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Eröffnung Zentrum für Kinder und Jugendmedizin
Eröffnung Zentrum für Kinder und Jugendmedizin

Eröffnung Zentrum für Kinder und Jugendmedizin:Kinder- und Jugendmedizin

Alles unter einem Dach: Mit einem Investitionsbudget von 25,8 Mio. Euro wird das neue Gebäude am 24. April offiziell eröffnet. Am Freitag den 25. April  gibt es für die Öffentlichkeit von 9.00 bis 17.00 Uhr einen Tag der offenen Tür.

 

Vom Baby bis zum 18-Jährigen
Im Osten des Klinikgeländes des Salzburger Universitätsklinikums reiht sich das neue Kinderzentrumsgebäude nahtlos in den gesamten „Eltern-Kind-Schwerpunkt“ am Landeskrankenhaus – Universitätsklinikum Salzburg ein und verbindet nun über der Einfahrt Mülln inhaltlich die Neonatologie im Eltern- Baby-Zentrum mit der Kinder- und Jugendmedizin.




Vorzeigeprojekt für Westösterreich
Landeshauptmann-Stv. Dr. Christian Stöckl erklärt: „Die Behandlungskonzepte sind im neuen Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin noch enger vernetzt. Damit gilt Salzburg als Vorzeigeprojekt für ganz Westösterreich.“ Insgesamt reicht der Versorgungsauftrag im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin vom Neugeborenen und Frühgeborenen bis hin zum 18-jährigen Jugendlichen. Im 2. Stock des neuen Gebäudes ist auch die Kinderneurorehabilitationsstation im Salzburger Universitätsklinikum verortet. Sie ist österreichweit eine einzigartige Lösung für Kinder- und Jugendliche mit schweren Krankheiten sowie nach Unfällen mit Verletzungen des Gehirns und des Nervensystems. Kinder haben in Österreich keinen gesetzlich verankerten Anspruch auf Neurorehabilitation. Im österreichischen Gesundheitsplan für Kinder, der 2004 in Zusammenarbeit des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen mit der österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde erarbeitet und veröffentlicht wurde, wurden erstmals die unmittelbare Notwendigkeit einer frühen Neurorehabilitation bei erworbenen Schädigungen des Zentralen Nervensystems und die Rehabilitation bei chronischen Erkrankungen mit Beteiligung des Nervensystems auch bei Kindern als unterlässlich definiert. Stöckl betont dazu: „Die inter- und multidisziplinären Kinderrehabilitationsstation – das ReKiZ ist Tür an Tür mit der pädiatrischen Intensivstation der Uniklinik für Kinder- und Jugendliche verbunden und für Nord- und Westösterreich zuständig. Das medizinische Expertenteam schafft gerade in schicksalhaften Momenten echte Hilfe für die betroffenen Familien.“ Die Station ist ausgelegt auf bis zu zehn stationäre Betten im Vollbetrieb. Derzeit können sechs Betten belegt werden, der Vollausbau soll bis 2015 abgeschlossen sein.

Alles unter einem Dach
Alle Ambulanzbereiche, die bislang in vier verschiedenen Gebäuden untergebracht waren, wurden nun in einem gemeinsamen Bau zusammengeführt.: Der Ärztliche Direktor am Landeskrankenhaus, Univ.-Prof. Dr. Heinrich Magometschnigg freut sich: „Endlich gibt es einen gemeinsamen Eingang im Kinderzentrum, wo sich die Eltern der kleinen Patienten leicht orientieren können, auch eine gemeinsame Notfallaufnahme für Kinder- und Jugendheilkunde sowie Kinder- und Jugendchirurgie. Auch die Tagesklinik ist eine zunehmend wichtige Einrichtung, in der das Miteinander um die kleinen Patienten zum Ausdruck kommt.“ Die Primarärzte am Kinderzentrum, Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Sperl und Univ.-Prof. Dr. Roman Metzger betonen: „Das Zusammenrücken der Kinder- und Jugendmedizin haben wir baulich wie inhaltlich nun erreicht. Nun können unsere kleinsten Patienten und ihre Familien im Salzburger Universitätsklinikum räumlich nahe interdisziplinär optimal versorgt werden.“ Und Kinderchirurgie Primar Univ.-Prof. Dr. Roman Metzger ergänzt: „An der Uniklinik für Kinder- und Jugendchirurgie wird das gesamte Spektrum von kinderchirurgischen, unfallchirurgischen und urologischen Operationen vom Neugeborenen bis zum Adoleszenten durchgeführt, wobei ein Großteil der Operationen auch tagesklinisch erfolgt.“ Auch die Kinderanästhesie, die Kinderradiologie sowie eine Ernährungsberatung und die interdisziplinäre Elternschule sind hier untergebracht.

Mulitprofessionell und interdisziplinär
Insgesamt gibt es am Universitätsklinikum in Salzburg ein breites, modernes und hochspezialisiertes Behandlungskonzept für jährlich mehr als 55.000 ambulante Besuche und 7.900 stationären Patienten und ihrer Familien. SALK Geschäftsführer Privatdozent Dr. Paul Sungler betont: „Unser mulitprofessionelles Team stellt die kleinen PatientInnen und deren Familien in den Mittelpunkt: Ein Großteil der Kinder und Jugendlichen wird mit Begleitpersonen aufgenommen, da die Integration der Eltern in Behandlung und Betreuung ganz wesentlich für den Genesungsverlauf ist.Die enge Zusammenarbeit mit verwandten Disziplinen ist auch durch die Infrastruktur der Salzburger Universitätskliniken und der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität zum Wohle Ihres Kindes gewährleistet.“

Frühe Neurorehabilitation
Die Frühneurorehabilitationsstation – auch reKiZ genannt (= Rehabilitation am Kinderzentrum) wird über eine besonders gestaltete interdisziplinäre Versorgungskette „Tür an Tür“ betrieben: Auf einer Ebene sind Operationsbereich, Aufwachräume, Intensiv- und Intermediate Care Station und die Rehabilitationseinrichtung reKiZ lokalisiert.
Frühe und intensive Neurorehabilitation bei Kindern und Jugendlichen steht meist im Zusammenhang mit erschütternden Schicksalen: Kinder, die etwa nach einem Unfall ein schweres Schädel-Hirn-Trauma haben, nach einem Ertrinkungsunfall massive Schädigungen davon tragen oder einen juvenilen Schlaganfall erleiden, gehören ebenso zu den Patienten wie solche, die an einer schweren Hirnentzündung leiden oder eine entsprechende angeborene Erkrankung des Gehirnes haben. Für sie alle ist nach der Erstversorgung auf der Intensivstation eine frühe und ganzheitliche Rehabilitation wichtig, um eine möglichst vollständige Genesung mit Wiederherstellung aller Körperfunktionen zu erreichen.

Zu wenig Plätze
Derzeit gibt es in Österreich zu wenig Behandlungsplätze für pädiatrische Neurorehabilitation, insbesondere in der frühen Phase unmittelbar im Anschluß an die Intensivstation. Die Folge sind lange Wartezeiten auf die knappen Behandlungsplätze. Dabei ist wissenschaftlich belegt, dass die Verzögerung einer adäquaten Rehabilitation nach einem Schädelhirntrauma zu einem signifikant schlechteren Ergebnis der Rehabilitation
führen kann. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Sperl entwickelte das Projekt ReKiZ, Rehabilitation am Kinderzentrum. An der Universitätskinderklinik Salzburg sollte eine Station für Akutneurorehabilitation für Kinder und Jugendliche aufgebaut werden, um künftig lange Wartezeiten für Kinder und ihre Familien auf einen Behandlungsplatz im In- oder Ausland und die belastende Verlegung zu vermeiden, unverzügliche Therapie zu ermöglichen und damit die Versorgungssituation entscheidend zu verbessern. Das Projekt begann 2007 und wurde 2010 eröffnet.

Forschung am Zentrum für Kinder und Jugendmedizin
Das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin zählt in Österreich zu den spitzenmedizinischen
Einrichtungen mit Schwerpunktcharakter in der Level 1 Versorgung des Österreichischen Strukturplans für Gesundheit (ÖSG). Die Vizerektorin der Paracelsus Universitäts, Univ.-Prof. Dr. Eva Rohde, betont: „Neben vielen Lehrverpflichtungen wird in Zusammenarbeit mit der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) Forschung auf internationalem Niveau betrieben und es werden Patienten aus einem überregionalen Einzugsgebiet versorgt.“

Professor Sperl ergänzt: „Wir decken alle wichtigen Subdisziplinen in der Kinder- und Jugendheilkunde ab und engagieren uns in Lehre und Ausbildung der Medizinstudenten und Fachärzte. In verschiedenen Spezialbereichen wird Forschung mit internationalen Kontakten in eigenen Speziallabors betrieben.“

Die Uniklinik für Kinder- und Jugendheilkunde ist eine der vier Zentren Österreichs zur Versorgung der Patienten mit angeborenen Stoffwechselstörungen und sie ist mit der Uniklinik für Kinder- und Jugendheilkunde Innsbruck vom European Board of Pediatrics als Stoffwechselzentrum (Leitung: Univ.-Doz. Dr. Esther Maier) akkreditiert. Die Klinik bildet selbst mit dem Schwerpunkt in der Diagnostik, Betreuung und Therapie von mitochondrialen Erkrankungen (Leitung: Univ.-Doz. Dr. Hans Mayr) ein internationales Expertise-Zentrum: mito-center


PD Dr. Waltraud Eder, Oberärztin an der Uniklinik für Kinder- und Jugendheilkunde hat sich aufgrund ihres Masterstudiums für Medical Education in Heidelberg speziell qualifiziert und ist in der PMU für die gesamte Curriculums-Entwicklung der Humanmedizin verantwortlich. Der Universitätslehrgang Early Life Care für frühe Hilfen wurde unter der medizinisch wissenschaftlichen Leitung der Abteilungsvorstände für Kinder- und Jugendheilkunde
und Frauenheilkunde entwickelt und soll 2015 beginnen earlylifecare

Besonders hervorzuheben ist das gemeinsame Interesse und die Schwerpunktbildung innerhalb der SALK/PMU im Rahmen der Orphan Diseases, wobei hier mehrere Abteilungen zusammen das Zentrum für seltene Krankheiten bilden und ein gemeinsames Orphan Disease Board betreiben.

Forschungsschwerpunkte:

  • Angeborene Stoffwechselstörungen,Therapie von Mitochondriopathien (in Zusammenarbeit mit dem PMU-Institut für angeborene Stoffwechselstörungen)
  • Mitochondrialer Energiestoffwechsel (PD. Dr. Hans Mayr) mit verschiedenen Kooperationen MitoNET und EU-Projekten: EuroMIT, MEET 
  • Laura-Bassi-Zentrum für Neuropeptide und Tumorbiologie (Univ.-Prof. Dr. Barbara Kofler)
  • Adipositasforschung EU Projekt Beta-Judo (PD. Dr. Daniel Weghuber)
  • Technische Neuerungen bei Beatmungsmaschinen für extrem kleine Frühgeborene (Kooperation und Zusammenarbeit mit der Firmen Acutronic Medical, Schweiz)
  • Kommunikation Patient-Maschine bei noninvasiver Beatmung (Kooperation mit dem Lehrstuhl für Medizintechnik an der Technischen Universität München)
  • Nahinfrarotspektroskopie (NIRS)
  • NIDCAP
  • Kinderchirurgie: Enterisches Nervensystem, urogenitales Nervensystem, Atresiemodelle, minimalinvasive endoskopische Verfahren (Prof.Dr. Metzger)

Kurze Wege
Weitere wichtige Abteilungen sind im Zentrum für Kinderund Jugendmedizin wesentlich integriert: Die Uniklinik für Radiologie betreibt eine eigene Kinderradiologie (Leitung: OA Dr. Jörg Atzwanger) im Untergeschoß des Zentrums, die Uniklinik für Anästhesiologie hat ein konstantes und erfahrenes Kinderanästhesie-Team (Leitung: OÄ. Dr. Sigrid Ofner) vor Ort im Einsatz, einerseits für die Versorgung der Kinder im OP-Bereich und andererseits in der Mitbetreuung der interdisziplinären Intensivstation (Leitung: OA. Dr. Wolfgang Radauer).

Pflegekonzept individuell
Eva Maria Kellner MSc, Pflegedienstleiterin am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin erläutert das spezielle Pflegekonzept und sagt: „Unter Berücksichtigung der
individuellen Bedürfnisse und dem daraus erstellten Pflegeplan erhalten die Patienten angepasste Pflege. Die Patienten sind über die Pflegehandlungen informiert und dabei adäquat unterstützt und überwacht. Sie erfahren eine echte zwischenmenschliche Beziehung, in der Gespräche und Meinungsaustausch möglich ist.

Etwa 200 Diplomierte Kinderkrankenschwestern sichern eine professionelle Pflege und Betreuung nach dem letzten Stand pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse. Ihr Auftrag
ist es, eine angemessene Pflege sicherzustellen. Dabei orientieren sie sich am Leitbild der Pflege im Universitätsklinikum Salzburg-Landeskrankenhaus.

Die Pflegedienstleiterin Eva Maria Kellner erklärt: „Das Pflegeverständnis basiert auf den Pflegemodellen von Dorothea Orem und Nancy Roper. Roper orientiert sich an den Grundbedürfnissen des Menschen, den zwölf Aktivitäten des täglichen Lebens wie zum Beispiel Atmen, Essen und Trinken, Ruhen und Schlafen, für Sicherheit sorgen, etc.“ Das Modell nach D. Orem hebt die persönliche Verantwortung des/der Einzelnen für sein/ihre Gesundheit hervor. Pflegerische Handlungen fördern und unterstützen diese Selbstfürsorge. Ziel, ist es, die Selbstständigkeit zu erhalten bzw. zu fördern. Eva Maria Kellner betont dabei: „Wir beziehen die Eltern mit ein und ermöglichen ihnen, immer beim Kind zu sein.“

Experten griffbereit
Die Stationsleitungen des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin sichern die Organisation des Stationsalltages und kooperieren dabei partnerschaftlich mit allen Berufsgruppen.
Viele Experten (NIDCAP-Professional, Stomapflege, Case- und Caremanagement, Diabetesschwestern, Palliativschwestern, Babymassage, Trageberatung, Still- und Laktationsberatung (IBCLC), Cranio-sacrale Impulsregulation (C.S.I.R) u. v. a. m. garantieren größtmögliche Professionalität. Jede Station verfügt beispielsweise auch über eine/n ausgebildete/n Kinästhetics Infant Handling Peer Tutor. Eva Maria Kellner führt dies näher aus: „Bewegung ist unser Leben. Alles, was wir tun – unsere Beziehungen zu anderen Menschen, unsere Lern- und Gesundheitsprozesse, Motivation, Gedanken und unser Verhalten wir durch die Qualität unserer eigenen Bewegung beeinflusst.“ Im Jahr 2009 wurde dem Kinderzentrum von der Gesellschaft für qualifizierte Schmerztherapie e.V. das Zertifikat „Certkom – Qualifizierte Schmerztherapie“ verliehen und im Jahr 2013 rezertifiziert.

Die Elternschule ist eines der Aushängeschilder
Pflegedienstleiterin DGKS Eva Maria Kellner abschließend:
„Besonders stolz sind wir auf unsere – über die Ländergrenzen hinaus bekannte – „Elternschule“ (nähere Informationen und Programm 2014 ).

Teilnehmer:

  • Landeshauptmann-Stv. Dr. Christian Stöckl
  • Priv.-Doz. Dr. Paul Sungler, SALK Geschäftsführer
  • Univ.-Prof. Dr. Heinrich Magometschnigg; Ärztlicher Direktor Landeskrankenhaus
  • Primaria Univ.-Prof. Dr. Eva Rohde, Vizerektorin PMU
  • Prim. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Sperl, Vorstand Uniklinik für Kinder- und Jugendheilkunde
  • Prim. Univ.-Prof. Dr. Roman Metzger, Vorstand Uniklinik für Kinder- und Jugendchirurgie

 

Bilderechte SALK/Wild&Team
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Mag. Mick Weinberger
Leiterin SALK Unternehmenskommunikation & Marketing

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