Impressum Datenschutz AGB
x schließen