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Exakte Diagnostik und Therapie durch PET/CT-Gerät
Exakte Diagnostik und Therapie durch PET/CT-Gerät

Exakte Diagnostik und Therapie durch PET/CT-Gerät

Die UK für Nuklearmedizin und Endokrinologie am Landeskrankenhaus Universitätsklinikum Salzburg, verfügt seit Oktober 2013 über ein PET/CT der neuesten Generation. Die Vorteile dieses hochmodernen Gerätes liegen auf der Hand. Für die Patienten reduziert sich die Untersuchungszeit um die Hälfte, von 24 auf nur mehr zwölf Minuten. Gleichzeitig steigt die diagnostische Aussagekraft bei deutlich reduzierter Strahlenexposition und gesteigerter Effizienz.

„In einer Bauzeit von nur einem Jahr, wurde am Gelände des ehemaligen Turnsaals der UK für Physikalische Medizin & Rehabilitation, ein neues Gebäude für das ebenfalls neue PET/CT-Gerät errichtet“, so SALK-Geschäftsführer Priv.-Doz. Dr. Paul Sungler. Das neue Gebäude wurde nach den  Strahlenschutzvorgaben des Landes errichtet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 3,6 Millionen Euro. 
„Zwei Millionen davon investierten wir in die Errichtung des Gebäudes, 1,6 Millionen für den PET/CT.“ Die UK für Nuklearmedizin und Endokrinologie versorgt mit dem PET/CT das gesamte Bundesland Salzburg und ist von der europäischen Fachgesellschaft nach dem internationalen EARL Standard als Zentrum akkreditiert.
 
„Wir legen großen Wert darauf, das hohe Niveau der Gesundheitsversorgung im Bundesland Salzburg aufrecht zu erhalten“, ergänzt Gesundheits- und Spitalsreferent LH-Stv. Dr. Christian Stöckl. „Durch die Kombination von zwei Untersuchungen können  mehr Patienten zu gleichen Kosten untersucht werden und auch der administrative und logistische Aufwand ist geringer.“

Nicht nur medizinische sondern auch wirtschaftliche Kriterien sprechen für den diagnostischen Einsatz der PET-CT. „Durch die Kombination zweier Diagnoseverfahren in  einer Ganzkörperuntersuchung erspart die PET/CT den Patienten oft einen beschwerlichen Diagnosemarathon und im günstigsten Fall zusätzliche diagnostische Eingriffe. Dieses Konzept wird am Universitätsklinikum beispielhaft umgesetzt“, so Stöckl weiter. 

Die PET/CT  ist die modernste Methode der Szintigrafie. Damit bezeichnet man die Bildgebung anhand des Verteilungsmusters schwach radioaktiv markierter und sehr rasch zerfallender Stoffe im Körper.

Das PET/CT bedeutet eine neue Dimension in der Tumordiagnostik und Therapieplanung. Durch die Kombination von PET (Positronen-Emissions-Tomograph) und CT (Computertomograph) erhält man in einer Untersuchung zwei bedeutsame Befunde.
„Die PET/CT-Untersuchung liefert bei vielen Krebsarten genaueste Daten über Größe, Lage, Ausdehnung und Stoffwechsel des Tumors. Durch Injektion einer radioaktiv markierten Zuckerlösung, die sich vor allem in Tumorläsionen oder Metastasen festsetzt, werden schon erst Millimetergroße Tumore sichtbar gemacht“, so der Vorstand der UK für Nuklearmedizin & Endokrinologie, Univ.-Prof. Dr. Christian Pirich.
 Dies funktioniert, weil die meisten Tumore viel Energie benötigen und einen erhöhten Zuckerstoffwechsel aufweisen.
„So kann schon vor der Operation eine  gezielte Planung erfolgen, weil sowohl der Primärtumor, befallene Lymphknoten als auch  Metastasen genau abgebildet werden können.  Darüber hinaus ist so möglich Prognosen über den wahrscheinlichen Verlauf der Erkrankung und Aussagen über das Ansprechen von Therapien, wie zum Beispiel einer Chemotherapie,  gezielter zu treffen“, so Pirich weiter.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit der Universitätskliniken
Der diagnostische Wert der PET-CT wird zudem durch eine hervorragende interdisziplinäre Kooperation der Nuklearmedizin mit dem Universitätsinstitut für Radiologie gesteigert.
„Durch die Kombination der Expertise beider Fachgruppen entsteht für onkologische Patienten ein Befund auf qualitativ höchstem Niveau. Zukünftig wird durch diese Kooperation auch die Herzdiagnostik profitieren, da sich mit dem PET-CT nicht nur die Durchblutung des Herzmuskels, sondern auch die Herzkranzgefäße simultan abbilden lassen“, berichtet der Vorstand des Institutes für Radiologie Univ.-Prof. Dr. Klaus Hergan.

In der Kardiologie ist der große Stellenwert der PET/CT beim interdisziplinären Behandlungskonzept von Patienten  mit schweren Formen der koronaren Herzerkrankung gesichert. Damit wird die Entscheidungsfindung pro/contra Stentimplantation/Bypass Operation erleichtert.
Auch in der Neurologie ist das PET/CT für die  Unterscheidung verschiedener  Demenzformen oder die Lokalisation von Epilepsien von großer Bedeutung.
Schließlich lässt sich die multidisziplinäre Bedeutung der PET/CT auch am vermehrten Einsatz in der bildgeführten Bestrahlungsplanung in der Strahlentherapie darstellen.


Fakten zum PET/CT:

Häufige onkologische Einsatzgebiete der PET CT

  • Lungenrundherd
  • Bronchuskarzinom
  • Kopf-/Hals Tumore, Cancer of unknown Primary 
  • Maligne Lymphome
  • Prostatakarzinom
  • Ösophaguskarzinom
  • Kolorektale Karzinome
  • Melanom
  • Mammakarzinom
  • Hirntumore

weitere Einsatzgebiete. Kardiologie, Neurologie, Entzündungsdiagnostik

Klinisch-medizinische Vorteile der PET/CT

  • erhöhte diagnostische Genauigkeit
  • ca. 50 % kürzere Untersuchungsdauer Reduktion der Aufnahmedauer von 24 auf 12 Min. bei der PET/CT des Körperstammes
  • Vereinfachung und qualitative Verbesserung des  Patientenmanagements
  • Therapiekontrolle

Wirtschaftliche Vorteile

  • mehr Patienten zu gleichen Kosten
  • weniger administrativer und logistischer  Aufwand, da zwei Untersuchung kombiniert werden


Rückfragen an:

Beate Erfurth
Unternehmenskommunikation und Marketing

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