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Sommersport-Unfallstatistik des Salzburger Universitätsklinikums
Sommersport-Unfallstatistik des Salzburger Universitätsklinikums

Sommersport-Unfallstatistik des Salzburger Universitätsklinikums

Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie
Universitätsklinik für Kinder und Jugendchirurgie
Universitätsklinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation 

Männlich, durchschnittlich 28,9 Jahre alt, gut trainiert, Freizeitfußballer oder Mountainbiker…*

*) Das ist keine Kontaktanzeige – das ist der klassische Sommersport-Unfallverletzte im Jahr 2012 mit Verletzungen am Unterschenkel oder am Knie. Insgesamt wurden 1054 Patientinnen und Patienten (2011: 1023) nach einem Sommersportunfall in der Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie behandelt. 11,3% zogen sich dabei so schwere Verletzungen zu, dass sie stationär aufgenommen werden mussten.

„König Fußball“ bleibt Unfallstatistik-Spitzenreiter: 62,1 % der Unfälle ereigneten sich beim beliebten „Mann-gegen-Mann“-Ballsport, 85% davon waren in einem sehr guten oder guten Trainingszustand. Häufig passieren die Unfälle im ambitionierten Zweikampf: „Fußball ist weiterhin eine Sportart mit sehr hoher Verletzungsgefahr. 58,9 resultieren aus direktem Kontakt mit dem Gegenspieler oder durch Fouls“, betont Primar Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch, Leiter der Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie. „Seit 1997 führen wir diese Statistik, mit der wir der Sportindustrie wichtige Erkenntnisse liefern. Aber seit einigen Jahren zeigt sich in einem Bereich das gleich Bild. Fußball bleibt die Sportart mit sehr hohem Verletzungsrisiko“, sagt Prof. Resch. Seit 2007 liegt Fußball mit mehr als 60 Prozent aller Verletzungen unangefochten an der Spitze in der Sommersportstatistik der Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie. Fahrradfahren in der Freizeit birgt ebenso ein hohes Unfallrisiko: 48,9% aller registrierten Fahrrad-Sommersport-Unfälle passierten in der Freizeit und die Radfahrer sind durchschnittlich etwas älter (44,4 Jahre). Erfreulich ist, dass bereits knapp 40% der Fahrradfahrer beim „Transport-Fahren“, also außerhalb einer sportlichen Tätigkeit, Helm tragen. 92,6% tragen ihn beim Sport.

Das durchschnittliche „Unfallkind“ ist 10 Jahre und stürzt mit dem Fahrrad im Straßenverkehr. „Die Unfallstatistik zeigt den steten  Anstieg der Unfallzahlen mit höherem Alter der Kinder und der Unfallort verlagert sich mit dem steigenden Alter von Zuhause in die Sportstätte“, erklärt OA Dr. Jörg Schnöll von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie. Generell verunfallen Kinder zwischen 0-6 Jahren hauptsächlich im häuslichen Umfeld (60%) und im Alter zwischen 12-18 Jahren am Fußballplatz oder im Schwimmbad (86%).


Meist leichte Blessuren aber wieder mehr Schwerstverletzte als im Vorjahr
1054 Sportlerinnen und Sportler wurden 2011 (2011: 1.023) von den Spezialisten für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie behandelt. Davon kamen 726 bzw. 68,9 Prozent mit leichten Blessuren davon. Mittlere bis schwere Verletzungen zogen sich immerhin knapp 28,9 Prozent der Betroffenen zu. „119 Patientinnen und Patienten (11,3% - im Jahr davor waren es nur 9,8%) mussten wir stationär aufnehmen. Die Zahl der Schwerstverletzten ist im Vorjahr wieder angestiegen. Hatten wir 2011 ‚nur‘ 17“ Schwerstverletzte, waren es im Vorjahr 24 Personen“, sagt Prim. Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch.

Weiterhin die „Hotspots“ bei den Verletzungen bleiben die unteren Extremitäten. Im Vorjahr betrafen 57,4 Prozent der Verletzungen diese Körperregionen. „Das heißt, dass das Kniegelenke und die Sprunggelenke am häufigsten betroffen sind“, analysiert OA Hübner. Ellbogen, Handgelenk und Hand sind mit 16,8 Prozent Häufigkeit in der Statistik vertreten. Unter zehn Prozent liegen Schultern und Oberarme, Hüfte und Oberschenkel, Kopf und Gesicht sowie Brustkorb und Becken. „Rund 89 Prozent der Sportler konnte allerdings nach ambulanter Behandlung wieder nach Hause gehen“, sagt Dr. Hübner.

Helmträger weiter im Vormarsch
Erfreulich aus Sicht der Mediziner und auch der Sportindustrie ist, dass auch immer mehr Erwachsene beim Radfahren zum Helm greifen. 2012 trugen 92,6 % der Radsportler einen Kopfschutz (2011: 83,3%). „Erfreulich ist auch, dass mittlerweile 39,4 Prozent derjenigen, die das Fahrrad für den Weg in die Arbeit oder zum Einkaufen verwenden, ihren Kopf schützen“, sagt Dr. Hübner. Im Jahr zuvor kamen die „Transport“-Fahrradfahrer auf  37,5%.

Mountainbike die gefährlichste Form des Radfahrens
Ebenfalls immer ganz vorne dabei ist Radfahren. Das hängt sicherlich damit zusammen, dass Radfahren weiterhin die beliebteste Freizeitsportart von Herrn und Frau Österreicher ist. Besonders beliebt, das Radfahren abseits der Straßen, im Gelände oder auf Schotterstraßen. Kein Wunder, dass deshalb Mountainbiken die eindeutig gefährlichste Form des Radfahrens ist. Mehr als jeder zweite Radunfall von Erwachsenen, der eine Verletzung nach sich zieht, passiert mit einem Mountainbike (50,1%). Rund ein Drittel der Patienten nach Radunfällen war auf einem Citybike (29,3%) unterwegs. Relativ sicher dagegen scheinen Rennräder, die sich mit nicht einmal 9,4 Prozent in dieser Statistik niederschlagen.

Kinder-Unfallstatistik der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie
Sport hilft Kindern, sich gut zu entwickeln. Während einige Sportarten Schnelligkeit und Reaktionsvermögen trainieren, fördern andere auch soziales Verhalten oder das Selbstbewusstsein. Am wichtigsten ist es aber, dass die Kinder Freude am Sport haben und gerne dorthin gehen. Der Oberarzt der Kinder- und Jugendchirurgie, Dr. Jörg Schnöll erklärt: „Wer sich viel bewegt, ist zwar häufiger Situationen ausgesetzt, in denen er sich verletzen kann – aber er hat auch bessere Fähigkeiten, die ihn vor Verletzungen schützen können, etwa durch schnelles Reagieren, gute Koordination und Gleichgewichtsgefühl.“

Altersgruppe 

% Anteil

0-2 Jahre  1,6 %
3-5 Jahre  9,9 %
6-8 Jahre 19,9 %
9-11 Jahre  30,3 %
12-14 Jahre 39,1 %

Fahrradfahren immer mit Helm
Seit 31. Mai 2011 gilt für Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren die Helmpflicht beim Fahrradfahren. Diese gesetzliche Vorschrift zum Schutz der jungen Radler hat gute Gründe. Das durchschnittliche Unfallkind ist 10 Jahre alt und stürzt im Straßenverkehr. 85% der Kinder bis 10 Jahre tragen einen Helm und nehmen im vierten Schuljahr an einer Radfahrausbildung teil und können sich von da an im Straßenverkehr frei bewegen. Je älter Kinder werden desto häufiger kommt es zu Sportunfällen.

Sportunfälle je Altersverteilung bei Kindern- und Jugendlichen
Deshalb sind diese Altersgruppen (9-14), also größere Kinder und Jugendliche, besonders gefährdet. Sie radeln schon öfter alleine oder mit Freunden und entfernen sich immer mehr aus dem Kontrollbereich der Eltern. Für sie ist es „uncool“ einen Helm zu tragen, reine Empfehlungen zeigen keine Wirkung.

  • Das Durchschnittsalter des Unfallkindes beträgt 10 Jahre. Dies bedeutet, dass Erwachsene sehr oft als wichtige Tipp-Geber fürs richtige Fahren nicht mehr mit ihren Kindern gemeinsam unterwegs sind.
  • Der Alleinsturz ist für 68 % der Unfälle verantwortlich
  • 70 % der Kinder sind beim Unfall alleine oder nur mit anderen Kindern unterwegs
  • Unfälle geschehen häufig an Nebenstraßen( Schulweg, Weg zum Freund), an den Kreuzungen oder auch in Fun/Skaterparks.
  • Nicht immer fahren junge Radfahrer dort, wo sie fahren sollten: bei den Fehlern, die sie machen, steht die falsche Straßenbenutzung an erster Stelle

Empfehlungen und Präventionstipps:

  • Alle Kinder und Jugendlichen sollten beim Radfahren einen Helm tragen.
  • Bei 80 Prozent aller Fahrradunfälle wird der Kopf in Mitleidenschaft gezogen. Helme können den Schweregrad der Kopfverletzung um ¾ reduzieren.
  • Helmtragen beginnt schon beim Baby im Fahrradanhänger. Der Helm gehört ebenso zum Laufrad und zum Roller. Er gehört zu allen Sportarten, bei denen Schnelligkeit und Höhe zu Sturzunfällen mit Kopfverletzungen führen können.
  • Tragen auch Sie als Elternteil einen Radfahrhelm (Vorbildwirkung)!
  • Nach einem Sturz können feine Haarrisse im Helmmaterial die Dämpfung mindern – deshalb soll der Helm durch einen neuen ersetzt werden.
  • Fahrräder im Straßenverkehr müssen der Straßenverkehrsordnung entsprechen.
  • Die ersten Meter am Fahrrad sollten auf einem verkehrsfreien Platz geübt werden. Hier können Kinder in aller Ruhe Grundlagen, wie Gleichgewicht und sicheres Stoppen üben.
  • Eltern sollen mit ihren Kindern den neuen Schulweg oder andere neue Wege, beispielsweise zu Freunden oder Sportstätten, genau unter die Lupe nehmen, eine sichere Strecke planen und mit ihren Kindern das Verhalten an schwierigen und gefährlichen Stellen üben.

Trampolin ja, aber alleine und mit Sicherheitsnetz

Grundsätzlich ist das Trampolinspringen eine nahezu ideale Kindersportart.
Es trägt sehr viel zur Koordination, zur Kräftigung,  zum Körpergefühl von Kindern bei. „Dabei sollten aber unbedingt die wichtigsten Sicherheitsregeln eingehalten werden. Zu aller erst zählt dazu, dass nicht mehrere Kinder auf einem Trampolin gleichzeitig springen sollten“, sagt OA Dr. Jörg Schnöll.
In 77 Prozent der Unfälle, die eine Verletzung nach sich ziehen, sind zwei oder mehrere Personen am Trampolin.

Das Trampolin im eigenen Garten
Trampolinen  werden längst nicht mehr nur in der Sporthalle und Vergnügungsparks genutzt. Vor allem  im eigenen Garten wird auf ihnen gesprungen und getobt. Die eigenen Kinder – aber auch die Nachbarskinder– werden regelrecht zur Bewegung aufgefordert. Doch gerade aufgrund der hohen Attraktivität des Gerätes für Kinder und dem erhöhten Verletzungsrisikos, sollte die Erwachsenen/Gartenbesitzer die Sicherheit stets an oberste Stelle setzen.

  • Leider werden die Sicherheitsvorkehrungen immer wieder vernachlässigt und immer mehr Kinder verunfallen beim Trampolinspringen.
  • Die Zahlen sind eindeutig: Noch vor wenigen Jahren passierten fast gar keine Trampolinunfälle. Seitdem die Geräte aber in vielen Gärten stehen, gibt es einen dramatischen Anstieg.
  • Am meisten gefährdet sind die Zwei bis Sechsjährige Kinder. In zwei Drittel der Fälle ist ein zweites Kind, das wesentlich älter und schwerer ist, zum Zeitpunkt des Unfalls auf dem Trampolin. Das heißt, dass das ältere Kind das Trampolin durch das Springen in Bewegung setzt und das kleinere, leichtere Kind unkontrolliert durch die Gegend geschleudert wird.
  • Die Fehleinschätzung der Körperkontrolle und der motorischen Fähigkeiten vor allem jüngeren Kindern bedingen unkontrollierte Stürze am Trampolin.
  • Eine zu lange Sprungdauer, die auf Grund mangelnder Kondition zu einer raschen Ermüdung führt, steigert auch das Verletzungsrisiko.
  • Falsch aufgestellte Trampolinen (harter Untergrund, gefährliche Gegenstände in der Nähe des Trampolins) und fehlende Schutznetze führen zu Abstürzen und meist schweren Verletzungen.

Empfehlungen und Präventionstipps:

  • Es soll immer nur 1 Kind am Trampolin springen.
  • Niemals Kinder unterschiedlichen Alters und Gewichtes gleichzeitig springen lassen
  • Bei ersten Anzeichen von Ermüdung und Konzentrationsnachlass muss das Springen unterbrochen werden
  • Bei den ersten Sprungversuchen empfehlen wir die Anwesenheit eines Erwachsenen
  • Gegenstände in der Umgebung des Trampolins entfernen
  • Trampolin nicht in der Nähe von Zäunen, Mauern, Bäumen oder Spielplatzgeräten aufstellen
  • Das Trampolin auf weiche Oberflächen (z.B. hohen Rasen)aufstellen. Ist das nicht möglich, sollte die Umgebung des Trampolins mit weichen Matten gesichert werden.
  • Das Trampolin mit einer Rahmenpolsterung und einer ausreichend hohen Absturzsicherung (rundum mit Netz) von mindestens 150 cm zu versehen.
  • Wenn möglich das Trampolin in Bodenniveau aufzustellen, wobei die Aushubtiefe 50 cm betragen muss. Nur in diesem Fall kann man auf die Netzsicherung verzichten.

Wasserrutschen als Unfallherde
Bei den Aktivitäten im Schwimmbad stellt das eigentliche Schwimmen und Tauchen ein geringeres Unfallrisiko dar (natürlich wenn die Kinder schwimmen können). Weitaus unfallträchtiger sind die Aktivitäten rund um das Becken, bei den Jugendlichen vor allem an den Wasserrutschen. Die Gefahr bei Wasserrutschen liegt vor allem beim Rutschen Auslauf. Hier kommt es sehr oft zu einem Zusammenprall mit einem vorher gerutschten Kind, weil es nicht gleich wegschwimmt oder weil das nächste zu schnell nachgerutscht ist.
Das Rutschen in der Bauchlage, also mit dem Kopf voraus, birgt die Gefahr einer Kopf- oder Gesichtsverletzung in sich. Auch das allgemeine Hineinspringen und der Kopfsprung, führen zu Unfällen, entweder beim Absprung selbst durch Ausrutschen oder durch Anschlagen an Beckenrand und -boden.

  • Jedes 4. Unfallkind befindet sich ohne Begleitung eines Erwachsenen im Schwimmbad.
  • Das mittlere Alter liegt bei 10 Jahren. Zu 56 % sind Buben von einem Unfall betroffen.
  • 39 % der Verletzungen betreffen den Kopf bzw. das Gesicht.
  • Jeder fünfte Unfall passiert auf der Wasserrutsche.
  • Bei der Wasserrutsche passieren 40 % der Unfälle durch Kollisionen im Mündungsbereich.
  • Bei 30 % der Unfälle ist ein Sturz infolge des Aus- bzw. Abrutschens die Ursache.

Präventionstipps für ein unbeschwertes Badevergnügen

  • Eltern sollten bei der Entscheidung, ein Kind alleine ins Schwimmbad gehen zu lassen folgendes beachten: Kann es sicher schwimmen und im Wasser auch bei unvorhergesehenen Situationen in der richtigen Weise reagieren? Wie selbständig, erfahren und zuverlässig ist es? Kinder müssen genau wissen, was erlaubt bzw. verboten ist, sie müssen häufiger an die wichtigsten Verhaltensregeln erinnert werden.
  • Kinder sollten bereits im Vorschulalter schwimmen lernen.
  • Nichtschwimmer gehören ins Nichtschwimmerbecken.
  • Beim ersten Besuch in einem Bad sollten Kinder mit den Örtlichkeiten vertraut gemacht, über Gefahrenquellen informiert und über Baderegeln aufgeklärt werden.
  • Eltern sollen Ihre  Kinder immer im Auge behalten. Unabhängig davon, ob Kinder mit oder ohne Hilfsmittel (z.B. Schwimmflügel) ins Wasser gehen: Eltern und Erziehungsberechtigte haben immer die Pflicht zur aktiven und konsequenten Aufsicht (trotz Badaufsicht).
  • Bei der Nutzung von  Wasserrutschen sind die Sicherheitshinweise und -Regeln zu beachten, wie z. B den Sicherheitsabstand zum Vordermann halten, den Mündungsbereich nach dem rutschen sofort verlassen.
  • Vor der Nutzung der Sprunganlagen immer sicherstellen, dass die Wasserfläche darunter frei ist.
  • Kinder sollen am Beckenrand (wo es meist rutschig ist) nicht laufen!

Ertrinkungsunfälle bei Kindern
Wasser übt auf Kinder eine große Faszination aus, wird von den Eltern aber immer noch als potentielle Gefahr unterschätzt. Dabei ist der Tod durch Ertrinken Weltweit die zweithäufigste Todesursache  bei Kleinkindern im Alter von 2 bis 4 Jahren und  die viert häufigste Todesursache für Kinder unter 19 Jahren.
In Abhängigkeit vom Alter der Kinder gibt es unterschiedliche Unfallorte. Während kleine Kinder häufiger im häuslichen Umfeld (z.B. Pool, Gartenteich, nahe gelegener Bach, Planschbecken,..) verunglücken, ereignen sich Ertrinkungsunfälle älterer (Schul-)Kinder zumeist in öffentlichen Bädern und an Binnengewässern(an der Seen). Kinder im Vorschulalter sind noch nicht in der Lage, die gesamte Tragweite ihres Handelns zu überschauen. Sie agieren unbekümmert und benötigen deswegen eine verantwortungsbewusste Erziehungs-/Aufsichtsperson.

Statistische Angaben:

  • im Jahr ertrinken in Österreich 8 Kinder,
  • etwa 30 Kinder überleben den Ertrinkungsunfall jedoch mit schwerwiegenden bleibenden Schäden.
  • 60 % der betroffenen Kinder sind jünger als 4 Jahre.
  • bei 90 % der Ertrinkungsunfälle sind die Kinder zum Zeitpunkt des Vorfalls alleine.
  • in 9 von 10 Fällen befindet sich ein Elternteil bzw. ein Erwachsener im Umkreis von 10 m und bemerkt den Vorfall trotzdem nicht.
  • 2 - 4 Minuten in denen ein Kind unter Wasser ist können bereits zu irreversiblen Gehirnschäden und im weiterem zum Tod führen.
  • zum Ertrinken bei Kindern unter 4 Jahren reicht schon eine Wassertiefe von weniger als 10 cm.

Während der Ertrinkungstod statistisch erfasst wird, bestehen für Ertrinkungsunfälle durch „Beinahe-ertrinken“ nur Schätzungen (auf ein tödlich verunglücktes Kind kommen 4 Kinder, die stationär aufgenommen werden müssen und das Krankenhaus mit zumeist schweren geistigen Behinderungen verlassen).

Empfehlungen und Präventionstipps

  • Lassen Sie Kleinkinder nie unbeaufsichtigt in der Nähe von Wasserflächen, nicht einmal für einen kurzen Moment!!
  • Mit einer 1,50 hohen Umzäunung des Schwimmbeckens/Biotops mit verssperrbarer bzw.  selbstschließender Tür, kann die Gefahr einer Ertränkung reduziert werden. Diese  Umzäunung soll mindestens 1m vom Ufer entfernt angebracht werden.
  • Achtung auch beim Plantschen im eigenen Garten, Kinder könne die Wassertiefe nicht einschätzen.
  • Auch die in Nachbarschaft befindlichen ungesicherten Pools und naheliegende Bäche stellen eine wesentliche Gefahr des Ertrinkungsunfalls dar.
  • Verlassen Sie sich nicht bedingungslos auf Schwimmhilfen. Schwimmflügel sind keine Sicherheitsmaßnahmen, die vor dem Ertrinken schützen. Schwimmhilfen halten zwar die Kleinen über Wasser aber schwimmen lernen sie damit nicht.
  • Auftriebskörper wie aufblasbare Wassertiere, Reifen, Wasserbälle und ähnliches sind allenfalls Spielzeug und keine sicheren Hilfsmittel zum Baden und Schwimmen.


Als Gesprächspartner standen zur Verfügung:

Prim. Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch  Vorstand Universitätsklinik für Unfallchirurgie und  Sporttraumatologie; Rektor PMU;
OA Dr. Clemens Hübner   Oberarzt, Universitätsklinik für Unfallchirurgie und  Sporttraumatologie ;
OA Dr. Jörg Schnöll   Oberarzt,  Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie;
OA Dr. Karin Zott-Oppeneiger  1. Oberärztin, Uniklinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation;

Bildrechte: SALK/Wild&Team
Abdruck honoarfrei

Fragen an:
 
Mag. Mick Weinberger
Leiterin Stabstelle Unternehmenskommunikation und Marketing
Gemeinnützige Salzburger
Landesklinik Betriebsgesellschaft mbH
Tel: +43/662/4482-1007
Mobil +43(0)676 89972 1007
m.weinberger@salk.at;
presse@salk.at

Bilder

v.l.n.r:OA Dr. Karin Zott-Oppeneiger, Prim. Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch, OA Dr. Clemens Hübner, OA Dr. Jörg Schnöll OA Dr. Karin Zott-Oppeneiger, 1. Oberärztin, Uniklinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation Prim. Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch, Vorstand Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie; Rektor PMU OA Dr. Clemens Hübner,Oberarzt, Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie OA Dr. Jörg Schnöll, Oberarzt,  Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie
Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH | Müllner Hauptstraße 48 | A-5020 Salzburg
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