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Endoskopische Submukosadissektion (ESD)

Endoskopische Verfahren zur Tumor-Resektion en-bloc

Die endoskopische en-bloc Resektion von Schleimhaut-Tumoren (mit Sicherheits-abstand) hat 2 entscheidende Vorteile:

  • präzise histologische Diagnose (Grading und Staging) des Tumors und des Resektionsstatus (definitiv R0 vs. nicht-kurativ R1), und Prognosebeurteilung (Heilung vs. Rezidivrisiko).
  • sehr geringes Rezidivrisiko nach kurativer Resektion R0 (<2 Prozent) gemäß den in Japan etablierten klassischen Resektionskriterien.


Abb. 1 Endoskopische Submukosa-Disektion (nach N. Yahagi et al., Dig. Endosc, 2004)

 

Schleimhaut-Neoplasien, möglicherweise karzinomatös entartet, müssen in einem Stück komplett(mit Sicherheitsrand) abgetragen werden, mittels Endoskopischer Submukosa-Dissektion = ESD (Abb.1). Diese Neubildungen müssen auf die obere Schleimhautschicht (Epithel) beschränkt sein. Einwachsen ins Bindegewebe (Invasion in die Submukosa-Schicht) ist Kontraindikation gegen ESD, und Indikation für die chirurgische Resektion. siehe Endo-Skills Update für Fortbildung zum endoskopischem Staging/ Indikation zur ESD und Technik der ESD von Neoplasien.

Die endoskopische Mukosaresektion (EMR) mit Elektroschlinge (Abb.2) wird nur noch für kleine Schleimhaut-Neoplasien (flache Karzinome-/Vorläufer, d<15 mm) und gestielte Polypen empfohlen; Abtragung in mehreren Stücken (Abb. 2E) wird bei Verdacht auf entartete Neubildung nicht mehr empfohlen.


Abb. 2 Resektionsverfahren mit Elektroschlinge (snaring).

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