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Große Heilungschancen durch neue chirurgische Methoden: Lebertumore mit Mikrowelle „verkochen“ und andere Möglichkeiten kombinierter Therapien
Große Heilungschancen durch neue chirurgische Methoden: Lebertumore mit Mikrowelle „verkochen“ und andere Möglichkeiten kombinierter Therapien

Große Heilungschancen durch neue chirurgische Methoden: Lebertumore mit Mikrowelle „verkochen“ und andere Möglichkeiten kombinierter Therapien

Internationaler Expertenkongress für Leberchirurgie ab morgen in Salzburg

Bösartige Lebertumore  können entweder als Tochtergeschwülste (Metastasen), meist von einem Dickdarmkrebs stammend, oder als eigene bösartige Lebertumoren, wie z.B. das sogenannte HCC, auftreten.
Eines steht jedoch fest – bösartige Lebertumore können nur durch Chirurgie und den Einsatz kombinierter Therapiestrategien potentiell geheilt werden. Um Patienten mit Lebermetastasen die Chance auf langfristiges Überleben zu geben, müssen sie in einem Tumorzentrum vorgestellt werden, denn auf dem Gebiet der Leberchirurgie in Zusammenarbeit mit der Onkologie, Anästhesie und Radiologie werden rasche Fortschritte gemacht. Experten aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Österreich präsentieren die neuesten Entwicklungen in Diagnostik und chirurgischer Therapie am Donnerstag 11. 12. 2014 und am Freitag dem 12.12. 2014 im Salzburger Universitätsklinikum.

Leberchirurgie (Hepatobiliäre Chirurgie)
Jeder 3. Patient nach oder mit einem Darmkrebs hat Lebermetastasen. Noch vor einigen Jahren galt die Diagnose „Lebermetastasen“ als Todesurteil. Heute ist durch die Metastasenchirurgie der Leber eine Überlebensrate von 40-60% möglich. Univ.-Prof. Dr. Dietmar Öfner erklärt: „Wir wollen an unserem Zentrum auch die Patienten zugewiesen bekommen, deren Diagnose als „nicht resektable Fälle“ beurteilt werden. Denn wir können an unserem Leberchirurgischen Referenzzentrum mit unseren Spezialisten für Leberchirurgie gemeinsam mit dem interdisziplinären Team von Onkologen, Radiologen, Pathologen, Endoskopikern, Transfusionsmediziner, Anästhesisten und Intensivmedizinern sehr schwere Fälle behandeln. Wichtig ist, dass wir sie auch zu „sehen“ bekommen. Darum appellieren wir an unsere Kollegen und Zuweiser, uns genau diese Patienten zu schicken.“

Ergebnisse können sich sehen lassen
An der Uniklinik für Chirurgie im Salzburger Universitätsklinikum werden jährlich rund 80 Leberresektionen von zwei hepatobilären Chirurgen durchgeführt. Der Anteil an Majorresektionen beträgt rund 23% (ein Wert über 20% stellt ein Qualitätskriterium dar) 16% wurden kombiniert mit Mikrowelllenablation behandelt.
Knapp jeder 7. Lebereingriff wurde laparoskopisch durchgeführt. Die Mortalität betrug 0%. Die Uniklinik für Chirurgie im Salzburger Universitätsklinikum hat als einzige chirurgische Abteilung Österreichs seine Ergebnisse im Internet veröffentlicht (salzburg-chirurgie)

Multimodalen Therapie
Nur in größeren Kliniken können diese unterschiedlichen Experten vor Ort sein. Der Fokus liegt auf der multimodalen Therapie mit ausgebildeten Leber-Chirurgen an einem onkologischen Referenzzentrum. SALK Geschäftsführer und Allgemeinchirurg Priv.-Doz. Dr. Paul Sungler sagt: „Die Qualität und der Erfolg in der chirurgischen Onkologie ist sehr von den Fallzahlen den Spezialisten vor Ort abhängig. Wichtig ist, dass man eine mulitmodale, inderdisziplinäre und interprofessionelle Behandlung durchführen kann. Und das können wir hier am Salzburger Universitätsklinikum.“

Alle Spezialisten an einem Ort
Leberchirurg Priv.-Doz. Dr. Stefan Stättner: „Die Leberchirurgie ist sicher geworden. Da besonders in der onkologischen Leberchirurgie der langfristige Erfolg, das heißt die Heilung oder Chronifizierung des metastasierten Tumorleidens, nur mit dem Konzept zu verwirklichen ist, dass ausgebildete Experten an einem Referenzzentrum arbeiten. Tumorboards sollen natürlich Standard sein, aber noch wichtiger ist, dass in den Tumorboards auch die Spezialisten sitzen und zusammenarbeiten. Also alle Ärzte zur rechten Zeit an einem Ort sind. Nur davon profitiert der Patient und seine Heilungschancen steigen signifikant. In der Leberchirurgie sind wir hier auf einem sehr guten Weg.“

Spezialisten der Leberchirurgie
Die Chirurgie an der Leber hat sich in den letzten Jahrzenten in Zentren, in denen eine Lebertransplantation durchgeführt wurde, entwickelt. Die sichere Metastasenchirurgie mit einer perioperativen Sterblichkeit von 0-2% ist nach wie vor an Zentren mit spezialisierten und ausgebildeten (FEBS – Fellow of European Board of Surgeons) hepatobilären ChirurgInnen gebunden. 

Chirurgisch Technisch
Hier zählt in erster Linie, was an gesunder – also gut durchbluteter Leber übrig bleibt. Bei einer gesunden Leber kann das Restvolumen mitunter zwischen 25-30% liegen. Wichtig ist, die frühe Einbindung der Leberchirurgen in das Gesamtkonzept der Onkologischen Behandlung. Priv.-Doz. Stättner erklärt: „Wir starten die Behandlung meist zuerst konsensuell mit der internistischen Onkologie mit einer präoperativen Chemotherapie und operieren den Patienten danach.“ Wichtig ist, dass das Restvolumen nach der Resektion, eine gute Leberfunktion aufweist.

Konventionelle oder laparoskopisch gestaltete Leberchirurgie
Ob der Zugang konventionell oder laparoskopisch gestaltet wird ist von nachrangiger Bedeutung. In einem publizierten Konsensuspapier aller namhaften österreichischen hepatobilären Chirurgen (Leberchirurgen) wird die laparoskopische Leberresektion als experimentell eingestuft, da der Nachweis von Vorteilen bislang ach wissenschaftlichen Regeln nicht geführt werden konnte. Der minimal invasive Zugang wird daher nur innerhalbn von Studien angewandt. Der leitende Oberarzt und Leberchirurg Priv.-Doz. Dr. Stefan Stättner erklärt, wie in der Universitätsklinik für Chirurgie hierbei vorgegangen wird: „Wir führen in streng selektionierten Fällen laparoskopische Leberresektionen nach der Empfehlung der Louisville Kriterien durch. Im Österreichischen Lebermetastasenregister der AGMT findet sich allerdings nur wenige derartig minimal invasiv gestaltete Eingriffe und die wurden ausnahmslos an unserer Universitätsklinik durchgeführt. Da dieses Register durch eine hohe Datenvalidität mittels einer Qualitätssicherung ähnlich den klinischen Studien gekennzeichnet ist, werden Anforderungen an die Qualität ebenso erfüllt wie der Wissensgewinn der durch Register erwartet werden kann.„

Teilnehmer:

  • Priv.-Doz. Dr. Paul Sungler, Salk Geschäftsführer
  • Prim. Univ.-Prof. Dr. Dietmar Öfner-Velano, Vorstand UK für Chirurgie
  • Priv.-Doz. Dr. Stefan Stättner, Leitender Oberarzt UK für Chirurgie
  • Prof. Graeme Poston, Liverpool, UK
  • Prof. David Fuks, MD FEBS, Paris, F

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Mag. Mick Weinberger
Leiterin SALK Unternehmenskommunikation & Marketing

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vlnr: Prim. Univ.-Prof. Dr. Dietmar Öfner-Velano, Prof. Graeme Poston, Liverpool, UK, Prof. David Fuks, MD FEBS, Paris, F, Priv.-Doz. Dr. Stefan Stättner, Priv.-Doz. Dr. Paul Sungler Prim. Univ.-Prof. Dr. Dietmar Öfner-Velano, Vorstand UK für Chirurgie Priv.-Doz. Dr. Stefan Stättner, Leitender Oberarzt UK für Chirurgie Prof. Graeme Poston, Liverpool, UK Prof. David Fuks, MD FEBS, Paris, F Priv.-Doz. Dr. Paul Sungler, Salk Geschäftsführer
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