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Herzlich willkommen am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Landeskrankenhauses Salzburg, Universitätsklinikum der PMU

Das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der SALK vereint in seinen neuen Räumlichkeiten die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, die Division für Neonatologie, das Neurorehabilitationszentrum reKiZ und die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie unter einem Dach. Sie bilden nun auch räumlich ein multi- und interdisziplinäres Zentrum mit kurzen Wegen rund um das Kind. Die Kliniken decken alle wichtigen Subdisziplinen der Kinder- und Jugendmedizin ab und arbeiten räumlich und inhaltlich eng zusammen mit anderen Abteilungen der SALK.

Das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin zählt in Österreich zu den spitzenmedizinischen Einrichtungen mit Schwerpunktcharakter in der Level 1 Versorgung des Österreichischen Strukturplans für Gesundheit (ÖSG). Neben vielen Lehrverpflichtungen wird in Zusammenarbeit mit der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) Forschung auf internationalem Niveau betrieben. Es werden PatientInnen bis zu einem Alter von 18 Jahren aus einem überregionalen Einzugsgebiet versorgt.

Organigramm  Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie Kinderradiologie des Universitätsinstitutes für Radiologie Kinderanästhesie Klinische Psychologie Ernährungsmedizinische Beratung

Interdisziplinäre Strukturen im Zentrum

Ein großer Ambulanzaufnahmebereich mit gemeinsamer Notfalltriagierung  (Manchester Triagekonzept) und Schockraum, Spezialambulanzen, Tagesklinik  und eine interdisziplinäre Intensivstation zeichnen das Konzept des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin aus.
Die Frühneurorehabilitationsstation REKIZ (=Rehabilitation am Kinderzentrum) wird über eine besonders gestaltete interdisziplinäre Versorgungskette „Tür an Tür“ betrieben: Operationsbereich, Aufwachräume, Intensiv- und Intermediate Care Station und nahtlos die Rehabilitationseinrichtung sind auf einer Ebene lokalisiert.

Ein weiterer sehr wichtiger Schnittstellenbereich ist die Verbindung des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin mit der Frauenklinik  über das Perinatalzentrum: Die Division für Neonatologie ist räumlich eng an den Geburtenbereich der Frauenklinik angeschlossen. Das Baukonzept des neuen Eltern-Baby-Zentrums mit seiner eiförmigen Kontur ist auf die individuelle Versorgung der Kinder und ihrer Familien mit dem NIDCAP-Konzept (Newborn individualized developmental care and assessement program) ausgerichtet und hat überregional Modellcharakter. Die kurzen Wege, Tür-an-Tür-Versorgung mit dem Kreißsaal und das intensive Einbeziehen der Eltern ermöglicht eine optimale Versorgung der Früh- und Neugeborenen.

Die Versorgung von psychosomatisch erkrankten Kindern und Jugendlichen erfolgt in einem eigenen Department für Psychosomatik mit 12 Betten. Es besteht ein gut funktionierendes Kooperationsmodell mit der UK für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Christian Doppler Klinik (CDK) mit Liaisonsdiensten, Zusammenarbeit im Rahmen der Ausbildung, Patientenaustausch und der Kinderschutzgruppe.

Die Klinische Genetik ist ein eigenständiger Bereich, wobei zwar genetische Analytik und Beratungstätigkeit ihren Schwerpunkt in der Pädiatrie haben, der Versorgungsauftrag sich aber klar auch in den Erwachsenenbereich erstreckt.
Die Räumlichkeiten der Klinischen Genetik im neuen Kinderzentrumskonzept sind auf einer Ebene platziert mit dem Spezial- und Forschungslabor mit vielen sinnvollen Synergien. Das Spezial- und Forschungslabor erstreckt sich in einem eigens umgebauten Stockwerk des Altgebäudes im Anschluss an die Klinische Genetik und ermöglicht es über 20 MitarbeiterInnen, verschiedene Projekte in der Erforschung von Neuropeptiden, mitochondrialem Energiestoffwechsel und Tumorstoffwechsel umzusetzen (Laura-Bassi-Zentrum und Mito-Center).

Die UK für Kinder- und Jugendheilkunde Salzburg ist eines der 4 Zentren Österreichs zur Versorgung der Patienten mit angeborenen Stoffwechselstörungen und ist mit der UK für Kinder- und Jugendheilkunde Innsbruck vom European Board of Pediatrics als Stoffwechselausbildungszentrum akkreditiert.
Mit dem Schwerpunkt in der Diagnostik, Betreuung und Therapie von mitochondrialen Erkrankungen bildet die Klinik ein internationales Expertisezentrum – www.mito-center.org.

An der UK für Kinder- und Jugendchirurgie wird das gesamte Spektrum von kinderchirurgischen, unfallchirurgischen und urologischen Operationen vom Neugeborenen bis zum Adoleszenten durchgeführt, wobei ein Großteil der Operationen auch tagesklinisch erfolgt.

Weitere wichtige Abteilungen sind im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin wesentlich integriert: Die UK für Radiologie betreibt eine eigene Einheit für Kinderradiologie im Erdgeschoss des Zentrums. Hier wird die Ultraschall-, Röntgen- und Funktionsdiagnostik auf höchstem Niveau durchgeführt.
Die UK für Anästhesiologie  hat ein konstantes und  erfahrenes Kinderanästhesieteam  vor Ort im Einsatz, für die Versorgung der Kinder einerseits im OP-Bereich, im ambulanten Bereich und im Schockraum sowie andererseits in der Mitbetreuung der interdisziplinären  Intensivstation. Mit den Kinderanästhesisten zusammen wurde die erste Schmerzzertifizierung in Österreich für ein Kinderzentrum in allen Subspezialitäten etabliert.

Das Institut für Psychologie stellt dem Department für Psychosomatik eine Reihe von PsychologInnen mit fix zugeteilten Verrichtungsdienststellen zur Verfügung.

Drei Diätassistentinnen der Ernährungsberatung erfüllen die vielfältigen Aufgaben am Zentrum, betreiben auch die Milchküche und sind mit der SALK Ernährungsberatung assoziiert. Eine zertifizierte Stillberatung ist einheitlich am Zentrum etabliert.

Besondere interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Abteilungen der SALK 

Das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin hat eine sehr gute und enge Zusammenarbeit mit der UK für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, wobei Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten aus einem überregionalen Einzugsgegbiet versorgt werden, mit der UK für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten und deren Spezialisierung auf kindliche Hörstörungen  (Cochlearimplantationen), mit der UK für Augenheilkunde (Schieloperationen), mit der UK für Orthopädie (Kinderorthopädie), dem Universitätsinstitut für Sportmedizin (Kinder und Jugendsportmedizin) und der UK für Physikalische Medizin (Physiotherapie), mit der UK für Unfallchirurgie (Traumazentrum), mit der Krankenhaushygiene etc.
Besonders hervorzuheben ist das gemeinsame Interesse und die Schwerpunktbildung innerhalb der SALK/PMU im Rahmen der Orphan Diseases, wobei hier mehrere Abteilungen zusammen das Zentrum für seltene Krankheiten bilden – http://www.zsk-salzburg.at/) und ein gemeinsames Orphan Disease Board betreiben. Das EB Haus der Dermatologie hat sich für die Betreuung der Kinder mit Epidermolysis bullosa als nationales und internationales Referenzzentrum etabliert und erfüllt einen breiten Forschungsauftrag.

Besondere Zusammenarbeit mit der PMU

Zwei Institute der PMU sind im Besonderen mit dem Kinderzentrum assoziiert: Das Institut für angeborene Stoffwechselstörungen und ein Institut für Rehabilitation, Palliation und Transition, das sich in Planung befindet.
Der Universitätslehrgang Early Life Care für frühe Hilfen wurde unter der  medizinischwissenschaftlichen Leitung der Abteilungsvorstände für Kinder- und
Jugend- und Frauenheilkunde entwickelt und soll 2015 beginnen –  www.earlylifecare.at.

Lehre und Forschung

Forschungsschwerpunkte:

Mitochondrialer Energiestoffwechsel:
MitoNET und EUProjekte: FWF, E-rare, MEET (PD Dr. Hans Mayr)

Laura-Bassi-Zentrum
für Neuropeptide, mitochondrialer Energiestoffwechsel in Tumoren (Prof. Dr. Barbara Kofler)

Adipositasforschung:
z.B. EU Projekt Beta-Judo; (PD Dr. Daniel Weghuber)

Neonatologie: Technische Neuerungen bei Beatmungsmaschinen für extrem
kleine Frühgeborene, Kommunikation Patient-Maschine bei noninvasiver
Beatmung, Nahinfrarotspektroskopie (NIRS), NIDCAP (PD Dr. Martin Wald)

Kinderchirurgie (im Aufbau):
Enterisches Nervensystem, urogenitales Nervensystem, Atresiemodelle, minimalinvasive endoskopische Verfahren
(Prof. Dr. Metzger)

Im Ranking der Forschungs- und Publikationsleistungen befindet sich die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin regelmäßig unter den ersten 5 Kliniken bzw. Instituten von insgesamt 50 Kliniken und Instituten der SALK/PMU. Viele Diplomanden, Doktoranden und Postdocs der Naturwissenschaftlichen Fakultät arbeiten im Forschungslabor mit.
Lehrkonzepte sind im Rahmen der PMU besonders für StudentInnen und für die Facharztausbildung konzipiert. Die StudentInnen werden im Forschungstrimester in eigene Forschungsprojekte eingebunden. Für die Pflege gibt es eine eigene Krankenpflegeschule für Kinder- und Jugendlichenpflege.

Wichtige Einrichtungen und Kooperationen

Weitere besondere Einrichtungen und Partner am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin sind die Elternschule, eine sehr beliebte und gut angenommene Einrichtung, wo SpezialistInnen des Kinderzentrums für den Unterricht von Eltern großeils ehrenamtlich zur Verfügung stehen, und die Heilstättenschule. Sie ist am Zentrum integraler Bestandteil in der Langzeitbetreuung unserer Kinder. In der Krankenhausseelsorge steht ein eigens für Kinder speziell ausgebildeter Experte zur Verfügung. Bezüglich Palliativmedizin ist ein von der Salzburger Kinderkrebshilfe finanziertes Regenbogenteam für onkologische Patienten etabliert, es gibt eine eigene interdisiziplinäre Arbeitsgruppe und bereits ausgearbeitete Konzepte zur Therapiezielfindung.

Viele Elternvereine und Selbsthilfegruppen sind wichtige Partner: Kinderkrebshilfe, Clowndoctors, Verein zur Begegnung von Kindern und Hunden-Kibello, Baby-Treff, Cystische Fibrose, Diabetes mellitus, Prader Willi Syndrom, KIB-children care, Rheumaerkrankte Kinder, Spina bifida, Down Syndrom, Phenylketonurie (PKU) u.a. In konkreter Planung und besonderer Kooperation mit der Pflege entwickelt sich ein Nachsorgezentrum in Anlehnung an den „Bunten Kreis“ in Deutschland.

Pflegekonzepte

Etwa 200 diplomierte Kinderkrankenschwestern sichern eine professionelle Pflege und Betreuung nach dem letzten Stand pflegewissenschaftlicher
Erkenntnisse. Dabei orientieren sie sich am Leitbild der Pflege/ Universitätsklinikum Salzburg-Landeskrankenhaus:
„Das Pflegeverständnis basiert auf den  Pflegemodellen von Dorothea Orem und Nancy Roper. Roper orientiert sich an den Grundbedürfnissen des Menschen und den 12 Aktivitäten des täglichen Lebens (Atmen, Essen und Trinken, Ruhen und Schlafen, für Sicherheit sorgen etc.). Wir beziehen die Eltern in die Pflege der Kinder mit ein und ermöglichen ihnen, rund um die Uhr bei ihren Kindern zu sein. Unsere Stationsleitungen sichern die Organisation des Stationsalltages und kooperieren dabei partnerschaftlich mit allen Berufsgruppen. Viele ExpertInnen wie zum Beispiel NIDCAPProfessional, Stomapflege, Case- und Caremanagement, Diabetesschwestern, Palliativschwestern, Babymassage, Trageberatung, Still- und Laktationsberatung (IBCLC), Cranio- sacrale Impulsregulation (C.S.I.R) garantieren größtmögliche Professionalität. Jede Station verfügt auch über eine/n ausgebildete/n Kinästhetics Infant Handling Peer Tutor/in.“

    Pulso - Sonderausgabe zur Eröffnung des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin

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