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Zertifiziertes überregionales Traumazentrum: 25-Jahre Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie
Zertifiziertes überregionales Traumazentrum: 25-Jahre Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie

Zertifiziertes überregionales Traumazentrum: 25-Jahre Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie

Die Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie feiert ihr 25-jähriges Bestehen und ist für die Versorgung von frischverletzten und insbesondere mehrfachverletzten PatientInnen erste Zuweisungsstelle im Bundesland Salzburg und dem angrenzenden Bayern. Komplexe Traumata und die Behandlung verletzter PatientInnen mit gravierenden Begleiterkrankungen werden aufgrund bester intensivmedizinischer, anästhesiologischer und radiologisch-diagnostischer Infrastruktur rund um die Uhr – zu jeder Tages- und Nachtzeit – interdisziplinär versorgt. 2010 wurde die Klinik durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie als bisher einzige Klinik Österreichs als überregionales Traumazentrum zertifiziert. Auf Wunsch der deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie wurde die Klinik – wegen der grenznahen Lage – dem deutschen Traumanetzwerk angeschlossen, sodass auch deutsche Patienten in die Salzburger Uniklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie gebracht werden. Die Uniklinik für Unfallchirurgie hat auch den Vorsitz im neu entstehenden Salzburger Traumanetzwerk inne. Wesentliches Ziel ist es, qualitätssichernde Maßnahmen zu setzen, die im Notfall durch enge Zusammenarbeit mit allen an der Versorgung beteiligten Abteilungen im Bundesland Salzburg die optimale Versorgung des mehrfachverletzten Patienten zu gewährleisten.

Leistungsspektrum
Mit der Notfallversorgung im Schockraum und der unfallchirurgische Notaufnahme sowie den Spezialambulanzen für Hand-, Fuß-, Schulter-, Knie- und Wirbelsäule werden die Patientinnen und Patienten von  unfallchirurgischen Experten in der akuten Verletzungssituation aber auch langfristig an den Folgen von akuten Verletzungen versorgt. Sämtliche Mehrfachverletzte (Polytraumata) werden seit 2002 im Hinblick auf ihre medizinische Versorgung bzw. deren Genesung dokumentiert und im deutschen Traumaregister aufgelistet. In diesem Register werden 450 Kliniken aus ganz Europa mit insgesamt über 70.000 Patienten angeführt. Hier rangiert die Salzburger Unfallchirurgie in punkto „Überlebensrate bei Polytrauma“ in den ersten Rängen.

Spitzen- und Breitensportverletzte
Die Behandlung von Verletzen aus dem Spitzen – und Breitensport ist ebenfalls wesentlicher Teil des Aufgabenbereiches der Unfallchirurgie im Universitätsklinikum Salzburg. Im Jahre 1996 wurde die Salzburger Unfallchirurgie vom Land Salzburg die Zusatzbezeichnung „Sporttraumatologie“ zuerkannt. SpitzensportlerInnen u.a. aus dem Schi- und Fußballsport werden durch zeitweilige Tätigkeit im Training und Wettkampf von den Unfallchirurgen der Klinik begleitet. Die Klinik ist deshalb häufig Anlaufstelle für die Athleten. Zweimal jährlich werden von der Klinik auch die Zahlen der Sommer- und Wintersportverletzten im Breitensport veröffentlicht. Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch, Vorstand der Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie erklärt: „Seit 1997 führen wir diese Statistik, mit der wir der Sportindustrie wichtige Erkenntnisse liefern. Aber seit einigen Jahren zeigt sich in einem Bereich das gleich Bild. Fußball bleibt weiterhin eine Sportart mit einem hohen Verletzungsrisiko.“ Die Fußballer, egal ob männlich und immer mehr auch weiblich, machten 2011 genau 67,8 Prozent der zu behandelnden Sportverletzungen aus. Seit 2007 liegt Fußball mit mehr als 60 Prozent aller Verletzungen unangefochten an der Spitze in der Sommersportstatistik der Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie.

Dank den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch bedankt sich anlässlich der 25-Jahr Jubiläums seiner Klinik bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: „All das war und ist nur möglich, weil ein erstklassiges hochprofessionelles Team bestehend aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller im Krankenhaus tätigen Berufsgruppen rund um die Uhr unseren Patientinnen und Patienten zur Verfügung steht. Der Dank geht heute somit an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – nicht nur der Unfallchirurgie sondern auch aller Disziplinen, die mit uns aufs Engste und in vorbildhafter Weise zusammenarbeiten.“

Entwicklung von Operationsmethoden
Mehrere Operationsmethoden wurden in der Salzburger Unfallchirurgie entwickelt , finden heute weltweite Anerkennung und sind zum internationalen Standardrepertoire geworden.  Kleine Schnitte – die minimalinvasive Chirurgie – war von Beginn die Operationstechnik der ersten Wahl in der Salzburger Unfallchirurgie von Univ.-Prof. Resch. Neue Methoden und Implantate, an denen  mitentwickelt wurde, haben zu technischer Vereinfachung und kürzeren und schonenderen Operationsmethoden geführt. Die an der Klinik entwickelte Stabilisierungsoperation  der Schulter, Muskelersatzoperation bei chronischen Sehnendefekten an der Schulter, minimal invasive Frakturbehandlung des Oberarmkopfes, sowie eine neue Implantatentwicklung bei Frakturen der Hüftpfanne des älteren Menschen (gemeinsam mit dem Synthes Labor an der PMU) sind einige dieser herausragenden Erfolge. Diese Spezialpfanne ist nun auch auf dem Weg, weltweit erhältlich zu werden.

Zentrum für Rekonstruktive Chirurgie am Universitätsklinikum Salzburg
Gemeinsam mit anderen Kliniken wurde kürzlich das Zentrum für Rekonstruktive Chirurgie am Universitätsklinikum Salzburg gegründet. Ziel ist, knöcherne Defekte nach Verletzungen oder Tumorresektionen wieder überbrücken zu können. Bereits mehrere PatientInnen der Unfallchirurgie wurden aufgrund von bis zu 15cm langen knöchernen Defekten an Ober- und Unterschenkel in Kooperation (z.B. mit der UK für Transfussionsmedizin und Blutgruppenserologie und der UK für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie) behandelt. Dabei konnten die Defekte geschlossen und der Knochen zur Heilung gebracht werden. Bei einzelnen PatientInnen mit besonders verzögerten Knochenheilungen kamen mesenchymale Stammzellen zum Einsatz.

Schulterchirurgie – exzellenter Ruf und internationales Renommee
In der Schulterchirurgie genießt die Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie von Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch einen exzellenten Ruf und internationales Renommee. Prof. Resch hat hier eine Operationstechnik entwickelt, die weltweite Anerkennung genießt. Das an der Klinik hier vorhandene Spezialwissen im Hinblick auf die kompliziert aufgebaute Schulter sowie die hervorragenden Behandlungsergebnisse – genießen internationales Renommee. Zahlreiche Spitzensportler aus den verschiedensten Sportarten wurden und werden hier behandelt.

Schonende Eingriffe durch ausgereifte Technik
Genaue Diagnostik und Behandlung ist durch die technische Qualität von hochauflösenden Kameras und Bildschirmen in HD-Qualität besonders in den neuen Arthroskopie-Einheiten möglich. Ein hochtechnisiertes computerunterstütztes Navigationssystem – als strahlenarme Operationshilfe- ermöglicht bei Eingriffen an der Wirbelsäule und am Becken das präzise Setzen von Schrauben und Implantaten trotz minimalinvasiver Zugänge. Dies wird in Zukunft eine immer stärker werdende Rolle – vor allem in der Endoprothetik aber auch in der Frakturversorgung spielen.

Durch neue Röntgenbildverstärkergeräte wurde eine immense Verbesserung der intraoperativen radiologischen Darstellung – auch kleiner Knochen und Gelenke – vor allem im Bereich der Hand- und Fußchirurgie erzielt.

Großen Wert hat die strukturierte Qualitätssicherung
In regelmäßigen Simulationstrainings im Schockraum, welche gemeinsam mit der Universitätsklinik für Anästhesie und Notfallmedizin durchgeführt werden, werden  Abläufe im Schockraum eingeübt, evaluiert und stetig verbessert.. Durch Koordination und gemeinsamer Teamarbeit aller an der Behandlung Schwerverletzter beteiligten Abteilungen wird die Behandlungssicherheit -qualität erhöht .
Zudem finden regelmäßige interdisziplinäre so genannte „Schockraumzirkel“ statt – das sind Fallbesprechungen von schwer und schwerst verletzter PatientenInnen. Hier werden die Fälle analytisch aufgearbeitet, kritisch betrachtet und Verbesserungspotential erarbeitet.
Alle fachärztlichen unfallchirurgischen MitarbeiterInnen verfügen über einen so genannten ATLS bzw. ETC Kurs. Wer diese Kurse absolviert, verfügt über besondere Qualifikationen für die Behandlung von schwerverletzten Patienten.

Forschung und Lehre
Mehrere MitarbeiterInnen der Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie sind als DozentInnen an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) tätig.

  • Ein mit der Klinik eng kooperierendes Forschungslabor für Sehnen – und Knochenregeneration beschäftigt sich mit der Beschleunigung der Heilung dieser Gewebe.
  • Beim Forschungsprojekt für die Querschnitts- und Geweberegeneration der PMU beschäftigt sich die Uniklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie mit der Erforschung der Bedeutung rascher Dekompression des Rückenmarks während der Frühphase nach Rückenmarksverletzungen.
  • ASCIS Studie: Gemeinsam mit der AUVA wurde eine österreichweite Plattform zur Erhebung der querschnittverletzten PatientInnen ins Leben gerufen.
  • Mehrfach wurde die Klinik von der PMU zur besten Forschungsklinik – unter den chirurgischen Forscherkliniken – gewählt.
  • Seit 19 Jahren findet jährlich das Salzburger Schulterforum statt. Er gilt als wichtigster Schulterkongress Österreichs und erfreut sich anhaltender großer Beliebtheit.
  • Für die Winter- und Sommersportstatistik der Unfallchirurgie wird seit 1997 Winter- und Sommersport-Unfallstatistik aufgezeichnet und in Pressekonferenzen der Öffentlichkeit präsentiert. Ziel dabei ist es, Verletzungstrends aufzuzeigen und Warnhinweise vor besonderen Verletzungsgefahren an die Öffentlichkeit zu bringen.



 

Film 25 Jahre Unfallchirurgie

Als Gesprächspartner stehen  zur Verfügung:

Burkhard van der Vorst SALK Geschäftsführer
Univ.-Prof. Dr. Heinrich Magometschnigg  Ärztlicher Direktor Landeskrankenhaus- Universitätsklinikum Salzburg
Prim. Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch Vorstand Universitätsklinik für Unfallchirurgie und  Sporttraumatologie
Oberarzt Dr. Andreas Hartmann   Oberarzt, Universitätsklinik für Unfallchirurgie und  Sporttraumatologie

KENNZAHLEN:
Ø an der Abteilung Beschäftigte (Vollzeitpersonal)
MitarbeiterInnen 109,93
ÄrztInnen 23,75
PflegemitarbeiterInnen 77,70

Anzahl der Betten
Bettenstation (AK) 38
Bettenstation (SK) 20

Leistungskennzahlen 2012
Ø Verweildauer:      4,74Tage
Bettenauslastung:     88,54%
Anzahl der PatientInnen stationär:   3.714
Anzahl der Belagstage     17.616
Anzahl der Pflegetage     20.557
Anzahl der Ambulanzpatienten (Frequenz)  41.010
Anzahl der Operationen/p. a.    2.954
Anzahl der Wundversorgungen    763
Anzahl kleine ambulante Eingriffe   1.012

Allgemeine Daten
Manche Aspekte der Traumaversorgung, die sich aus dem TraumaRegister DGU® ergeben, sind von
allgemeinem Interesse und werden hier für das Gesamtregister dargestellt. Eine Spezifizierung nach
einzelnen Kliniken erfolgt nicht.

Kliniken und Fallzahlen
Im Jahr 2012 wurden Daten von 28.805 Patienten aus 573 aktiven Kliniken in das TraumaRegister DGU® eingegeben. Die Anzahl dokumentierter Patienten im TRDGU stieg damit auf insgesamt 122.742 Fälle seit 1993. Unter den insgesamt 614 Kliniken sind 35 Kliniken aus dem Ausland (davon aktiv 30): Österreich 16, Slowenien 5, Niederlande 4, Schweiz 4, Luxemburg 2, Finnland 1, Belgien 1, Vereinigte Arabische Emirate 1 und China 1. Aus Deutschland haben sich im letzten Jahr 543 Kliniken beteiligt.

Rückfragen an:
Mag. Mick Weinberger
Leiterin SALK Unternehmenskommunikation & Marketing

SALK - Salzburger Landeskliniken Betriebsgmbh.
Müllner Hauptstraße 48
5020 Salzburg
Tel: +43 (0)5 7255-20012
Mobil: +43/0676 89972 1007
Fax: +43 (0)5 7255-20195
m.weinberger@salk.at
presse@salk.at | office@salk.at

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25 Jahre Unfallchirurgie

22.10.2013

Die Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie feiert ihr 25-jähriges Bestehen und ist für die Versorgung von frischverletzten und insbesondere mehrfachverletzten PatientInnen erste Zuweisungsstelle im Bundesland Salzburg und dem angrenzenden Bayern.

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